1) Die Anschuldigungen um Michael Jackson: ein Skandal

Sie inszenierten um Michael Jackson einen Skandal, durchwühlten sein Leben. Die Welt fühlte sich unterhalten.
Doch was wissen wir schon?
Wir haben Schriftsteller, die „ultimative“ Biografien aus Tabloids oder aus drehbuchreifen Skripts der Ankläger kreieren und uns als Wahrheit präsentieren.
Wir haben Zeugen, die in Tabloid-Deals geboren sind.
Wir haben gerichtliche Aussagen, die als Fakten gehandelt werden, obwohl sie nur Aussagen sind.
Wir haben Gerichtsdokumente, die erschaffen wurden, um Prozesse zu gewinnen und nicht, um die Wahrheit zu erzählen.
Was uns bleibt, sind die Storys der Geschichtenerzähler, der bezahlten Zimmermädchen, der Talkshows, der Tabloids, der teuer bezahlten „Zeugen“, die nie welche waren.
Für uns bleibt nicht länger Michael Jackson, für uns bleibt der Skandal.

Der eigentliche Skandal: Michael Jackson hatte mit Erhebung der Anschuldigungen verloren

Im Moment der Anschuldigung hatte Michael Jackson verloren und das ist ein Skandal. Beweise brauchte niemand, denn mit der Vergleichszahlung galt er als schuldig. Seit 1993 stand Jackson unter konstanter Beobachtung von Medien, Volk und Staatsanwaltschaft. Er tat uns den Gefallen und benahm sich verdächtig. Oder?

Sie durchwühlten das Leben des Michael Jackson … ein Skandal

Michael Jackson Skandal www.partofhistory.de

Michael Jackson musste in seinem Leben 7 Razzien seines Eigentums über sich ergehen lassen. Jacksons gesamte Habe wurde dabei auf den Kopf gestellt. Vier Razzien fanden 1993 statt, eine weitere 2003, noch eine 2004 und eine letzte nach dem 25.06.2009, da hatte man ihn endgültig umgebracht.
Der Mann war nie vorbestraft.

70 Sheriffs marschierten mit Staatsanwalt Sneddon an der Spitze 2003 auf Michael Jacksons Grundstück, 45 davon in sein Haus. 1
1993 durchkämmten sie seine Eigentumswohnung und sein Hotelzimmer. 16 Polizeibeamte stürmten sein Elternhaus. Anschließend durchsuchten sie Neverland. Sie durchwühlten seine Kartons, seine Schränke und bohrten sich in seine Safes. Sie brachen seine Türen auf, nahmen seine Matratzen und seine Bilder. Sie vermaßen den Körper des Michael Jackson und untersuchten seine Körperöffnungen. Sie analysierten seine 10 000 Bücher, seine 23 Computer, seine Videothek und seine Aktentasche. Dabei fotografierten sie seine geöffnete Weinflasche, sein Duschgel und seinen Penis. 2004 durchkämmten sie Neverland aufs Neue und nahmen seine DNA. Über 12 Jahre suchten 150 Polizisten, das FBI und Medienvertreter nach der Nadel in Jacksons Heuhaufen.

430 Zeugen, darunter 30 Kinder, die nichts zu bezeugen hatten, verhörten Ermittler allein 1993. Manche von ihnen bis zu vier Mal. 2
2003 verhörten sie 140 weitere Personen, die auch nichts zu bezeugen hatten.

„Die Staatsanwaltschaft gab mehr Geld und Zeit dafür aus, um Michael Jackson zu verurteilen, als jede andere Staatsanwaltschaft der Geschichte.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau 3, 4

2003 bis 2005 orderten sie neun Experten allein für Fingerabdrücke. Sie beauftragten Sachverständige für DNA Analysen, für Computer, Unfallrekonstruktionen, Wirtschaftskriminalität, Finanzen, Telefone, Akustik, Sicherheitssysteme, Fachleute für Psychologie, Pathologie. Und sie bezahlten Experten für Kindesmissbrauch, weil man uns sagte, darum sei es eigentlich gegangen. Ausgegebene Steuergelder schätzt man auf Millionen.
Der Staatsanwalt, den die Kollegen „Mad Dog“ Sneddon nannten, ging nach seiner verlorenen Anklage gegen Michael Jackson in Pension. Wer hätte ihn wiedergewählt?
Staatsanwalt Zonen, wurde später wegen seiner „verstörenden Arbeitsweise“ von einem Gericht abgesetzt. Das ist ein echter Skandal um Michael Jackson.

Die Welt saß über ihn zu Gericht …

Über Michael Jackson saßen mindestens vier Richter, um die 50 Jurymitglieder, 5 Staatsanwälte und die öffentliche Meinung zu Gericht. 5 Ungezählte Rechtsanwälte verdienten an Michael Jackson ungezählte Dollars. Am 13.06.2005 wurde der auf ewig Beschuldigte von einem ordentlichen Gericht für „Nicht schuldig“ erklärt.
Sie fanden:

“Nichts. Nichts. Nichts. Nichts!“

Michael Jackson. 6

Jacksons Freispruch 2005 in einem absurden Prozess, gilt nicht für das Ansehen des Michael Jackson in der Öffentlichkeit. Man hatte ihn zerstört. Vier Jahre später war er tot.
Wer hatte sich eigentlich bei ihm entschuldigt?
Ein Skand

Aktenauszug des FBI vom 13.06.2005:
„Verfahren (gegen Michael Joe Jackson) einstellen.
Der Verfasser beantragt, dass die oben genannte Untersuchung abgeschlossen wird. Es gibt keine ungeklärten Anhaltspunkte oder Beweismaterialien.“
Quelle: FBI Records: The Vault — Michael Jackson Part 02 of 08

Siehe: Federal Bureau of Investigation (fbi.gov)

1993: Der „Eröffnungsakt“ und Michael Jackson verurteilt ohne Anklage

Am 20. August 1993 brach die Hölle los: „Jackson Missbrauch“ wurde wie eine Anklage medienwirksam präsentiert und der erste Akt des Drehbuchautors Evan Chandler begann.
Chandler hatte seine Hoffnungs darauf gesetzt, Michael Jackson würde ihm zu einer Hollywoodkarriere verhelfen. Als seine Hoffnungen enttäuscht wurden, drohte ein „Massaker“ anzurichten, Michael Jackson „zu ruinieren“, „ihn unvorstellbar zu demütigen“.

„Ich werde im großen Stil gewinnen … Ich werde alles bekommen was ich will.“

Evan Chandler, 1993. 7

Zunächst wollte niemand Evan Chandler ernst nehmen und Evan „ging aus den Verhandlungen unzufrieden“ heraus. Anschließend setzte er Jackson unter Druck 1993 über komplizierte Wege verkünden, der King of Pop „könnte“ den 13-jährigen Sohn Jordan Chandler sexuell missbraucht haben. Hintergrund der Anschuldigungen war eine Inszenierung, die Evan Chandler selbst „Eröffnungsakt“ nannte. Die Vorwürfe gegen Michael Jackson wurden im Verlauf der Ereignisse letztendlich nur in den Medien als „Anklage“ verkündet. Eine Anklage, die vor ordentlichen Gerichten nie Bestand hatte.
2004 verkaufte Evan Chandler zusammen mit seinem Bruder Raymond ein Buch, dass sich wie ein Drehbuch liest zu seiner Inszenierung von 1993 und nannte es „ALL THAT GLITTERS“ (Das Verbrechen Und Die Vertuschung). Chandler erklärte darin „Die Rollen und ihre Darsteller“ seines Massakers. 8

„Ich bin wirklich gut im Geschichtenerfinden.“

Evan Chandler. 9

Ein Überblick über die Forderungen des Evan Chandler ab 1993 an Michael Jackson:

Evan Chandler Michael Jackson 1993 Forderungen Missbrauch Phone call Dave Schwartz
  • 1993 ließ Evan Chandler die Anschuldigung „Jackson Kindesmissbrauch“ verkünden, forderte vom King of Pop 20 Millionen Dollar und richtete in den Medien  sein „Massaker“ an. Die Welt schaute im Fernsehsessel dabei zu. Könige zu stürzen, war schon immer faszinierend.
  • 1994 vermarktete der Drehbuchschreiber Evan Chandler sein „Massaker“ gegen den King of Pop und bot sich und den von ihm beschriebenen Kindesmissbrauch Buchverlagen an.
  • 1996 forderte der drehbuchschreibende Evan Chandler über sein „Massaker“ von 1993 singen und einen Film drehen zu dürfen. Außerdem forderte er einen Gewinn aus den Songs des King of Pop und klagte, ihm stünden weitere 60 Millionen Dollar zu.
  • 2004 verkaufte Evan Chandler die Story seines Massakers in einem Buch, das sich wie ein Filmskript liest. Er verkaufte zusammen mit seinem Bruder auch den anwaltlichen Schriftverkehr seines Zivilverfahrens gegen den King of Pop von 1993 im Internet.
  • Fünf Monate nach Michael Jacksons Tod im Juni 2009 schoss Evan Chandler sich eine Kugel in den Kopf.

Begonnen hatte alles 1992, als Michael Jackson mit seinem Auto eine Werkstatt aufsuchen musste. In dieser Werkstatt suchte ihn dann eine attraktive Frau auf. Sie war die Ex-Frau des drehbuchschreibenden Zahnarztes. June Chandler.

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Quellen

  1. Klapakis, Jeff, Zeugenaussage im Verfahren „Das Volk des Staates Kalifornien gegn Michael Joe Jackson“ Aktenzeichen: 1133603, 2005.03.30., Webseite Reflections on the Dance – reflectionsonthedance.com Q = Frage von Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau/A = Antwort von Sergeant Jeff Klapakis, zuständig für die Forensik: „Q. How many people in total out of the 69 that 10 were involved in the search of Mr. Jackson’s residence entered his house that day, if you know? […] 24 Q. Was it more than 45, to your knowledge? […] 4 Q. Close to 45? 5 A. I’m assuming, yes. 6 Q. You have never been in an investigation 7 where 45 people were allowed to walk into someone’s 8 home, correct? 9 A. In a home, no. 10 Q. This was the first time, correct? 11 A. It’s the first time I’ve been involved in 12 something, or an estate this size, that we had that 13 many people. 14 Q. Did the fact that Mr. Jackson is a 15 well-known celebrity have anything to do with the 16 number of people you allowed into his home on that 17 day? 18 A. No. 19 Q. In your typical homicide investigation, 45 20 people don’t enter a residence, correct? 21 A. No, they do not.[…] Were you in charge of the 4402 1 second search on or about December 4th, 2004? 2 A. Yes. 3 Q. Would you agree that within minutes of the 4 search of Mr. Jackson’s residence on December 4th, 5 2004, the press knew about it? 6 A. I wouldn’t say minutes. I’d say that the 7 press eventually found out. 8 Q. They seemed to know very quickly, correct? 9 A. Within an hour. 10 Q. Do you have any idea who notified them? 11 A. I have suspicions. reflectionsonthedance.com/03-30-05_FINAL__Bell_Katz_Dicker_Klap_.txt
  2. „Johnny Cochran Comments on Jackson not being chared 1994“, 1994.09.22., „In a situation where there’s an investigation including 430 witnesses worldwide many of whom were talked to two, three and four times I think that’s pretty clear that they did everything they possibly could to determined whether or not they’ll filed charges in this case.“, https://www.youtube.com/watch?v=L2HO8ccszgg
  3. Mesereau, Thomas, Frozen In Time Seminar: The Michael Jackson Cases Part Two, 2010.09.15., Vindicate Michael „Frozen in Time: A Riveting Behind-the-Scenes View of the Michael Jackson Cases“, https://www.youtube.com/watch?v=2ZFKp_VgU30
  4. Jones, Aphrodite, Michael Jackson Conspiracy, 2007, Vorwort von Thomas A. Mesereau, Jr.: In 2004, a third grand jury was assembled in this case, and Michael Jackson was indicted. The prosecution had nine fingerprint experts in this case— more than I have seen in any death penalty case. The fingerprint evidence went nowhere. They recklessly hired every conceivable expert in areas such as accident reconstruction, computer graphics, DNA, forensic accounting, finance, criminalistics, telephones, acoustics, security systems, child molestation, psychology, pathology, and jury consulting.“, Crime Rant Classics. Kindle-Version., Kindle-Positionen189-191
  5. Anmerkung zum Personal- und Kostenverbrauch in den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Michael Jackson ab 1993/1994: je ein Strafrichter für die Grand Jury in Santa Barbara und Los Angeles; ein Zivilrichter für Chandlers Zivilprozess/2003/2005: Strafrichter Rod Melville./1993/1994: Je 12 Jurymitglieder in Santa Barbara und in Los Angeles. Dazu die Jury in allen Zivilverfahren/2005: 12 Jurymitglieder./Staatsanwälte: 1993/1994: Gil Garcetti, Thomas Sneddon,/2003/2005: Thomas Sneddon, Ron Zonen, Gordon Auchincloss./Angaben dienen grober Orientierung und können nicht vollständig sein.
  6. Jackson, Michael, Primetime Live Interview With Diane Sawyer, Michael Jackson und Lisa Marie Presley, 1995, „Michael: The idea…it just isn’t fair…what they put me through. ‚Cause there wasn’t one piece of information that says I did this. And anyway, they turned my room upside-down, went through all my books, all my videotapes, all my private things and they found nothing, nothing, nothing, nothing that could say Michael Jackson did this. Nothing!“ Diane: „But let me ask you a couple of questions…“ Michael: „To this day nothing. Still, nothing…“ Diane: „Let me ask you…“ Michael:“ …nothing, nothing, nothing!“, https://www.youtube.com/watch?v=H5xxK7ad-zg
  7. themichaeljacksonallegations.com Aufgezeichnetes Telefongespräch zwischen Evan Chandler und David Schwartz (08.07.1993) „9 MR. CHANDLER: It’s true. I mean, it 10 could be a massacre if I don’t get what I want.“ https://themichaeljacksonallegations.com/2016/12/26/taped-phone-conversations-between-evan-chandler-and-david-schwartz-on-july-8-1993
  8. Chandler, Raymond, ALL THAT GLITTERS – The Crime and the Cover Up, 2004.08.02. Chanadon Publications Limited; Edited by Gail M. Kearns, GMK Editorial & Writing Services, Santa Barbara, California.
  9. Chandler, Raymond, ALL THAT GLITTERS – The Crime and the Cover Up, 2004.08.02. „I’m really good with story ideas,“ Evan said, “and you know Jordie, everything’s a joke to him. Whatever we do will be a comedy if he’s involved.“, Chanadon Publications Limited; Edited by Gail M. Kearns, GMK Editorial & Writing Services, Santa Barbara, California, Seite 49

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