30) Missbrauchte der Staatsanwalt Michael Jackson? Eine Anklage

Ab dem 18. Dezember 2003 erhob Staatsanwalt Sneddon mithilfe der Staatsanwälte Zonen und Auchincloss eine Anklage gegen Michael Jackson, von der nur sie selbst überzeugt waren. Vielleicht.

Vorherige Artikel zur Anklage gegen Michael Jackson:

Teil V der Zeitschiene zur Anklage gegen Michael Jackson

2003.11.17.: Offizielle Begründung für Haftbefehl Michael Jackson: „drei Jahre Interesse am jugendlichen Gavin an sich schon beweiskräftig und abnormal“

Die Staatsanwaltschaft beantragte am 17.11.2003 bei einem Gericht den Erlass eines Haftbefehls gegen Michael Jackson. Die Staatsanwaltschaft beantragte auch die Erlaubnis, am 18.11.2003 auf Neverland eine Razzia durchzuführen. Die Staatsanwaltschaft begründet ihren offiziellen Antrag mit folgenden Worten:

Allein die Tatsache, dass sich der fünfundvierzigjährige Jackson seit drei Jahren für den jugendlichen Gavin interessiert, ist an sich schon beweiskräftig; ein vernünftiger Mensch würde dies als äußerst abnormal empfinden.

1

Ist das eine formale Begründung für einen juristischen Akt? Jeder Jura-Student würde durchfallen mit einer solchen Floskel, die nichts mehr als eine persönliche Meinung ist.

Sie schreiben von einer „Tatsache“, die keine ist. Eine „Tatsache“, die sie später widerrufen. Sie formulieren eine Meinung und keinen Verstoß gegen das Gesetz. Sie begründen einen juristischen Akt mit einer Bewertung, die „ein vernünftiger Mensch als äußerst abnormal empfinden“ würde.
Ist das professionelles, sachliches juristisches Vorgehen?

Paul Zelis Statement Michael Jackson 2003 Search Warrant Haftbefehl

Bild: Antrag von Detektiv Paul Zelis als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft am 17.11.2003 in „111703stmtpc.pdf“ „Statement of Probable Cause.“ Quelle: 2

Es waren stets die Arvizos, die Kontakte zu Michael Jackson suchten. Und der ließ diese Kontakte nur sporadisch zu. So jedenfalls lauten die fast vorwurfsvoll anmutenden Ausführungen von Staatsanwalt Sneddon im Eröffnungsplädoyer. Erste telefonische Kontakte Jackson/Arvizo gab es im Jahr 2000, ab August 2000 besuchen die Arvizos Neverland:

„Jackson war selten da. Und nach einigen Monaten ging die Verbindung in die Brüche. Die Telefonnummer, die Gavin für den Angeklagten bekommen hatte, war nicht mehr gültig. Es gab keine Telefonanrufe mehr und es gab so gut wie keinen Kontakt zwischen den Arvizos und Michael Jackson.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 3

„Im darauf folgenden Jahr, 2001, […] hatte sich [Michael Jackson] von der Familie Arvizo ferngehalten. […] Gavin bemühte sich sehr, Michael zu erreichen, rief mich an, rief den Sicherheitsdienst an und blieb hartnäckig, bis Michael den Anruf schließlich annahm. […]“

Frank Cascio. 4

„Der Angeklagte hatte zu diesem Zeitpunkt, im Herbst 2002, über einen langen Zeitraum hinweg wenig oder gar keinen Kontakt mit der Familie Arvizo gehabt. Obwohl die Kinder im Sommer mit Chris Tucker die [Neverland] Ranch besucht hatten, war der Angeklagte nicht dort. Nach den Dreharbeiten verließ der Angeklagte sofort die Ranch. […] In der Zeit zwischen den Dreharbeiten zu diesem Video und dem Video von Martin Bashir gab es keinen Kontakt zwischen dem Angeklagten und der Familie. Nicht ein einziger Telefonanruf.

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 5

Keine Kontakte für den Rest des Jahres 2000. Im Jahr 2001 ein Telefonat. Am 24.09.2002 einen Tag Filmaufnahmen auf Neverland. Keine Kontakte bis zum 07.02.2003. Und auch dieser Kontakt hatte den Ursprung darin, Janet Arvizo aufzuhalten, weitere Interviews um den Namen „Michael Jackson“ an die Medien zu verkaufen. Das also waren die spärlichen Kontakte, die als „Tatsache“ eines „drei Jahre dauernden Interesses“ einen Antrag begründeten, der Michael Jacksons Festnahme in Handschellen zur Folge hatte?
Es war übrigens der „jugendliche Gavin“, der sich darüber beschwerte, dass Michael Jackson keine Kontakte mehr zuließ und sich verleugnen ließ, als die Familie Arvizo Neverland besuchte.

Der Staatsanwalt, „der die Augen verschloss, vor dem, was wirklich vor sich ging“

„Die Ankläger [Familie Arvizo] wurden meiner Meinung nach nie gründlich untersucht. Und wenn Sie sich die ersten Interviews mit den Anklägern ansehen, werden Sie feststellen, dass die Polizei ihre Geschichte im Grunde genommen akzeptierte, bevor sie überhaupt ermittelte, wer sie sind. Wir waren es, die all die Probleme mit diesen Zeugen, mit deren Vorgeschichte, mit deren Hintergründen aufgedeckt haben. Die Staatsanwaltschaft hat fast die Augen davor verschlossen, was wirklich vor sich ging. Und ich glaube, dass sie sogar in der Mitte des Prozesses versucht haben, die Realität zu leugnen, und das hat sie eingeholt.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Interview mit Larry King am 14.06.2005. 6

2003.11.: Wenn der Staatsanwalt sich zum Zeugen macht. Sneddon untersucht persönlich, was „üblicherweise durch polizeiliche Ermittler“ erfolgt

Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon war persönlich in den Untersuchungen gegen Michael Jackson involviert und fotografierte persönlich das Büro von Rechtsanwalt Mark Geragos Privatermittler Bradley Miller. Es verstößt auch in den USA gegen das Gesetz, wenn ein Staatsanwalt sich über solche Handlungen zum Zeugen des Verfahrens macht. 

„Ein Memo, das Sneddons Namen trägt und auf letzten November datiert ist, besagt, dass Sneddon persönlich bestimmte Bereiche des Falls gegen Jackson untersucht hat. Quellen der Jackson-Verteidigung sagten ABCNEWS, dass Sneddon Teile der Ermittlungen übernahm, die üblicherweise immer von polizeilichen Ermittlern oder untergeordneten Staatsanwälten durchgeführt werden. […] „

ABC News am 29.04.2004. 7

2003.11.: Staatsanwalt Sneddon macht sich zum Zeugen, trifft sich allein mit Janet Arvizo. Auf einem Parkplatz

„[…] Dem Memo zufolge fuhr Sneddon nach Los Angeles und traf sich allein mit der Mutter [Janet Arvizo] von Jacksons angeblichem Opfer auf einem Parkplatz hinter einem Bundesgebäude. […] Sneddon, so heißt es in dem Memo, habe all diese Angelegenheiten selbst erledigt, ohne die Anwesenheit eines Strafverfolgungsbeamten oder eines Ermittlers. […]“

ABC News am 29.04.2004. 8

2003.11.18.: Staatsanwalt Sneddon ermittelt selbst gegen Brad Miller, dem Privatermittler von Jacksons Rechtsanwalt Mark Geragos

“ […] In dem Memo heißt es, dass Sneddon Fotos vom Büro eines Privatermittlers [Brad Miller] machte, der für Jackson arbeitete. Sneddon, so heißt es in dem Memo, habe all diese Angelegenheiten selbst erledigt, ohne die Anwesenheit eines Strafverfolgungsbeamten oder eines Ermittlers. Quellen, die Jackson nahestehen, sagten ABCNEWS, dass Sneddon auch seine eigenen Überwachungsmaßnahmen durchführte. […]“

ABC News am 29.04.2004. 9

2003.11.18.: Staatsanwalt Sneddon marschiert mit 70 Polizeibeamten in Neverland ein. „Inszenierung, schlechter Western, Blockbuster für die Medien“

Am 18. November 2003 führte der leitende Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon persönlich die Hausdurchsuchung auf Michael Jacksons Neverland an.

Was auf der Ranch abging, war eine Inszenierung, ein schlechter Western, ein Blockbuster für die Medien und die öffentliche Meinung. Die Polizisten, unterstützt von Technikern und der Spurensicherung, bohrten Schlösser auf, pflügten sich vor den erschrockenen Ranch-Angestellten durch die Zimmer, durch das Innenleben aller Regale, Schränke und Behältnisse, und schwärmten über das Gelände, als wären sie auf der Suche nach dem Goldenen Vlies. Mit Spezialwerkzeugen wurden mehrere Safes geöffnet; Unterlagen wurden konfisziert, Disketten, Videokassetten, Festplatten, Computer und eine komplette Kamera wurden mitgenommen, ebenso handschriftliche Dokumente, Notizen und Briefe. Es wurden DNA-Spuren gesichert und Getränkeproben mitgenommen, Medikamente wurden fotografiert, und es wurde gefilmt. Gegen Michael begann ein Krieg. Die Kriegserklärung lautete: Egal was du getan hast (oder auch nicht), wir machen dich fertig! Schon kreisten die Helikopter der Fernsehstationen über dem Anwesen, ich sah Neverland von oben, überrannt von zahllosen Polizisten, die kistenweise Material hinausschafften. Es war ein Schlachtengemälde, ein Heidenspektakel! Perfekt inszeniert.

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 10

Bild: Staatsanwalt Tom Sneddon marschierte am 18.11.2003 mit 70 Polizeibeamten und Sergeant Robel in Neverland ein, (Quelle: nimmer.net/michael-jackson /Larry Nimmer „Michael Jackson. A Case of innocence“, DVD)

2003.11.18.: Staatsanwalt Sneddon, gegen den eine Klage wegen „böswilliger, unlauterer Strafverfolgung“ Erfolg hätte

Rechtsanwalt Thomas Mesereau über die Arbeitsweise der Staatsanwälte Thomas Sneddon, Ron Zonen und Gordon Auchincloss und ob Michael Jackson eine Klage gegen die Staatsanwaltschaft wegen böswilliger Strafverfolgung hätte erheben können:

Anrufer: „Besteht die Möglichkeit, dass gegen die Staatsanwaltschaft von Santa Barbara und Herrn Tom Sneddon eine Klage wegen böswilliger Strafverfolgung eingereicht wird?“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ich bin der Meinung, das wäre gerechtfertigt […].“
Frage von Larry King: „Sie denken, es war böswillig?“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Der Meinung bin ich. Ich denke, dass [Michael Jackson] auf eine Art und Weise behandelt wurde, die niemand sonst in ähnlicher Weise erfahren hätte. Nur weil er eine Megaprominenz ist. Warum durchsuchten 70 Sheriffs die Neverland Ranch, basierend auf den Aussagen des Anklägers und seiner Familie, bevor sie überhaupt den Hintergrund des Anklägers und seiner Familie untersucht hatten?
Frage von Larry King: Sie sagen also, wenn er wollte, könnte er eine Klage wegen böswilliger Staatsverfolgung einreichen und damit Erfolg haben?
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “ […] bin ich der Meinung, dass dies in böswilliger und unlauterer Weise geschehen ist? Auf jeden Fall.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Interview mit Larry King am 14.06.2005. 11

2003.11.18.: Die Razzia von Staatsanwalt Sneddon in Neverland als Medienevent inszeniert. Mit mobilem Toilettenwagen

Warum kündigte Staatsanwalt Thomas Sneddon der Reporterin Diane Dimond die Razzia in Neverland schon im Juli 2003 an? Warum gibt ein Staatsanwalt Informationen an eine Reporterin der Boulevardpresse weiter?

„Und ich musste bis November warten!“

Diane Dimond, Tabloid-Reporterin, die 2003 für ihre Berichte über Michael Jackson bei Court-TV bezahlt wurde. 12

2003.11.: „Dilettantisch, unprofessionell, verstörend“. Eine TV-Sendung als „verlängerter Arm der Staatsanwaltschaft“?

Diane Dimond durfte Sneddons Razzia in Neverland mit einem Kamerateam begleiten. Warum? Ein staatsanwaltliches Medienevent auf Jacksons Kosten mit Vorankündigung? Unter welchem Recht wird ein Gerichtsverfahren zum Entertainment-Event? Sneddon hatte für die Razzia auf Jacksons Grundstück eine Karawane von Polizeifahrzeugen angeführt. Einen Gefängniswagen hatte er auch gleich mitgebracht. Die im Bereich der Klatschreportagen arbeitende Journalistin Diane Dimond berichtete vor Ort, der Bezirksstaatsanwalt habe auch einen „mobilen Toilettenwagen“ nach Neverland geschafft. Staatsanwalt Sneddon ging damit in die Annalen ein, als der Einzige, der ein rollendes Klo nach Neverland brachte. 13
Schon bevor die Ermittlungen gegen Michael Jackson öffentlich wurden, verhandelte Diane Dimond über eine bezahlte Anstellung für die Dauer des Prozesses bei der TV-Sendung Court-TV. Gerichts-TV.

„[…] Wir haben eine Industrie von Möchtegern-Sachverständigen entwickelt, die nicht professionell sind, die keine Erfahrung haben, die sich sehr dilettantisch über das Geschehen im Gerichtssaal äußern und die ihre Meinung abgeben, obwohl sie gar nicht im Gerichtssaal gewesen sind. Das Ganze ist zum Theater des Absurden geworden, und in diesem Fall hat es seinen Tiefpunkt erreicht. […] Vieles davon war erschreckend: die sachlichen Ungenauigkeiten, die offensichtliche Voreingenommenheit von Leuten wie Court TV, das meiner Meinung nach in diesem Fall eindeutig ein verlängerter Arm der Staatsanwaltschaft war. Es war sehr dilettantisch und sehr unprofessionell und sehr verstörend. […] [Die Gesellschaft] ist besessen von Prozessen gegen Prominente. Das ist zu einer Industrie voller Experten geworden, die in Wahrheit versuchen, Filmstars zu werden, und keine echten Rechtsexperten. Und in diesem Fall wurde der Tiefpunkt erreicht. Glücklicherweise wurden die Geschworenen davon nicht beeinflusst. Sie haben das Richtige getan.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Interview mit Larry King am 14.06.2005 über Reporter wie Diane Dimond. 14

2003.11.: „Sneddon machte vom ersten Tag an einen Zirkus darauf … Nichts wurde nach Protokoll erledigt“

„Wenn Sneddon wirklich objektiv gewesen wäre und die [Familie der Ankläger namens] Arvizo richtig untersucht hätte, wäre der Fall nicht vor Gericht gekommen. Aber [Staatsanwalt Sneddon] machte vom ersten Tag an einen Zirkus daraus, indem er eine überraschende Razzia in Neverland veranstaltete und sich mit der Boulevardreporterin Diane Dimond verschwor (deren gesamte Karriere auf ihrer Besessenheit aufbaut, Jacksons zähnefletschender Feind zu sein), um daraus einen großen Medienrummel zu machen. Nichts wurde nach dem Protokoll erledigt. Es wurde alles getan, um Michael Jackson zu ruinieren, und es hat funktioniert.“

Roger Friedman, Journalist und Prozessbeobachter am 18.04.2004. 15

2003.11.18. – Sneddon verstößt gegen richterliche Anordnung, untersucht“ illegal das Büro von Privatermittler Bradley Miller“

„Während der Neverland-Razzia verstießen Staatsanwalt Tom Sneddon […] und seine Beamten gegen die Auflagen ihres eigenen Durchsuchungsbefehls, indem sie Jacksons Büro durchsuchten und massenhaft irrelevante Geschäftsunterlagen beschlagnahmten. Sie durchsuchten auch illegal das Büro eines Privatermittlers, der für Jacksons Verteidigungsteam arbeitete, und stahlen Verteidigungsdokumente aus dem Haus eines persönlichen Assistenten des Sängers.“

Charles Thomson am 13.06.2010. 16

2003.11.18.: Staatsanwalt Sneddon wählt exakt das Datum für die Razzia, an dem Michael Jackson sein Album veröffentlicht … „One More Chance“

Als Staatsanwalt Tom Sneddon am 18. November 2003 zur Razzia in Neverland einmarschierte, befand sich Michael Jackson bei den Dreharbeiten zu seinem Kurzfilm, der der letzte und unvollendete seiner Karriere werden sollte. Michael Jackson hatte diesen Film ONE MORE CHANCE genannt, weil er sein Publikum musikalisch und filmisch genau darum hatte bitten wollen: um eine weitere Chance. 17 Das negative Getöse um Michael Jacksons Persona in den Monaten nach der Sendung “Living with Michael Jackson“ des britischen Journalisten Martin Bashir von Februar 2003 war gerade im Begriff gewesen, sich zu legen und der Moment für Jacksons „weitere Chance“ schien gekommen. Doch exakt jenen Tag im November 2003 hatte die Staatsanwaltschaft ausgesucht, an dem Michael Jackson sein Album mit diesem Song veröffentlichte. Ebenfalls am 18. November 2003 erging ein Haftbefehl gegen Michael Jackson und Sneddon stürmte mit 70 Polizeibeamten Neverland. Dieser Zufall ist so groß, dass Sneddon sich auf der Pressekonferenz am 20. November 2003 verteidigt, Jacksons Festnahme habe nichts zu tun mit der Veröffentlichung dieses Musikalbums. Prozessbeobachter teilen Sneddons Meinung nicht und gehen von bewusstem Timing aus. Der Staatsanwalt bekundete lautstark in die zu Sträußen gebündelten Mikrofone sein Desinteresse an Jacksons Musikveröffentlichungen – „oder was auch immer er gerade macht“. Der D.A., der District Attorney (Leitender Bezirksstaatsanwalt), ließ die Presseleute in Gelächter ausbrechen, überzeugte aber nicht. 18

Eine andere Sache, von der ich denke, dass der Sheriff und ich – müssen – besorgt sind, dass wir die Anschuldigungen, die wir gehört haben, klären wollen. Es gab — Jackson selbst, glaube ich, hat gesagt, dass dies alles getan wurde, um zu versuchen, seine neue CD zu ruinieren, die herauskommen sollte oder was auch immer er da macht. Als ob der Sheriff und ich wirklich auf diese Art von Musik stehen würden.
Aber… aber Tatsache ist… und alle meine Kinder sind jetzt erwachsen, also… aber Tatsache ist, was Sie wissen müssen, ist, dass wir davon nichts wussten, bevor wir das Datum der Vollstreckung festgelegt haben. Tatsächlich wollten wir diese Haftbefehle schon vor einigen Wochen vollstrecken, mussten es aber wegen der vielen Besucher, die wir hier oben hatten, der 50.000 Menschen, die zu Halloween kamen, verschieben. Es hat also wirklich nichts mit seinem Album zu tun oder mit dem, was er sonst in seinem Leben so treibt. Wir haben ihn nicht… wir verfolgen ihn nicht. Ich denke, es ist wichtig für die Leute zu wissen, dass wir schon seit einiger Zeit bereit waren, dies zu tun, und es war nur eine operative Sache innerhalb des Sheriffs Departments wegen der enormen Arbeitskraft, die sie für die Halloween-Sache aufbringen mussten.

Staatsanwalt Tom Sneddon Pressekonferenz am 19.11.2003. 19

Der Staatsanwalt als „Mad Dog“ oder „sein Rachefeldzug gegen Michael Jackson“

Einige Beobachter meinten, dass Sneddon, ein ehemaliger Boxer in Notre Dame, der sich wegen seines hartnäckigen Auftretens vor Gericht den Spitznamen „Mad Dog“ (verrückter Hund) verdient hat, schon lange auf eine weitere Chance gegen Jackson gewartet hat. Sneddon wies jedoch Vermutungen zurück, dass er einen Rachefeldzug gegen Jackson führte oder die Verhaftung zeitlich mit der Veröffentlichung von Jacksons letztem Album, einer Greatest-Hits-Sammlung, zusammenfiel. „Ich kann Ihnen sagen, dass das Blödsinn ist, aber das wird die Ansichten der Leute nicht ändern“, sagte Sneddon. Sarkastisch sagte er: „Als ob der Sheriff und ich wirklich auf diese Art von Musik stehen würden.“

Associated Press am 21.11.2003 20

Die Razzia auf der Neverland Ranch und Jacksons anschließende Verhaftung im November 2003 kamen für Michael zum schlimmstmöglichen Zeitpunkt, und der Bezirksstaatsanwalt, der die beiden Ereignisse orchestrierte, Tom Sneddon, war sich dessen voll bewusst. Sony hatte NUMBER ONES einen Tag vor der Razzia veröffentlicht und das Album genau zu dem Zeitpunkt in die Plattenläden gebracht, als Forensik Experten, Sheriffs und Videofilmer jeden Quadratzentimeter des Haupthauses auf Neverland untersuchten. In Las Vegas hatte Michael den letzten Schliff an einem Special für das CBS-Fernsehen vorgenommen, das sowohl neue Auftritte als auch einen Rückblick auf seine gesamte Karriere enthielt und in der folgenden Woche ausgestrahlt werden sollte. Dass der Sender ihm eine solche Plattform bot (und die damit verbundene siebenstellige Gage), war ein Beweis dafür, wie erfolgreich das auf Fox ausgestrahlte “ Gegendarstellungsvideo“ gewesen war, sowohl bei der Entlarvung der Bashir-Dokumentation als auch bei der Demonstration von Jacksons Fähigkeit, weiterhin hohe Einschaltquoten zu erzielen. Michael stand am Rande einer Renaissance, die sogar das übertraf, was selbst seine eifrigsten Unterstützer ein Jahr zuvor für möglich gehalten hatten.

Randall Sullivan. 21

„Ich habe Anwälte gesehen, die mich nicht vertreten, und Pressesprecher, die mich nicht kennen, aber die für mich sprechen. Diese Personen tauchen offensichtlich immer dann mit furchtbaren Anschuldigungen auf, wenn ein neues Projekt, ein Album oder ein Video veröffentlicht wird.“

Michael Jackson in einer Presseerklärung. 22

2003.11.19.: Die Pressekonferenz von Staatsanwalt Sneddon zur Anklage und Verhaftung Michael Jackson

Warum grinst der Staatsanwalt, wenn Kindesmissbrauch passiert sein soll?

Am 19.11.2003 verkündete ein sichtlich gut gelaunter Thomas W. Sneddon Jr. die anstehende Verhaftung des King of Pop vor Pressevertretern aus aller Welt. Was dann folgte, beschrieb Jermaine Jackson als „die Sneddon-Show“. Staatsanwalt Sneddon zeigte auf seiner Pressekonferenz eine unangemessen gute Laune, während er bekannt gab, dass Kindesmissbrauch passiert sein sollte. Seine Ansprache an das Meer von Presseleuten begann er mit folgenden Worten:

“Ich hoffe, ihr bleibt alle lang genug und gebt eine Menge Geld aus, denn wir brauchen eure Umsatzsteuer, um unsere Büros zu unterhalten.“

Bezirksstaatsanwalt Thomas Walther Sneddon am 19.11.2003. 23

Die Reporter belohnten Sneddon mit Gelächter.
Mit Michael Jacksons Freispruch am 13.06.2005 stellte sich heraus, Staatsanwalts Sneddons Prozess gegen den Entertainer war eine Fehlinvestition und kostete den Bezirk Millionen Steuergelder. Millionen, die hätten verwendet werden können, um jenen Kindern zu helfen, die tatsächlich in Not waren.

„[Der Prozess gegen Michael Jackson muss die Staaatsanwaltschaft] viele Millionen Dollar gekostet haben. Mir wurde gesagt, dass sich die Aufsichtsbehörde von Santa Barbara County über die Kosten dieses Falles empört hat, und wenn man sich die Anzahl der Sheriffs und Ermittler und Experten und Leute und Staatsanwälte ansieht, die auf diesen Fall angesetzt wurden, ist das absurd. Das hätten sie bei einem Mordfall nicht getan. Sie hätten es auch nicht bei einem Serienmörder getan, aber sie taten es, weil Michael Jackson ein Superstar ist und sie einen Superstar zu Fall bringen wollten. […]“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger des Michael Jackson, Interview vom 14.06.2005. 24

„Die Staatsanwaltschaft beschäftigte in diesem Fall neun Experten für Fingerabdrücke – mehr als ich je bei einem Verfahren im Zusammenhang mit der Todesstrafe gesehen habe. Die Beweise für die Fingerabdrücke führten ins Leere. Sie engagierten rücksichtslos jeden erdenklichen Experten in Bereichen wie Unfallrekonstruktion, Computergrafik, DNA, forensische Buchhaltung, Finanzen, Kriminalistik, Telefone, Akustik, Sicherheitssysteme, Kindesmissbrauch, Psychologie, Pathologie und Juryberatung. Sie zogen alle Register, um die Geschworenen mit allen erdenklichen Fakten zu bombardieren, die zu einer Verurteilung Michaels beitragen könnten. […] Man wird nie wirklich erfahren, wie viel Geld und wie viele Mitarbeiterstunden die Staatsanwaltschaft ausgegeben hat. Es wurden zahlreiche Scheinprozesse durchgeführt und Strafverfolgungsbehörden in aller Welt kontaktiert. Natürlich ging dies alles auf Kosten der Steuerzahler von Santa Barbara, Kalifornien. […] Leider glaubte man, dass sich mit Filmen, Shows, Nachstellungen und Büchern über den Aufstieg und Fall von Michael Jackson enorme Summen verdienen lassen würden. Allerdings war eine Verurteilung notwendig, um eines dieser Projekte erfolgreich abzuschließen. Wäre Michael Jackson ins Gefängnis gekommen, hätte dies mehr Medieninteresse geweckt als jedes andere Ereignis in der Geschichte. Milliarden von Dollar standen auf dem Spiel.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger des Michael Jackson 2007. 25

Aber der Humor des Staatsanwalts auf der Pressekonferenz kannte keine Grenzen, als ein Reporter zu diesem Verfahren, in dem der Missbrauch eines Kindes im Mittelpunkt stand, folgende Frage stellte:

Frage des „Journalisten“: “Entschuldigen Sie, ich habe noch keine Frage gestellt. Sheriff, werden Sie uns Medienvertretern nach dieser Pressekonferenz ein Mittagessen servieren?“
Antwort vom leitenden Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon: „Sie wissen offensichtlich nicht, dass wir ein Problem in unserer Haushaltskasse haben“

Bezirksstaatsanwalt Thomas Walther Sneddon am 19.11.2003. 26

Die versammelten Medienvertreter brachen erneut in Gelächter aus.

Frage eines weiteren „Journalisten“: „Was sagen Sie zu Eltern, die ihre Kinder in Neverland übernachten lassen?“
Antwort von Scheriff Jim Anderson. „Mein Rat ist, lassen Sie das bloß bleiben“.
Noch mehr ausgelassenes Gelächter.
Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon: „Keines unserer Kinder ist dort.“

Die Pressekonferenz der Behördenvertreter Bezirksstaatsanwalt Thomas Walther Sneddon und Sherrif Jim Anderson am 19.11.2003. 27

Wieder war der D.A. zu weit gegangen.

Staatsanwalt Sneddon auf seiner Pressekonferenz: „irritierend, befremdlich“, „zu persönlich involviert“

„Das war irritierend, befremdlich und hatte keinen besonders seriösen Ton“, sagte Laurie Levenson, Professorin an der Loyola University Law School. „Ein guter Verteidiger wird sagen, dass er zu persönlich involviert war und dass man der Ermittlungsarbeit nicht trauen kann.“

Richter am Obersten Gerichtshof James Slater am 21.11.2003. 28

An diesem negativen Eindruck, den Staatsanwalt Sneddon, von seinen Kollegen „Mad Dog“ genannt, mit seinem Verhalten bei der Öffentlichkeit hinterlassen hatte, änderte auch seine spätere Entschuldigung nichts:

„Ich denke, die Kritik war berechtigt. Ich denke, dass sie bis zu einem gewissen Grad unangemessen war. Ich fühle mich schlecht deswegen. Ich fühle mich schlecht, weil ich denke, dass ich es hätte besser wissen müssen. Ich fühle mich schlecht, weil jemand annehmen könnte, dass ich eine Sache auf die leichte Schulter nehme, von der ich weiß, dass es ein schweres Verbrechen ist und dass es Opfer gibt, die verletzt wurden.“

Staatsanwalt Thomas Sneddon am 26.11.2003 im Interview mit dem TV-Sender CNN. 29

Zum Ende der Pressekonferenz, auf der Sneddon die Verhaftung des King of Pop angekündigt hatte, sendete der Staatsanwalt in die Mikrofone der Journalisten eine Botschaft an Michael Jackson:

„Komm ’rüber und check ein.“

Bezirksstaatsanwalt Thomas Walter Sneddon an Michael Jackson in die Mikrofone der weltweiten Presse.

„Er gab dem Ganzen den unnötigen Anstrich eines Flüchtigen.“

Jermaine Jackson. 30
Michael Jackson Staatsanwalt Thomas Sneddon D.S. Pressekonferenz 19.11.2003

Bild: Staatsanwalt Tom Sneddons Pressekonferenz zur anstehenden Festnahme von Michael Jackson am 19.11.2003. Quelle

Der Staatsanwalt, der im November 2003 kurz vor seiner Pension stand, schien vergessen zu haben, dass er das Volk und nicht sich selbst repräsentieren sollte. Und keiner war wegen Sneddon gekommen, sie alle kamen wegen Michael Jackson.

Staatsanwalt Sneddon: „Ich unterschätzte wohl die kontinuierliche Freundschaft von Mr. Jackson mit den Medien“

Moderator: „Waren Sie erstaunt, als Sie bei der ersten Pressekonferenz auftraten?“
Staatsanwalt Tom Sneddon: „Ich war erstaunt über die Reaktion der Medien danach. Ich war nicht erstaunt darüber, wer da war. Das hatte ich erwartet. Aber ich habe wohl die kontinuierliche Freundschaft von Mr. Jackson mit den Medien unterschätzt.“

Thomas Sneddon, Bezirksstaatsanwalt. 31

2003.11.19. – Staatsanwalt Sneddon verbreitet falsche Informationen auf Pressekonferenz, dass Opfer jetzt „gezwungen werden könnten“ auszusagen

Ich hörte viele Leute sagen, das sei ein Déjà-vu, ich hörte viele Leute sagen, es sei eine weitere Abzocke durch eine Familie, um Geld zu bekommen. Ich möchte einige Dinge klarstellen, warum dies anders ist als die letzte Untersuchung [Chandler, 1993/1994] Nr. 1: Es ist anders, weil sich die Gesetze in Kalifornien geändert haben. Und es wurde speziell wegen der Michael Jackson-Untersuchung von 1993, 1994 geändert. Das damalige Gesetz in Kalifornien sah vor, dass das Opfer eines Kindes nicht gezwungen werden konnte, in einem Verfahren wegen Kindesmissbrauchs ohne seine Erlaubnis, Zustimmung und Mitarbeit auszusagen. Infolge des Falles Michael Jackson änderte der Gesetzgeber dieses Gesetz, so dass es in Kalifornien nicht mehr gilt[…] Zur Zeit der Untersuchung in den Jahren 1993 und 1994 gab es, wie diejenigen von Ihnen wissen, die die Sache verfolgt haben, einen gleichzeitigen Zivilprozess, der von dem Anwalt Larry Feldman in Los Angeles eingereicht wurde. Dieser Fall wurde fast unmittelbar zu dem Zeitpunkt eingereicht, als unser Büro und das Büro des Bezirksstaatsanwalts von Los Angeles von den Anschuldigungen in Kenntnis gesetzt wurden und wir mit unseren Untersuchungen begannen. Dieser Zivilprozess endete vor dem Abschluss unserer Ermittlungen. Ich sage „Abschluss“, weil das Opfer zu dem Zeitpunkt, als der zivilrechtliche Vergleich geschlossen wurde, uns mitteilte, dass es nicht mehr an einer strafrechtlichen Zusammenarbeit interessiert sei. In diesem Fall wurde keine Zivilklage eingereicht und es ist auch nicht zu erwarten, dass eine Zivilklage eingereicht wird.

Staatsanwalt Thomas Sneddon in seiner Pressekonferenz am 19.11.2003. 32

2003.11.19.: Jura-Professorin kritisiert Sneddons falsche Informationen „in einem Fall mit so viel Medienaufmerksamkeit“.

„Der Staatsanwalt im Fall Michael Jackson lobte ein Gesetz, das Zivilklagen während damit verbundener Strafverfahren stoppen kann. Er sagte, es würde ein Szenario verhindern, in dem der Ankläger des Sängers einen Vergleich akzeptiert und sich dann weigert, im Strafprozess auszusagen. Das Gesetz wurde verabschiedet, weil ein anderes Kind 1993 von einem Missbrauchsverfahren gegen Jackson zurücktrat, nachdem der Sänger ihm angeblich eine millionenschwere Abfindung gezahlt hatte, sagte der Staatsanwalt von Santa Barbara, Tom Sneddon. „Es ist eine Ironie. Die Geschichte des Gesetzes ist, dass das Büro des Bezirksstaatsanwalts von L.A. die Gesetzgebung als direkte Folge der zivilrechtlichen Einigung in der ersten Untersuchung durchführte“, sagte Sneddon in einem Interview mit The Associated Press.“ Sneddon hatte am Mittwoch Rechtsexperten verblüfft, als er auf einer landesweit im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz anzudeuten schien, dass das neue Gesetz es Staatsanwälten ermöglicht, Minderjährige zur Aussage zu zwingen. „Das damalige kalifornische Gesetz sieht vor, dass ein kindliches Opfer nicht gezwungen werden kann, in einem Verfahren wegen Kindesmissbrauchs auszusagen, wenn es nicht seine Erlaubnis, sein Einverständnis und seine Kooperation gegeben hat“, sagte Sneddon. „Infolge des (ersten) Michael-Jackson-Falles änderte der Gesetzgeber dieses Gesetz, und das ist jetzt nicht mehr das Gesetz in Kalifornien.“ Sneddon sagte später gegenüber der AP, er beziehe sich auf eine Änderung, die es Staatsanwälten ermöglicht, in ein Zivilverfahren einzugreifen, wodurch der finanzielle Anreiz für jemanden entfällt, den Ausgang eines Zivilverfahrens abzuwarten, bevor er sich entscheidet, ob er in einem Strafverfahren aussagt. „Die praktische Auswirkung ist, dass sie mit den Staatsanwälten in einem Strafverfahren kooperieren“, sagte er. Sneddon sagte, er sei sich bewusst, dass Kinder nicht zu einer Aussage gezwungen werden können, und dass Reporter und andere Anwälte seine Äußerungen auf der Pressekonferenz falsch interpretiert hätten. Die Juraprofessorin Laurie Levenson von der Loyola University sagte, sie habe den ganzen Tag über Anrufe von Juristen und anderen Fachleuten erhalten, die mit Missbrauchsopfern zu tun haben und über die Äußerungen des Staatsanwalts verblüfft waren. „Ich denke, er hat sich falsch ausgedrückt und er war verwirrend“, sagte Levenson. „In einem Fall dieser Größenordnung und mit so viel Medienaufmerksamkeit ist man verpflichtet, präziser zu sein. Dies könnte sich auf andere potenzielle Opfer auswirken, die sich fragen, ob sie, wenn sie sich melden, gezwungen werden, auszusagen. Das ist eine schlechte Botschaft und kein guter erster Eindruck. … Jeder hat ihn so interpretiert, dass er jetzt Zeugen zur Aussage zwingen kann. Damit hat er anderen Opfern einen schlechten Dienst erwiesen, denn was er gesagt hat, könnte andere Opfer abschrecken.“

Linda Deutsch, Journalistin. 33

Michael Jackson, der öffentlich um „einen fairen Prozess“ bitten muss oder Staatsanwälte, „verführt durch das Aphrodisiakum Ruhm“

Michael Jackson wird sich später gezwungen sehen, in einer TV-Ansprache um einen fairen Prozess bitten zu müssen. Jackson bat darum, ihm seinen rechtmäßigen Platz vor Gericht zu gewähren, „wie jedem anderen amerikanischen Bürger“.
Staatsanwälte sind die Vertreter des Volkes und haben ein Strafverfahren im Namen des Volkes, „the people“, zu führen. Staatsanwälte sind die „Anwälte“ des Staates. Aber auch Staatsanwälte sind nicht immun gegenüber der Sucht nach der Droge „Kamera“. Eine Droge, deren Wirkung man am Verhalten Sneddons und vor allem am Verhalten seines Vertreters in der Anklage gegen Michael Jackson, Staatsanwalt Ron Zonen, erkennen kann. Staatsanwalt Ron Zonen, der als „Sneddons eifrigster Vertreter“ beschrieben wird und 2004 gemeinsam mit Sneddon eine Anklage gegen Michael Jackson formulierte. Ron Zonen, dessen Arbeitsweise sogar formal von Richtern missbilligt wurde. Staatsanwalt Ron Zonen, dem man später öffentlich vorwarf, seine Verfahren in den Medien und nicht im Gerichtssaal zu führen.

Staatsanwalt Ron Zonen, „verführt durch das Aphrodisiakum Ruhm“.

Chris Meagher, 2008, „Gingen die Staatsanwälte im Fall Jesse James Hollywood zu weit?“ 34

Auch für die Anwälte des Staates sind „Kameras wie eine Droge“ oder ein „Universum von Möglichkeiten der Geldmacherei“

„Kameras waren wie eine Droge – und niemand ist dagegen immun. […] Aus welchen Gründen auch immer, neigen Anwälte dazu, ihre Erscheinung zu verändern und ihre Werte zu ändern, wenn Kameras auftauchen. Das ist gefährlich […] Aber Anwälte haben eine einzigartige Rolle. Wenn wir Klienten vertreten, halten wir ihr Leben und ihr Wohlergehen in unseren Händen. Was wir tun, kann das Leben, den finanziellen Wohlstand, den Ruf und die Freiheit eines Menschen retten oder zerstören. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Anwalt im Umgang mit den Medien stets und konsequent die Interessen des Mandanten über die des Anwalts stellt. Gerichtsverfahren werden im Gerichtssaal gewonnen. Das Hauptaugenmerk des Anwalts sollte auf 13 Personen liegen – dem Richter und den Geschworenen. Wenn ein Prozessanwalt diese grundlegende Tatsache vergisst und zu viel Zeit auf die Medienstrategie und deren unvermeidliche Komponente der Selbstdarstellung verschwendet, kann ein gewinnbarer Prozess leicht gefährdet werden. Die beste Öffentlichkeitsarbeit für einen Anwalt ist ein guter Ruf für Professionalität und Erfolg. Verstoßen Sie niemals gegen gerichtliche Anordnungen oder die Regeln der Berufsethik. […] Ich habe Anwälte gesehen, die sich wie Clowns aufführen, nur weil eine Kamera in der Nähe ist.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau 2011. 35

„Die Staatsanwaltschaft warf Jackson vor, eine Verschwörung zur Freiheitsberaubung einer Familie, zur Entführung von Kindern und zu verbrecherischer Erpressung angezettelt zu haben. Ich kann Ihnen versichern, dass Michael nicht einmal in der Lage war, sich ein solches Verhalten vorzustellen. Aber je mehr ich mit [Michael Jackson] über die angeblichen Belästigungsvorwürfe sprach, desto sicherer wurde ich in meiner Überzeugung, dass sie Teil eines ganzen Universums von Möglichkeiten der Geldmacherei waren, die von Scharlatanen geschaffen wurden.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 1. Juli 2009. 36

2003.11.19.: Wenn der Staatsanwalt auf der Pressekonferenz auf eine Boulevardreporterin verweist

Einer der Journalisten auf der Pressekonferenz stellte eine Frage an Staatsanwalt Sneddon. Und der Staatsanwalt verwies zur Beantwortung der Frage auf eine Tabloid-Reporterin:

„Frag Diane. Sie weiß alles über Michael Jackson.“

Staatsanwalt Thomas Sneddon verweist in einer offiziellen Konferenz die Versammlung der Pressevertreter aus aller Welt an die Klatschreporterin Diane Dimond weiter. Grinsend. 37

Danach ließ er die Boulevardreporterin, die für ihre subjektive Berichterstattung über Michael Jackson bekannt ist, ins Rampenlicht treten. Und reichte ihr die Hand. Sneddons zweites Verfahren gegen Michael Jackson auf diese Weise offiziell zu beginnen, hatte fast symbolischen Charakter.

„Sie haben so kalte Hände“,

informierte Diane Dimond die Weltpresse.

2003.11.20.: Michael Jackson fliegt freiwillig nach Santa Barbara. Und wird in Handschellen gelegt

1993 hatte sich Michael Jackson unter der Führung von Staatsanwalt Tom Sneddon einer Leibesvisitation unterziehen müssen. Ein Akt des Staatsanwaltes, der 1993 im Licht der Weltöffentlichkeit gestanden hatte. Ein Akt, den Michael Jackson beschrieb als:

„die erniedrigendste Tortur meines Lebens“

Michael Jackson über die von Thomas Sneddon an ihm durchgeführte Leibesvisitation am 20.12.1993.

Michael Jackson verarbeitete diese Tortur 1995 in seinem Song „D.S.“ über Sneddon und vielleicht auch 2001 in seinem Song PRIVACY:

in dieser kalten Winternacht, wurde mir mein Stolz genommen“.

Michael Jackson, 2001, im Rückblick auf seine Leibesvisitation im Dezember 1993? 38

2003.11.20.: Faire Polizei im Umgang mit Michael Jackson? „45 Minuten in fäkalienverschmierter Zelle …Wie gefällt dir der Geruch? Gut genug für dich?“

Zehn Jahre nach der Leibesvisitation des Michael Jackson durch den Staatsanwalt, legte Sneddon am 20.11.2003 den Entertainer in Handschellen. Anschließend brachten die Beamten Michael Jackson in einer fäkalienverschmierten Gefängniszelle unter. Und wieder erklärte sich Michael Jackson dem Publikum wie in einem Déjà-vu Erlebnis am 28.12.2003 vor der Kamera:

„Sie versuchten, mich zu demütigen, mir meinen Stolz zu nehmen.“

Michael Jackson nach seiner Festnahme im Dezember 2003. 39

„[…] Einmal bat ich darum, die Toilette benutzen zu dürfen. […] Dort haben sie mich 45 Minuten lang eingesperrt. Da war überall Kot und Fäkalien an den Wänden, auf dem Boden und an der Decke verteilt. Und es stank furchtbar. Dann kam einer der Polizisten ans Fenster. Und er machte eine sarkastische Bemerkung. Er sagte: „Riecht es da drin gut genug für Sie? Wie gefällt Ihnen der Geruch? Ist er gut?“ Und ich sagte nur: „Es ist in Ordnung. Es ist okay.“ Also saß ich einfach da und wartete. […] Ja, 45 Minuten lang. Ungefähr 45 Minuten. Und dann kam ein Polizist vorbei und sagte: „Oh, Sie sind gleich wieder draußen. Sie sind in einer Sekunde draußen.“ Dann wurden weitere zehn Minuten angehängt, dann weitere 15 Minuten. Das haben sie absichtlich gemacht.“

Michael Jackson am 28.12.2003, sechs Wochen nach dem Inhaftnahme-Prozess. 40

Selbstgerechte Behördenarroganz existiert. Und nicht nur Amerika ist geprägt von Rassismus.

Michael Jackson Festnahme Handschellen Staatsamwalt Tom Sneddon

Bild: Festnahme Michael Jackson am 20.11.2003 in Handschellen vor laufender Kamera. Jackson hatte sich freiwillig gestellt. Fluchtgefahr bestand nicht. Rechts im weißen Hemd: Sergeant Steve Robel?

2003.11.20.: Der Akt der Festnahme des Michael Jackson: „Meine Schulter ist ausgekugelt“

„Sie haben mich sehr grob misshandelt. Meine Schulter ist ausgekugelt, buchstäblich. Sie tut mir sehr weh. Ich habe die ganze Zeit Schmerzen. […] sie brachten [die Handschellen] in eine bestimmte Position, weil sie wussten, dass es schmerzen und meinen Rücken verletzen würde. […] Einmal bat ich darum, die Toilette benutzen zu dürfen. […] Dort haben sie mich 45 Minuten lang eingesperrt. Überall waren Kot und Fäkalien an den Wänden, auf dem Boden und an der Decke verteilt. Und es stank furchtbar. Dann kam einer der Polizisten ans Fenster. Und er machte eine sarkastische Bemerkung. Er sagte: „Riecht es da drin gut genug für Sie? Wie gefällt Ihnen der Geruch? Ist er gut?“ Und ich sagte nur: „Es ist in Ordnung. Es ist okay.“ Also saß ich einfach da und wartete. […] Ja, 45 Minuten lang. Ungefähr 45 Minuten. Und dann kam ein Polizist vorbei und sagte: „Oh, Sie sind gleich wieder draußen. Sie sind in einer Sekunde draußen.“ Dann wurden weitere zehn Minuten angehängt, dann weitere 15 Minuten. Das haben sie absichtlich gemacht.“

Michael Jackson am 28.12.2003, sechs Wochen nach dem Inhaftnahme-Prozess. 41

Bild: Die – körperlichen – Verletzungen des Michael Jackson 2003.
Michael Jackson, Interview With Ed Bradley On ‚60 Minutes‘

2003.11.20.: Eine spezielle Kaution für Michael Jackson und die verschiedenen Versionen, die $3 Millionen zu begründen

Als Staatsanwalt Sneddon den King of Pop hatte festnehmen lassen, verhängte man gegen Michael Jackson eine Kaution von $3 Millionen. Erst nach Zahlung dieses außergewöhnlich hohen Betrages, konnte Michael Jackson bis zur Gerichtsverhandlung auf freiem Fuß bleiben. Im Normalfall „nach der Logik, den Fakten und dem Gesetz“ wäre allerdings nur eine Kaution in Höhe von $435 000 vorgesehen. Michael Jackson war schließlich nicht vorbestraft. Es bestand in seinem Fall auch kein erhöhtes Fluchtrisiko, er hatte sich selbst gestellt und hinzu kam, dass er Michael Jackson war, die bekannteste Person der Welt.

„Der Antrag der Staatsanwaltschaft, verfasst vom stellvertretenden Bezirksstaatsanwalt Gerald McC. Franklin, räumte ein, dass der Kautionsrahmen des Bezirks eine mögliche Höchstkaution von 435.000 Dollar für die Anklagen wegen Kindesmissbrauchs und Verschwörung gegen Jackson vorsieht, aber er argumentierte, der Künstler sei kein gewöhnlicher Angeklagter und der Kautionsrahmen gelte nicht für ihn. Er führte Jacksons Besitz von 2.000 Acres in Santa Barbara County und anderen Besitztümern an.“

Stellvertretender Bezirksstaatsanwalt Gerald McC. Franklin. 42

Stand für den mit der Kaution befasste Staatsanwalt Gerald McC. Franklin eine Verurteilung schon fest, bevor das Verfahren gegen Jackson überhaupt begonnen hatte?

„Der Angeklagte hier ist ‚Michael Jackson, internationale Berühmtheit‘, ein Mann, dessen Lebensstil ihn bis heute nicht ohne Weiteres auf eine Gefängnisumgebung und -routine vorbereitet hat, und dessen körperliche Verfassung allein ihm Probleme für die notwendigen Anpassungen bereiten wird.

Stellvertretender Bezirksstaatsanwalt Gerald McC. Franklin. 43

Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon verteidigte die hohe Kaution mit Michael Jacksons „immensem Reichtum“. Staatsanwalt Zonen versuchte, dem Laienpublikum witzelnd zu erklären, der Betrag wäre „vergleichbar mit dem, was (Jackson) an einem Wochenende in Las Vegas ausgeben würde.“  44
Aber am 28.02.2005 begann Staatsanwalt Sneddon unter den Augen der Weltöffentlichkeit sein Eröffnungsplädoyer in seinem Prozess gegen Michael Jackson. Und mit den folgenden ersten Worten wandte sich der Bezirksstaatsanwalt vor Gericht an die Jury:

„Ich bin sicher, einige von Ihnen Damen und Herren werden etwas überrascht darüber sein, […] dass der Angeklagte in Wirklichkeit Jahre vor dem Bashir Video hoch verschuldet war.“

Tom Sneddon, Staatsanwalt.45

Vom „immensen Wohlstand“ zur Begründung der 3 Millionen Dollar Kaution zu „hoch verschuldet“ im Eröffnungsplädoyer zur Anklage. Seit wann stand Michael Jacksons finanzielle Situation vor Gericht?

2003.11.20.: Nach der Entlassung auf Kaution beginnt die Treibjagd auf Michael Jackson durch „ganze Horden von Medienleuten“

„Was dann geschah, hatte ich noch nie erlebt. Ganze Horden von Medienleuten waren uns auf den Fersen. Die bunten Sendewagen mit Satellitenschüsseln auf ihren Dächern waren nicht nur hinter uns, sondern kamen von allen Seiten, aus Querstrassen oder sogar von vorn auf der Gegenspur. Der Weg durch die Strassen von Las Vegas wurde zum Spiessrutenlauf. Ich telefonierte die ganze Zeit und erfuhr aus dem Hotel, dass man uns «sehen» könne, unseren Wagen und in welcher Strasse wir seien, denn CNN berichtete live aus einem Hubschrauber, der über uns kreiste. Es wurden sogar Stadtplanausschnitte und Grafiken gezeigt, die mit Pfeilen und aufgeregter Moderation erläutern sollten, welchen Weg wir wohl nehmen könnten. Selbst die Polizei war bei dem Chaos machtlos und steckte im Stau. Michael sass mal apathisch mit gesenktem Kopf im Wagen, dann wieder drehte er den Kopf aufgeregt in alle Richtungen und beobachtete die immer bedrohlicher wirkenden Szenen, die sich draussen abspielten. Es war kein Katz-und-Maus-Spiel mehr, sondern eine Treibjagd. Am Ende, mitten auf einer Strassenkreuzung, waren wir nun eingekreist, wir kamen nicht vor noch zurück.“

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 46

2003.11.20.: Staatsanwalt Tom Sneddon veröffentlicht den „Mug-Shot“ von Michael Jackson. „aufwändig grafisch gestaltet“

„Tom Sneddon trat vor die Presse und präsentierte einen weiteren Triumph: Michaels Mug Shot. Gab es früher den Pranger, an dem der Straftäter öffentlich zur Schau gestellt und gedemütigt wurde, so scheint in den USA diese Tradition heute mit den Mug Shots im Internet fortgeführt zu werden. […) Aber selbst dort sticht Michaels Polizeifoto durch die grafisch aufwendige Gestaltung heraus: die gut lesbare Überschrift «Santa Barbara County Sheriff’s Dept.», der goldene Sheriffstern, Michaels starrer Blick – Triumph und grenzenlose Erniedrigung.“

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager Anfang 2003. 47
2003.11.20. - Michael Jackson Verhaftungsbild Mug shot

Bild: Verhaftungsbild (Mug shot) Michael Jackson von der Staatsanwaltschaft der Webseite „the smoking gun“ zur Veröffentlichung am 20.11.2003 übermittelt. 48

2003.11.22.: Jermaine Jackson: „Moderner Lynchmord“ und „rassistische Rednecks“

„Letzten Endes ist das alles nichts anderes als ein moderner Lynchmord. […] Es gibt einen Haufen rassistischer – tut mir leid – rassistischer Rednecks da draußen, denen die Menschen egal sind. […] Ich bin sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie in dieser Sache vorgegangen wurde.“

Ein ärgerlicher Jermaine Jackson auf CNN. 49

2003.12.18.: Staatsanwalt Sneddon verkündet „Zuchthaus“, „Anklage gegen Michael Jackson“ und „brüllt und bellt, bis er heiser ist“

Michael Jacksons musikalische Bitte um ‚eine weitere Chance‘ im November 2003 blieb auf immer unerfüllt. Und Staatsanwalt Tom Sneddon erhob nach exakt einem Jahrzehnt seiner erfolglosen Ermittlungen in der Sache Chandler im Dezember 2003 gegen den King of Pop am 18.12.2003 eine Anklage: Kindesmissbrauch.

„Sneddon war ein rotgesichtiger Republikaner in den Sechzigern, der seinen Abschluss in Notre Dame gemacht hatte, Vater von neun Kindern war und dessen Frau Handbücher zur sexuellen Enthaltsamkeit für christliche Jugendgruppen schrieb.“

Randall Sullivan, Autor. 50

„Staatsanwalt Sneddon, der sich nach Überreichen der Anklage auf den Parkplatz des Gerichtsgebäudes in Santa Maria stellt und den über hundert Reportern abermals zeigt, dass sie ihn hier nicht ohne Grund „Mad Dog“ nennen: Er brüllt und bellt, bis er heiser ist, sein Mund zu einer angeekelten Grimasse verzogen, die Augen geblendet von Sonne und Scheinwerferlicht. Der Fall, kündet Sneddon melodramatisch, enthalte „spezielle Vorwürfe“, die garantierten, dass Jackson nicht mit Bewährung davonkommen werde, und die die potenzielle Haftzeit erheblich erhöhten – auf mindestens 24 Jahre. Effektvoll sagt Sneddon aber nicht einfach nur Haftzeit, sondern: „die Länge der Zeit, die er eingekerkert verbringen könnte“. 

Der Eindruck eines Journalisten, der vor Ort war51

Bild: Der „D.A.“ Tom Sneddon verkündet am 18.12.2003 auf einem Parkplatz 24 Jahre „Zuchthaus“ für Michael Jackson bevor der Prozess begonnen hatte. Und verwirrte nicht nur die Pressevertreter. Quelle AP

Der Leitende Bezirksstaatsanwalt Sneddon gegen Michael Jackson. Oder Captain Hook gegen Peter Pan?

Ein Gedanke zum Verhalten des Leitenden Bezirksstaatsanwaltes Tom Sneddon Michael Jackson gegenüber, das als „persönliche Vendetta“ des Staatsanwalts in die Geschichtsbücher eingegangen ist: Sneddon hatte 2003 endlich den Mann gefangen genommen, der sich Peter Pan nannte.
Peter Pan ist der ewig jugendliche Held in den Geschichten des Schriftstellers James Barrie. Auch Peter Pan besaß einen Erzfeind: Hook. Hook war der Kapitän der Piraten und ebenso ein Anführer wie der Bezirksstaatsanwalt.
Captain Hook hatte wie der Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon so sehr sein Leben der Verfolgung jenes Mannes gewidmet, der sagte, er sei Peter Pan. Diesem Mann, den die Frauen und die Kinder liebten und der auf Neverland lebte. Hook wie auch Sneddon führten eine solche Vendetta gegen „Peter Pan“.

„dass man geneigt ist, sich über den Hass dieses Mannes zu wundern […] Die Wahrheit ist, dass Peter irgendetwas an sich hatte, was den Käpt’n in den Wahnsinn trieb […] Es war Peter Großschnäuzigkeit. Die war Hook auf die Nerven gegangen.“

Der Autor James M. Barrie über den Gegner von Peter Pan, Captain James Hook. 52

„Stolzer, selbstgefälliger Jüngling“ sagte Hook, „bereite dich auf deinen Untergang vor.“

der Anführer der Piraten, Captain James Hook, über seinen Angriff auf Peter Pan. 53

2003.12.: Staatsanwalt Sneddon engagiert eine PR-Firma für seinen Prozess gegen Michael Jackson.

Staatsanwalt Tom Sneddon verlässt sich ab Ende 2003 nicht mehr auf behördeneigene Pressesprecher oder auf das eigene Geschick im Umgang mit den Medien. Sneddon engagiert die Public Relation Firma „Tellem Worldwide“ (heute: „tgpr“).
Eine PR-Firma für den Staatsanwalt? Das sorgte für Kritik von allen Seiten.
Die PR-Firma für den Staatsanwalt beschrieb ihre Aufgaben auf ihrer Webseite wie folgt: Krisenmanagement, Kontrolle der Gerüchteküche, Fehltritte Prominenter, Amtsvergehen und andere Katastrophen. Tellem beschrieb die Situation des Staatsanwaltes im Prozess gegen Michael Jackson als „Krise durch unvorteilhafte Reaktionen auf ursprüngliche Pressekonferenz. Gerüchte und Hörensagen ungezügelt.“ Brauchte der Staatsanwalt Tom Sneddon bessere Publicity? Für die Rolle eines amerikanischen Staatsanwaltes, der seinen Prozess vor einer 12-köpfigen, aus dem Volk gewählten Jury gewinnen will, ist das öffentliche Image wichtig. Nicht nur sein Verhalten auf seiner Pressekonferenz zur Festnahme Jacksons hatte Senddon derart negative Schlagzeilen gebracht, dass er anschließend für seine Äußerungen eine Entschuldigung veröffentlichte. Reporterin Diane Dimond, die in ihrer Berichterstattung über Jackson nicht als objektiv gilt, sondern als „verlängerter Arm der Staatsanwaltschaft“, erklärte dazu in ihrem Buch „Be careful who you love“, dass sie Sneddon nahe genug stand, um zu wissen, dass dessen Ehefrau verantwortlich für Sneddons Entschuldigung gewesen sei. Den PR-Apparat, der hinter Sneddon versuchte, die Krise zu managen, erwähnt Dimond nicht.

2004.01.11.: Rechtsanwalt Mark Geragos verkündet, Michael Jackson habe „ein konkretes, stichhaltiges Alibi“ für die Daten in der Anklage

„In einem ähnlichen Fall trat Jacksons Anwalt Mark Geragos im Januar 2004 beim Sender NBC auf und verkündete, dass der Sänger ein ‚konkretes, stichhaltiges Alibi‘ für die Daten auf dem Anklageschreiben habe. Als Jackson im April erneut wegen der Verschwörung angeklagt wurde, waren die Daten der Belästigung auf dem Anklageschreiben um fast zwei Wochen verschoben worden.“

Charles Thomson am 13.06.2010. 54

„Der Zeitrahmen ist lächerlich. Michael hat ein konkretes, wasserdichtes Alibi für die Daten, an denen der Missbrauch stattgefunden haben soll. Tatsache ist, dass kein Missbrauch stattgefunden hat.“

Mark Geragos, Rechtsanwalt Michael Jacksons am 11. Januar 2004 auf dem TV-Sender MSNBC News. 55

Im April 2004 ändert Staatsanwalt Sneddon die „Daten, an denen der Missbrauch stattgefunden haben soll.“

2004.01.15. – Das FBI untersucht 16 beschlagnahmte Computer Michael Jacksons. Ergebnis: „Nichts“

Am 15. Januar 2004 bat das Santa Barbara Sheriffs Department um Unterstützung bei der Überprüfung von Computern und Datenträgern, die bei der Michael Jacksons Razzia beschlagnahmt wurde. Das FBI untersuchte Sechzehn Computer und kam zu dem Ergebnis: „Nichts“ oder „Nichts Bemerkenswertes“.

2004.01.16.: Michael Jackson und seine Ansprache an die Gemeinde Santa Barbara

Nachdem Tom Sneddon ihn im Dezember 2003 in Handschellen hatte abführen lassen, richtete sich Michael Jackson im Januar 2004 vor dem Gerichtssaal in einer öffentlichen Rede an die Gemeinde, in der seit 1988 wohnte:

„Ich möchte der Gemeinde von Santa Maria danken. Ich möchte Sie wissen lassen, dass ich die Gemeinde von Santa Maria sehr liebe. Es ist meine Gemeinde. Ich liebe die Leute. Ich werde die Gemeinde immer lieben. Meine Kinder sind in dieser Gemeinde geboren. Mein zu Hause ist in dieser Gemeinde. Ich werde diese Gemeinde immer aus ganzem Herzen lieben. Deshalb bin ich hier hingezogen.“

Michael Jackson, Januar 2004, in einer Ansprache an seine Gemeinde zum Prozess Auftakt „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“. 56

2004.02.27.: Staatsanwalt Zonen bittet das FBI um „strafrechtlichen Strategie“ und um „forensische Beratung“.

Staatsanwalt Ron Zonen bitte das FBI um Unterstützung einer „strafrechtlichen Strategie“ und um „forensische Beratung“.

2004.03. bis 04.: Grand Jury prüft Anklageverfahren. In diesem Verfahren ist keine Verteidigung zugelassen.

Von März bis April 2004 präsentiert die Staatsanwaltschaft ihre Version der angeblichen Taten vor die Grand Jury und beantragt, eine Anklage gegen Michael Jackson auch formell zu erlassen. In diesem Vorverfahren ist die Verteidigung nicht zugelassen und die von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Ankläger und Zeugen werden nicht ins Kreuzverhör genommen. Als Vertreter der Staatsanwaltschaft – und damit des Volkes – treten im Vorverfahren der Grand Jury die Staatsanwälte Thomas Sneddon und Ron Zonen auf. Die Grand Jury stimmt der Zulassung der Anklage zu.

„Die Zeugen, die vor der Grand Jury aussagten, wurden von der Verteidigung nie ins Kreuzverhör genommen oder angezweifelt. Laut Gesetz durften weder Richter noch Verteidiger im Saal der Grand Jury anwesend sein. Darüber hinaus hatte die Verteidigung keine Gelegenheit, ihre eigenen Zeugen zu benennen, um dieses einseitige Verfahren zu widerlegen oder zu kritisieren.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Rückblick am 13.01.2005. 57

2004.03. bis 04.: Das Verfahren vor der Grand Jury, „Gesetzesverstöße“ und der „Machtmissbrauch“ der Staatsanwälte

Gesetzesverstöße während des Ermittlungsverfahrens. Sneddon als Beispiel dafür, dass ein Staatsanwalt als Zeuge aussagt, anstatt Fragen zu stellen: […] Michaels Anwälte behaupten, dass die Staatsanwälte die Zeugen schikaniert und mit ihnen gestritten haben und „das Verfahren so führten, als ob sie die Geschworenen angestellt hätten“. In dem von Rechtsanwalt Robert Sanger unterzeichneten Antrag heißt es:
„Es gibt keinen Fall in der Geschichte des Staates Kalifornien, in dem so etwas wie der in diesem Grand-Jury-Verfahren demonstrierte Machtmissbrauch geduldet wurde.“ Die Verteidigung beschuldigte die Staatsanwälte, „Unterstellungen und Sarkasmus“ verwendet zu haben, indem sie Mr. Jackson verunglimpften, indem sie diejenigen, die mit ihm in Verbindung standen, und sogar diejenigen, die ihn rechtlich vertreten sollten, lächerlich machten.
Russel Halpern, der Anwalt des Vaters von Michaels Ankläger, [David Arvizo] war einer der Zeugen, dessen Aussage als ein langes Beispiel angeführt wurde. In einem Abschnitt, der in dem Protokoll zitiert wird, stritten Mr. Halpern und Staatsanwalt Tom Sneddon über Mr. Halperns Bemühungen, Informationen von Sneddons Büro zu erhalten. Herr Halpern sagt: „Ich habe das Büro des Staatsanwalts als feindselig empfunden, als ich dort anrief. Ich fand den leitenden Staatsanwalt, also Sie selbst, sehr unkooperativ.“ Mr. Halpern fragte Sneddon, ob es der Sohn seines Mandanten sei, der die Belästigungsvorwürfe erhebt. „Sie haben sich zunächst geweigert, mir das zu sagen“, sagte er vor der Grand Jury aus. „Ich habe Sie gefragt, ob der Sohn meines Mandanten im Sterben liegt. Sie haben sich zunächst geweigert, mir das zu sagen. Erst als ich Ihnen sagte, dass ich möglicherweise die Presse über Ihre Reaktion informieren müsste, riefen Sie mich zurück und sagten es mir.“ Sneddon erwidert: „So ist das Gespräch nicht verlaufen und das wissen Sie.“ “ Und das wissen Sie auch“, antwortet Mr. Halpern. Dies wurde als Beispiel dafür angeführt, dass der Staatsanwalt aussagt, anstatt Fragen zu stellen.
Herr Halpern konnte sich am Mittwoch aufgrund der Anordnung zur Schweigepflicht nicht äußern. Er sagte jedoch, dass „Herr Sneddon seine Befugnisse als Staatsanwalt missbraucht hat, um zu versuchen, mich davon abzuhalten, etwas zu verlauten zu lassen. Ich bin kein potenzieller Zeuge, und seine Darstellung von mir als potenzieller Zeuge ist irreführend“.

AP am 8. Juli 2004. 58

Nach der Anhörung seiner Zeugen Star, Gavin, Janet Arvizo ändert Sneddon seine Anklage. Und verwarf jene vom 18.12.2003

„Der Angeklagte hat vorsätzlich, rechtswidrig und unzüchtig eine unzüchtige und lüsterne Handlung am und mit dem Körper und bestimmten Teilen und Gliedern von John Doe, einem Kind unter 14 Jahren, begangen, mit der Absicht, die Begierden, Leidenschaften und sexuellen Wünsche des Angeklagten und des Kindes zu wecken, anzusprechen und zu befriedigen. […] Die Grand Jury des Bezirks Santa Barbara, Bundesstaat Kalifornien, klagt Michael Joe Jackson mit dieser Anklageschrift eines Verbrechens an, nämlich: Verstoß gegen das Strafgesetzbuch, Abschnitt 222, Verabreichung eines Rauschmittels zur Unterstützung der Begehung eines Verbrechens, indem er am oder um den 20. Februar 2003 und am 12. März 2003 im Bezirk Santa Barbara, Bundesstaat Kalifornien, John Doe rechtswidrig ein Rauschmittel verabreicht hat, nämlich: Alkohol, in der Absicht, ihn dadurch in die Lage zu versetzen und ihm dabei zu helfen, eine Straftat zu begehen, nämlich Kindesmissbrauch, was einen Verstoß gegen das Strafgesetzbuch, Abschnitt 288, Unterabteilung […]“

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 59

Damit änderten die Arvizos und der Staatsanwalt die komplette Zeitschiene ihrer Beschuldigungen.
Am 18.12.2003 hatte Sneddon eine Anklage verkündet, in dem er den Zeitraum vom 7. Februar 2003 bis 10. März 2003 angeklagte. Diese angeblichen Taten änderte Sneddon mit den Arvizos aber in seiner Anklage vom 24.01.2004 in „20. Februar 2003 bis 12. März 2003„. Damit aber änderten die Ankläger nicht nur die Daten, sondern die Hintergrundgeschichte ihrer Anschuldigungen, die mit Freiheitsberaubung und Erpressung hätten einhergehen sollen.
In der Nacht vom 19. bis 20. Februar 2003 drehten die Arvizos ein „Video zur Gegendarstellung“, in dem sie lachend und scherzend Michael Jackson als Retter preisen und jegliche Gerüchte über unzüchtiges Verhalten von sich weisen.
Zusätzlich hatten die Arvizos am 20. Februar 2003 Besuch vom Jugendamt. Das Jugendamt suchte die Arvizos auf in der Wohnung von Janets Verlobten und Stiefvater der Arvizo-Kinder Major Jay Jackson. Auch dem Jugendamt berichteten die Arvizos am 20.02.2003 nur Gutes über Michael Jackson. Janet Arvizo erwähnte nicht ein Wort, von etwaigen „Drohungen“, „Erpressungen“ oder „Freiheitsberaubungen“, die sich in Sneddons zweiter Anklage wiederfinden.
Außerdem gab es dieses Schreiben vom 7. Februar 2003, in dem Janet Arvizo Michael Jackson nicht nur ausdrücklich von allen Verdächtigungen freispricht, die Martin Bashir am 6. Februar 2003 mit seinem Film in die Welt gesetzt hatte. Janet Arvizo schmückte das Statement auch noch auf ihre eigene Weise ausführlich aus. Während Sneddon die Existenz des Schreibens damit zu erklären versuchte, dass es Janet Arvizo „Blankounterschriften“ unter Zwang abgegeben habe und von dem Inhalt nichts gewusst hätte.

Sneddons Anklage vom 18.12.2003: 9 Vorwürfe, darunter 7 Vorwürfe wegen Missbrauch, 2 Vorwürfe wegen Abgabe von Alkohol an Minderjährige.
Sneddons Anklage vom 21.04.2004: 10 Vorwürfe, darunter 1 neuer Vorwurf der Verschwörung, unterteilt 28 von Freiheitsberaubung, Kindesentführung, Erpressung, 6 Vorwürfe wegen Missbrauch (incl. eines Versuchs), 3 Vorwürfe wegen Abgabe Alkohol an Minderjährige.
Was uns bleibt, ist eine konstruierte Anklage. Und der Verlust des Vertrauens in die Staatsanwaltschaft.

2004.04.21. – Sneddons „Verschwörung“. In der umgeschriebenen Anklage gegen Michael Jackson ändert Sneddon Vorwurf, Tatzeit. Und die Taten

Nach dem Verfahren vor der Grand Jury schrieb der Bezirksstaatsanwalt seine Anklage vom 18.12.2003 um, änderte den Tatzeitraum und erweiterte seine Anklage um Taten, die er vorher nicht zum Thema gemacht hatte: den Vorwurf der Verschwörung zur Kindesentführung, Freiheitsberaubung und Erpressung.
Mit dem 21.04.2004 erhob Sneddon unter Punkt 1 seiner Anklage gegen Michael Jackson den Vorwurf der Verschwörung. Es folgten vier Anklagepunkte wegen unzüchtiger Handlungen an einem Minderjährigen. Ein Anklagepunkte wurde formuliert als versuchte unzüchtige Handlungen an einem Kind, vier Anklagepunkte wegen Abgabe von Alkohol zur Unterstützung der Begehung eines Verbrechens und weitere vier Anklagepunkte wegen geringer Vergehen, wie Abgabe von Alkohol an den Ankläger ohne die Absicht zu verfolgen, einen Minderjährigen zu belästigen.
Am Ende beinhaltete die Anklage 14 Anklagepunkte.
Bezirksstaatsanwalt Sneddon formulierte am 21.04.2004 gemeinsam mit den Staatsanwälten Ron Zonen und Gordon Auchincloss eine neue Anklage gegen Michael Jackson, die eine völlig andere Hintergrundgeschichte behandelte. „Und nichts davon macht Sinn“.

Während einer polizeilichen Befragung im August 2003 sagte der Junge wechselweise, dass Jackson ihn „weniger als fünf Mal“, „insgesamt fünf Mal“ und „etwa sieben Mal“ belästigt habe, wie es in einem Bericht der Strafverfolgungsbehörden über die Befragung heißt. Aus der Strafanzeige vom Dezember 2003 geht hervor, dass sich die Staatsanwaltschaft auf fünf Mal geeinigt hat […]. Als jedoch Jacksons Anklageschrift vier Monate später veröffentlicht wurde, war die Zahl der vom Kind behaupteten Belästigungen auf zwei reduziert worden. Die von der Staatsanwaltschaft vorgenommene Anpassung ihres Falles […] wurde in den veröffentlichten Gerichtsakten nicht angesprochen […]“

the smoking gun: „The Case Against Michael Jackson“ am 06.01.2005. 60

„Ich erwähnte bereits den zweifelhaften Zeitpunkt dieses so genannten Missbrauchs.
6. Februar, Ausstrahlung der Bashir-Dokumentation. Am 10. Februar wird beim Jugendamt ein Verdacht auf Kindesmissbrauch gemeldet. Am 19. und 20. Februar finden die Aufnahmen zur Gegendarstellung und das Interview mit dem Jugendamt statt. All diese Dinge laufen hier ab. Jetzt sehen Sie sich an, wann der angebliche Missbrauch stattgefunden haben soll. Ergibt das für irgendjemanden von Ihnen einen Sinn? Wie kann das sein?
Das Problem [der Staatsanwälte und der Arvizos] war, was sie am 19. und 20. getan hatten. Meine Damen und Herren, erinnern Sie sich, als Janet [Arvizo] am 16. Februar Fragen zu dem Interview mit Brad Miller gestellt wurden, in dem sie Michael Jackson als Vaterfigur lobte, als jemanden, der in ihr Leben trat, der ihre Kinder unterstützte, der freundlich und rücksichtsvoll war, und sie sagte, das wäre alles die Wahrheit. […] Sie sagte, es sei alles wahr. Aber dann kommt sie zum 20. und sagt, es sei alles nur ein Skript, und sie sagt im Wesentlichen das Gleiche. [Die Staatsanwälte und die Arvizos] mussten nach dem 20. den Vorwurf des Missbrauchs erheben, wegen all der Aussagen, die [die Arvizos] vor diesem Datum gemacht hatten. Das ist eine rein manipulative Maßnahme. Und ich bin überzeugt, dass Sie das durchschauen werden.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 61

Die Anklage gegen Michael Jackson oder Die Verschwörung des Staatsanwaltes. Und „Nichts davon macht Sinn …“

Tom Sneddon beschuldigte Michael Jackson der Verschwörung. Diese Verschwörung soll Michael Jackson ungefähr begangen haben zwischen dem 1. Februar 2003 und 31. März 2003. Michael Jackson soll sich dabei verschworen haben mit dem Unternehmer Ronald Konitzer, mit seinem Manager Dieter Wiesner, seinen Angestellten aus dem Bereich Entertainment, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzbuchhaltung Frank Cascio (Tyson) und Vinnie Amen sowie dem Filmproduzenten Frederic Marc Schaffel und anderen Mitverschwörern, deren Identität noch unbekannt ist. Sie alle gemeinsam sollen das Verbrechen der Kindesentführung, der Freiheitsberaubung und der Erpressung begangen zu haben. Sneddon klagte Michael Jackson und seine Mitverschwörer an, Janet Arvizo und ihre 16-jährige Tochter Davellin, ihren 13-jährigen Sohn Gavin und ihren 12-jährigen Sohn Star Arvizo rechtswidrig kontrolliert, festgehalten, isoliert, versteckt, belästigt und bedroht zu haben.

„Gemäß der Staatsanwaltschaft hatte Jackson den Jungen nicht missbraucht, bevor die Dokumentation gesendet wurde (Anm.: „Living with Michael Jackson“). Aber er war so sehr besorgt, dass der Junge möglicherweise solche Anschuldigen machen würde, dass er und eine Bande von Neverland Höflingen eine ausgeklügelte Verschwörung in Gang setzten, um den Jungen und seine Familie für annähernd fünf Wochen der „Freiheit zu berauben“ (in luxuriösen Hotels, auf der Neverland Ranch und anderen Orten), während sie die Familie zwangen, vor laufender Kamera zu bestreiten, dass irgendetwas Ungehöriges jemals zwischen Jackson und dem Jungen passiert wäre […] In jedem Falle geschah es erst nach der Aufnahme des Gegenbeweis-Videos (Anm.: die Janet Arvizo Performance)- das Jackson zufälligerweise dem Fernsehsender Fox für 3 Millionen Dollar verkaufte und nachdem Autoritäten eine Untersuchung in Jacksons Beziehungen zu dem Jungen eingeleitet hatten, dass Jackson angeblich den Jungen Anfang März sexuell missbrauchte.
Der staatsanwaltliche Fall läuft demnach auf Folgendes hinaus: In Panik über schlechte Publicity konspiriert Jackson, einen Jungen zu entführen und zwingt ihn, jedweden Akt sexuellen Missbrauchs zu bestreiten, der tatsächlich nicht passiert war, um dann seine Panik lange genug zu überwinden, um den Jungen tatsächlich sexuell in genau jenem Augenblick zu belästigen, in dem die ganze Welt zusieht.
Es ist ein fantastisches Argument, ätzendes Vorgehen in kreisender staatsanwaltlicher Logik: Verschwörung, um Verschwörung zu begehen, Freiheitsberaubung der Ordnung halber, gefolgt von einem plötzlichen Akt blanken, selbstzerstörerischen Wahnsinns.
Und nichts davon macht Sinn, bis man tatsächlich Sneddon im Gericht operieren sieht.“

Matt Taibbi. Prozessbeobachter. 62

Der Versuch einer Erklärung der Verschwörung und des Verbrechens in der Anklage des Staatsanwaltes gegen Michael Jackson

Michael Jackson bestellte 2002 den britischen Journalisten (Martin Bashir), um die monatelangen Dreharbeiten für die Dokumentation „Living with Michael Jackson“ zu betreiben. Im September 2002 holte Michael Jackson die Familie Arvizo mit den drei Arvizo-Teenagern nach Neverland – zu denen er seit über einem Jahr alle Kontakte abgebrochen hatte – um mit ihnen einen Kurzauftritt für Martin Bashir und die Dokumentation zu filmen. Noch am Tage des Abschlusses der Dreharbeiten bricht Jackson erneut alle Kontakte zu den Arvizos ab.
Dann soll Michael Jackson die Ausstrahlung der Dokumentation des britischen Journalisten am 3. Februar 2003 in Großbritannien und am 6. Februar 2003 in den USA und den weltweiten Aufruhr, den der Film verursachte abgewartet haben, um ganz sicher im Mittelpunkt des Interesses weltweiter Medien und der Staatsanwaltschaft zu stehen.

„Wenn man jemanden missbrauchen will, würde man sich da nicht sicher fühlen, wenn man bereits ein Video hätte, in denen sie dich preisen bis zum geht nicht mehr und erklären, dass nichts passiert sei? Es scheint mir, dass man – dass man sich sozusagen vor zukünftigen Anschuldigungen immunisiert hätte.“

Tom Sneddon am 14.06.2005. 63

Außerdem soll er die Familie Arvizo entführt und in Gefangenschaft gehalten haben.
Anschließend soll Michael Jackson die Ermittlungen des Jugendamtes und der Staatsanwaltschaft abgewartet haben, die schriftlich bescheinigten, dass bis dato nichts Unrechtes geschehen war.
Und erst dann, nach all diesem Aufwand und nachdem er im Fokus der Behörden stand, soll laut der Anklage der Staatsanwälte für Michael Jackson der Moment gekommen sein, den dreizehnjährigen Gavin Arvizo sexuell zu missbrauchen.

Die „Verschwörung“ in der Anklage gegen Michael Jackson als „das liebste Werkzeug der Staatsanwaltschaft“

Machte Staatsanwalt Tom Sneddon deutlich, wie schwach er seinen eigenen Fall beurteilte, als er nachträglich Michael Jackson der „Verschwörung“ anklagte?
„Verschwörung“ soll als der Staatsanwaltschaft „liebstes Werkzeug“ gelten. Sollte der Staatsanwalt also im Gerichtssaal niemanden von den in der Anklage beschriebenen Missbrauchsfällen überzeugen, so konnte er wenigstens auf eine Verurteilung wegen Verschwörung hoffen. Für die Planung dieses Verbrechens.
Um Michael Jackson zu isolieren, seinen engsten Kreis von Mitarbeitern und Freunden von der Verteidigung auszuschließen, bedrohte die Staatsanwaltschaft Jacksons Angestellte und Freunde mit eventuellen auch gegen sie noch zu erhebenden Anklagen. Auf diese Weise sollten Michael Jacksons Entlastungszeugen und Fürsprecher im Strafprozess 2005 mit der Androhung dieser „Verschwörung“ mundtot gemacht werden. Außerdem wurde es mit dieser Verschwörungsanklage den Arvizos erlaubt, im Gericht zu behaupten „xy hat dieses und jenes gesagt“, was in anderen Fällen nicht zugelassen wird.

„Sie werden praktisch alles behaupten, um Michael Jackson in den Schmutz zu ziehen.“

„Was die Fülle der Anklagepunkte anbelangt, so denke ich, dass dies eindeutig eine Taktik der Staatsanwaltschaft war. Sie wollten ihn im Grunde nur wegen irgendeiner Sache verurteilt haben, um zu erreichen, was sie wollten. Ich war immer der Meinung, dass die Anklage wegen Verschwörung vom ersten Tag an ein Schwindel war, und wir nutzten sie, um unserer Position zu dienen. Die Anklage lautete, dass Michael Jackson eine Verschwörung zur Entführung von Kindern, zur Freiheitsberaubung einer Familie und zur Erpressung organisiert hatte. Und ich denke, je mehr die Geschworenen erfuhren, was für ein Mensch er war, desto absurder wurden diese Anklagen. Ich denke, die Staatsanwaltschaft hat dies aus mehreren Gründen getan, einige aus taktischen, andere aus strategischen Gründen. […] wenn sie nur diese Vorwürfe benutzen würden, um Jackson in den Schmutz zu ziehen, dann wäre es möglich, dass irgendetwas zu ihren Gunsten entschieden werden würde.
Meiner Meinung nach haben sie auch versucht, die Anklage wegen Verschwörung zu nutzen, um Beweise vom Hörensagen zuzulassen, die normalerweise nicht zugelassen werden. Die Ausnahme vom Verbot des Hörensagens nennt sich Mitverschwörer-Hörensagen, und dieser Umstand gab [Janet Arvizo] die Erlaubnis zu sagen: „All diese Leute haben A, B, C, D und E gesagt“, während sie das normalerweise nicht hätte sagen dürfen, weil es Hörensagen wäre und weil es davon eine Ausnahmeregelung gibt, wenn es sich um eine Anklage wegen Verschwörung handelt.
[Die Staatsanwälte] taten das auch, um diese angeblichen Verschwörer zu verschrecken, damit diese sich nicht mit der Verteidigung einließen, um Michael Jackson zu entlasten. Aber ich denke, dass sie in dem Verlauf der Verfolgung dieser, wie ich finde, sehr abwegigen Anschuldigung, ihre eigene Glaubwürdigkeit untergraben haben, denn zusammen mit den Anschuldigungen, die absurd erschienen, und den Beweisen, die einfach absurd erschienen, gab es ein Zeitproblem, denn, sie versuchten zu beweisen, dass Michael Jackson eine Verschwörung organisierte, weil diese wenig schmeichelhafte Bashir-Dokumentation ausgestrahlt worden war und er dann eine Verschwörung gebildet hatte, um [die Arvizos] dazu zu bringen, Erklärungen abzugeben, die ihn entlasteten, um sie dann in Brasilien verschwinden zu lassen, und der Missbrauch sollte in der Mitte von all dem anfangen haben. Und das ergab einfach keinen Sinn. Und ich glaube, sie haben sich selbst geschadet, indem sie diese verrückten Anklagepunkte erhoben haben, denn das hat mir auch die Möglichkeit gegeben, darauf hinzuweisen, „Man darf nicht glauben, was sie sagen oder tun.“ Sie werden praktisch alles behaupten, um Michael Jackson in den Schmutz zu ziehen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im November 2005. 64, 65

Und Zivilanwalt Larry Feldman, bei dem die Anklage der Janet Arvizo gegen Michael Jackson im Mai 2003 ihren Ursprung hatte, um in einem zukünftigen Zivilverfahren Geldforderungen zu stellen, schloss sich der Meinung Mesereaus an:

„Wenn man diese Fälle von Freiheitsberaubung [zur Anklage] bringt, und dazu noch einen Jackson, der kidnappt, und [die Arvizos] gehen [trotzdem] zurück nach Neverland, und [der Staatsanwalt] macht damit weiter, die Anklage auszuweiten, dann spielt man direkt in das Spiel der Verteidigung! Klagst du einen Fall wegen sexuellen Missbrauchs an, und der fand statt – wenn er stattgefunden hat, ich weiß nicht, was passierte – aber wenn es stattfand, dann hat man eine viel bessere Chance auf eine Verurteilung. Da gibt’s weniger drüber zu kämpfen.“

Rechtsanwalt Larry Feldman 2010, der Janet Arvizo 2003 dem Talkmaster Larry King gegenüber äußerte Janet Arvizo sei eine „Spinnern“, „die nur auf Geld aus ist“. 66, 67

„Die Staatsanwaltschaft warf Jackson vor, eine Verschwörung zur Freiheitsberaubung einer Familie, zur Entführung von Kindern und zu verbrecherischer Erpressung angezettelt zu haben. Ich kann Ihnen versichern, dass Michael nicht einmal in der Lage war, sich ein solches Verhalten vorzustellen. Aber je mehr ich mit ihm über die angeblichen Belästigungsvorwürfe sprach, desto sicherer wurde ich in meiner Überzeugung, dass sie Teil eines ganzen Universums von Möglichkeiten der Geldmacherei waren, die von Scharlatanen geschaffen wurden.“

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt. 68

Mit seiner so vorbereiteten Anklage repräsentierten die Staatsanwälte das Volk gegen Michael Joe Jackson. Bevor der Prozess gegen Jackson begonnen hatte, wurde er in den Medien als Ungeheuer gehandelt. Aber am 13.06.2005 sprach die 12-köpfige Jury Michael Jackson neben allen anderen Punkten der Anklage auch vom „liebsten Kind der Staatsanwaltschaft“, der Verschwörung, frei.

2004.04.: Rechtsanwalt Thomas Mesereau übernimmt die Verteidigung für Michael Jackson

„In meiner Erklärung habe ich unter anderem gesagt, dass es in diesem Fall nicht darum geht, „dass Anwälte oder irgendjemand anderes berühmt wird“. Mit diesen Worten wollte ich die Atmosphäre um die Verteidigung herum verändern und, was weniger wichtig war, einen Seitenhieb auf den früheren Verteidiger [Anm.: Rechtsanwalt Mark Geragos und evtl. Brian Oxman] loslassen. Ich mochte die Karnevalsatmosphäre um die Verteidiger Jacksons nicht. Meiner Meinung nach haben sie wiederholt ihre absolute Freude darüber kundgetan, inmitten dieses Zirkus zu stehen. Ihre öffentlichen Erklärungen waren meiner Meinung nach eigennützig und dilettantisch. Michael und Randy Jackson waren ihnen gegenüber sehr misstrauisch. Meine anwaltsfeindlichen Kommentare lösten eine Kontroverse aus. Aber die Würfel für eine neue Firma waren gefallen.“

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt. 69

2004.06.: Staatsanwalt Ron Zonen, „Sneddons eifrigster Stellvertreter“ versucht Jordan Chandler „zu bedrohen, zu beschwatzen, zu überreden“

[Michael Jacksons Rechtsanwalt Thomas] Mesereau wusste, welche Anstrengungen die Staatsanwaltschaft unternommen hatte, um Jordan Chandler zu einem Zeugen gegen Michael Jackson zu machen. Sneddons eifrigster Stellvertreter, Ron Zonen, war nach New York geflogen, um Jordie persönlich zu bedrohen, zu beschwatzen und schließlich zu überreden, nach Kalifornien zu fliegen, um in dem Strafprozess [von 2005] auszusagen. Niemand außerhalb der Staatsanwaltschaft wusste, dass Zonen erfolglos geblieben war, und sowohl die Verteidigung als auch die Medien wussten nicht, dass die Staatsanwälte von Santa Barbara County das FBI um Hilfe bei ihrem Problem gebeten hatten.“

Über Rechtsanwalt Thomas Mesereau in Randall Sullivan. 70

2004.06.: Staatsanwalt Ron Zonen trifft sich mit FBI-Agenten, fragt, ob Interesse an bundesstaatlicher Verfolgung Jacksons besteht

Im Juni 2004 fliegt Staatsanwalt Ron Zonen mit Gordon Auchincloss nach Virginia zu einem Treffen mit Agenten des FBI, um deren Teilnahme am Strafverfahren zu diskutieren. Im September 2004 trafen sich zwei Agenten des FBI mit Jordan Chandler in New York. 71 Jordan Chandler aber kündigte an, alle rechtlichen Mittel einzusetzen, um nicht öffentlich im Gerichtssaal, unter Eid, im Prozess gegen Michael Jacksons auszusagen.

2004.06.21 – 22. – Staatsanwälte Zonen, Auchincloss reisen zu „Krisen-Interventions-Abteilung“ des FBI für „effiziente Krisenbewältigungsstrategien“.

Staatsanwalt Ron Zonen sucht mit Gordon Auchincloss um Hilfe bei der „Krisen-Interventions-Abteilung“ des FBI, die zuständig ist für „effiziente Krisenbewältigungsstrategien“. Laut der FBI-Akten will Zonen über „Strafverfolgungsstrategien“ und mögliche „Expertenaussagen“ sprechen. Anwesend waren Vertreter des FBI für die Abteilung für „Verbrechen gegen Kinder“, Abteilung für Opferzeugen, Computer Analysen, verschiedene Vertreter des Justizministeriums und andere. Beide Staatsanwälte beantragten eine Liste von „Begleituntersuchungen“, die ihrer Ansicht nach zu „Beweisen führen könnten“, die „förderlich wären zur erfolgreichen Verfolgung ihres Falles“. Den Staatsanwälten wurde erklärt, dass ihr Ersuchen geprüft werde.

2004.08: Dem Bruder Evan Chandlers, Raymond, wird eine Bühne geboten mit einer Buchveröffentlichung: „All That Glitters“

1993 hatte Drehbuchschreiber Evan Chandler auf eine Hollywood-Karriere mit Hilfe des King of Pop gehofft. Chandler bekam nicht, was er wollte, drohte Michael Jackson mit einem „Massaker“, forderte vier Millionen-Dollar teure Drehbücher, ließ über komplizierte Wege in den Medien „Jackson: Kindesmissbrauch“ verkünden und porträtierte sich in der Rolle des besorgten Vaters des 13-jährigen Jordan. 1993 verklagte Chandler mithilfe des Zivilanwaltes Larry Feldman Michael Jackson in einem Zivilverfahren auf $30 Millionen und brachte „exquisite Details“ über behaupteten Kindesmissbrauch durch angeblich Michael Jackson in die Presse, was zu einem weltweiten Skandal führte. Seit 1993 hatte Staatsanwalt Sneddon aufgrund Chandlers Beschuldigungen parallel gegen Jackson zu ermitteln, aber zwei Grand Jurys kamen unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass keine Anklage gegen Michael Jackson zu erheben war. 1996 verklagte Evan Chandler Jackson erneut in einem Zivilverfahren, verlangte nun $60 Millionen von Jackson und einen Anteil am Profit des HIStory Albums. Chandler verlangte auch, über den behaupteten Missbrauch an seinem Sohn Jordan singen zu dürfen, um die Lieder auf einer CD zu verkaufen. Chandler verlangte ebenfalls vor Gericht, über den von ihm behaupteten Missbrauch einen Film drehen zu dürfen. Im August 2004 vermarktete Chandler seinen Sohn erneut und fand während des Prozesses gegen Michael Jackson einen Buchverlag, der sich auf Filmskripts spezialisierte. Um sich seinen Verpflichtungen zu entziehen, wurde als Autor des Buches Evans Bruder, Raymond Chandler, ausgegeben. Näheres dazu in folgenden Artikeln:

2004.07.15.: Staatsanwälte Ron Zonen und Gordon Auchincloss treffen sich erneut mit dem FBI

Die Staatsanwälte Zonen und Auchincloss ersuchen erneut um Unterstützung durch das FBI.

2004.09.28.: FBI an Staatsanwaltschaft „(Jordan Chandler) wird rechtlich gegen jegliche Versuche vorgehen“ die ihn zur Aussage gegen Jackson bringen wollen

„[Jordan Chandler] hat kein Interesse daran, gegen Jackson auszusagen. […] [Jordan Chandler] wird rechtlich gegen jegliche Versuche vorgehen, die ihn dazu bringen wollen.“

Jordan Chandler am 15.05.2004 laut einem Eintrag in den FBI-Akten 72

Bild: FBI Aktenauszug bzgl. höchstwahrscheinlich Jordan Chandler v. 28.09.2004: „[…]he had no interest in testifying against Jackson[…] advised that he would legally fight any attempt to do so[…] believed hat he had done his part.“ Quelle Jacksons FBI Akten

2004.09.: Promotet die Staatsanwaltschaft das Buch des Evan Chandler?

Seit Dezember 2003 engagierte Tom Sneddon die Public Relation-Firma „Tellem Worldwide“ (später: „tgpr“), die für den Staatsanwalt die Öffentlichkeitsarbeit übernahm. Dieselbe PR-Firma soll für Dave Schwarzt von 2003-2005 gearbeitet haben. Dave Schwarzt ist der Ex-Mann der June Chandler. June Chandler ist die Ex-Frau des Evan Chandler, der 1993 „Jackson: Kindesmissbrauch“ hatte verkünden lassen. Die PR-Firma Tellem vertrat auch in den 1980ern/1990ern Dave Schwartz und seine von ihm gegründete Agentur „Rent-a-Wrack“ in der „Eye On Safety“ Kampagne. Schwartz‘ Firma, die buchstäblich Autowracks vermietete, brauchte bessere Publicity für die Verkehrstüchtigkeit ihrer Fahrzeuge.
Michael Jacksons Verteidigung, 2004 vertreten durch das Anwaltsbüro Mesereau und durch Rechtsanwalt Oxman, stellte im Oktober 2004 den Antrag, Raymond Chandler solle seine Verträge mit der PR Firma Tellem dem Gericht vorlegen. Chandler verneinte, dass solche Verträge existieren.
Raymond Chandler wurde im Monat September 2004 die Möglichkeit zu zahlreichen von ihm als „Medien-Events“ erklärten Auftritten im TV geboten. Mehre Auftritte hatte Chandler in der Sendung „Court TV“. Court-TV beschäftigte für die Dauer des Prozesses die Reporterin Diane Dimond, die bekannt ist für ihre wenig objektiven Berichte über Michael Jackson. „Court-TV“ galt mit Diane Dimond als „verlängerter Arm der Staatsanwaltschaft“.

„[…] die offensichtliche Voreingenommenheit von Leuten wie Court TV, das meiner Meinung nach in diesem Fall eindeutig ein verlängerter Arm der Staatsanwaltschaft war. Es war sehr dilettantisch und sehr unprofessionell und sehr verstörend. […] „

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Interview mit Larry King am 14.06.2005 über Reporter wie Diane Dimond. 73

Hatte Jacksons Verteidigung vermutet, dass Chandlers sehr gut ausgelegte Promotion für sein Buch „All That Glitters“ von Sneddons PR-Firma Tellem organisiert wurde? Rechtsanwalt Oxman stellte 2004 einen Antrag bei Gericht, der eine Verbindung von Evan Chandler, dem Jackson-Ankläger von 1993, und Raymond Chandler zur PR-Firma Tellem vermuten lässt. Chandler wird darin aufgefordert, folgendes dem Gericht einzureichen:

ALLE DOKUMENTE, die einen Vertrag, einen Beratungsvertrag, eine Joint-Venture-Vereinbarung, ein Arbeitsverhältnis oder eine Dienstleistungsvereinbarung zwischen Ihnen und Tellem Worldwide darstellen, belegen, betreffen, erörtern oder erwähnen. […] ALLE DOKUMENTE, die jegliche Kommunikation, Korrespondenz, Notizen, Briefe, Memoranden oder Diskussionen zwischen Ihnen und Tellem Worldwide oder einem ihrer Vertreter seit dem 1. Januar 1992 darstellen, belegen, betreffen, erörtern oder erwähnen.
Antwort von Raymond Chandlers Anwälten:
„Raymond Chandler erhebt Einspruch gegen die Vorlage dieser Dokumente mit der Begründung, dass die angeforderten Dokumente für die Fragen in diesem Fall irrelevant sind. Ungeachtet dieser Einwände ist Raymond Chandler nicht in der Lage, dem Ersuchen nachzukommen, da keine derartigen Dokumente jemals existiert haben. Es wurden sorgfältige Recherchen und vertretbare Nachforschungen angestellt, um dieser Forderung nachzukommen. […] Raymond Chandler lehnt die Vorlage dieser Dokumente mit der Begründung ab, dass (a) die angeforderten Dokumente für die Fragen in diesem Fall irrelevant sind und (b) nicht zur Entdeckung zulässiger Beweise führen werden.“

Quelle Dokument „02504verobjsnonpty.pdf“

Im Archiv des Internets ist auf der lange geschlossenen Webseite Chandlers noch sein Hinweis zu finden, dass interessierte Medien sich an „Michael Wright“ wenden sollten („Fax Media Requests to Michael Wright @818-784-4609“). Michael Wright allerdings gehört der PR-Firma „Garson And Wright Public Relations, Inc.“ an, die seit 1994 bis mindestens 2017 existierte. Autoren wie Dr. Carol Lieberman (bekannt durch negative psychologische Vorträge über Michael Jackson und ihre Verbindung zu Gloria Allred, die 2002 Jackson die elterliche Sorge über seine Kinder entziehen lassen wollte) und Themen wie O.J. Simpson stehen auf dem Programm von Chandlers PR-Firma. Chandlers Buch übrigens ist in deren Referenzen nicht zu finden. Machten sie Chandler nicht zum Teil ihrer Werbung?

Aber warum hatte Raymond Chandler in der Mitte des Prozesses gegen Michael Jackson die Möglichkeit, in einer TV-Sendung nach der nächsten aufzutreten, obwohl er doch im Rahmen der „Bad Prior Acts“ als möglicher Zeuge der Staatsanwaltschaft in Betracht kommen konnte? Warum hielt Sneddon Raymond Chandler nicht davon ab, eine künftige Jury, die über seine Anklage gegen Michael Jackson zu Gericht sitzen musste, zu beeinflussen?

2004.12.09. – Das FBI in der Sache Michael Jackson und (Jordan Chandler?): „Fall abgeschlossen“

„Der Verfasser beantragt, dass die oben genannte Untersuchung eingestellt wird. Es bestehen keine ungeklärten Anhaltspunkte oder Beweismaterialen.“

Antrag des FBI aus dem Jahr 2004. FBI Records: The Vault — Michael Jackson Part 07 of 08 74

Der Vermerk des FBI bezieht sich auf das Verfahren des befragten, angeblichen Opfers Jordan Chandler. Für das FBI ist damit die Sache abgeschlossen. Nur für die Staatanwälte Tom Sneddon und Ron Zonen nicht.

2004.12.10.: Nicht vorhandene „bad prior acts“, um den 1994 vom Staatsanwalt verlorenen Prozess „innerhalb des Prozesses“ von 2005 zu führen

Michael Jackson war nie vorbestraft. Staatsanwalt Sneddon aber stellt am 12.10.2004 den Antrag, zusätzliche „bad prior acts“ im anstehenden Prozess der Arvizo-Ankläger zuzulassen. Als „Beweis“ für eine angeblich kriminelle Vergangenheit des Angeklagten. 75
Sneddons Problem aber war, seine „bad prior acts“ (übersetzt etwa „gesetzwidrige frühere Handlungen“) sind nie vor Gerichten angeklagt und verhandelt worden. Sneddons Beweise bestanden aus ehemaligen Angestellten, die ihre Storys an die Boulevardpresse verkauften. Siehe Adrian McManus, Kasim Abdool und andere mehr.

„Der Staatsanwalt sprach über diese angeblichen früheren Straftaten. Ein Staatsanwalt sagte mir einmal: „Frühere Straftaten sind ein Hilfsmittel für einen schlechten Fall“, denn keines dieser angeblichen Opfer ist ein angebliches Opfer in diesem Fall. Warum also bringen [die Staatsanwälte] diese Leute ins Spiel? Wenn sie so gute Argumente dafür haben, dass Gavin ein Opfer ist, warum bringen sie dann diese Leute her und warum versuchen sie, Ihnen falsche Anschuldigungen wegen Missbrauchs zu verkaufen? Und ich spreche von ausdrücklich falsch.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 76

Zu Sneddons „bad prior acts“ gehörte das Verfahren Jordan Chandler von 1993. Sneddon beantragte damit einen „Prozess innerhalb eines Prozesses“. Er wollte damit einen Fall verhandeln, der schon zehn Jahre zuvor keiner war. Der nie zur Anklage gekommen ist. Und der erwachsene Jordan Chandler hatte sich am 28.09.2004 unmissverständlich geweigert, gegen Jackson 2005 auszusagen.

Wenn der Staatsanwalt sich selbst widerspricht: so lange [Jordan Chandler] seine Behauptung „vor Gericht bestätigt, sonst ist es unfair …“

Das bringt mich zu einem weiteren Argument des Anwalts, nämlich dass wir einen Fall in gewisser Weise nicht beweisen können, weil wir kein Opfer haben. Nun, dann werden wir wohl nie in der Lage sein, einen Mordfall zu beweisen, oder? Denn wir können das Opfer ganz sicher nicht in den Zeugenstand rufen. Und doch erzählt mir der Verteidiger auf der einen Seite, dass einer der Gründe, warum wir hier ein echtes Problem haben, der ist, dass wir Gavin Arvizo im Zeugenstand haben und wir keine Bestätigung und keine Augenzeugen haben. Doch wenn wir einen Augenzeugen haben, ist er nicht mehr glaubwürdig und wir können ihn nicht vorladen. Nun, man kann nicht beides haben. Man kann einfach nicht beides haben. Und Sie können einfach nicht die Tatsache ignorieren, dass genau die Dinge, von denen der Verteidiger in diesem Fall spricht, nämlich dass es keine DNA und keine Augenzeugen gibt, genau die Gründe sind, die der Gesetzgeber ausdrücklich angibt, dass 1108 Beweise zulässig sind. Und was erwarten Sie, neun Monate später? Natürlich machen sie sich nie die Mühe, das zu erwähnen. Oh, es gibt keine DNA. Neun Monate später? Es wurde keine Unterhose neun Monate später gefunden? Genau die Unterhose, die das Kind dort liegen ließ, weil der Angeklagte es darum bat. Würden Sie ernsthaft annehmen, dass das Zeug neun Monate später noch da sein würde? Dass man die Laken auf dem Bett neun Monate lang nicht gewaschen hat? Das ist lächerlich, und doch ist dies ein Argument, warum diese Beweise nicht zugelassen werden sollten.

Staatsanwalt Thomas Sneddon als Erwiderung auf den Vortrag von Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 28.03.2005 vor Gericht in einem Beratungsgespräch.77

Aber im November 2003 gab Sneddon der Boulevardreporterin Diane Dimond für die Sendung Court-TV noch die Erklärung ab, dass „es völlig unfair“ wäre, „einfach jemanden von der Straße zu holen“, der eine Aussage trifft. Unfair, wenn das angebliche Opfer von 1993 Jordan Chandler nicht selbst aussagen würde. Im November 2003 wusste Sneddon noch nicht, dass sich Jordan Chandler 2004 weigern würde vor Gericht auszusagen:

„Obwohl nicht bekannt ist, ob das mutmaßliche Opfer von 1993 [Anm.: Jordan Chandler], das jetzt in seinen 20ern ist, für den Fall einer Gerichtsverhandlung bereit wäre, im aktuellen Prozess auszusagen, sagte Sneddon, dass die Beweise zulässig wären, um früheres kriminelles Verhalten nachzuweisen – solange der Mann seine Behauptung vor Gericht bestätigt. „Andernfalls könnte man einfach irgendjemanden von der Straße holen, der sagt: ‚Oh, das ist passiert, das ist passiert, ich habe es aus dritter Hand vom Hörensagen gehört – was völlig unfair ist.“

Thomas Sneddon im exklusiven Interview mit Diane Dimond am 20.11.2003. 78

[…] Nirgendwo kann man nachlesen, dass man einfach wahllos dritte Zeugen aufruft, die sagen, sie hätten etwas gesehen, ohne jedoch das mutmaßliche Opfer hinzuzuziehen. Doch genau so wollen [die Staatsanwälte] 99 Prozent ihrer Beweisführung vorbringen.
Und ich bin der Meinung, dass das Potenzial für Voreingenommenheit hier überwältigend ist. [Die Staatsanwälte] könnten vermutlich nicht einmal einen Zivilprozess gewinnen, wenn sie einen Zivilprozess anstrengen würden, der sich nur auf die Aussagen Dritter stützt. Dennoch wollen sie dies in einem Strafverfahren tun, ohne dass eines der mutmaßlichen Opfer zu Wort kommt, mit Ausnahme von einem, das problematisch ist, und das werde ich dem Gericht noch erläutern. Ich behaupte also, dass das, was sie zu tun versuchen, im Kern falsch ist, […] insbesondere angesichts der Schwäche der vorliegenden Anklage.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau vor Gericht am 28.03.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Jackson“. 79

Ich denke, ich möchte ein für alle Mal – weil ich derjenige war, der damit zu tun hatte – die Sache aus der Welt schaffen, die Herr Mesereau immer und immer wieder sagt, als ob es dadurch zur Wahrheit werden würde, wenn er es oft genug sagt. Es ist nicht die Wahrheit. Es ist faktisch nicht korrekt. Und es ist einfach falsch. Die Grand Jurys – es waren nicht zwei verschiedene Grand Jurys. Es gab eine Grand Jury, die eingesetzt wurde, um einige Zeugen in Los Angeles zu vernehmen, und es gab einige Zeugen, die in Santa Barbara County vernommen wurden. Keiner dieser Zeugen und keine der beiden Grand Jurys wurde jemals auf die angestrebte Anklageerhebung hingewiesen. Es wurde auch nie ein Antrag auf Anklageerhebung gestellt oder irgendeine Anklage erhoben oder irgendeine Information in der kleinsten Form vor diesen Grand Jurys präsentiert. Tatsache ist, dass die Grand Jurys dies nie in Betracht zogen, weil Jordan Chandler zu diesem Zeitpunkt beschloss, nicht weiter mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Von diesem Zeitpunkt an wurden die Grand Jurys in Bezug auf die meisten dieser Zeugen vollständig aufgelöst.

Staatsanwalt Thomas Sneddon in seiner Antwort auf den Vortrag von Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 28.03.2005 in einem Beratungsgespräch vor Gericht. 80

Und Rechtsanwalt Thomas Mesereau über Sneddons „Zeugen“ von 1993/1994:

„[Nach Michael Jacksons Freispruch 2005] kam eine Frau auf mich zu und sagte: „Herr Mesereau, ich bin ein sehr konservativer Mensch. Ich bin sehr für Recht und Ordnung, und ich war 1993 Mitglied der Grand Jury, die diese Chandler-Behauptungen untersuchte, und sie sagte, es gab mit den Zeugen große Probleme. [Die Mitglieder der Grand Jury] waren sehr misstrauisch gegenüber diesen Anschuldigungen. Und wie man weiß, gab es 1993 keine Anklage und zwei Geschworenengerichte in Santa Barbara und Los Angeles. [Die Frau] gehörte der Jury in Los Angeles an. Und [Staatsanwalt Sneddon] behauptete später, dass es sich nur um Untersuchungsjurys handelte, was eine bequeme Art war, sich aus der Sache herauszureden. Es gibt Leute, die behaupten, man hätte [1993/1994] nicht versucht, Anklage zu erheben, und das ist eine Lüge. Aber [diese Frau] sagte, ich bin ein sehr konservativer Mensch. Ich bin normalerweise sehr für die Strafverfolgung. Aber sie sagte, dass ihr diese Zeugen sehr verdächtig vorkamen, sie erschienen ihr nicht glaubwürdig.“

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt in einem Interview über Sneddons Ermittlungen von 1993/1994 81

2005.01.: Verfahrensverstoß bei der Staatsanwaltschaft. Die unter Verschluss zu haltenden Protokolle der Grand Jury von 2004 werden der Presse zugespielt

Die Protokolle des Verfahrens vor der Grand Jury wurden kurz vor dem eigentlichen Prozess gegen Michael Jackson im Februar 2005 veröffentlicht. Im Internet.

Das hätte nicht passieren dürfen. […] Ich beantragte bei Gericht, die Veröffentlichung dieser Abschriften nicht zuzulassen, bis sich im Laufe des Prozesses eine natürliche Situation ergeben würde. […] Wir haben da draußen eine sehr vergiftete Presse, die sehr voreingenommen gegen Michael Jackson ist. Er hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, vor Gericht zu erscheinen und sich zu verteidigen. Die Zeugen, die vor der Grand Jury auftraten, waren nie auf ihre Glaubwürdigkeit hin überprüft worden, nie ins Kreuzverhör genommen. Sie haben einige sehr anzügliche, sehr beunruhigende Aussagen gemacht, aber auch diese wurden nicht geprüft, und es würde die Verteidigung benachteiligen, wenn sie an die Öffentlichkeit gelangen […] Wir wollten, dass sie grundsätzlich unter Verschluss gehalten werden, bis sie im Laufe des Prozesses verwendet werden, und der Richter gab meinem Antrag statt.
Was nun geschah, war, dass während der Sitzung der Grand Jury Informationen durchsickerten, weil die Presse darüber berichtete, was beunruhigend war. Aber genauso beunruhigend, wenn nicht noch beunruhigender, war, dass ABC Good Morning America am ersten Tag der Geschworenenauswahl begann, Abschriften zu zeigen. Jemand hat also alle Abschriften genommen und sie entweder verkauft oder ihnen zugespielt. Es war ein offensichtlicher Versuch, die Verteidigung zu benachteiligen, denn das war der erste Tag, an dem die Geschworenen im Gerichtsgebäude ankamen, um ausgewählt zu werden. Es war also ein offensichtlicher Versuch, die Geschworenen gegen uns zu beeinflussen.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Oktober 2012. 82

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ich weiß nicht, ob Tom Sneddon persönlich dafür verantwortlich ist, aber es hat den Anschein, dass jemand auf der Seite der Staatsanwaltschaft dafür verantwortlich war, und wenn ich sage, auf der Seite der Staatsanwaltschaft, dann schließe ich das Sheriffs Department mit ein. Wie Sie wissen, wurden diese Abschriften kurz vor Beginn des Prozesses an die Öffentlichkeit gebracht, und es ist meine Überzeugung, dass sie verbreitet wurden, um zu versuchen, den gesamten Prozess zu beeinflussen. Ob ich weiß, dass Tom Sneddon es persönlich getan hat? Ich weiß es nicht, aber ich glaube, dass es jemand war, der die Staatsanwaltschaft unterstützt hat. Das ist meine Überzeugung.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger Michael Jackson, am 14.06.2005.83

2005.02. Statement von Michael Jackson zu fälschlicherweise veröffentlichten Grand Jury Protokollen

„In den letzten Wochen wurde in den Medien eine Reihe von hässlichen, böswilligen Informationen über mich veröffentlicht. Offenbar wurden diese Informationen durch Protokolle aus dem Grand Jury-Verfahren verbreitet, zu dem weder meine Anwälte noch ich jemals erschienen sind. Diese Informationen sind widerwärtig und falsch. Vor Jahren habe ich einer Familie erlaubt, Neverland zu besuchen und dort einige Zeit zu verbringen. Neverland ist mein Zuhause. Ich habe diese Familie in mein Haus gelassen, weil sie mir sagten, dass ihr Sohn an Krebs erkrankt sei und meine Hilfe brauche. Im Laufe der Jahre habe ich Tausenden von Kindern geholfen, die krank waren oder sich in Not befanden. Diese Ereignisse haben einen Alptraum für meine Familie, meine Kinder und mich verursacht. Ich habe nicht die Absicht, mich jemals wieder in eine so verletzliche Lage zu bringen. Ich liebe meine Gemeinde und habe großes Vertrauen in unser Justizsystem. Bitte seien Sie unvoreingenommen und gewähren Sie mir eine Chance vor Gericht. Ich verdiene einen fairen Prozess wie jeder andere amerikanische Bürger auch. Ich werde freigesprochen und rehabilitiert werden, wenn die Wahrheit gesprochen wird. Ich danke Ihnen.“

Michael Jackson am 30.01.2005. 84

28. Februar 2005 bis 13.06.2005: Die „Prozess des Jahrhunderts“ gegen Michael Jackson.
„Nicht Schuldig“ aller 14 Anklagepunkte

Der Prozess gegen Michael Joe Jackson begann am 28. Februar 2005 und dauerte bis zum 13. Juni 2005.
Die zwölfköpfige Jury, die für fünf Monate über Michael Jackson zu Gericht sitzen musste, bestand aus acht Frauen. Und vier Männern. Sie waren alle weiß und stammten aus einem konservativen Bezirk.
Die Staatsanwaltschaft wurde vertreten durch den Leitenden Bezirksstaatsanwalt Thomas Walter Sneddon jr. sowie den Staatsanwälten Ron Zonen und Gordon Auchincloss. Die Verteidigung wurde bei der Vernehmung der Zeugen vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Mesereau und Rechtsanwalt Robert Sanger.
Michael Jackson ertrug fünf Monate die Anklagen, die gegen ihn vorgebracht wurden. Am 13. Juni 2005 sprach die Jury ihn von allen 14 Anklagepunkten der Staatsanwälte Thomas Sneddon, Ron Zonen und Gordon Auchincloss frei. Von allen. Das Urteil des Gerichts lautete: Michael Jackson nicht schuldig.

Die Rolle der Medien im Prozess gegen Michael Jackson

„Abgesehen davon, dass dieser Prozess zum „Prozess des Jahrhunderts“ erklärt wurde, zeigte er die Medien von ihrer schlimmsten Seite. Sensationslust, Exklusivität, Negativität, Exzentrik, Chaos und Hysterie waren einige der Merkmale. Schließlich war es das, was sie und uns am meisten interessierte […].“

Luka Neskovic in „Wie die Medien den Mann im Spiegel (Man In The Mirror) zerschmetterten“. 85

„Eine der beschämendsten Episoden in der Geschichte des Journalismus“

Charles Thomson am 13.06.2010. 86

„Noch nie in meinem Leben oder in meiner beruflichen Laufbahn befand ich mich inmitten einer derart verrückten, unehrlichen und manipulativen Sensationslust. Trotz der Anwesenheit vieler ehrenwerter Journalisten schien der Geist des Profits vieles zu überschatten, was wahrhaftig, akkurat und gewissenhaft war.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau als Verteidiger des Michael Jackson 2007. 87

Der Prozess gegen Michael Jackson ging als der „Prozess des Jahrhunderts“ in die Geschichte ein. „Milliarden Dollar standen auf dem Spiel“. Ein Schuldspruch Michael Jacksons war notwendig, um den Medien in Filmen, TV-Shows und Büchern enorme Einnahmen zu bescheren. Nur ein Michael Jackson im Gefängnis wäre für die Medien ein lukratives Geschäft gewesen.

„Mesereau kritisierte insbesondere die Kabelnachrichtensender, deren Experten seiner Meinung nach oft schlecht informiert sind und falsche Schlussfolgerungen ziehen. Der Fernsehsender Court TV wurde von Mesereau wiederholt kritisiert, er sagte, der Sender sei in Bezug auf seine Glaubwürdigkeit am „unteren Ende der Skala“ angesiedelt. Mesereau, der sich aufgrund einer Nachrichtensperre weigerte, während des Prozesses öffentlich zu sprechen, sagte, er habe dem Präsidenten von Court TV [Anm.: präsentiert durch Diane Dimond] einen Brief schreiben müssen, in dem er den Sender aufforderte, sein Verteidigungsteam nicht mehr zu belästigen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 07.08.2005 über Reporterin Diane Dimond und ihre Arbeit bei Court-TV. 88

Oft kehrte ich in mein Apartment zurück, schaltete den Fernseher ein und war entsetzt über das, was berichtet wurde. Oft haben sich ehemalige Staatsanwälte in New York [ist Gloria Allred gemeint?] leidenschaftlich darüber ausgelassen, wie sich ein Zeuge verhalten hat. Ihre Theatralik entbehrte jeglicher Substanz und Genauigkeit. Ich war die ganze Zeit der Meinung, dass wir gewinnen würden. Aber die Medien berichteten genau das Gegenteil. Und natürlich hatten eifersüchtige, oberflächliche Rechtsexperten ihren großen Tag, um meine Leistung zu kritisieren. Sie meinten, Gott helfe jedem Anwalt, der sich in einem Prozess unkonventionell verhielte. Solches Gerede sollte mit der Höchststrafe geahndet werden.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 01.07.2009. 89

Die amerikanische TV-Show „Dateline NBC“ stellte für ihre Berichterstattung „Inside The Michael Jackson Case“ Victor Gutierrez ein. Als „beratenden Produzenten“. 90

2005.02.28.: Staatsanwalts Sneddons musikalisches Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen den King of Pop

Am 28.02.2005 hielt Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon im Fokus der Weltöffentlichkeit sein Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen den King of Pop. Sneddon begann sein Verfahren, in dem er behauptete, ein Kind sei missbraucht worden, mit einem musikalischen Zitat:

„Am 3. Februar 2003 wurde die Welt des Michael Jackson, des Angeklagten in diesem Fall, gerockt. Und es rockte nicht im musikalischen Sinne. Es rockte in Wirklichkeit. Und es rockte durch die negativen Auswirkungen der Sendung im Vereinigten Königreich der Martin Bashir Dokumentation ‚Living with Michael Jackson‘.“ 

Staatsanwalt Sneddon in seinem musikalischen Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage, in der „Kindesmissbrauch“ behauptet. 91

War es Sneddon mit diesen Worten zum Auftakt des Prozesses des Jahrhunderts gelungen, einen Beweis zu liefern, der der einzige in diesem Strafverfahren bleiben sollte? Der Bezirksstaatsanwalt hörte wohl trotz gegenteiliger Beteuerung die Musik des Michael Jackson. YOU ROCK MY WORLD war Jacksons aktueller Song von 2001. Du rockst meine Welt, sang der King of Pop und Sneddon zitierte den Song in seinem Eröffnungsplädoyer. Musikalisch war Sneddon in Sachen Jackson zumindest voll auf der Höhe. Und dabei war gerade mal ein Jahr vergangen, da hatte Sneddon auf seiner Pressekonferenz geschnappt „als ob der Sheriff und ich uns solche Musik anhören würden.“ Auch in Interviews und auf der Webseite der „Vereinigung Nationaler Staatsanwälte“ hatte Sneddon betont, er habe Michael Jackson nie den Gefallen getan, dessen Song „D.S.“ anzuhören. Doch dann zierte Sneddon ausgerechnet mit Jacksons Song die ersten Sekunden seines Auftritts beim Eröffnungsplädoyer. You Rock My World. Michael Jackson, 2001, Album INVINCIBLE.

„Aber dass irgendjemand nur denken kann, dass wir das machen, weil er irgendeinen Song über mich geschrieben hat … das ist einfach nicht wahr.“

Staatsanwalt Thomas Sneddon am 20.11.2003 in einem Exklusivinterview „Hollywood at Large“. 92

2005.02.28. Wenn der Staatsanwalt im Eröffnungsplädoyer gegen richterliche Anordnungen verstößt. Hatte er vergessen, dass er Kindesmissbrauch behauptete?

Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Ich bin sicher, einige von Ihnen Damen und Herren werden etwas überrascht darüber sein, […] dass der Angeklagte in Wirklichkeit Jahre vor dem Bashir Video hoch verschuldet war. Dass sein musikalisches Kapital … „
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Einspruch.“
Staatsanwalt Thomas Sneddon: “ … und sein Grundbesitzvermögen …“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Einspruch.“
Der Richter: „Stattgegeben.“
Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Euer Ehren, das ist das Motiv für die …“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Einspruch, noch einmal, Euer Ehren. Er verstößt gegen Ihre Anordnung.“
Der Richter: „Die endgültige Entscheidung über die finanziellen Beweise ist noch nicht getroffen worden.“
Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Sehr wohl, Euer Ehren.“

Thomas Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 93

Vom „immensen Wohlstand“ als Begründung der $3 Millionen Kaution zu „hoch verschuldet“ in der Anklage. Standen die finanziellen Verhältnisse des Michael Jackson zur Anklage? Hatten die Staatsanwälte Sneddon, Zonen und Auchincloss vergessen, dass sie gekommen waren, um Kindesmissbrauch zu behaupten?

„Wenn man sich ansieht, wie Sneddon das Ganze aufgebaut hat, und wenn Sie zum Eröffnungsplädoyer zurückgehen, in dem er die Frage der Vermögensverhältnisse ansprach und der Richter dem Einspruch stattgab, dann möchte ich auf etwas hinweisen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Tom Sneddon wusste, dass er das nicht hätte sagen dürfen. Und er hat das aus einem bestimmten Grund gesagt. […] Ich denke, der erste Einspruch von Herrn Mesereau wurde gut umgesetzt und der Richter hatte Unrecht. […] Sneddon verstieß gegen eine gerichtliche Anordnung, als er anfing, die Finanzen zu erwähnen. Der Richter ließ den Einspruch zu. Von da an argumentierte Sneddon meiner Meinung nach weiter, und Mesereau erhob, aus welchen Gründen auch immer, keine weiteren Einsprüche

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 94

2005.02.28: Die Staatsanwälte als die „berühmte Filmstars“ und „Hybris war überall

„Ich hatte die Staatsanwälte beobachtet […] Hybris war überall. Sie waren überzeugt davon, diesen Fall niemals zu verlieren, und würden zu weltberühmten Filmstars, wenn sie gewännen. Sie waren so sehr von sich eingenommen […].“

Thomas Mesereau, Strafverteidiger des Michael Jackson im Prozess 2003 bis 2005. 95

2005.02.28.: Das „Fehlverhalten“ der Staatsanwälte „Herrn Jackson zu entmenschlichen und zu entwürdigen, weil sie befürchten, dass man ihn mögen könnte“

„Nun, weil der Fall [der Staatsanwaltschaft] so schwach ist, weil [die Staatsanwälte] befürchten, dass man den Arvizos nicht über jeden begründeten Zweifel hinaus glauben wird, hat die Staatsanwaltschaft einen bösartigen, üblen Versuch unternommen, einen barbarischen Versuch, Mr. Jackson zu entmenschlichen und zu entwürdigen.
Es begann während der Auswahl der Geschworenen, als Mr. Zonen über [Michael Jacksons] abflauende Musikkarriere sprach. Es setzte sich fort, als man Ihnen während des Prozesses Zeitschriften vorführte. Es ging weiter mit den Bemühungen, Ihnen seine Finanzen zu präsentieren, um zu zeigen, dass er finanzielle Probleme durch Missmanagement und fehlgeleitete Motive hatte. Und was will ich damit sagen? Der Mann hat Millionen von Schulden, und er gibt Marlon Brando eine Million Dollar, weil er Mitleid mit seinem Freund hat. Er zahlt für alle. Einkaufsbummel, Hotels. Er hat all diese Haie um sich herum, die Vollmachten erhalten, damit sie Dokumente für ihn unterschreiben können. Seine Großzügigkeit, sein laxes Verhalten kennt keine Grenzen, denn der Mann hat ein wunderbares, gütiges Herz. Aber [die Staatsanwälte] tun es, weil sie denken, dass es ihm irgendwie peinlich sein wird, oder dass sie ihn durch diese absurde Behauptung in Verlegenheit bringen werden, dass Mr. Jackson, weil er finanzielle Schwierigkeiten hatte, eine Familie entführen wollte, um eine Fernsehsendung zu produzieren, die [die Arvizos] nicht einmal mit einbezog, eine Sendung, die Geld einbrachte, das nicht einmal annähernd ausreicht, um jene Schuldverpflichtungen zu erfüllen, die [die Staatsanwälte] versuchten, aufzubauen. Sie haben es nicht deshalb getan, weil sie glauben, dass man ihnen das als Motiv für eine Verschwörung abkauft. Sie haben es getan, um [Michael Jackson] in Verlegenheit zu bringen und ihn in Ihren Augen zu entmenschlichen, weil sie befürchten, dass Sie Michael Jackson einfach mögen könnten. Man könnte Michael Jackson einfach nur bewundern. Man könnte einfach nur Mitleid haben für Mr. Jackson haben, weil er so behandelt wurde, wie [die Staatsanwälte] ihn behandelt haben, und weil er das Ziel von Mr. Sneddons Aktionen über viele Jahre hinweg ist. Sie sind besorgt, und der einzige Weg, wie sie damit umgehen können, ist, dass sie überall Schmutz verteilen. Alles, was [Michael Jackson] versucht hat, aufzubauen, zu schaffen und zu erreichen, soll entwürdigt und entmenschlicht werden, und ich behaupte, das ist falsch. Und ich behaupte, das ist kein Ersatz für Beweise. Es ist ein absolutes Fehlverhalten der [Staatsanwälte].“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 96

2005.03.01.: Start des öffentlichen Prozesses gegen Michael Jackson. Der missglückte Versuch der Staatsanwälte, die Öffentlichkeit in die „Welt der Schatten“ zu führen

Die Darbietung des King of Pop im Film des Martin Bashir „Living with Michael Jackson“, der ab dem 3. Februar 2003 weltweit ausgestrahlt worden war, erklärte Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon zum Hauptbeweisstück im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“. Mit einem Film aus dem Entertainment eröffnete der Staatsanwalt sein Verfahren. Der Film des Martin Bashir von Februar 2003 war buchstäblich das Eröffnungsplädoyer des Staatsanwaltes.
Dieselbe Strategie benutzte Staatsanwalt Ron Zonen in seinem Strafverfahren gegen Jesse James Hollywood, einem flüchtigen Bandenführer. Staatsanwalt Ron Zonen überließ dem Hollywood Regisseur Nick Cassavates die vertraulichen Strafakten gegen den Angeklagten, als dieser noch nicht verurteilt war. Staatsanwalt Zonen, der in der Hollywoodproduktion von „jemanden gutaussehenden“ dargestellt werden wollte, wurde über seine Arbeitsweise als „stümperhafter Amateur“ kritisiert, die Richter setzten ihn vom Fall ab. Der Hollywood-Film kam 2006 in die Kinos. In den Hauptrollen Bruce Willis, Justin Timberlake, Sharon Stone. Im März 2005 war Jesse James Hollywood festgenommen worden.
Tag 1 im Gerichtssaal zum Auftakt des Prozesses des Jahrhunderts gegen Michael Jackson.

„Staatsanwalt Tom Sneddon, ein humorloser Widerling, dessen öffentliche Erscheinung an den dickbäuchigen stellvertretenden Schuldirektor erinnert, der auf der Turnhallentribüne sitzt und einem beim langsamen Tanzen zusieht, hat sich entschieden, die Verhandlung mit einer Vorführung von Living with Michael Jackson zu eröffnen, dem sensationellen Dokumentarfilm, der von der hobbitartigen, selbstdarstellerischen britischen Boulevardkreatur Martin Bashir herausgebracht wurde – einem selbstgefälligen Blob, den wir mit zusammengefalteten Händen auf der Zeugenbank sitzen sehen können.“

Matt Taibbi, Journalist und Prozessbeobachter über den ersten Tag des öffentlichen Strafprozesses gegen Michael Jackson am 28.02.2005.97

2005.03.01.: Die Präsentation von „Living with Michael Jackson“ im Gerichtsaal ist ein Fehler des Richters

„Dieser Richter hat meiner Meinung nach vor den Geschworenen Beweise zugelassen, die nichts mit dem Fall zu tun haben. Und die einzige Absicht, die ich erkennen kann, ist, die Geschworenen damit aufzuwiegeln und sie zu beeinflussen. […] Der Richter hätte dieses Band niemals zu diesem Zeitpunkt zulassen dürfen, und wenn er den Fehler macht, es zuzulassen, was meiner Meinung nach ein Fehler war, dann sollte er Herrn Mesereau erlauben, diesen Zeugen ins Kreuzverhör zu nehmen. Diese Einsprüche des Anwalts, der Herrn Bashir vertritt, sind meiner Meinung nach nicht gut aufgenommen und dienen dem Zweck, Bashir von der Beantwortung von Fragen abzuschirmen.“

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 98

„Die Verhandlung war von umstrittenen richterlichen Entscheidungen geprägt. So ließ der Richter beispielsweise Folgendes zu: Der Staatsanwaltschaft wurde gestattet, ihren Fall mit der Vorführung eines skurrilen, verzerrten britischen Dokumentarfilms zu beginnen, in dem behauptet wurde, Michael sei ein Pädophiler. Die Staatsanwaltschaft behauptete, dies sei ein Beweis für ein „Motiv“.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 01.07.2009. 99

2005.03.01.: Rechtsanwalt Weitzman: „Es ist fast so, als ob [Martin Bashir] mit Tom Sneddon zusammenarbeiten würde.“

„Es liegt alles an der Nachbearbeitung. Für mich ist es ganz klar, dass Martin Bashir einen Plan hatte, und der Plan war, Michael Jackson auf eine bestimmte Weise darzustellen. Es ist fast so, als ob er mit Tom Sneddon zusammenarbeiten würde. Es ist ziemlich bizarr. Und wenn man sich anhört, was Tom Sneddon gesagt hat, dann ging es eher darum, die Jury in eine bestimmte Stimmung zu versetzen und ich glaube, dass er versucht hat, ihre Empörung und ihre Stimmung gegenüber Michael Jackson zu schüren.

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 100

2005.03.01.: Die „Präsentation … schadet Mr. Jackson“

„Offensichtlich wird diesem Dokumentarfilm eine große Bedeutung beigemessen. Ungeachtet dessen, was der Richter sagt: „Oh, hören Sie sich das nicht an, das ist nicht für die Wahrheitsfindung gedacht“ Hier ist es. Auf dem Bildschirm. In der Mitte der Bühne. Und ich bin wirklich der Meinung, wenn es jemanden schadet, schadet es so, wie es präsentiert wurde höchstwahrscheinlich Mr. Jackson.“

Rechtsanwältin Shawn Chapman Holley, 2005. 101

2005.03.01.: Der „missglückte Versuch, in die Welt der Schatten zu führen … Ruiniert“

„Die Theorie des Staatsanwalts lautet – für die wenigen, die ihr zu folgen vermögen – dass die Ausstrahlung (von „Living with Michael Jackson“) eine finstere Verschwörung in Gang setzte, die letztendlich dazu führte, dass Michael Jackson eine Hand in die Unterhose eines Jungen steckt. Die Staatsanwaltschaft präsentiert den Film als das dramatische Eröffnungskapitel einer labyrinthartigen Fabel moralischen Verfalls; daraus folgt, dass die Abdunklung des Gerichtssaales dazu bestimmt ist, symbolischen Charakter zu haben, ein Zeichen dafür, dass wir eine Welt der Schatten betreten.
Aber der Effekt wird ruiniert, wenn der Film beginnt. Wenn die Kamera über die Tore von Jacksons Neverland Ranch fährt, donnert aus den Lautsprechern der vertraute Bass von „Billie Jean“ – und im Übertragungsraum beginnt das Meer der älteren Reporter umgehend beschwingt den Kopf zum Beat auf und ab zu bewegen. „Ich liebe diesen Song“, flüstert der TV-Reporter mir zu […].“

Matt Taibbi, Journalist und Prozessbeobachter. 102

Die Zeugen der Staatsanwälte

„Jeder vernünftige Staatsanwalt hätte sich eher ertränkt, bevor er ein Verfahren um Zeugen wie diese aufgebaut hätte, aber sie waren alles, was Sneddon hatte.“

Matt Taibbi, Journalist und Prozessbeobachter 2005. 103

Das Gericht hat es hier mit einer einzigartigen Situation zu tun. Zunächst einmal handelt es sich um eine prominente Person. Eine Berühmtheit, die allen möglichen Anspielungen, skandalösen Berichten und Gerüchten ausgesetzt ist, und eine Berühmtheit, die alle möglichen Geldforderungen anlockt, der in Neverland einen Lebensstil entwickelte, für den er in der ganzen Welt geworben hatte, von dem er und viele andere überzeugt sind, dass er ein Gewinn für die Gesellschaft ist. Die Staatsanwaltschaft hat versucht, das Ganze auf den Kopf zu stellen und unterstellt, Neverland sei ein Magnet für Misshandlungen und kriminelles Verhalten. Nun, das wird ein Aspekt für die Geschworenen sein. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann das Gericht allein aufgrund der Beweise mit Sicherheit sagen, dass Mr. Jackson Neverland als eine Art Disney-Welt entwickelt hatte, die er für Kinder aus der Großstadt, für Kinder auf der ganzen Welt zur Verfügung stellte. Es gibt ein noch größeres Problem als die Einzigartigkeit dieses Falles und keiner der von Mr. Sneddon angeführten Fälle betrifft Prominente oder irgendjemanden, der Mr. Jackson in Bezug auf die traurige Berühmtheit und Anziehungskraft für Habgier und Prozessmissbrauch auch nur annähernd ähnelt. […]
Wie ist denn die Beweisführung im Wesentlichen? Im Wesentlichen ist es ein Charakterbeweis. Als in der Beratung mit dem Gericht darüber gesprochen wurde, ob eine Sonderregelung eingeführt werden sollte oder nicht, wurden enorme Bedenken geäußert, dass die Staatsanwaltschaft einfach Beweise für – einen angeblich schlechten Charakter [von Michael Jackson] einführen könnte. Nun können sie es formulieren, wie sie wollen, sie können behaupten, es sei ein Beweis für Modus Operandi, für Vorsatz, blah blah. Aber in Wirklichkeit versuchen sie, Beweise für einen bestimmten Typus einzubringen, um eine separate Anklage zu untermauern. Und jedes Mal, wenn man das tut, muss das Gericht die Möglichkeit der Beeinflussung in Betracht ziehen. […] Aber jedes Mal, wenn sie den Begriff der Voreingenommenheit definieren, definieren sie ihn in Bezug auf Emotionalität. Wird es eine emotionale Wirkung auf die Geschworenen haben, die unangemessen ist? Wird es eine emotionale Wirkung auf die Geschworenen haben, die zu einer unfairen Voreingenommenheit gegenüber dem Angeklagten führt? Und wenn dieser emotionale Effekt tatsächlich auftritt, wird er sich dann auch auf andere Faktoren wie die Verunsicherung bei den Problemfeldern etc. auswirken? Die Beweise, die [die Staatsanwälte] einzuführen versuchen, sind höchst aufrührerischer und emotionaler Natur. Daran besteht kein Zweifel. […] Nirgendwo kann man nachlesen, dass man einfach wahllos dritte Zeugen aufruft, die sagen, sie hätten etwas gesehen, ohne jedoch das mutmaßliche Opfer hinzuzuziehen. Doch genau so wollen [die Staatsanwälte] 99 Prozent ihrer Beweisführung vorbringen.
Und ich bin der Meinung, dass das Potenzial für Voreingenommenheit hier überwältigend ist. [Die Staatsanwälte] könnten vermutlich nicht einmal einen Zivilprozess gewinnen, wenn sie einen Zivilprozess anstrengen würden, der sich nur auf die Aussagen Dritter stützt. Dennoch wollen sie dies in einem Strafverfahren tun, ohne dass eines der mutmaßlichen Opfer zu Wort kommt, mit Ausnahme von einem, das problematisch ist, und das werde ich dem Gericht noch erläutern. Ich behaupte also, dass das, was sie zu tun versuchen, im Kern falsch ist, und dass es für Mr. Jackson sehr nachteilig sein könnte, insbesondere angesichts der Schwäche der vorliegenden Anklage.
Schauen wir uns nun an, was [die Staatsanwälte] versuchen zu tun. Sie haben ein angebliches früheres Opfer namens Brett Barnes, der aussagt, dass er nie unsittlich berührt wurde. Sie wollen vier Zeugen vorladen, die zu Brett Barnes aussagen sollen. [Brett Barnes] selbst wollen sie aber nicht vorladen. Denn in dem Moment, in dem sie ihn vorladen, sind [die Staatsanwälte] erledigt. Sie wollen also vier angeblich seriöse Zeugen vorladen – ich nehme an, sie wollen sich für deren Glaubwürdigkeit verbürgen -, die aussagen sollen, dass Mr. Barnes unangemessen berührt wurde.

Wer sind ihre wichtigsten Zeugen? Ihre Hauptzeugen verklagten Mr. Jackson Mitte der 90er Jahre, und damals beschloss Mr. Jackson zum ersten Mal: „Ich habe es satt, diese dummen Fälle zu schlichten, ich werde diesen Fall jetzt vor Gericht verhandeln.“ Das Ergebnis war der längste Zivilprozess in der Geschichte dieses Gerichtsgebäudes. […] Während dieses sechsmonatigen Prozesses stellte der Richter immer wieder fest, dass die Klägerinnen gelogen haben, dass sie nicht die Wahrheit sagten, dass sie ihre Aussagen veränderten und dass sie sogar einige Male den Zeugenstand verließen. Als sich die Wogen glätteten, fällten die Geschworenen ein Urteil zugunsten von Mr. Jackson und sprachen ihm Schadenersatz zu, weil die Kläger ihn bestohlen hatten. Der Richter verurteilte die Kläger und zwar nicht nur dazu, die Kosten des Verfahrens zu tragen, sondern auch die Anwaltskosten, und am Ende erhielt Herr Jackson ein Urteil in Höhe von über einer Million Dollar gegen diese betrügerischen Kläger. [Die Staatsanwälte erwarten jetzt], dass das Gericht diesen verlogenen Klägern gestattet, erneut vor Gericht zu erscheinen und zu unlauteren Handlungen auszusagen, obwohl es kein mutmaßliches Opfer gibt, das sie vor Gericht laden wollen. Das ist schlichtweg falsch. Und wenn sie behaupten, es wäre nicht zeitaufwändig, diese Angelegenheit zu verhandeln, braucht das Gericht nur einen Blick auf den sechsmonatigen Prozess und seine Dauer zu werfen, um zu wissen, dass das nicht stimmt, denn [diese Zeugen] haben Geschichten an Boulevardzeitungen verkauft, sie wurden beim Lügen erwischt, und sie wurden mit einem beträchtlichen Urteil belastet.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau vor Gericht am 28.03.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Jackson“. 104

2005.03.01.: Die Zeugen der Staatsanwälte, eine „Parade von absurden Lakaien und Parasiten der Stars“

Die Glaubwürdigkeit aller Zeugen der Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage gegen Michael Jackson stand in Frage. Aber Sneddon hatte keine anderen:

„Beginnend mit Bashir zeigen die ersten Tage der Zeugenaussage eine Parade von absurden Lakaien und Parasiten der Stars […] Jackson erscheint während dieser Abfolge von Clowns distanziert […]“

Matt Taibbi, Journalist und Prozessbeobachter. 105

Sneddons „Zeugen“ hatten ihre Stories seit Jahren an die Boulevardpresse verkauft.

Jacksons einzigartige Besonderheit schien alles möglich zu machen, und die von verschiedenen Redakteuren und Produzenten in Aussicht gestellten Dollars lockten eine Reihe von „Insidern“ an, die den Entertainer für alles verkauften, was sie bekommen konnten.

Randall Sullivan, Autor. 106

Zeuge der Staatsanwaltschaft: Martin Bashir, dessen Aussageverweigerung „die Geschworenen daran hindert, die Fakten und die Wahrheit zu erfahren“

Der britische Journalist Martin Bashir aus dem Unterhaltungsmillieu, der in seinem Film „Living with Michael Jackson“ unaufhörlich auf den Zuschauer einredete, sagte unter Eid in einem ordentlichen Gerichtssaal: Nichts.

„Diese Einsprüche des Anwalts, der Herrn Bashir vertritt, sind meiner Meinung nach nicht gut gemacht und dienen dem Zweck, Bashir vor der Beantwortung von Fragen abzuschirmen.“

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 107

Martin Bashir, der sich mithilfe seines mitgebrachten Anwalts hinter dem Deckmantel einer Rechtsvorschrift versteckt und sich weigert, irgendwelche Aussagen zu machen.

„Meiner Meinung nach ist das ein völliger Missbrauch des Schutzschildes des Gesetzes. Wen will er schützen? Martin Bashir? Michael Jackson? Wer wäre hier der „Informant“? Er hat nicht nach anderen Personen gefragt, mit denen er gesprochen hat. Für mich ist das eine Behinderungstaktik. Und ich bin mir nicht ganz sicher, was er damit bezweckt, außer die Geschworenen daran zu hindern, die Fakten und vielleicht die Wahrheit zu erfahren. […] Ich denke, dieser Zug ist auf dem Gleis, und ich bin neugierig und besorgt, ob dieser Richter eine Agenda hat. Es ist schwer für mich zu sagen, weil ich nicht dabei bin. Ich denke, dass Richter manchmal eine Art haben, Dinge voranzutreiben, ohne sich dessen bewusst zu sein, was sie tun. Dieser Einspruch [von Tom Sneddon] war meiner Meinung nach nicht gut aufgenommen. Ich glaube, dass er den Redefluss [Rechtsanwalt Thomas Mesereau] unterbrochen hat und der Richter dies zugelassen hat.“

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 108

Zeuge der Staatsanwaltschaft und Ursprung der Anklage Journalist Martin Bashir: „Wollte nicht antworten“, „Schien nervös“

„Wollte nicht antworten. Trank eine Menge Wasser. Erschien nervös.“

Alternativ-Jury im Prozess gegen Michael Jackson Jeffrey Welbaum über den Auftritt des Martin Bashir vor Gericht am 28.02.2005. 109

Zeuge der Staatsanwaltschaft: Dwayne Swingler: „Ich wollte eben Kapital aus der Sache schlagen wie alle anderen auch …“

Was die Staatsanwälte Sneddon, Zonen und Auchincloss dem Gericht und der Öffentlichkeit boten, waren Zeugen, die nichts zu bezeugen hatten, aber zugaben, fabrizierte Geschichten an die Medien verkauft zu haben.

Der ehemalige Manager des Neverland-Hauses, Dwayne Swingler, wirkte im Vergleich zu den anderen Zeugen fast erfrischend ehrlich, als er auf Mesereaus Frage, ob „er versucht habe, Geschichten an die Boulevardpresse zu verkaufen, antwortete: „Wissen Sie, ich wollte, wie alle anderen Kapital aus der Sache schlagen.“

Randall Sullivan, Autor. 110

Rechtsanwalt Thomas Mesererau: „Hatten Sie mit einer Firma namens „News of the World“ gesprochen?
Antwort von Dwayne Swinger: „Habe ich das?“
Frage (oder Antwort) von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ja.“
Antwort von Dwayne Swinger: „Ja, ich habe einmal mit einer Dame gesprochen, ja.“
F. Und wer ist Ihres Wissens News of the World? A. Soweit ich weiß, ist es ein ausländisches Medienunternehmen.
F. Und warum haben Sie mit denen gesprochen? A. Weil ich daran interessiert war, vielleicht einige Informationen aufzuschreiben, um – so wie alle das gemacht haben – aus irgendetwas Kapital zu schlagen, denn Michael war nicht – ich hatte zu der Zeit noch keinen Gehaltsscheck von A&R erhalten.“

Dwayne Swingler, ehemaliger Angestellter in Neverland, Zeugenaussage am 11.04.2005. 111

Zeuge der Staatsanwaltschaft: Chris Carter und bewaffneter Raubüberfall

Sneddons Zeuge für die Anklage, einem Minderjährigen Alkohol zu verabreichen, ist der ehemalige Sicherheitsmann Chris Carter. Carters Glaubwürdigkeit als Zeuge ist in Frage gestellt: Zeuge der Anklage Chris Carter war im März 2005 angeklagt worden wegen Kidnapping und Raubes unter Führung einer tödlichen Waffe in mehreren Fällen.

„Der Prozess bot die möglicherweise fragwürdigste Ansammlung von Zeugen der Anklage, die jemals in einem amerikanischen Strafverfahren zusammengetragen wurde … das Hauptdrama des Prozesses wurde schnell zu einem Wettlauf, um herauszufinden, ob es dem Staatsanwalt gelingen würde, alle seine Zeugen in den Zeugenstand zu rufen, ohne dass einer von ihnen in Handschellen aus dem Gerichtssaal entfernt würde.“

Matt Taibbi, Journalist und Prozessbeobachter. 112

Zeugin der Staatsanwaltschaft: Adrian McManus, Diebstahl, Falschaussage, Betrug und „Ich habe die ganze Zeit unter Eid gelogen“

Adrian McManus wurde des Diebstahls zulasten Michael Jackson überführt. Eine Skizze, die Jackson von Elvis Presley angefertigt hatte, verkaufte sein Zimmermädchen McManus an die Presse. Jahre später versteigerte McManus ihr weiteres Diebesgut über eBay. Seit den 1990er Jahren verkauft sie ihre Interviews an Tabloids wie Diane Dimond. Quelle

„Zu McManus‘ „Geheimnissen“: Sie und ihr Mann wurden von ihrer Schwägerin verklagt, die ein Urteil in Höhe von 30.584,89 Dollar gegen sie erwirkte. Das Verbrechen? Sie haben die Kinder der Frau „vorsätzlich und böswillig betrogen“, nachdem ihr Mann gestorben war und das Paar als Vormund fungierte.“

Roger Friedman über Adrian McManus in Jackson: Zeugen der Staatsanwaltschaft geben Lügen zu. 113

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Sie haben Staatsanwalt Zonen gesagt, dass Sie bei dieser Aussage wiederholt unter Eid gelogen haben, richtig?“
Antwort von Adrian McManus: „Sind Sie – wovon reden Sie?“
F. Als Staatsanwalt Zonen Ihnen heute vor Gericht einige Fragen stellte, erinnern Sie sich daran? A. Okay, ja.

F. Er fragte Sie, ob Sie unter Eid in der Chandler-Aussage gelogen hätten, richtig? A. Richtig.
F. Sie sagten, Sie hätten gelogen, richtig? A. Richtig.
F. Wissen Sie, wie oft Sie unter Eid bei der Chandler-Aussage gelogen haben? A. Ich glaube, ich habe die ganze Zeit über nicht die Wahrheit gesagt.
F. Waren Sie der Meinung, dass Sie damit ein Verbrechen begangen haben, als Sie das taten? A. Das habe ich wirklich nicht. Ich habe das wirklich nicht auf diese Weise gesehen.
F. Nun, lassen Sie mich Folgendes fragen: Bis jetzt haben Sie zugegeben, dass Sie unter Eid in der Chandler-Aussage gelogen haben, für wie lange, einen Tag?
A. Nun, während der gesamten – während der gesamten Aussage, ja.

Adrian McManus unter Eid 2005 über ihre Aussage unter Eid 1994. 114

Adrian McManus. Ehemaliges Zimmermädchen in Neverland. In den 1990ern befand eine Jury sie für schuldig. McManus wurde verurteilt, an Michael Jackson über $1 Million zu zahlen.
McManus zahlte ihre Schulden an Michael Jackson nie.
2017 verkauft McManus ihre Gerichtskostenrechnung über ihre geschuldeten $1 Million auf eBay. 115

Michael Jackson  -Adrian McMaus :Ich habe die zeit gelogen I lied all the time

Bild: Adrian McManus. Ehemalige Putzfrau in Neverland.

Adrian McManus verkauft seit den 1990ern wiederholt unterschiedlichste Storys an die Boulevardpresse. Ihr letzter Auftritt stammt aus dem Jahr 2016.

„Sie wird keine Vorteile aus dieser Sache ziehen. Sie wird keine Geschichte verkauft bekommen, nichts von alledem.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 116

„Adrian McManus hatte unter Eid ausgesagt, dass Mr. Jackson niemals einem Kind etwas angetan hat. Dann ändert sie ihre Geschichte und geht zur Boulevardpresse. Sie und Chacon und Abdool finden heraus, dass Blanca Francia und Jordan Chandler Geld bekommen haben, und sie wollen auch Geld. Sie wollen nicht arbeiten. Sie wollen Millionäre auf Mr. Jacksons Kosten werden. Meine Damen und Herren, als er diese beiden Fälle [Chandler und Francia] Anfang der 90er Jahre beilegte, wurde er zu einem echten Ziel für Leute, die nicht arbeiten wollen. Und das ist er immer noch. Bei McManus hat ein Richter in diesem Gericht, in diesem Bezirk, festgestellt, dass sie den Nachlass eines Kindes gestohlen hat. Ein Richter in diesem Gericht stellt fest, dass sie Michael Jackson gegenüber böswillig gehandelt hat. Sie verklagt Michael Jackson. Er verklagt sie und beschließt, den Fall nicht beizulegen, sondern zu bestreiten. Es ist der längste Zivilprozess in der Geschichte dieses Gerichtes, er dauert sechs Monate. [Michael Jackson] setzt sich durch, gewinnt seine Gegenklage und erhält ein Urteil gegen McManus, Chacon und Kassim in Höhe von über einer Million Dollar. Bei McManus wird sichergestellt, dass sie Material aus Neverland in ihrem Haus versteckt hatte. Sie stiehlt von einer Kinderstiftung. Sie stiehlt von Mr. Jackson. Sie hat diverse Gerichtsurteile gegen sich. [Die Staatsanwälte] wollen, dass man ihr mehr glaubt als den angeblichen Opfern, die sich melden und sagen: „Er hat uns nichts getan.“ Was sagt Ihnen das über den Fall [der Staatsanwälte]? Was sagt Ihnen das darüber, wie verzweifelt sie sind, um irgendetwas zu tun, um zu gewinnen?“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 117

Näheres zu den Zeugen der Tabloids und der Staatsanwaltschaft in folgenden Artikeln:

Zeuge der Staatsanwaltschaft Ralph Chacon, Kassim Abdool

Ehemalige kurzzeitige Wachleute aus Neverland, Ralph Chacon und Kassim Abdool, machten sich einen Namen damit, fiktive Geschichten über Michael Jackson an die Boulevardpresse zu verkaufen. Inspiration dafür hatten sie sich von Victor Gutierrez geholt. Die Staatsanwälte benutzten diese Stories für ihre Anklage.

„[Die Staatsanwälte wollen, dass Sie] auf Ralph Chacon vertrauen, der in seiner Aussage in diesem Fall sagte, er wolle Millionär werden. Vertrauen Sie Kassim Abdool, der vergaß, dass er eine Erklärung unterschrieben hatte, in der er sagte, er habe nie etwas Unangemessenes in Neverland gesehen, und zugab, dass er Millionär werden wollte. Setzen Sie Ihren Glauben und Ihr Vertrauen in Adrian McManus. Setzen Sie Ihren Glauben und Ihr Vertrauen in all die Ausflüge in die Boulevardpresse, die sie über den von ihnen angeheuerten Agenten unternommen haben, von dem sie behaupten, dass ihr Anwalt dafür verantwortlich war..“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 118

Zeuge der Staatsanwaltschaft: Philip Lemarque – 1993 Scheckbuchjournalismus, 1997 Betreiber Pornografie-Seite, 2019 Kochbuch über Michael Jackson

Das Ehepaar Philip und Stella Lemarque arbeitete auf Neverland für ca. 10 Monate bis 1991. Verschuldet verkauften sie 1993 inmitten der Tabloid-Hysterie um Michael Jackson und Evan Chandler der Zeitung GLOBE die Schlagzeile „Wir sahen Michael Kinderstar missbrauchen“. Jackson und Hollywoodstar McCauly Culkin: zwei große Namen in Trouble kosten doppelt. Lemarque will 1991 zugesehen haben, wie die Hand seines ehemaligen Chefs auf der Hose vom damals 11jährigen Culkin gelegen haben soll. Das war ihre Basis-Story, ohne Extras. Aufpreis verlangte er für die Version, in der er von der Hand in der Hose erzählte. Philip und Stella Lemarque offerierten ihr Angebot zum Preis von $500 000. Paul Barresi war ihr Mittelsmann zur Klatschzeitung GLOBE. Der war hauptberuflich Porno-Star und nebenberuflich Tabloid-Broker. Seine Verhandlungen mit den Lemarques zeichnete er rechtswidrig auf, spielte das Band aber dem Staatsanwalt zu und entging damit dem Vorwurf der Illegalität. Der Staatsanwalt ist genötigt, jede Anzeige zu prüfen und wurde damit zur Marionette der Presse.

„Phillip LeMarque. Ich habe bereits über Chacon, McManus und Abdool gesprochen. Sie alle gehörten zu dieser Gruppe, die dieselben Handlungen begangen haben. Phillip LeMarque war der Koch, der behauptete, dass Macaulay Culkin berührt worden sei, obwohl Macaulay Culkin sagte, dass er nicht berührt wurde. Erinnern Sie sich, [Phillip LeMarque] war derjenige, der versucht hatte, seinen Preis [Anm.: in der Boulevardpresse] auf $500 000 für eine Story hochzutreiben und sagte aus: „Ich habe nur herumgealbert.“ Er hatte diesen Agenten, der ihn vertrat. [Phillip LeMarque] erhöhte den Preis immer weiter, und schließlich fand er heraus, dass der Agent die Story selbst verkauft [an die Boulevardpresse] verkauft hatte. Wollen Sie [Phillip LeMarque] mehr Vertrauen schenken als Macaulay Culkin? [Die Staatsanwälte] wollen, dass man es tut. Das ist es, was sie wollen. Macaulay Culkin sagt, er sei nie belästigt worden. Er nannte es absolut lächerlich. Und [die Staatsanwälte] versuchten, Macaulay anzugreifen, als würde er im Zeugenstand lügen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 119

„Wir praktizieren eine Form von Scheckbuchjournalismus – aber das tun auch alle anderen in diesem Geschäft, fast ausnahmslos. […] Mein Interesse galt ausschließlich dem Geld. Ich möchte hinzufügen, dass dies auch ihr Interesse war.“

Über Philip und Stella Lemarque 1994 in „Frontline – Tabloid Wahrheit“. 120

Paul Barresi ist ein ehemaliger Porno-Star, der [1994] sein Geld mit Schlagzeilen für die Tabloids verdiente. Die erfundene Story über Jackson von Stella und Philip Lemarque, hatte Barresi [1993] illegal auf Band aufgenommen. „Wir trafen uns – Stella und ich und dieser Korrespondent von“ Inside Edition“. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Story möglicherweise ein halbes dutzend Mal gehört und der einzige Unterschied war diesmal, dass ich ein Aufnahmegerät an meinem Gürtel hatte. Ich wollte die Gelegenheit wahrnehmen, und ihre Geschichte selbst verkaufen. Montagmorgen stand ich auf und mir ging auf, was ich mit dem Band machen sollte; Ich wollte es zum Büro des Staatsanwaltes bringen und als Beweis übergeben. Ich wusste, dass der Staatsanwalt diese Information glücklich mit offenen Armen aufnehmen würde und zweitens wusste ich, die Tabloids wie eine Harfe zu spielen. Das war die Art, es im großen Stil zu machen.“ Brachte Barresi das Band zum D.A. (Anm.: Staatsanwalt), hatte er nichts wegen seiner illegalen Aufzeichnungen zu befürchten. Außerdem würde es die Story versüßen. Wenn der D.A. an der Story arbeitet, ist das „Action“, ist das „Insider Information“. Barresi: „Das funktionierte gut. Wenn meine Story auch nur im Geringsten harmlos wirken würde, hätten sie sie aus dem Fenster geworfen. Deshalb war das die eine Möglichkeit, es im großen Stil zu machen. Deshalb rief ich den Editor vom ‚GLOBE‘ an und sagte, „Ich habe das Band, ich bin auf dem Weg die Stadt runter, um es dem Staatsanwalt auszuhändigen.“ Und seine Worte waren, „lass uns mitkommen.“ Und da wusste ich, dass ich ihn hatte. Mein nächster Gedanke war, ihn nach $30 000 zu fragen. Man muss immer doppelt so hoch anfragen, wie man hofft, erzielen können. Er legte mich in die Warteschleife, und innerhalb von einer Minute kam er zurück und sagte, „nun, wir können dir keine Dreißig geben, wir werden dir Zehn geben.“ Ich sagte, „Mach fünfzehn“, er sagte, „Wir sind im Geschäft.“ Ob er die Schlagzeilen hat kommen sehen, wird Barresi vom Moderator der Sendung gefragt. „Oh, ja, natürlich, und ich konnte auch das Geld kommen sehen.“ Moderator: „Barresi beließ es nicht mit dem ‚GLOBE'“

Frontline-Tabloid Truth: The Michael Jackson Story, 1994. 121

„1997 gründete Lemarque die Website Virtual Sin, die er bis zum vergangenen Jahr betrieben hat. Als „die sündigste Seite im Internet“ angekündigt, bot Lemarques Flaggschiff-Porno explizite Fotos und Videos und begrüßte Websurfer mit den Worten „Willkommen Biberjäger“. Mit Fotogalerien, die „Blowjobs“ und „ANAL“ gewidmet waren […]“

The Smoking Gun 2004: „LeMarque, Philip und Stella, Fall Jackson: Der schmierige Zeuge der Staatsanwaltschaft“ 122

2019. – Philip und Stella Lemarque veröffentlichen ein Kochbuch über Michael Jackson

Philip und Stella Lemarque verkaufen im Jahr 2019 ihr Kochbuch. Als Aufhänger benutzen sie den Namen Michael Jackson.
„The Two Favorite Recipes of Michael – Two Decades of Recipes You Can Make in Your Own Kitchen And The True Stories Behind Their Creation.“
Das Ehepaar betreibt eine Webseite mit dem Namen „Bonjour Neverland“. Stand: 2023.

Philip und Stella Lemarque, Webseite Stand 2023.

[Die Staatsanwälte Tom Sneddon und Ron Zonen] brachten einfach alles an Beweisen vor, von denen sie dachten, dass diese ihnen zum Sieg verhelfen würden. Und natürlich habe ich alle ihre Beweise angefochten und jeden Zeugen in Frage gestellt, und, um die Wahrheit zu sagen, habe ich noch nie in meinem Leben so viele Zeugen gesehen, denen es an Glaubwürdigkeit fehlte. Praktisch jeden Tag ging ich nach Hause und sagte: „Mein Gott, diese Zeugen sind lächerlich.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Oktober 2014 123

Die „Opfer“ der Staatsanwälte

„Opfer“ der Staatsanwälte Hollywoodschauspieler Macaulay Culkin

„Macaulay Culkin sagte aus, er sei nie belästigt worden. Er nannte das absolut lächerlich. Und [die Staatsanwälte] versuchten, Macaulay anzugreifen, als würde er im Zeugenstand lügen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“. 124

„Opfer“ der Staatsanwälte Choreograf Wade Robson: „Diese Behauptungen sind lächerlich“. Und Staatsanwalt Ron Zonen ist „beleidigend, bösartig“

Wade Robson trat in den Zeugenstand und sagte: „Diese Behauptungen, dass ich belästigt worden sein soll, sind lächerlich“, waren seine Worte. Und was macht Mr. Zonen? Er nimmt diese Bücher und hält sie ihm vor die Nase, Bücher, die [Wade Robson] noch nie gesehen hat, und bittet ihn, Ihnen sexuelle Handlungen zu beschreiben. Das ist seine Antwort. Sie ist beleidigend, bösartig und hat nichts mit der Suche nach der Wahrheit zu tun. Nichts.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 125

„Opfer“ der Staatsanwälte Jason Francia: „Seine Mutter bekam $20 000 von Klatschpresse“, beriet sich mit Feldman. „Strafrechtlich nicht relevant“

Blanca Francia war eine ehemalige Putzfrau auf Neverland. Mitte der 1990er verkaufte sie sich und ihren Sohn Jason Francia an Diane Dimond („Reporterin von zweifelhaftem Ruf“) und ihre TV-Sendung „Hard-Copy“, „eines der aggressivsten, schäbigsten und unehrlichsten Programme“. 126 Blanca Francia verkaufte ihren Sohn in einem Zivilverfahren gegen Michael Jackson als „Kitzel-Opfer“.

„Blanca Francia nahm 20.000 von einer Boulevardzeitung an, sprach mit Larry Feldman und landete schließlich bei einem anderen Anwalt und schloss einen Vergleich. [Ihr Sohn] Jason Francia sagt, das Kitzeln sei zu weit gegangen, nachdem er zunächst bestritten hatte, dass etwas passiert war. Er sagte: „Im Alter von 16 Jahren wurde Geld für mich wichtig“, und er einigte sich.
Und wissen Sie was? Keines dieser angeblichen Opfer hat jemals ein Strafverfahren gegen Michael Jackson angestrengt.
Nun möchte ich Sie Folgendes fragen, meine Damen und Herren: Wenn Jason Francia mit Mr. Sneddon kooperiert hat, und er sagte, dass Mr. Sneddon beim ersten Treffen mit seinem Berater dabei war, frage ich mich, was Mr. Sneddon damit bezwecken wollte? Wenn [Jason Francia] mit den Sheriffs kooperierte, wenn er sich selbst befragen ließ – obwohl er bei seiner letzten Befragung sagte: „Nehmt es nicht auf.“ Erinnern Sie sich daran? Das war ein Interview, das mit diesem Prozess zu tun hatte. [Jason Francia] und sein Anwalt tauchten im Büro des Sheriffs auf und sagten, sie wollten nicht, dass es aufgezeichnet wird. Aber nehmen wir an, und das scheint ziemlich klar zu sein, dass er vom ersten Tag an mit den Strafverfolgungsbehörden kooperiert hat. Erinnern Sie sich an das Kreuzverhör zu seinen
Befragungen? Zuerst leugnete er, dass etwas passiert war. Dann bedrängten ihn die Polizisten mit Schimpfwörtern und ähnlichem, und dann sagte er: „Na ja, er [Michael Jackson] hat mich gekitzelt“, und dann erinnerte er sich, dass es zu weit ging, usw., und sagte, seine Genitalien seien berührt worden. Nehmen wir an, dass das alles wahr ist. Er kooperiert. Er arbeitet mit Mr. Sneddon zusammen. Er arbeitet mit den Sheriffs zusammen. Warum wurde keine Strafanzeige erstattet? Warum nicht? Weil [die Staatsanwälte] dachten, sie könnten mit ihm nicht gewinnen. [Jason Francia] hat Geld genommen. Seine Mutter hat Geld genommen. Seine Mutter ging zu einer Boulevardzeitung. Er kam in diesen Gerichtssaal und sagte aus: „Ich wusste gar nicht, dass meine Mutter zu einem Boulevardblatt gegangen ist.“ Mr. Zonen hat das in seinem Schlussplädoyer vor einer Weile erwähnt, als ob man das glauben könnte. [Jason Francia] hat Ihnen nicht gesagt, dass er nicht wollte, dass seine Befragung bei der Polizei aufgezeichnet wird, oder? Keiner dieser Leute ist strafrechtlich relevant.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 127

„Opfer“ der Staatsanwälte Brett Barnes: „Das ist auf keinen Fall passiert.“

Brett Barnes kam rein und war wütend. Er sagte: „Das ist auf keinen Fall passiert. Ich würde das nicht unterstützen.“ Er war wütend. Er ist von Australien hergeflogen, hat seinen Job aufgegeben, um hierher zu kommen und auszusagen, dass das alles falsch ist. Wollen [die Staatsanwälte], dass Sie ihm glauben? Nein.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“. 128

„Opfer“ der Staatsanwälte Jordan Chandler

Jordan Chandler hat nie eine Aussage gemacht. Er reichte eine Klage bei Larry Feldman ein und bekam Geld. Mr. Jackson hat den Fall in den frühen 90er Jahren beigelegt. [Jordan Chandler] kam nicht einmal vor Gericht und sagte weder das eine noch das andere. Seine Mutter [June Chandler] hat ihn [Anm.: 11 Jahre] nicht gesehen. June Chandler, seine Mutter, hat nie ausgesagt, dass sie eine Belästigung gesehen hat. Sie sagte aus, dass Michael quasi zu einem Mitglied ihrer Familie geworden war und bei ihnen zu Hause in seinem Zimmer wohnte. Sie sagte auch, dass er im Haus ihres Ex-Mannes [Evan Chandler] in dem Zimmer mit Jordan wohnte, aber sie hat nie eine Belästigung gesehen und hat auch nie darüber ausgesagt. Und auch das ist eine seltsame Geschichte, denn Joy Robson sagte: „[June Chandler] ist eine Goldgräberin.“ [June Chandler] sagte in einem Interview, dass Männer sie in ihrem Leben enttäuscht hätten und sie nicht wisse, ob sie noch einen Mann in ihrem Leben haben wolle, womit sie Michael meinte. Joy hatte Recht. [June Chandler] war auf Ruhm und Reichtum aus, und das ist es, worum es ihr geht.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“. 129

„Der angeklagte Michael Jackson ist nicht schuldig, aber jemand in diesem Gerichtssaal ist es“

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil die Arvizos zu ihren Besuchen in Neverland jedes Mal in „Gefangenschaft“ geraten sein sollen

Nicht schuldig, weil Janet, Gavin, Star und Davellin Arvizo behaupteten, bei ihren zahlreichen Besuchen in Neverland wären sie jedes Mal gefangen gehalten worden. Gefangen in einem Gästehaus, in dem Michael Jackson Freunde wie die Hollywood-Diva Elizabeth Taylor oder Marlon Brando residiert hatten, wenn sie seine Gastfreundschaft genossen. Dazu Verteidiger Tom Mesereau im Verhör des Gavin Arvizo:

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Du fuhrst gelegentlich mit dem Rolls Royce, richtig?“
Antwort von Gavin Arvizo: “Nein, ich reiste nur mit dem Rolls Royce, als ich mit Jesus aus Neverland entkam.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Als du entkamst?“ Antwort von Gavin Arvizo: “Ja.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Und wie lange, nachdem du entkommen warst, bist du dorthin zurückgekehrt?“ Antwort von Gavin Arvizo: “Ich glaube einige Tage später […]“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Als du entkamst, wohin brachte Jesus dich?“ Antwort von Gavin Arvizo: “Er brachte mich zum Haus meiner Großmutter.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Und dann kehrtest du zwei Tage zurück[…]? Du kehrtest zurück, und dann entkamst du ein zweites Mal, richtig?“ Antwort von Gavin Arvizo: “Ich denke schon. Wie auch immer.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Und dann kehrtest du zurück und entkamst ein drittes Mal, richtig?“ Antwort von Gavin Arvizo: “Nein.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Nun, es gab drei Fluchten, nicht wahr?“ Antwort von Gavin Arvizo: “Ich weiß nicht.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Hast du jemals mit Mr. Sneddon darüber gesprochen, wie viele Male deine Leute freiwillig zurückkehrten und dann von Neverland entkamen?“

Gavin Arvizo, im Kreuzverhör am 10.03.2005. 130, 131

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil die Arvizo-Kinder für den Prozess im Haus von Sergeant Robel untergebracht wurden. Um sie für „Zeugenaussagen vorzubereiten“

Es verstößt gegen jede juristische Regel, dass die jugendlichen Geschwister Davellin, Star und Gavin Arvizo zur Zeit des Prozesses ohne ihre Mutter Janet im Haus des leitenden Ermittlungsbeamten Sergeant Steve Robel untergebracht wurden.
Die Journalistin Diane Dimond ist bekannt für ihre negative Berichterstattung über Michael Jackson. Durch ihre Beziehung zur Staatsanwalt Tom Sneddon bekam Dimond 2005 eine Anstellung zur Berichterstattung über den Jackson-Prozess in der Sendung „Court-TV“. Die Sendung galt als „Sprachrohr der Staatsanwaltschaft“. Diane Dimond pflegte ebenfalls ein enges Verhältnis zu Staatsanwalt Ron Zonen und zu Louise Palanker, einer Komikerin, die 2005 als Zeugin der Anklage galt und zur selben Zeit eine Affäre mit Staatsanwalt Zonen hatte.
2005 wurde Dimond die Gelegenheit gegeben ein Buch über Michael Jackson herauszugeben. In diesem Buch versuchte Dimond der Öffentlichkeit den Umstand zu erklären, warum die Ankläger Gavin und Star und Davellin Arvizo zur „Vorbereitung des Prozesses“ im Haus des leitenden Ermittlungsbeamten Sergeant Steve Robel untergebracht worden waren:

Als sich herausstellte, dass die Kinder von ihrer übermäßig besorgten Mutter getrennt werden mussten, um den Kopf frei zu bekommen und sich auf ihre Aussage vorzubereiten, nahmen die Robels sie bei sich zu Hause auf. Sie fütterten sie, beruhigten ihre Ängste und ermutigten sie vor allem, die Wahrheit zu sagen.“

Diane Dimond. 132

Doch welche Wahrheit war da zu ermutigen, wenn die Jury nach dem Prozess urteilte, die Teenager hätten gelogen? Dazu einen Rückblick auf die fragwürdigen Methoden des Sergeant Robel, der schon 2003 auf Gavin Arvizo in den Interviews Einfluss genommen hatte:

„Er ist die böse Person, nicht du. Du, deine Mutter, deine Schwester, dein Bruder … ihr seid die guten Leute … Wir werden alles versuchen, damit dieser Fall funktioniert.“

Sergeant Steve Robel, im Interview mit dem dreizehnjährigen Gavin Arvizo 2003. 133, 134

„Wir hatten das Gefühl, dass die Polizei versuchte, [Gavin Arvizo] dazu zu drängen, jene Aussagen zu machen, die sie von ihm hören wollten.“

Jury Vorsitzender Paul Rodriguez, über die Interviewtechnik des Sergeant Robel mit dem 13-jährigen Gavin Arvizo 2003 vor Beginn des Prozesses gegen Michael Jackson 2005, „in dem ziemlich offensichtlich“ wurde „dass kein Missbrauch passiert war“. 135

Gleich mehrere Staatsanwälte wollten ihren „Prozess des Jahrhunderts“ nicht verlieren und bereiteten die Kinder auf ihre Aussage vor. Von den Aussagen des jugendliche Gavin Arvizo, seines Bruders Star Arvizo und ihrer Schwester Davellin hing die gesamte Anklage ab. Sie lebten Monate unter Bevormundung und Einflussnahme im Haus eines Vertreters der Anklage. 136 Derart intensive Zeugenbetreuung ist fehl am Platz. Und vor Gericht ist Gavin Arvizo bemüht, seinen Einzug in Sergeant Robels Haus zu verschweigen.

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau. „Hatten Sie am Wochenende ein Gespräch mit Mr. Sneddon?“
Antwort von Gavin Arvizo: „Ja, das hatte ich.“
F. Wo hat dieses Gespräch stattgefunden? A. In einem Haus.
F. Kam Mr. Sneddon zu Ihnen? A. Nein.
F. Sind Sie zu Mr. Sneddon gegangen? A. Ja.
F. Wo haben Sie Mr. Sneddon aufgesucht? A. In einem Haus.
F. In seinem Haus? A. In einem Haus.
F. Wer war bei Ihnen, wenn überhaupt? A. Detektiv Robel. Mr… Ron, Gordon und Mr. Sneddon, und ich glaube, Mr. Mag war auch da.
F. Lassen Sie mich das noch einmal klarstellen. Mr. Robel von den Santa Barbara Sheriffs war dort, richtig? A. Ja.
F. Mr. Sneddon war dort, richtig? A. Die Anwälte waren da.
F. Staatsanwälte? Staatsanwalt Zonen war da, richtig? A. Alle Bezirks-, alle Anwälte waren da.
F. Staatsanwalt Auchincloss war da, richtig? A. Auchincloss?
F. Ja. Der Mann, der links neben mir sitzt. A. Oh, Gordon, ja.
F. War außer diesen vier noch jemand da? A. Mag. F. Wer? A. Mag. Ich kenne seinen vollen Namen nicht.
F. Okay. Ist das ein anderer Sheriff? A. Nein, das ist ein Anwalt.
F. Ein anderer Staatsanwalt? A. Er ist ein anderer Anwalt.
F. Sie haben sich also am Wochenende mit vier Staatsanwälten und einem Sheriff aus Santa Barbara getroffen, richtig?
Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Euer Ehren, ich erhebe erneut Einspruch. Es wird angenommen, dass alle diese Personen während des Treffens anwesend waren, was nicht bewiesen ist.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ich glaube, genau das hat er gerade gesagt.“
Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Nein, das hat er nicht.“
Der Richter: Stattgegeben.
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Haben Sie sich über das Wochenende mit drei Staatsanwälten getroffen?“
Antwort von Gavin Arvizo: „Nein.“
F.: Haben Sie sich mit vier Staatsanwälten getroffen? A. Nein.
F. Haben Sie sich mit einem Staatsanwalt getroffen? A. Ja.
F. Wer waren sie? A. Einer, Mr. Sneddon. Und Steve Robel – und Detektiv Steve Robel war anwesend.
F. War sonst noch jemand anwesend? A. Sie waren da, aber sie waren in einem anderen Raum.
F. Wer war dort, aber in einem anderen Raum? A. Ron, Mr. Zonen, Gordon und Mag.
F. Ich verstehe das nicht so ganz. Ist es Meg oder Mick? A. Mag.
F. Mag. Meg. Und soweit Sie das wissen, ist Mag ein Staatsanwalt, richtig? A. Ja, ich glaube schon.
F. Nun, an welchem Tag hatten Sie dieses Treffen? A. Ich glaube, es war gestern.
F. Und um wie viel Uhr hat das Treffen ungefähr stattgefunden? A. Um 18:00, vielleicht 19:00 Uhr.
F. Das wäre also gestern Abend gewesen, richtig? A. Hm-hm.
F. Wussten Sie im Voraus, dass das Treffen stattfinden würde? A. Ein paar Stunden vorher.
F. Und wie haben Sie erfahren, dass das Treffen stattfinden sollte? A. Sie… sie haben es mir gesagt.
F. Wer ist „sie“? A. Detectiv Steve Robel sagte es mir.
F. Hat er Sie am Telefon angerufen? A. Nein, er hat es mir gesagt.
F. Hat er Sie am Telefon angerufen? A. Er hat es mir gesagt. Nein, er hat mich nicht übers Telefon angerufen.
F. Hatten Sie ihn angerufen? A. Nein.
F. Ist er bei Ihnen zu Hause aufgetaucht? A. Nein. Ich wohne nicht in dieser Gegend.
F. Ich versuche lediglich, Sie zu fragen, wie Sie von dem Treffen erfahren haben. Das ist alles, was ich wissen will.
A. Ich habe es Ihnen gesagt, er hat es mir gesagt.
F. Wo hat er Ihnen von dem Treffen erzählt? A. Er erzählte es mir in einem Haus.
F. Wo Sie wohnten, richtig? A. Ja.
F. Ist er zu diesem Haus gekommen? A. Ja.
F. Um wie viel Uhr kam Mr. Robel ungefähr zu dem Haus, um Ihnen mitzuteilen, dass es an diesem Abend ein Treffen mit allen Staatsanwälten geben würde?
Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Euer Ehren, ich erhebe Einspruch gegen diese Frage. Es gab kein Treffen mit all diesen Staatsanwälten. Falsche Darstellung seiner Zeugenaussage.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ich werde es anders formulieren, Euer Ehren.“ Der Richter: In Ordnung.
F. von Thomas Mesereau: „Herr Arvizo, um wie viel Uhr haben Sie gestern ungefähr erfahren, dass Sie zu einem anderen Ort reisen würden, um sich mit Mr. Sneddon und anderen zu treffen? A. Ähm, anders… Es war gegen 17:00 Uhr oder so ähnlich.
F. Und Sie haben offensichtlich an dem Treffen teilgenommen, richtig? A. Ja.“

Gavin Arvizo im Kreuzverhör von Thomas Mesereau am 14.03.2005. 137

Die Staatsanwaltschaft hielt es für angebracht, 2005 die Mutter Janet Arvizo von ihren Kindern zu trennen. Ironischerweise agiert die Staatsanwaltschaft mit diesem Verhalten exakt so, wie sie es Michael Jackson in ihrer Anklage vorwerfen: Der Versuch, die Kontrolle über eine „unkontrollierbare“, „instabile“ Janet Arvizo zu erlangen, die Gefahr lief, ihre eigenen Geschäfte mit der Presse zu veranstalten. Dazu Staatsanwalt Zonen 2010 über Janet Arvizo:

„Sie war unkontrollierbar. Sie war offengesagt, instabil. Sie war eine Person, die zu jeder beliebigen Zeit alles Mögliche sagen oder machen konnte. Sie war eine sehr schwierige Person, die für jeden schwierig war zu kontrollieren. Wir hatten große Schwierigkeiten während des Prozesses mit ihr …“

Ron Zonen, Staatsanwalt, in einem Seminar aus dem Jahre 2010. 138

Der Fokus des Staatsanwalts auf die Kontrolle und Manipulation der Janet Arvizo war größer, als sie Michael Jackson in der eigenen Anklage vorwarfen.

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil Rechtsanwalt Feldman Showmaster Larry King erklärte, Janet Arvizo sei „eine Spinnerin“, „nur auf Geld aus“

Im Jahr 2004 traf sich Zivilanwalt Larry Feldman mit dem US-amerikanischen Showmaster Larry King und „bekundete sehr starkes Interesse“ daran, in einer seiner TV-Shows aufzutreten. In diesem Treffen erklärte Anwalt Feldman dem bekanten Showmaster gegenüber, seine Mandantin Janet Arvizo sei „eine Verrückte“, eine „Spinnerin“ und „nur auf Geld aus“.

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Haben Sie diesen Fall jemals mit Rechtsanwalt Larry Feldman besprochen?“
Antwort von Larry King: „Ja.“
F. Wann ist das geschehen? A. Irgendwann letztes Jahr, glaube ich. Ich weiß das Datum nicht mehr. […] Es war irgendwann vor Beginn des Prozesses. […]
F. Und wo hat dieses Treffen stattgefunden? A. Es fand in Nate ’n Al’s Restaurant in Beverly Hills statt.
F. Wer war noch anwesend? A. Eine meiner Produzentinnen, Nancy Baker, und drei Freunde, Sid Young, Asher Dan und Michael Viner.
F. Und wer hat das Treffen arrangiert?
A. Wir haben ihn kontaktiert – ich habe Larry Feldman kontaktiert, damit er in unserer Sendung auftritt.
F. Und ist Mr. Feldman bei Nate ’n Al’s aufgetaucht? A. Das tat er.
F. Ist er mit jemand anderem aufgetaucht? A. Nein.
F. Hat er sich zu Ihnen gesetzt? A. […] Larry Feldman saß direkt neben mir.
F. Hat Mr. Feldman Interesse an einer Zusammenarbeit mit Ihrer Show bekundet? A. Sehr starkes Interesse.
F. Wie lange hat das Treffen gedauert? A. Etwa ein paar Minuten.
F. Hat Mr. Feldman irgendetwas über den Fall Michael Jackson zu Ihnen gesagt? […] A. Er sagte, dass – dass der Fall vor zehn Jahren, als er die andere Person vertrat [Anm. Evan Chandler], als es einen Vergleich gab, ein definitiv guter Fall war. Aber er hielt die Frau in diesem Fall, die Mutter [Anm.: Janet Arvizo], für eine Verrückte, wie er es nannte, und er glaubte, dass es ihr nur um das Geld ging. Er hatte sich mit ihr getroffen. Er wollte sie nicht vertreten. Er hatte ihr geraten, einen anderen Anwalt aufzusuchen und informierte die Behörden. Er hat mir nicht gesagt, welche Behörden.
F. Hat er gesagt, dass diese Frau ihm gesagt hat, sie wolle Geld? A. Nein, ich glaube, er sagte, er glaube, sie wolle Geld.
F. Hat er gesagt, worauf er diese Meinung stützt? A. Nein.
F. Haben Sie ihn gefragt? A. Nein. Er sagte nur, sie sei eine Verrückte. Das… er sagte ein paar Mal „Spinnerin“ und er sagte: „Sie macht das wegen des Geldes.“
F. Als er sagte, sie sei eine Verrückte, haben Sie Herrn Feldman gefragt, was er damit meinte? A. Nein, ich denke, das ist selbsterklärend.
F. Hat er noch etwas anderes über Janet Arvizo gesagt? A. Außer, dass er es abgelehnt hat, ihren Fall zu übernehmen.
F. Hat er noch andere Gründe genannt, warum er sich weigerte, ihren Fall zu übernehmen? A. Er war der Meinung, dass es ihr nur ums Geld ging, und sie war ziemlich instabil oder durchgeknallt, wie er sagte, und er wollte sie nicht vertreten.“

Larry King, TV-Talkshowmaster am 19.05.2005 über ein Gespräch mit Rechtsanwalt Larry Feldman 2004. 139

Und hier ebenfalls Rechtsanwalt Larry Feldman am 29.03.2004 in seiner Zeugenaussage vor der Grand Jury über Janet Arvizo:

Frage von Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Sie haben Medienberichte gehört, insbesondere von Mr. Geragos, der Michael Jackson [als Rechtsanwalt] vertritt, die in der Öffentlichkeit Aussagen machen, dass die Mutter [Janet Arvizo] geldgierig ist und hinter Mr. Jacksons Geld her ist. Ich möchte Ihnen eine Frage stellen. Haben Sie aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung und Ihres Fachwissens als Prozessanwalt, einschließlich Ihrer Erfahrung mit dem Michael-Jackson-Prozess von 1993 und den Informationen, die Sie von Dr. Katz erhalten haben, und den Treffen, die Sie mit der Mutter und den Kindern hatten, eine professionelle Meinung über die Richtigkeit dieser Behauptung?“
Antwort von Rechtsanwalt Larry Feldman: „Das habe ich.“
Frage von Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Und würden Sie den Damen und Herren der Grand Jury erklären, um welche es sich dabei handelt?“
Antwort von Rechtsanwalt Larry Feldman: „Nun, – um Herrn Geragos zu zitieren – dies ist eine glatte Lüge. Da ist absolut nichts Wahres dran. Es ist die lächerlichste Aussage in dieser ganzen Angelegenheit.“

Rechtsanwalt Larry Feldman ebenfalls im Jahr 2004 vor der Grand Jury, die Prüfen sollte, ob Anklage gegen Michael Jackson zu erheben wäre. 140

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil Janet Arvizo darauf bestand, „Janet Jackson“ genannt zu werden und ihr Baby „Michael“ nennen wollte

Janet Arvizo heiratete während des Prozesses ihren Lebensgefährten und Stiefvater der Kinder Major Jay Jackson. Janet Arvizo verlangte, ab sofort als Janet Jackson angesprochen zu werden.

Richter Rodney Melville: „Da [Janet Arvizo] nun als Mrs. Jackson bekannt ist, werden wir sie für die Zwecke der Untersuchung hauptsächlich als „Mrs. Arvizo“ ansprechen, oder —
Staatsanwalt Ron Zonen: „Sie bittet darum, dass ich sie als „Mrs. Jackson“ anspreche.“
Richter Rodney Melville: „Nun, das ist ja schön. Ich habe Sie aber nicht gefragt, was sie möchte. (Gelächter.) Ich fragte, ob wir sie mit „Miss Arvizo“ oder „Mrs. Arvizo“ ansprechen sollen. […] Der Grund dafür ist, dass es so viele Dokumente, Bänder und Dinge gibt, und ich bin besorgt, dass die Geschworenen durch die Namen verwirrt werden könnten. Das ist alles.

Staatsanwalt Ron Zonen: „Wie auch immer die Anweisung des Gerichts lautet.“
Richter Rodney Melville: „Ich werde Ihnen gestatten, das Problem mit der Zeugin vor den Geschworenen anzusprechen, damit sie verstehen, dass ich nicht möchte, dass die Leute während des Prozesses sie mit „Mrs. Jackson“ ansprechen.“

Richter Rodney Melville während der Verhandlung am14.04.2005. [/efn_note]Richter Rodney Melville während des Prozesses gegen Michael Jackson am 14.04.2005: „Since she is now known as Mrs. Jackson, are we going to refer to her mainly, for the most part, as “Mrs. Arvizo” for the purposes of the examination, or — MR. ZONEN: She’s requesting that I address her as “Mrs. Jackson.” THE COURT: Well, that’s fine. I didn’t ask you what she wanted. (Laughter.) THE COURT: I said, are we going to address her as “Miss Arvizo,” “Mrs. Arvizo”? MR. MESEREAU: We would request that, Your Honor. THE COURT: The reason being, there’s so many documents, tapes and things, and I’m concerned about the confusion to the jury of the names. That’s all. MR. ZONEN: Whatever is the Court’s direction. THE COURT: I’ll allow you to address the issue with the witness in front of the jury, so that they understand that I’m not going to require that people address her as “Mrs. Jackson” in the trial“,  reflectionsonthedance.com/04-14-05_FINAL__Janet_Arvizo_.txt [/efn_note]

„[David Arvizo, Janet Arvizos Ex-Ehemann] beschrieb [Janet Arvizo] als „schizophren und wahnhaft“ und gab an, dass sie Stimmen höre. […] David fuhr fort, ihre Unzurechnungsfähigkeit damit zu begründen, dass sie das Baby „Michael Jackson“ nennen wollte. Er fragte: „Wenn sie eine so traumatische Erfahrung mit Michael Jackson gemacht hat, warum wollte Sie dann ständig an ihn erinnert werden?“ Er glaubt kein Wort von dem, was sie sagt, und weiß, dass sie die Kinder kontrolliert. Er ist überzeugt, dass Davellin und Star Todesangst vor ihr haben.

Scott Ross, 2004 über das Interview mit David Arvizo, dem Ex-Mann der Janet Arvizo. 141

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil Janet Arvizo „$100 000 für einen Buchvertrag nach dem Prozess angenommen hat“

„[David Arvizo] hat auch erfahren, dass Janet [Arvizo] einen Vorschuss von $100.000 für einen Buchvertrag nach dem Prozess angenommen hat.“

Scott Ross, 2004 über das Interview mit David Arvizo, dem Ex-Mann der Janet Arvizo. 142

„LaMere hat gehört, dass [Janet Arvizo] einen Vertrag mit „48 Hour“ [Anm.: einer TV-Sendung] und möglicherweise einen Buchvertrag abgeschlossen hat, war sich aber nicht sicher, woher diese Informationen stammen.“

Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Vernehmung vom 11.12.2004. 143

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil Gavin Arvizo im Gericht nicht mehr wusste „wann er gelogen hatte“

Michael Jackson war der Anklage nicht schuldig, weil das Opfer der Staatsanwälte Sneddon, Zonen und Auchincloss, namens Gavin Arvizo, auf Befragen nicht mehr wusste, wie oft er und seine Familie in Bezug auf Michael Jackson gelogen hatten oder wie oft eigentlich die Wahrheit gesagt worden war.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Was glaubst du, wie viele Lügen hast du erzählt?
Antwort Gavin Arvizo: „Ähm, ich denke, vielleicht so vier.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Vier Lügen?“ Antwort Gavin Arvizo: „Ja.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Wie viele Lügen, glaubst du, hat deine Mutter erzählt?“

Antwort Gavin Arvizo: „Vier oder fünf. Ich bin nicht… Ich meine…“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Vier oder fünf Lügen?“

Antwort Gavin Arvizo: „Ich habe nicht gezählt oder so.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ich frage nur, was deine Meinung ist. Wie viele Lügen, glaubst du, hat deine Schwester erzählt?“

Antwort Gavin Arvizo: „Eine oder zwei.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Und was meinst du, wie viele Lügen, hat [dein Bruder] Star erzählt?“

Gavin Arvizo Zeugenaussage am 14.03.2005. 144

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil „für Gavin Arvizo das alles nichts Besonderes war, nur ein weiterer Tag im Gericht“

Michael Jackson war der Anklage nicht schuldig, weil Gavin Arvizo in seiner Aussage vor Gericht mit seinen Anschuldigungen so unbeschwert umging, dass die Jury den Eindruck hatte,

„für [Gavin Arvizo] war das alles nichts Besonderes, einfach nur ein weiterer Tag im Gerichtssaal“.

Paulina Coccoz am 21.07.2017, als Mitglied der Jury im Prozess „Das Volk gegen Michael Jackson“ von 2005. 145

Gavin Arvizos „flacher, routinierter Tonfall“ im Gericht. Sein „Verhalten seltsam gestelzt“

„Das Seltsamste an der Aussage des Jungen [Anm.: Gavin Arvizo] war nach wie vor der flache, routinierte Tonfall, in dem er sprach. Er hätte auch davon sprechen können, was er zu Mittag gegessen hatte. […] Der Vortrag war seltsam gestelzt und das Verhalten des Jungen seltsam distanziert. Die einzige echte Emotion, die Gavin im Zeugenstand zeigte, kam, als er sich an seine nächsten sechs Besuche auf Neverland erinnerte und ihm jedes Mal gesagt wurde, dass Michael entweder nicht da oder nicht verfügbar sei. Es lag echter Schmerz und Wut in der Stimme des Jungen, als er beschrieb, wie er bei einer dieser Gelegenheiten Michael „anrempelte“, nachdem ihm gesagt worden war, der Star sei geschäftlich unterwegs. Gavin wurde auch lebhaft, als er den Geschworenen erzählte, dass Michael Neverland fast unmittelbar nach der Aufzeichnung des Interviews mit Martin Bashir verließ und erst zurückkehrte, als die Arvizos weg waren. Er habe nie wieder etwas von Michael gehört, sagte Gavin, bis die Bashir-Dokumentation in Großbritannien ausgestrahlt wurde.“

Randall Sullivan, Autor. 146

Gavin Arvizo „wütend auf Michael Jackson“, weil er sich „von ihm verlassen fühlte“. Vor dem 20.02.2002.

Ich hatte diesen Kinderankläger studiert, als er bei der direkten Befragung auf die Fragen des Staatsanwalts antwortete. […] Für mich war er ein dreizehnjähriger Junge „um die dreißig“. Meiner Meinung nach war dieser Zeuge clever, unehrlich, hinterlistig, kühl und hatte offensichtlich ein bestimmtes Ziel. Er hatte Schauspielunterricht genommen und schien es zu mögen, im Rampenlicht zu stehen. […] Ich glaubte, dass dieser Kinderankläger wütend auf Michael Jackson war, aber nicht, weil er jemals belästigt worden war. Ich bin davon überzeugt, dass er und seine Familie Berühmtheiten wie Chris Tucker, George Lopez und andere über den Tisch gezogen haben und dass seine Familie dachte, sie hätten im Lotto gewonnen, als sie Michael Jackson trafen. […] Ich war der Meinung, dass diese falschen Belästigungsbehauptungen begannen, als die Familie merkte, dass sie auf dem Weg nach draußen war. So schlau dieser dreizehnjährige Junge auch war, er war nicht schlau genug. […] In meinem Kreuzverhör habe ich viel Zeit damit verbracht, den Geschworenen zu zeigen, wer dieser Dreizehnjährige wirklich war. Das hätte ich nicht tun können, wenn ich ihn auf „Ja“ oder „Nein“ Antworten beschränkt hätte. Man erfährt nur, wer die Menschen wirklich sind, wenn sie reden und sich selbst offenbaren. Ich war der Meinung, dass die Selbstoffenbarung den Preis für die Aufgabe der Kontrolle über den Zeugen wert war. Ich wärmte diesen Zeugen für die Schlüsselfrage auf. Meine Fragen gingen ungefähr so:
„Du und deine Familie wollten in Neverland bleiben, richtig?“,“ Du wolltest mit Michael Jackson Ausflüge machen und hast es getan, richtig? „, “ Du bist mit Michael Jackson auf Vergnügungsfahrten gegangen, nicht wahr?“, „Michael Jackson hat dich mit Leuten bekannt gemacht, von denen du nur träumen konntest, sie zu treffen, richtig?“, „Und irgendwann wurdest du sehr wütend auf Michael Jackson, nicht wahr? Warum?“
Dieser Kinderankläger begann daraufhin zu erzählen, dass Michael ihn und seine Familie im Stich gelassen hatte. Er erwähnte nie etwas über Kindesmissbrauch!

Rechtsanwalt Thomas Mesereau 2007 am über Gavin Arvizo. 147

Gavin Arvizo: „Ich sage ja nur —Wenn ich doch einen Freund habe wie Michael […] und wenn mein Freund sagt, er ist nicht da und er ist nicht in Neverland […] und ich sehe ihn dann, wie er dort herumläuft, sehe sein Auto, das er nur fährt, wenn er in Neverland ist, da fühlte ich mein Herz zerbrechen […] Er sagte mir, dass er nicht da war, obwohl er auf der Ranch war. Das machte mich sehr traurig […]“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Und du fühltest irgendwie, dass Michael die Freundschaft beendet hatte, richtig?“
Gavin Arvizo: „Ja.“
Gavin Arvizo: „Du fühltest dich von ihm verlassen, richtig?“
Antwort von Gavin Arvizo: „Ja.“ […]
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: “Lange bevor du das Video zur Gegendarstellung [Anm.: am 20.02.2003] machtest, hattest du unzählige Karten und Briefe an Michael Jackson geschrieben, in denen du ihn als deinen Vater bezeichnetest, richtig?“
Antwort von Gavin Arvizo: „Ja. Weil ich ihn vermisste. Ich wollte wissen, was passiert ist, warum er nicht mehr länger anrief.“

Gavin Arvizo Zeugenaussage am 10.03.2005. 148

„Einer der wichtigsten Momente in diesem Prozess […] [Gavin Arvizo] ist im Zeugenstand. Er beschreibt die angeblichen sexuellen Berührungen, die angebliche Belästigung. Man konnte überhaupt keine Emotionen gesehen. Wann haben Sie ihn wirklich wütend werden sehen? Als er darüber sprach, dass Michael Jackson seine Familie im Stich gelassen hat. Können Sie sich daran erinnern? Erinnern Sie sich an die Emotionen, die Wut? Erinnern Sie sich, wie er reagiert hat? Das kann man nicht in einem Protokoll nachlesen. Das muss man selbst gesehen haben. Er war wütend, weil er das Gefühl hatte, dass Michael Jackson seine Familie im Stich gelassen hatte. [Die Arvizos] waren nicht Teil seiner Welt. Und [Gavin Arvizo] wollte Teil seiner Welt sein. Das war klar. Keine Emotionen wegen der angeblichen Berührungen. Eine Menge Emotionen über „Warum hat Michael uns das angetan?“ Das geschah im Kreuzverhör. Und das fasst diesen Fall zusammen, wenn es um Gavin Arvizo geht.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 149

Verlassenheitsgefühle wie jene von Gavin Arvizo erinnern an die von Evan Chandler. Auch der Drehbuchschreiber hatte sich darüber beschwert, dass Michael Jackson 1993 für ihn nicht mehr zur Verfügung gestanden hatte. Nicht lange danach beschuldigte Chandler Jackson des Kindesmissbrauchs.

„Ich hatte gute Gespräche mit Michael. […] Wir waren Freunde, weißt du. Ich mochte ihn. […] Ich respektierte ihn und alles andere für das, was er ist, weißt du. Es gab keinen Grund, warum er aufgehört hatte, mich anzurufen. Er hätte mich anrufen können. […] Ich […] habe mit Michael gesprochen und ihm genau gesagt, was ich von dieser ganzen Beziehung will, was ich will. […]“

Evan Chandler am 08.07.1993. 150

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil es für die Jury „offensichtlich war, dass kein Missbrauch passiert war“

Niemand in der der Jury glaubte den Anklagen, die Janet, Gavin, Star und Davellin Arvizo gegen Michael Jackson erhoben hatten.

Es war ziemlich offensichtlich, dass es auf Seiten der Familie niedere Beweggründe gab. Und die Mutter hat das Ganze inszeniert… das ist meine Meinung. Aber es gab nicht den geringsten Beweis, der uns hätte zeigen können, dass ein Schuldspruch gerechtfertigt wäre.

Paulina Coccoz am 21.07.2017, als Mitglied der Jury im Prozess „Das Volk gegen Michael Jackson“ von 2005. 151

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil „Der Prozess von umstrittenen richterlichen Entscheidungen geprägt war“

Der Prozess war von umstrittenen richterlichen Entscheidungen geprägt. […] Während der Beweisführung der Staatsanwaltschaft gestattete das Gericht den Staatsanwälten, ein polizeiliches Vernehmungsband des angeblichen Opfers abzuspielen. Natürlich handelte es sich dabei um Hörensagen. Die Begründung für die Zulässigkeit war, dass ich das Verhalten des mutmaßlichen Opfers in Frage gestellt hatte und das Band zur Widerlegung relevant war.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 01.07.2009. 152

„Die Verhandlung war von umstrittenen richterlichen Entscheidungen geprägt. So ließ der Richter beispielsweise Folgendes zu: Der Staatsanwaltschaft wurde gestattet, ihren Fall mit der Vorführung eines skurrilen, verzerrten britischen Dokumentarfilms zu beginnen, in dem behauptet wurde, Michael sei ein Pädophiler. Die Staatsanwaltschaft behauptete, dies sei ein Beweis für ein „Motiv“.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 01.07.2009. 153

„Dieser Richter hat meiner Meinung nach vor den Geschworenen Beweise zugelassen, die nichts mit dem Fall zu tun haben. Und die einzige Absicht, die ich erkennen kann, ist, die Geschworenen damit aufzuwiegeln und sie zu beeinflussen. […] Der Richter hätte dieses Band [Anm.: Den Film des Martin Bashir „Living with Michael Jackson“] niemals zu diesem Zeitpunkt zulassen dürfen, und wenn er den Fehler macht, es zuzulassen, was meiner Meinung nach ein Fehler war, dann sollte er Herrn Mesereau erlauben, diesen Zeugen ins Kreuzverhör zu nehmen. Diese Einsprüche des Anwalts, der Herrn Bashir vertritt, sind meiner Meinung nach nicht gut aufgenommen und dienen dem Zweck, Bashir von der Beantwortung von Fragen abzuschirmen.“

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 154

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil der „Gerichtssaal aufheulte“, als Janet Arvizo behauptete, Jackson hätte sie im Heißluftballon entführen wollen

Michael Jackson ist der Anklage nicht schuldig, weil Janet Arvizo behauptete, er habe sie und ihre drei Kinder „verschwinden lassen wollen“. Janet Arvizo behauptete unter Eid im Zeugenstand, Michael Jackson habe ihre Kinder „verschwinden lassen wollen“. In einem Heißluftballon.

„Der Gerichtssaal heulte auf. Richter Melville knallte seinen Hammer. Das war die Krönung einer verheerenden Aussage […] Jedermann wusste, dass die Jury Sneddons Anklage nicht abkaufen würde. Jeder, außer Sneddon.“

Roger Friedman, Journalist und Prozessbeobachter am 18.04.2005. 155, 156,

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil im Zeugenstand Gavin Arvizos „Aufführung miserabel“ war

Der 15-jährige Ankläger Gavin Arvizo, der Michael Jackson des sexuellen Missbrauchs beschuldigte, war für niemandem im Gerichtssaal glaubwürdig. Gavin Arvizo, dessen Zeugenaussage von Prozessbeobachtern als „Aufführung“ beschrieben wurde.“

„[Weil Gavin Arvizos] Aufführung so miserabel ist, dass sogar Richter Melville aufwacht. Melville, der bis dahin selten anders aussah als schmerzerfüllt, offensichtlich die verlorene Würde der juristischen Profession betrauernd. Aber während [Gavins] Kreuzverhör zeigt sich plötzlich Melvilles Ungeduld mit der Staatsanwaltschaft. Gewöhnlich dauert es zehn stille Sekunden, bevor er über einen Einspruch entscheidet, aber nach einigen Stunden über diesen  Zeugen wird sein Zeigefinger äußerst nervös, zerschlägt umgehend jeden von Sneddons gelegentlichem Einspruch, sogar die begründeten. An einer Stelle befragt Mesereau den Jungen über seine Geschichtslehrerin:
“Sie behauptet, dass du zu allen Gelegenheiten aufsässig wärst und respektlos, ist das korrekt?“ Sogar ich (Anm.: Autor Matt Taibbi) erwarte einen Einspruch dazu; Mesereau fragt und antwortet gleichzeitig.
„Euer Ehren, Einspruch“, sagt Sneddon. „Gefragt und geantw …“
„Abgelehnt“, schnappt Melville, den Blick auf den Jungen geheftet.
„Du sollst antworten.““

Matt Taibbi, Journalist und Prozessbeobachter. 157

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil „die Blamage“ von Staatsanwalt Sneddon im Gerichtssaal vollkommen ist

Michael Jackson war der Anklage nicht schuldig, weil am Ende von Gavin Arvizos Auftritt im Zeugenstand, Staatsanwalt Thomas Sneddon

„so weit in seinem Stuhl versunken war, dass seine Schultern beinahe unter den Armlehnen sind. Seine Blamage ist vollkommen, als Mesereau den Jungen fragt, ob es wahr wäre, dass er Schauspieler werden wollte.
„Ja“, sagt er, „aber jetzt, da ich so viele verschiedene andere Karrieren gesehen habe, möchte ich in den Gesetzesvollzug gehen.“

Matt Taibbi. 158, 159

Michael Jackson nicht schuldig im Sinne der Anklage, weil Staatsanwalt Sneddons „Verbissenheit seinem Urteilsvermögen in die Quere kommt“

Michael Jackson war der Anklage nicht schuldig, weil Staatsanwalt Sneddon, den Jugendlichen Gavin Arvizo als seine Trumpfkarte präsentierte. Aber bevor er die Anklage erhoben hatte, fällte ein Richter ein Urteil über den Staatsanwalt:

„Diejenigen, die mit Sneddon zusammengearbeitet haben, sagen, er sei unnachgiebig und hart, vor allem, wenn er sich eine Meinung zu einem Fall gebildet hat – manchmal bis zur Selbstüberschätzung. ‚Es gab und gibt Zeiten, in denen seine Verbissenheit seinem Urteilsvermögen in die Quere kommt und er einen Schritt zurücktreten muss. Das ist für Tom wohl schwieriger als für andere Leute‘, sagte Slater. ‚Er kann ein ziemlich harter Brocken sein.'“

Richter am Obersten Gerichtshof James Slater am 21.11.2003. 160

2005.06.02.: Das Schlussplädoyer von Staatsanwalt Ron Zonen. Und man weiß, dass der Staatsanwalt „in Schwierigkeiten steckt.“

„In dem Fall geht es um eine Frau, die versucht, ihre Kinder vor einer Ansammlung von überbezahlten Angestellten zu schützen, die alle entschlossen sind, auf ihre Kosten und die ihrer Kinder zu profitieren. […] Janet Arvizo hat nie auch nur einen Penny von Michael Jackson verlangt […] Und Janet Arvizo hat klar erkannt, dass sie nicht unbedingt die glaubwürdigste Person ist. […] Und nachts betraten sie die Welt des Verbotenen. […] „Der Löwe in der Serengeti jagt nicht die stärkste Antilope. Der Löwe in der Serengeti jagt die schwächste Antilope.“ Alle Raubtiere jagen den Schwächsten, nicht den Stärksten. […] Sie waren dabei, diese Familie auszulöschen. Erinnern Sie sich an den Film, der vor ein paar Jahren herauskam und in dem unser Präsident die Hauptrolle spielte? Sie haben diese Familie ausgelöscht.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 161

„Ich habe darüber nachgedacht, das Schlussplädoyer im Schlafanzug zu halten. Das hätte ein Statement abgegeben. Aber ich wurde überstimmt … und ich besitze nichts aus Seide.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 09.12.2005 im Interview mit Louise Palanker. 162

2005.06.02.: Michael Jackson „Wir sind eine Familie. Liebe ist wichtig“ . Wenn der Staatsanwalt so falsch liegt, dass es schmerzt…

„Michael Jackson sagte: „Wir sind eine Familie. Ich bin deine Familie. Ich werde mich um dich kümmern. Ich werde dich beschützen. Ihr müsst glauben, dass ich eure Familie bin.“ Haben Sie das schon einmal von anderen Zeugen gehört? Ist es nicht so, dass praktisch alle Zeugen des Falles von 1993, die in irgendeiner Weise mit Michael Jackson zu tun hatten, ob es die Familie Barnes war oder die andere Familie, die Familie Robson, oder die Familie Chandler, praktisch alle diese Zeugen das Gleiche sagten? Michael Jackson hat immer wieder betont: „Wir sind eine Familie. Ich bin dein Vater. Wir sind eine Familie. Ihr müsst mir vertrauen.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 163

„Ich habe eine wichtige Botschaft zu überbringen. Es ist wichtig.
Ich liebe euch alle und wir sind eine Familie. Das solltet ihr wissen. Wir sind eine Familie. Bringt die Liebe zurück in die Welt. Erinnert die Welt daran, dass Liebe wichtig ist. Liebe ist wichtig. Liebt euch gegenseitig. Wir sind alle eins.“

Michael Jackson im Juni 2009. Während der Konzertproben zu seinen Mitarbeitern. 164
Michael Jackson We are family Wir sind eine Familie Liebe ist wichtig This is it 2009

Bild: „Ich liebe euch alle und wir sind eine Familie. Wir sind eine Familie. Bringt die Liebe zurück in die Welt. Liebe ist wichtig. Liebt euch gegenseitig. Wir sind alle eins.“
Michael Jackson in einer Ansprache an seine Mitarbeiter, 2009.

Staatsanwalt Ron Zonens Schlussplädoyer dauerte über 3 Stunden. Einen nicht unerheblichen Teil seiner Argumentation richtete er gegen Michael Jacksons Verteidiger Rechtsanwalt Thomas Mesereau.

„Meine Damen und Herren, ich habe gerade gehört, wie ein Staatsanwalt aufstand und sein Schlussplädoyer mit einem Angriff auf mich begann. Und wann immer ein Staatsanwalt das tut, wissen Sie, dass er in Schwierigkeiten steckt. […]
Dies ist kein Popularitätswettstreit zwischen Anwälten. Es geht in diesem Fall um das Leben, die Zukunft, die Freiheit und den Ruf von Michael Jackson. Das liegt nun in Ihren Händen. Und die Frage, die vor Ihnen liegt, ist ganz einfach. Glauben Sie den Arvizos über jeden begründeten Zweifel hinweg, oder nicht?“
„[…] Die Zeugen sind grotesk. Der Meineid ist allgegenwärtig. Die Behauptungen sind absurd. Nichts davon funktioniert. Das Einzige, was ihnen bleibt, ist, mit Dreck um sich zu werfen, um zu sehen, ob etwas hängen bleibt.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 165

Staatsanwalt Ron Zonen appelierte in seinem Schlussplädoyer wiederholt an den „gesunden Menschenverstand“ der Jury. Und die Jury erklärte Michael Jackson für „Nicht Schuldig“.

2005.06.12.: Die „realitätsfernen“ Staatsanwälte feiern vor Urteilsverkündung eine Party. (In einem Prozess, in dem es um Kindesmissbrauch gegangen sein soll?)

Die Staatsanwälte waren derart realitätsfern, dass sie am Vorabend der Urteilsverkündung eine Freudenfeier für sich veranstalteten. In einem öffentlichen Restaurant. Eine Frau, die ich kannte, war auf sie gestoßen und rief mich sofort an. Am 10. Juni 2005 schrieb ich Folgendes:
Die Staatsanwälte in Michael Jacksons Gerichtsverfahren wegen Kindesmissbrauchs und Verschwörung glauben offenbar, dass sie ihren Fall bereits gewonnen haben. Am Mittwochabend [8. Juni] feierten sie alle – Staatsanwalt Tom Sneddon, Ron Zonen, Gordon Auchincloss, ihre Ehefrauen und Familien – im Restaurant Hitching Post in Casmalia. Das Hitching Post, verwandt mit dem Restaurant in Buellton aus dem Film „Sideways“, gilt als das beste Restaurant im Großraum Santa Maria. Sneddon war so fröhlich, dass er sogar die prominente Kriminalreporterin Aphrodite Jones umarmte. Sie erzählte mir, dass er sich in Jubelstimmung befand und von allen Anwesenden am aufgeschlossensten war. Ein Beobachter sagte: „Diese Gruppe war einfach glücklich. Es herrschte definitiv eine feierliche Stimmung.“ Das Team des Staatsanwalts wurde zunächst beim Feiern an der Bar gesichtet und zog sich dann in einen privaten Speisesaal hinter der Bar zurück, der keine Tür hat. „Man konnte sie lachen und sich amüsieren hören“, so eine Quelle.
Auf der Veranstaltung, die man nur als Party bezeichnen kann, waren auch mehrere der mit dem Fall befassten Ermittler anwesend, darunter Sergeant Steve Robel und Jeff Klapakis. Von Verteidiger Tom Mesereau, der sich seit Beginn der Beratungen der Geschworenen vor einer Woche zurückgezogen hatte, war dagegen wenig zu sehen. Vor zwei Wochen hatte die Verteidigung eine Pause eingelegt. Es würde noch fünf weitere Tage dauern, bis die Geschworenen ihr beeindruckendes Urteil verkünden würden, welches Sneddons gesamten Fall zurückweisen würde. Aber da standen sie nun, voller Selbstüberschätzung und waren sich sicher, dass sie sich durchgesetzt hatten. In gewisser Weise hatten sie das auch. Tom Sneddon hat im Grunde Michael Jackson umgebracht. Wenn Sneddon wirklich objektiv gewesen wäre und die Arvizos richtig untersucht hätte, wäre der Fall nicht vor Gericht gekommen. Aber er machte vom ersten Tag an einen Zirkus daraus, indem er eine überraschende Razzia in Neverland veranstaltete und sich mit der Boulevardreporterin Diane Dimond verschwor (deren gesamte Karriere auf ihrer Besessenheit aufbaut, Jacksons zähnefletschender Feind zu sein), um daraus einen großen Medienrummel zu machen. Nichts wurde nach dem Protokoll erledigt. Es wurde alles getan, um Michael Jackson zu ruinieren, und es hat funktioniert. […] Die Geschworenen des Prozesses dachten, dass, sobald sie Michael freigesprochen hätten, sich die massiven goldenen Tore von Neverland öffnen würden und Jackson jedem einzelnen von ihnen danken würde. Sie lagen so falsch. Die Tore schnappten zu. Jackson wurde nie wieder in der Stadt Los Olivos gesehen. Zwei Wochen später waren er und seine Kinder verschwunden, womit eine vierjährige Obdachlosigkeit begann, die mit dem Tod enden sollte. Neverland wurde still. Anders als bei den Staatsanwälten gab es keine Feierlichkeiten zu diesem bitteren Sieg.

Roger Friedman, Journalist und Prozessbeobachter am 12.06.2015. 166

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ich konnte sehen, dass Sneddon glaubte, er würde den Fall gewinnen, weil die Medien berichteten, er würde den Fall gewinnen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau in Randall Sullivan. 167

„Motiviert durch die monatelange zukünftige Sendezeit und die vielen Geschichten, die es über den Aufstieg und Fall von Michael Jackson zu erzählen gab, versuchten die hellseherischen Medien, eine Verurteilung zu erreichen. Während der Woche, in der die Geschworenen berieten, zeigten zahlreiche Fernsehsender Bilder von der Gefängniszelle, in der sie Jackson erwarteten. Da die Berichterstattung größtenteils zugunsten der Staatsanwaltschaft ausfiel, begannen die Staatsanwälte [Sneddon, Zonen und Auchincloss zu glauben, dass sie gut abschneiden würden. Das war aber nicht der Fall. Während der Beratungen der Geschworenen veranstalteten die Staatsanwälte und Sheriffs am Samstagabend eine Siegesfeier in einer örtlichen Gaststätte. Am darauffolgenden Montag sprachen die Geschworenen den Angeklagten in vierzehn Fällen für nicht schuldig (in zehn Fällen handelte es sich um ein Verbrechen und in vier Fällen um ein geringeres Vergehen). […] Klienten aus der Unterhaltungsbranche glauben verständlicherweise, dass es eine direkte Verbindung zwischen Medienerfolg und Geschicklichkeit im Gerichtssaal gibt. Aber ihre Hollywood-Sicht auf den Gerichtssaal ist unrealistisch. […] Der Ausgang dieser Fälle wird jedoch nie von den Medien entschieden. Diese Fälle werden letztlich im Gerichtssaal gewonnen oder verloren. Das wichtigste Publikum ist eine Gruppe von dreizehn Personen – ein Richter und zwölf Geschworene.“

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt und Verteidiger von Michael Jackson, 2008. 168

2005.06.13. – Das Urteil der Jury über die Anklage gegen Michael Jackson: Nicht Schuldig aller 14 Anklagepunkte

„Wenn Sie sich daran erinnern, stand am Tag der Urteilsverkündung der Times Square still. In jeder Hauptstadt der Welt hielten die Menschen inne, um zu erfahren, wie das Urteil ausfallen würde – es war ein riesiger Fall.“

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt am 22.12.2019. 169

Michael Jackson ertrug fünf Monate diese Anklage. Am 13. Juni 2002 sprach die Jury ihn von allen 14 Anklagepunkten der Staatsanwälte Thomas Sneddon, Ron Zonen und Gordon Auchincloss frei. Von allen. Michael Jackson war der ihm und der Öffentlichkeit vorgeworfenen Anklage von 2003 nicht schuldig.

Michael Jackson Anklage Nicht Schuldig Not Guilty Tom Sneddon Ron Zonen

Bild: Bezirksstaatsanwalt Thomas Walter Sneddon Jr. und Staatsanwalt Ron Zonen nachdem sie am 13. Juni 2005 den Prozess des Jahrhunderts verloren hatten. Quelle

„Wir, die Geschworenen, die wir das Gewicht der Augen der Welt auf uns ruhen spüren, haben alle Zeugenaussagen, Beweise und Verfahrensvorschriften, die seit dem 31. Januar 2005 diesem Gericht vorgelegt wurden, gründlich und akribisch studiert. Wir haben die Anweisungen für die Geschworenen befolgt und sind zu unseren Urteilen gekommen. Wir hoffen, dass dieser Fall ein Beweis für den Glauben an die Integrität und Wahrheit unseres Justizsystems ist.“

Die Erklärung vom 13.05.2005 der 12 Geschworenen im Prozess gegen Michael Joe Jackson.

„[…] Es ist sehr traurig, denn ein guter Ruf ist Gold wert, und einen guten Ruf kann man nicht mit Geld aufwiegen. [Dieses Urteils] kam einer vollständigen Entlastung am nächsten, die man im amerikanischen Justizsystem finden kann: 14 „Nicht schuldig“, 10 Verbrechen und vier geringfügige Vergehen. Das heißt, sie haben ihn nicht einmal wegen einer Ordnungswidrigkeit verurteilt. Es gibt also im amerikanischen Justizsystem keine stärkere Unschuldserklärung als die, die [Michael Jackson] erhalten hat. Es ist sehr traurig, dass viele Leute sich weigern, die Beweise oder den Mangel an Beweisen zu bedenken, anstatt diese Geschworenenurteile zu berücksichtigen. Dies war ein sehr verurteilungsorientierter Teil Kaliforniens, in dem die Verurteilungsquote überwältigend hoch ist. Die Geschworenen sind sehr konservativ, viele von ihnen kommen vom benachbarten Luftwaffenstützpunkt, und sie haben 14 -mal auf „nicht schuldig“ erkannt.“

Thomas Mesereau im Oktober 2012. 170

Staatsanwalt Ron Zonen greift Jury an, nachdem er Prozess verloren hatte: „Keine gebildete, versierte Jury, wie ich es gewohnt bin.

„Ron Zonen beschrieb die Jackson-Jury als minderwertiger als die, mit denen er normalerweise in Santa Barbara County zu tun hat. Die Länge des Prozesses bedeutete, dass diejenigen, die ein erfülltes Leben führten, Menschen mit wichtigen Jobs und solche, die Unternehmen führten, nicht die erwarteten sechs Monate Zeit aufbringen konnten. „Wir hatten es also mit Arbeitslosen, Unterbeschäftigten und Rentnern zu tun“, äußerte Zonen. „Es war sicherlich keine Jury, die so gebildet oder versiert war, wie ich es gewohnt bin.“ Mesereau warf Zonen vor, die Geschworenen als „Idioten“ zu bezeichnen, und erwiderte, dass unter den Geschworenen ein Bauingenieur, ein Mann mit einem Master-Abschluss in Mathematik und ein pensionierter Schuldirektor waren. „Ich hielt es für eine sehr intelligente Jury“, sagte Mesereau. „Sie haben gut aufgepasst, sich hervorragende Notizen gemacht und fast neun Tage lang beraten.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau in Randall Sullivan. 171

Arrogante Staatsanwälte mit ausgeprägtem Ego existieren.

„Der Angeklagte ist nicht schuldig, aber jemand in diesem Gerichtssaal ist es“

Michael Jackson wurde am 13. Juni 2005 von allen Anklagen freigesprochen. Doch die Welt hörte nie wieder Michael Jacksons Gesang. Es war, als ob Sneddon „die Nachtigall gestört“ hatte. Der Titel dieses berühmten Buches „Wer die Nachtigall stört“ wird nur in der deutschen Übersetzung so genannt.
In Amerika geht es darum, die Nachtigall umzubringen. 172

„Der Angeklagte ist nicht schuldig, aber jemand in diesem Gerichtssaal ist es.“

Atticus Finch, der Verteidiger in der Verfilmung von „Wer die Nachtigall stört“. 173

Das obige Zitat stammt von Rechtsanwalt Atticus Finch 1962 in „Wer die Nachtigall stört“. Das war ein Lieblingsfilm des Michael Jackson. 174
1962 spielte Gregory Peck in der Verfilmung des Buches „Wer die Nachtigall stört“ die Rolle des Verteidigers. Gregory Peck und Michael Jackson waren seit den 1980ern befreundet. Michael Jacksons Album „Die Ultimative Collection“ von 2004 enthält seine Danksagung an Gregory Peck:

„ … dein adoptierter Sohn.“

Michael Jackson an Gregory Peck, 2004.

„Wer die Nachtigall stört“ oder „To kill a Mockingbird“ ist eine Geschichte über falsche Anschuldigungen, über Vorurteile, über Rassismus. Sie spielt in einem amerikanischen Gerichtssaal.
Im Film „Wer die Nachtigall“ erschießt im Laufe der Handlung der Strafverteidiger Atticus Finch einen tollwütigen Hund. Der tollwütige Hund ist ein Symbol für blinde Wut und für Rassismus. Ein tollwütiger Hund ist ein „Mad Dog“.
Der Staatsanwalt Thomas Sneddon wurde von seinen eigenen Kollegen „Mad Dog“ genannt. Michael Jackson sang 1995 einen zornigen Song über den „Mad Dog“. Zum Ende seines Liedes hört man einen Rhythmus, der einem kläffenden Hund, einem „Mad Dog“ ähnlich ist.
Michael Jackson lässt seinen Song „D.S.“ 1995 mit einem Schuss enden.

Mit einem solchen Schuss bringt Strafverteidiger Atticus Finch den „Mad Dog“, den tollwütigen Hund in „Wer die Nachtigall stört“ zur Strecke. Dieser „Mad Dog“ als das Symbol für Rassismus und blinde Wut.

Michael JAckson To Kill a Mockingbird Wer die Nachtigall stört Mad Dog Atticus finch Gregory Peck

Bild: Anwalt Atticus Finch (Gregory Peck) 1962 in „To Kill A Mockingbird“, Universal Pictures Germany, DVD

Michael Jacksons Strafverteidiger ab 2003 namens Thomas Mesereau brachte auch den „Mad Dog“ Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon 2005 im Gerichtssaal zur Strecke.
Michael Jackson führte 1996 seinen ärgerlichen Song über den „D.S.“, den D.A. Thomas Sneddon live auf und beendete seine Performance mit einem Schuss. Jackson richtet die „imaginäre“ Waffe allerdings gegen sich selbst.

Michael Jackson D.S. History Tour Korea

Bild: Michael Jackson über den D.S. Tom Sneddon auf der HIStory-Welttournee Quelle:

Lieblingsfilm von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „To Kill a Mockingbird“

„Welchen Anwalts-Film mögen Sie am liebsten?“
„To kill a Mockingbird.“

Der Strafverteidiger des Michael Jackson, Thomas Mesereau. 175

Lieblingsfilm von Michael Jackson: „To Kill a Mockingbird“

„Ich bin verrückt nach „To Kill a Mockingbird“. […] Es handelt vom Rassismus im Süden. Es geht um einen Mann, der vor Gericht gestellt wird, weil er eine weiße Frau vergewaltigt haben soll. […] Mann, dieser Film wird dich fertigmachen. Ich liebe ihn so sehr. Er ist definitiv einer der besten Filme. Ich wünschte, ich hätte ihn gedreht. Oh Gott, er ist so gut.“

Michael Jackson im Jahr 2000. 176

Für die Medien endete die Anklage gegen Michael Jackson nicht mit seinem Freispruch am 13.06.2005. Für die Meiden endete sie noch nicht einmal vier Jahre später, als man ihn endgültig für tot erklärte.

„Michael Jackson war einer der nettesten, liebenswürdigsten Menschen, die ich je getroffen habe. Er glaubte wirklich daran, dass er eindeutig dazu berufen war, eine bessere Welt zu schaffen. Er hoffte, dies durch Musik, Kunst, Liebe und gute Taten zu erreichen.“

Thomas Mesereau. 177

„… bedenke, es ist eine Sünde, eine Nachtigall zu töten. […]„Nachtigallen erfreuen uns Menschen mit ihrem Gesang. Sie tun nichts Böses […] Sie singen sich nur für uns das Herz aus der Brust.“

Atticus Finch. 178

Michael Jackson, ein Beschützer der Kinder. Und nicht ihr Feind

Es bereitete [Michael Jackson] große Freude, Kinder glücklich zu sehen. Michael hielt sich nicht gerne in Clubs oder auf Prominentenpartys auf. Er reiste um die Welt, um auf die Not der Kinder in der Welt aufmerksam zu machen. Viele Jahre lang gab er nur Konzerte, wenn er ein Kinderkrankenhaus besuchte. Er spendete viele Millionen Dollar für diese Zwecke. Er war sehr menschenfreundlich. Der berühmteste Star der Welt zu sein, brachte Vorteile und Belastungen mit sich. Er zog eine Borniertheit nach der anderen an und wurde zum Opfer von Betrügern und Scharlatanen. Michael litt unter Isolation und Einsamkeit. Aber er hinterließ ein großes Vermächtnis und veränderte die Welt für immer.
War Michael Ihrer Einschätzung nach einfach ein komplexerer Mensch, als die meisten Menschen begreifen können?
Man kann nicht das größte Musikgenie der Welt sein, wenn man nicht eine gewisse Komplexität besitzt. Genies fühlen intuitiv und nehmen Kräfte und Rhythmen wahr, die dem Rest von uns entgehen. Seine wehmütigen, idealistischen Visionen kollidierten oft mit dem grausamen Planeten, den er bewohnte. Ich lernte ihn in der schlimmsten Zeit seines Lebens kennen.

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, im Dezember 2009 über Michael Jackson. 179

„[Michael Jackson] hatte wirklich emotionale Probleme. Er hatte Probleme mit dem Essen und mit dem Schlafen. Michael war emotional nicht für diese Art von Prozess geschaffen. Monat für Monat in einem Gerichtssaal zu sitzen und sich diesen ganzen Unsinn anzuhören. Zu wissen, dass dein Leben und deine Freiheit auf dem Spiel stehen. Das war emotional gesehen ein sehr harter Prozess für ihn.“

Thomas Mesereau, Verteidiger von Michael Jackson am 18.06.2005. 180

„Die 14 Freisprüche waren gleichbedeutend mit einer vollständigen juristischen Rechtfertigung. Nichtsdestotrotz schreibe ich dies mit schwerem Herzen. Michael war einer der freundlichsten und nettesten Menschen, die ich je getroffen habe. Sein sehnsüchtiger Wunsch, die Welt mit Liebe, Musik und Kunst zu heilen, kollidierte auf schreckliche Weise mit der barbarischen Art und Weise, wie er ausgebeutet wurde. Die Welt ist seinetwegen ein viel besserer Ort.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 01.07.2009. 181

Ich habe bewiesen, dass Michael Jackson ein Beschützer der Kinder ist und nicht ihr Feind.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau 2007. 182


Ähnliche Artikel:

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Quellen

  1. Schriftliche Antragsbegründung der Staatsanwaltschaft vom 17.11.2003 zum Erlass des Durchsuchungsbefehls von Neverland für die Razzia am 18.11.2003., Dokument: 111703stmtpc.pdf: „The mere fact of forty-five-year-old Jackson’s three-year-long interest in the adolescent Gavin is corroborating in itself; it would strike a reasonable person as grossly abnormal.
  2. reflectionsonthedance.com, themichaeljacksonallegations.com
  3. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „And because of a miracle, today Gavin is alive and his cancer is in remission and he’s a freshman in high school. And he’s an active member of a Navy Explorer unit and has gone through a boot camp in 2003 in Virginia. And he played football on his freshman high school football team this year.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt, reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  4. Frank Cascio. My Friend Michael (S.245): „The next year, 2001, Michael had been busy with Invincible, and as a result, he had kept his distance from the Arvizo family. When we were working on the album in New York, Gavin went to considerable lengths to reach Michael, calling me, calling security, and persisting until Michael finally took the call. We put the phone on speaker, and as Michael and Gavin talked, we could hear the mother whispering in the background. “Tell him we want to see him,” she hissed. “Say ‘You’re our family. We miss our daddy.’” Gavin parroted back the lines his mother fed him. At the time I reiterated my anxieties about the Arvizos, telling Michael in no uncertain terms, “I don’t want to have anything to do with this family.” Michael agreed with me but felt bad for Gavin and his siblings. “Be nice,” he responded with a dismissive wave of his hand. “It’s so sad. Parents ruin everything. Poor Gavin’s an innocent kid.” HarperCollins. Kindle-Version.
  5. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „Now, the defendant had had — at this point in time, in the fall of 2002, had had little or no contact with the Arvizo family for a long period of time. Even though the kids had visited the ranch with Chris Tucker during the summer, the defendant wasn’t there. Now, what happened was that after the filming, defendant left the ranch immediately. The children stayed around that night and then were taken home early the next morning. Between the time of the filming of that video and the time of the Martin Bashir video, there was no contact between the defendant and the family. Not a single phone call.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  6. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Larry King Interview am 14.06.2005, CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial: „Well, first of all, they never thoroughly investigated the accusers and the accuser’s family, in my opinion. And if you look at the early interviews with the accusers, you’ll see the police basically accepting their story before they even investigated who they are. It was really us that found all the problems with these witnesses, what their history, with their backgrounds. The prosecution almost turned a blind eye to what was really going on. And I think even in the middle of the trial, they were trying to deny reality, and it caught up with them.„, http://edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html
  7. ABC News, Nachrichtendienst, Does Memo Suggest DA Vendetta Against Jackson?, Yelling, Jessica für Good Morning America. 2004.04.29.: „A memo that bears Sneddon’s name and is dated last November says Sneddon personally investigated aspects of the case against Jackson. Jackson defense sources told ABCNEWS that Sneddon took on parts of the investigation that are almost always handled by police investigators or junior prosecutors. According to the memo, Sneddon drove to Los Angeles and met alone with the mother of Jackson’s alleged victim in a parking lot behind a federal building. The memo says that Sneddon took pictures of the office of a private investigator who worked for Jackson. Sneddon, the memo claims, handled all these matters by himself, without the presence of a law enforcement officer or an investigator. Sources close to Jackson told ABCNEWS that Sneddon also executed his own stakeouts. In addition, a Santa Barbara County police report says that Sneddon met alone with Jackson’s alleged victim’s mother on another occasion.“https://abcnews.go.com/Entertainment/story?id=116524&page=1
  8. ABC News, Nachrichtendienst, Does Memo Suggest DA Vendetta Against Jackson?, Yelling, Jessica für Good Morning America. 2004.04.29.: „[…] According to the memo, Sneddon drove to Los Angeles and met alone with the mother of Jackson’s alleged victim in a parking lot behind a federal building. […. Sneddon, the memo claims, handled all these matters by himself, without the presence of a law enforcement officer or an investigator. Sources close to Jackson told ABCNEWS that Sneddon also executed his own stakeouts. In addition, a Santa Barbara County police report says that Sneddon met alone with Jackson’s alleged victim’s mother on another occasion.“https://abcnews.go.com/Entertainment/story?id=116524&page=1
  9. ABC News, Nachrichtendienst, Does Memo Suggest DA Vendetta Against Jackson?, Yelling, Jessica für Good Morning America. 2004.04.29.: „[…] The memo says that Sneddon took pictures of the office of a private investigator who worked for Jackson. Sneddon, the memo claims, handled all these matters by himself, without the presence of a law enforcement officer or an investigator. Sources close to Jackson told ABCNEWS that Sneddon also executed his own stakeouts. […]“,  https://abcnews.go.com/Entertainment/story?id=116524&page=1
  10. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  11. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Larry King Interview am 14.06.2005, CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial: „CALLER: Hello, Larry. I’d like to ask Mr. Mesereau if there’s a possibility that a malicious prosecution case be filed against the D.A.’s office of Santa Barbara and Mr. Tom Sneddon? MESEREAU: I think it would be warranted but I have not discussed it with Michael Jackson. We just got the verdict, you know, recently. He’s now recovering. Nobody has really discussed that issue. But if you ask me… KING: But you think it was malicious? MESEREAU: I do. I think that he was treated in a way that no one else would’ve been similarly treated. It was because he was a mega-celebrity. Why 70 sheriffs searching Neverland Ranch, based upon what this accuser and his family said, before they’d even investigated the background of the accuser and his family? KING: So, you’re saying, if he wanted to, he could bring a malicious prosecution suit, and be successful? MESEREAU: I don’t — I’m not going to say right now what the merits or demerits of the suit would be. That would have to be explored. But do I think this was done maliciously and unfairly? Absolutely.“, http://edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html
  12. Dimond, Diane im Podcast „Weezy and The Swish podcast 26“ der Gastgeberin Gastgeber: Palanker, Louise (Zeugin der Staatsanwaltschaft in der Anklage gegen Michael Jackson, die während des Prozesses eine Affäre mit Staatsanwalt Ron Zonen hatte). Gäste: Dimond mit Ehemann von 2005.12.08., abgerufen 2017.09.18., zu finden in archive.org unter WeezyAndTheSwish026/Episode26diane_dimond.mp3
  13. COURT TV, Officers search Jackson’s ranch, Bean, Matt. 2003.11.19., abgerufen 21.07.2017: „Thomas Sneddon, the District Attorney of Santa Barbara county, was among more than 70 officers entering the ranch in the Santa Ynez Valley in a caravan of marked vehicles. According to Dimond, officers came equipped with a paddy wagon, a portable toilet, and a crime scene evidence collection vehicle.“, archive.org
  14. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Larry King Interview am 14.06.2005, CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial: „[…] I think that we have developed an industry of would-be experts who are not professional, who are not experienced, who are very amateurish about their comments about what’s going on in courtrooms and who are willing to give opinions when they’re not even there. And I think it has become the theater of the absurd, and I think it reached its lowest level in this case. KING: What was it like for you to — you weren’t under an order not to watch it. What was it like to watch it? […]MESEREAU: I knew a lot of it was going on. When I would take a break in my apartment while I was preparing, I would turn on the TV set. And a lot of it was appalling: the factual inaccuracies, the obvious bias among people like Court TV, who I felt was really an arm of the prosecution through this case. It was very amateurish and very unprofessional and very disturbing. […] We are obsessed with celebrity trials. It’s become an industry of pundits who really are trying to be movie stars and not real legal experts. And it’s just — it just reached the bottom of the barrel in this case. Fortunately, the jury was not affected. They did the right thing.„, http://edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html
  15. Roger Friedman’s Showbiz 411- Hollywood to the Hudson, Michael Jackson: 10 Years Since The Court Acquittal That Eventually Killed Him, zitierter Artikel vom 12.06.2015: „If Sneddon had really been objective and had investigated the Arvizo’s properly, the case would not have come to trial. But he turned it into a circus from day 1–staging a surprise raid of Neverland, conspiring with tabloid reporter Diane Dimond (whose entire career is built on her obsession with being Jackson’s snarling enemy)– to make it a big media splash. Nothing was done by the book. It was all done to ruin Michael Jackson and it worked.“, showbiz411.com/2015/06/12/michael-jackson-10-years-since-the-court-acquittal-that-eventually-killed-him
  16. Charles Thomson, One of the Most Shameful Episodes In Journalistic History am 13.06.2010, huffpost.com/entry/one-of-the-most-shameful_b_610258
  17. Michael Jackson, ONE MORE CHANCE, 2003.11.18., Album: MICHAEL JACKSON – NUMBER ONES. EPIC
  18. YouTube User LunaJo/Jolanda : „2003 FULL press conference Tom Sneddon / Jim Thomas before arrest Michael Jackson 11-19-2003“, https://www.youtube.com/watch?v=6LAQuu8lW-w
  19. Staatsanwalt Thomas Sneddon, Pressekonferenz am 19.11.2003 zum Erlass des Haftbefehls und der Razzia auf Neverland am 18.11.2003: Video auf YouTube „2003 FULL press conference Tom Sneddon / Jim Thomas before arrest Michael Jackson 11-19-2003“ auf dem Kanal von LunaJo/Jolanda, https://youtu.be/6LAQuu8lW-w
  20. Associated Press, Bitter rivalry between DA, Jackson reflected in latest case, 21.11.2003, deseret.com/2003/11/21/19797010/bitter-rivalry-between-da-jackson-reflected-in-latest-case
  21. Randall Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson. Atlantic Books. Kindle-Version.
  22. Nick Madigan, New York Times am 29.11.2003: „Mr. Jackson released a statement to The Associated Press saying: ‚I’ve seen lawyers who don’t represent me and spokespeople who do not know me speaking for me. These characters always seem to surface with dreadful allegations just as another project, an album, a video is being released.‘, ’nytimes.com/2003/11/19/us/michael-jackson-s-ranch-is-raided-in-criminal-inquiry.html
  23. Slater, Bitter rivalry between DA, Michael Jackson reflected in latest case LOS ANGELES (AP), 2003.11.20., 2017.07.03., Tom Sneddon auf der Pressekonferenz am 18.11.2003: „I hope that you all stay long and spend lots of money because we need your sales tax to support our offices.“, https://usatoday30.usatoday.com/life/2003-11-20-jackson-sneddon_x.htm und hier auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=6LAQuu8lW-w
  24. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger Michael Jackson am 14.06.2005 im Interview auf CNN mit Larry King, Transcript CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial, Aired June 14, 2005 – 21:00: „ Larry King: What did it cost the state? MESEREAU: It had to have cost them many millions of dollars. I have been told that the board of supervisors of Santa Barbara county has been up in arms about the cost of this case and if you look at the number of sheriffs and investigators and experts and people and prosecutors put on this case, it’s absurd. They wouldn’t do it in a murder case. They wouldn’t do it in a serial killer case, but they did it because Michael Jackson is a superstar and they wanted to take a superstar down. […], edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html, https://www.youtube.com/watch?v=J07V84dmXo
  25. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Vorwort in Michael Jackson Conspiracy’ von Aphrodite Jones 2007: „The prosecution had nine fingerprint experts in this case – more than I have seen in any death penalty case. The fingerprint evidence went nowhere. They recklessly hired every conceivable expert in areas such as accident reconstruction, computer graphics, DNA, forensic accounting, finance, criminalistics, telephones, acoustics, security systems, child molestation, psychology, pathology, and jury consulting. They pulled out all the stops in an effort to bombard the jury with any conceivable fact that might help convict Michael. […] One will never really know how much money and how many employee hours were spent by the district attorney’s office. Numerous mock trials were conducted and law enforcement agencies around the world were contacted. Of course, all of this was at the expense of the taxpayers of Santa Barbara, California. […] Unfortunately, it was believed that enormous sums of money would be made in films, shows, reenactments, and books about the rise and fall of Michael Jackson. However, a conviction was necessary to successfully complete any of these projects. If Michael Jackson had been sent to prison, it would have generated more media coverage than any event in history. Billions of dollars hung in the balance.“
  26. Slater, Bitter rivalry between DA, Michael Jackson reflected in latest case LOS ANGELES (AP), 2003.11.20., 2017.07.03., Tom Sneddon auf der Pressekonferenz am 18.11.2003: „I hope that you all stay long and spend lots of money because we need your sales tax to support our offices.“, https://usatoday30.usatoday.com/life/2003-11-20-jackson-sneddon_x.htm 
  27. Thomas Sneddon, Bezirksstaatsanwalt und Jim Anderson, Sherrif, Pressekonferenz zur Razzia und zum Haftbefehl Michael Jacksons am 19.11.2003, YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=6LAQuu8lW-w
  28. Linda Deutsch, AP am 21.11.2003: Bitter rivalry between DA, Michael Jackson reflected in latest case, AP am 21.11.2003: „It was baffling, perplexing and it didn’t have a particularly serious tone,“ said Laurie Levenson, a professor at Loyola University Law School. „A good defense lawyer is going to say he was too personally invested and you can’t trust the investigation.“, deseret.com/2003/11/21/19797010/bitter-rivalry-between-da-jackson-reflected-in-latest-case
  29. Art Harris, CNN, Tom Sneddon: Jovial Press Conference Was ‘Inappropriate’, 26.11.2003: „SNEDDON: I think the criticism was valid. I think that, to some extent, it was inappropriate. I feel bad about it. I feel bad about it because I think I should have known better. I feel bad about it because somebody would assume that I’m making light of a thing where I know there’s a serious crime, and that there are victims that have been hurt.“, popdirt.com/tom-sneddon-jovial-press-conference-was-inappropriate/22982/
  30. Jermaine Jackson, You Are Not Alone: Michael, Through a Brother’s Eyes (S.374). HarperCollins Publishers. Kindle-Version.
  31. Tom Sneddon, Interview nach dem Freispruch Michael Jacksons, KEYT, Santa Barbara:“Reporter: „When you stood up there for that first press conference where you amazed? Tom Sneddon: „I was amazed at the reaction of the media afterwards. I was not amazed about who was there. I expected . I guess I underestimated the continuing friendship of Mr. Jackson with the media.“ https://www.youtube.com/watch?v=1Td9hhkbxYs
  32. Staatsanwalt Thomas Sneddon, Pressekonferenz wegen Michael Jackson am 19.11.2003: „I heard a lot of people saying it was deja vu, I heard a lot of people saying it was another rip off by some family to get money. I want to make several things clear about why this is different from the last investigation. No. 1, it is different because the law in California has changed. And it was changed specifically because of the 1993, 1994 Michael Jackson investigation. The law in California at that time provided that a child victim could not be forced to testify in a child molest proceedings without their permission and consent and cooperation. As a result of the Michael Jackson case, the legislature changed that law and that is no longer the law in California. […] Is that at the time of the investigation in 1993 and 1994, as those of you who have followed that know, there was a contemporaneous civil case that was filed by attorney Larry Feldman in Los Angeles. And that that case was filed almost immediately at the same time that our office and the Los Angeles district attorney’s office was notified of the allegations and we commenced our investigations. That civil case culminated prior to the completion of our investigation. I say completion because at the time that that civil settlement went down, the victim indicated to us they would no longer — were no longer interested in cooperating criminally. There is no civil case filed and there is no anticipation there will be a civil case filed in this particular case.„, transcripts.cnn.com/show/se/date/2003-11-19/segment/04 CNN Live Event/Special
  33. Deutsch, Linda, Prosecutors says law won’t allow Jackson to pay off accuser before trial, 2003.11.20., abgerufen 2017.04.25., “The prosecutor in the Michael Jackson case praised a law that can halt civil lawsuits during related criminal cases, saying it would prevent a scenario where the singer’s accuser accepted a settlement and then refused to testify in the criminal trial. The state law was passed because another child backed out of a 1993 molestation case against Jackson after the singer reportedly paid him a multimillion settlement, Santa Barbara District Attorney Tom Sneddon said. “It is an irony. The history of the law is that the L.A. District attorney’s Office carried the legislation as a direct result of the civil settlement in the first investigation,” Sneddon told The Associated Press in an interview.” Sneddon had baffled legal experts Wednesday when he seemed to imply at a national televised news conference that the new law lets prosecutors force minors to testify. „The law in California at that time provides that a child victim could not be forced to testify in a child molest proceeding without their permission and consent and cooperation,“Sneddon hat said. „As a result of the (first) Michael Jackson case, the Legislature changed that law, and that is no longer the law in California.“ But Sneddon later told the AP he was referring to a change that lets prosecutors intervene in a civil action, removing the monetary incentive for someone to wait for the outcome of a civil case before deciding whether to testify in a criminal trial. „The practical effect is that they cooperate“ with prosecutors in the criminal case, he said. Sneddon said he was aware that children cannot be forced to testify, and that reporters and other attorneys hat misinterpreted his remarks at the news conference. Loyola University Law professor Laurie Levenson said she was fielding calls all day from members of the legal community and other professionals who deal with molestation victims who were baffled by the district attorney‘ comments. „I think he misspoke and he was confusing,“ Levenson said. “ In a case of this magnitude with this much media attention, there is a responsibility to be more precise.“ This could affect other potential victims who wonder if they come forward will they be forced to testify. It is a bad message and it’s not a good first impression. … Everyone interpreted him as saying he could now force witnesses to testify. It was a disservice in that what he said may be scaring off other victims.“, boston.com/news/daily/20/jackson_case.htm
  34. SANTA BARBARA Independent, Did Prosecutors Go Too Far in the Jesse James Hollywood Case? – Supreme Court Goes Hollywood, Meagher, Chris. 2008.04.03., abgerufen 2017.09.21., „Blatt described Zonen as being “seduced by the aphrodisiac of fame” and, more than once, suggested that Zonen broke the law through his actions, although there has been no court forum or evidence in which those allegations have been brought to the forefront.“, https://www.independent.com/2008/04/03/did-prosecutors-go-too-far-jesse-james-hollywood-case/
  35. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, 2011, Los Angeles Lawyer, Survival Guide for New Attorneys in California, Effectively Handling High-Profile and Celebrity Cases: „cameras were like a drug–and no one is immune. […] For whatever reason, lawyers have a tendency to change their countenance and alter their values when cameras loom.  This is dangerous […] But lawyers have a unique role.  When we represent clients, we have their lives and welfare in our hands.  What we do can save or destroy someone’s life, financial welfare, reputation, and freedom.  It is paramount that the lawyer’s approach to the media constantly and consistently places the client’s interest ahead of the lawyer’s. Trials are won in the courtroom.  The lawyer’s primary focus should be on 13 individuals–the judge and the jury.  If a trial lawyer forgets this cardinal fact and wastes too much time on media strategy and its inevitable component of self-promotion, a winnable trial can easily be compromised.  The best public relations for a lawyer is a reputation for professionalism and success.  Never violate court orders or the canons of professional ethics. […] I see lawyers acting like clowns just because there’s a camera around.”, https://mesereaulaw.com/effectively-handling-high-profile-and-celebrity-cases/
  36. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Defending Michael am 1. Juli 2009, Daily Journal: „The prosecution alleged that Jackson masterminded a conspiracy to falsely imprison a family, abduct children and commit criminal extortion. I can assure you that Michael was not capable of even imagining such behavior. But the more I spoke with him about the alleged molestation charges, the more firm I became in my belief that they were part of a universe of money-making opportunities created by charlatans.“, https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  37. Kearns, Burt, Exclusive! Dimond comes clean on Jacko past!, 01.30.2006, abgerufen 05.07.2017, „Jackson’s near stalker”,  tabloidbaby.blogspot.de/2006/01/exclusive-dimond-comes-clean-on-jacko.html
  38. Jackson, Michael, PRIVACY, 10.30.2001,  INVINCIBLE Album, Song Nummer 11 auf Jacksons letztem Studioalbum: „But on that cold winter night, my pride was snatched away.“, deutsche Übersetzung:“ Aber in dieser kalten Winternacht, wurde mir mein Stolz genommen.“, SONY Music
  39. Michael Jackson im Interview With Ed Bradley On ‚60 Minutes‘, http://www.cbsnews.com/news/jackson-proclaims-his-innocence/, 2003.12.28., abgerufen 2017.05.28.,  “They did it to try to belittle me, to try to take away my pride […] “, CBS, https://youtu.be/ms5_GQ8MPF8?t=296
  40. Michael Jackson, Interview With Ed Bradley On ‚60 Minutes‘ http://www.cbsnews.com/news/jackson-proclaims-his-innocence/ am 2003.12.28.: “[…] Then one time, I asked to use the restroom. And they said, „Sure, it’s right around the corner there.“ Once I went in the restroom, they locked me in there for like 45 minutes. There was doo doo, feces thrown all over the walls, the floor, the ceiling. And it stunk so bad. Then one of the policemen came by the window. And he made a sarcastic remark. He said, „Smell, does it smell good enough for you in there? How do you like the smell? Is it good?“ And I just simply said, „It’s alright. It’s okay.“ So, I just sat there, and waited. ED BRADLEY: For 45 minutes? MICHAEL JACKSON: Yeah, for 45 minutes. About 45 minutes. And then, then one cop would come by, and say, „Oh, you’ll be out in a second. You’ll be out in a second.“ Then there would be another ten minutes added on, then another 15 minutes added on. They did this on purpose.“, CBS, https://www.youtube.com/watch?v=oJTeEMa5IIU
  41. Michael Jackson, Interview With Ed Bradley On ‚60 Minutes‘, cbsnews.com/news/jackson-proclaims-his-innocence/ am 28.12.2003, CBS, https://www.youtube.com/watch?v=oJTeEMa5IIU
  42. McC. Franklin, Gerald, Staatsanwalt, Prosecutor says Michael Jackson a flight risk in arguing against bail reduction, 2004.24.05., abgerufen 2017.06.18., „The prosecution motion, written by Deputy District Attorney Gerald McC. Franklin, conceded that the county bail schedule calls for a potential maximum bail of $435,000 for the child molestation and conspiracy charges against Jackson, but he argued the performer is no ordinary defendant and the bail schedule does not apply to him. He cited Jackson’s holdings of 2,000 acres in Santa Barbara County as well as other property., unter archive.org/web und dort in der Suche courttv.com:80/news/2004/0524/jackson_ap.html
  43. McC. Franklin, Gerald, Staatsanwalt, Prosecutor says Michael Jackson a flight risk in arguing against bail reduction, 2004.24.05., abgerufen 2017.06.18.: „The defendant here is ‚Michael Jackson, international celebrity,‘ a man whose life style to date would not have prepared him to adapt readily to a prison environment and routine, and whose physical stature will present its own problems for him in making the necessary adjustments.“, unter archive.org/web und dort in der Suche courttv.com:80/news/2004/0524/jackson_ap.html
  44. COURT TV, Tentative trial date set for September in Michael Jackson’s molestation case, 2004.05.28., abgerufen 2017.06.20., „Prosecutors oppose a reduction, saying Jackson might flee the country. Deputy District Attorney Ron Zonen called Jackson’s bail „roughly comparable to what he would spend in a weekend in Las Vegas,“ and noted that the pop star is a self-declared billionaire.“, unter web.archive.org und dort unter  courttv.com:80/news/2004/0528/jackson2_ap.html#continue
  45. Sneddon Junior, Thomas Walter , Zeugenaussage im Prozess „People vs. Jackson, Michael Joe“/ JUNE CHANDLER’S full testimony („Q.“= Frage von Jacksons Strafverteidiger Mesereau, Thomas; „A.“ = Antwort der June Chandler), 2005.02.28., abgerufen 2017.04.08., 9 Now, I’m sure that some of you ladies and 10 gentlemen are going to be a little surprised to 11 learn, as the testimony and the evidence unfolds in 12 this case, that actually for years prior to the 13 Bashir video that the defendant in this case was 14 heavily in debt. That his musical assets — 15 MR. MESEREAU: Objection. 16 MR. SNEDDON: — and his real estate 17 property — 18 MR. MESEREAU: Objection. 19 THE COURT: Sustained. 20 MR. SNEDDON: Your Honor, that’s the motive 21 for the — 22 MR. MESEREAU: Objection, again, Your Honor. 23 THE COURT: The — 24 MR. MESEREAU: He’s violating your order. 25 THE COURT: The final determination as to the 26 financial evidence coming in has not been reached. 27 MR. SNEDDON: Very well, Your Honor.“, reflectionsonthedance.com/2005-Trial.html
  46. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  47. Dieter Wiesner, Michael Jackson: Die wahre Geschichte, (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  48. thesmokinggun.com/documents/celebrity/michael-jackson-mug-shot
  49. Jermaine Jackson, Michael Jacksons Bruder am 22.11.2003: „I’m very disappointed in the system in which things were done.[…]“You got a bunch of racist, I’m sorry, racist rednecks out there who don’t care about people. […]Because, at the end of the day, this is nothing but a modern-day lynching […] „This is what they want to see, him in handcuffs. You got it. But it won’t be for long, I promise you. […] I’m sick and tired.“, https://edition.cnn.com/2003/LAW/11/21/jackson/index.html, https://edition.cnn.com/2003/LAW/11/20/cnna.jackson/index.html
  50. Randall Sullivan. Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson (Kindle-Positionen560-563). Atlantic Books. Kindle-Version.
  51. Spitzke, Mark, Michael-Jackson-Anklage „Substanziell sexuell“, spiegel.de, https://www.spiegel.de/panorama/michael-jackson-anklage-substanziell-sexuell-a-279031.html
  52. Barrie, James Matthew, Peter Pan (Deutsche Übersetzung), Übersetzung: Kim Landgraf. Englische Originalausgabe „Peter und Wendy“, Textgrundlage Oxford University Press 1991, 1911/2013, „…dass man geneigt ist, sich über den Hass dieses Mannes zu wundern. … Die Wahrheit ist, dass Peter irgendetwas an sich hatte, das den Käpt’n in den Wahnsinn trieb. Es war nicht sein Mut, es war nicht seine reizende Erscheinung, es war nicht … Wir müssen nicht lange um den heißen Brei herumreden, denn wir wissen ganz genau, was es war, und müssen es am Ende sagen. Es war Peter Großschnäuzigkeit. Die war Hook auf die Nerven gegangen. Sie ließ seine eiserne Klaue zucken und fiel nachts wie ein Insekt über ihn her. Solange Peter lebte, hatte der gequälte Mann das Gefühl, er sei ein Löwe in einem Käfig, in den ein Spatz geflattert war.“, Anaconda Verlag GmbH, Köln; Copyright © Great Ormond Street Hospital for Children’s Charity
  53. Barrie, James Matthew, Peter Pan (Deutsche Übersetzung), Übersetzung: Kim Landgraf. Englische Originalausgabe „Peter und Wendy“ ,Textgrundlage Oxford University Press 1991.. 1911/2013, Anaconda Verlag GmbH, Köln; Copyright © Great Ormond Street Hospital for Children’s Charity
  54. Charles Thomson, One of the Most Shameful Episodes In Journalistic History am 13.06.2010:““In a similar instance, Jackson’s lawyer Mark Geragos appeared on NBC in January 2004 and announced that the singer had a ‚concrete, iron-clad alibi‘ for the dates on the charge sheet. By the time Jackson was re-arraigned in April for the conspiracy charge, the molestation dates on the rap sheet had been shifted by almost two weeks.„, huffpost.com/entry/one-of-the-most-shameful_b_610258
  55. Mark Geragos, Rechtsanwalt Michael Jackson,“Geragos says he’s in charge of Jackson defense“ am 11.01.2004: “The timeline is ridiculous. Michael has a concrete, ironclad alibi for the dates they are saying this abuse took place. The fact of the matter is, no abuse ever happened.“ today.com/popculture/geragos-says-hes-charge-jackson-defense-wbna3891212
  56. Michael Jackson, 2004.01.16., Ansprache zum Prozessauftakt „The People vs. Michael Joe Jackson“ „I want to thank the community of Santa Maria. I want you to know that, I love the community of Santa Maria very much. It’s my community. I Love the people. I will always love the community. My children were born in this community. My home is in this community. I will always love this community from the bottom of my heart. That’s why I moved here.“ https://youtu.be/mQaUs4O7IFQ
  57. Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Rückblick am 13.01.2005: “The witnesses who testified before the Grand Jury were never subjected to cross-examination or impeachment by the defense. By law, no judge or defense lawyer was allowed to be present in the Grand Jury room. Furthermore, the defense had no opportunity to call its own witnesses to refute or criticize this one-sided proceeding.”,
  58. AP/AOL/MJF: „Breaches of law during investigations Process.“ Sneddon an example of the prosecutor testifying rather than asking questions: Michael Jackson’s Defense Lawyers Seek To Dismiss Indictment: „On Tuesday, Michael Jackson’s lawyers filed papers requesting Judge Melville dismiss the case of child molestation against Michael. Today, some limited information regarding what is contained in that request has been made public through a heavily edited copy that removed the names of witnesses and references to specifics of the indictment. Michael’s lawyers claim that prosecutors bullied and argued with witnesses and “ran the proceedings as if they employed the grand jurors.” The motion, signed by attorney Robert Sanger, stated that “There is no case in the history of the state of California that has condoned anything like the abuse of power demonstrated in this grand jury proceeding.” The defense accused the prosecutors of using “innuendo and sarcasm, impugning Mr. Jackson by ridiculing those associated with him and even those who sought to legally represent him.” Russel Halpern, attorney for the father of Michael’s accuser, [David Arvizo] was one witness whose testimony was offered as a lengthy example. In a section quoted in the transcript, Mr. Halpern and D.A. Tom Sneddon argued over Mr. Halperns’ efforts to gather information from Sneddon’s office. Mr. Halpern says “I found the D.A.’s office to be hostile when I called. I found the head D.A, that being yourself, to be very uncooperative.” Mr. Halpern asked Sneddon if it was his client’s son making the molestation claims. “You initially refused to tell me,” he testified to the grand jury. “I asked you if my client’s son was dying. You initially refused to tell me. It was only after I told you that I might have to tell the press of your reaction that you called back and then told me.” Sneddon snaps back “That is not the way that conversation went and you know it.” “You know it, too” replies Mr. Halpern. This was given as an example of the prosecutor testifying rather than asking questions. Mr. Halpern could not comment Wednesday due to the gag order. He did, however, say that “Mr. Sneddon has misused his powers as district attorney to try to keep me from talking at all. I am not a potential witness, and his description of me as a potential witness is disingenuous.”, via mjjcommunity.com/threads/the-michael-jackson-anti-defamation-of-legacy-law-group-initiative-thread-july-3-2012.123352/
  59. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 1133603: Count 2 to Count 6: The Grand Jury of the County of Santa Barbara, State of California, by this Indictment, hereby accuses Michael Joe Jackson of a felony, to wit: a violation of Penal Code Section 288, subdivision (a), lewd act upon a child, in that on or about and between February 20th, 2003, and March 12th, 2003, in the County of Santa Barbara, State of California, he did willfully, unlawfully, and lewdly commit a lewd and lascivious act upon and with the body and certain parts and members thereof of John Doe, a child under the age of 14 — under the age of 14 years, with the intent of arousing, appealing to, and gratifying the lust, passions, and sexual desires of said defendant and the said child. The further allegation that in the circumstances of the crime alleged in this count the crime constituted substantial sexual conduct with a child under the age of 14 years, within the meaning of Penal Code Section 1203.066, subdivision (a)(8). […] Count 7 to 10: „The Grand Jury of the County of Santa Barbara, State of California, by this Indictment, hereby accuses Michael Joe Jackson of a felony, to wit: a violation of Penal Code Section 222 administering an intoxicating agent to assist in the commission of a felony, in that on or about and between February 20th, 2003, and March 12th, 2003, in the County of Santa Barbara, State of California, he did unlawfully administer to John Doe an intoxicating agent, to wit: alcohol, with the intent thereby to enable and assist him to commit a felony, to wit: child molestation, in violation of Penal Code Section 288, subdivision (a).“
  60. The Case Against Michael Jackson, 06.01.2005, The smoking gun, thesmokinggun.com/documents/crime/case-against-michael-jackson?page=0,2 : „During the course of an August 2003 police interview, the boy alternately said that Jackson molested him „less than five times,“ „a total of five times,“ and „about seven times,“ according to a law enforcement account of the Q&A. Based on the December 2003 criminal complaint, it appears prosecutors settled on five as the number of times Jackson masturbated the child. However, when Jackson’s indictment was unsealed four months later, the number of molestations claimed by the child had been reduced to two. The prosecution’s tailoring of its case with regard to these alleged masturbations has not been addressed in court filings made public, though it will surely be raised at trial by Jackson’s defense team.“
  61. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: You have to look at the changing stories. You have to look at the inconsistent statements by Gavin and Star, because they’re the only witnesses to this so-called molestation. And as I said to you yesterday, look at that tape. Gavin says he’s being molested after they get back from Florida. That only changes when they realize what the import, what the effect of the rebuttal tape and the DCFS interview is, where they praise Michael to the hilt, where they say he’s wonderful, he never would touch them. They don’t change the dates till they realize they told the social workers, in Jay Jackson’s apartment, from the DCFS that they were angry about these accusations. Gavin said he was angry about this claim that Michael had touched him. It’s only when they realized what this all does that the dates change. He says in that police interview, “I think he touched me five times.” He says here it was twice. Everything starts changing.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  62. Taibbi, Matt, Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire, 10.2007, Grove Press, Black Cat.
  63. Sneddon, Tom, CNN.com – Transcripts – Presseekonferenz, 2006.14.06., abgerufen 2016.05.19., „Second of all, if you were going to — and, again, I want to make it clear I’m talking generically — if you were going to molest somebody, wouldn’t you feel like you were home-free if you already had a video in which they praised you to the hilt and said that nothing happened? It seems to me, you’ve — you’ve immunized yourself in some respect from any future allegations.“, edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/pzn.01.html
  64. Mesereau, Thomas, Transcript of the 2005 Harvard Law Seminar on Race and Justice: Question and Answer Session, sanemjfan; 2005.11.29., abgerufen 2017.09.26.: „As far as loading up on charges, I think it clearly was a prosecutorial tactic. They really only wanted him convicted on one, to get what they wanted. I always felt the conspiracy charge was bogus from day one, and we used it to help our side out. They had a conspiracy charge that Michael Jackson had organized a conspiracy to abduct children, falsely imprison a family, and commit extortion. And I think the more the jury learned what kind of a person he is, the more absurd those charges became. I think the prosecution did it for a lot of reasons, some of the tactical, some of them strategic. I think I said before that if they just used these charges to dirty Jackson up, then it would be possible that something would fall out in their favor. And they also, in my opinion, were trying to use the conspiracy charge to allow hearsay evidence that normally would not be admitted. The exception to the prohibition on hearsay, and that’s called co-conspirator hearsay, and what this allowed the mother to do is come in and say “All these people said A,B,C,D, and E”, and whereas she normally would not be allowed to say that because it would be hearsay, because there’s an exception if there’s a conspiracy charge. They also did it to scare these alleged conspirators away so they wouldn’t come in with the defense, and come in and exonerate Michael Jackson. But I think in the process of pursuing what I think is a very disingenuous allegation, they undercut their own credibility because along with the charges looking absurd, and the evidence just looking absurd, there was a timing problem because, as we pointed out, they tried to claim that Michael Jackson formed a conspiracy because this Bashir documentary had aired, which was very unflattering, and he then formed a conspiracy to make this family to make statements that exonerated him, and then disappear to Brazil, and the molestation is supposed to start in the middle of all of this. And it just didn’t make any sense. And I think they really hurt themselves by bringing these crazy charges because it also allowed me to just point out “You can’t believe what they’re saying or doing.” They will almost just say anything to dirty up Michael Jackson.“, https://vindicatemj.wordpress.com/2011/02/19/transcript-of-the-2005-harvard-law-seminar-on-race-and-justice-part-4-q-a-session/
  65. Mesereau, Thomas, Speech Defending MJ against Media at Harvard Law School Nov ’05 Part1, 2005.11.05., abgerufen 2017.09.25.,  https://www.youtube.com/watch?v=BeE9x7wPKWA
  66. Larry Feldman, Zivilanwalt für Evan Chandler 1993 und Janet Arvizo 2003 in Part 2. LARRY FELDMAN, David Edwards/Niederschrift. 2010.09.15., vindicatemj.wordpress.com/2010/11/01/transcript-of-frozen-in-time-a-riveting-behind-the-scenes-view-of-the-michael-jackson-cases-part-2/
  67. Larry King, amerikanischer Talkshowmaster, Zeugenaussage am 19.05.2005 im Prozess „The people vs. Michael Joe Jackson“: „Have you ever discussed this case with Attorney Larry Feldman? A. Yes. Q. When did that happen? A. Last year sometime, I think. I don’t know the date. Q. And approximately what month do you think it was? A. Gee, I, you know — I’d be — it would be a wild guess. It was sometime before this trial started. Q. Okay. A. Quite some time. Q. And where did this meeting take place? A. Took place at Nate ’n Al’s Restaurant in Beverly Hills. Q. Who else was present? A. One of my producers, Nancy Baker, and three friends, Sid Young, Asher Dan and Michael Viner. Q. And who arranged the meeting? A. We contacted him — I contacted Larry Feldman in order to try to convince him to come on our show. Q. And did Mr. Feldman show up at Nate ’n Al’s? A. He did. Q. Did he show up with anyone else? A. No. Q. Did he sit down with you? A. We were in adjoining booths. He sat here. The booths only hold four. So — I have breakfast there every morning. So I was sitting here, and Asher was sitting there, and Sid was sitting there, and Michael over here, and Nancy over there, and Larry Feldman was sitting right next to me. Q. Did Mr. Feldman express any interest in working with your show? A. Very much. Q. How long did the meeting last? A. About minutes. Q. Okay. Did Mr. Feldman say anything to you about the Michael Jackson case? A. He did. Q. What did he say? A. He said that — that the case of ten years ago, when he represented the other person when there was a settlement, that was a definite good case. But he thought the woman in this case, the mother, was a whacko, was the term he used, and he thought she was in it for just the money. He had met with her. He didn’t want to represent her. He advised her to see someone else and he informed the authorities. He didn’t tell me which authorities. Q. Did he say that this woman told him she wanted money? A. No, I think he said he thinks she wants money. Q. Did he say what he based that opinion on? A. No. Q. Did you ask him? A. No. He just said she was a whacko. That — he said „whacko“ a couple of times, and he said, „She’s in this for the money.“ Q. When he said she was a whacko, did you ask Mr. Feldman what he meant? A. No, I think that’s self-explanatory. Q. Okay. Did he say anything else about Janet Arvizo? A. Other than he refused to take her case. Q. Okay. Did he give any other reasons why he refused to take her case? A. He thought that it was — she was just in it for the money, and she was a little erratic, or whacko, as he said, and he didn’t want to represent her.“, reflectionsonthedance.com/05-19-05__King_Viner_Azja_Nimmer_.txt
  68. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Defending Michael am 1. Juli 2009, Daily Journal: „The prosecution alleged that Jackson masterminded a conspiracy to falsely imprison a family, abduct children and commit criminal extortion. I can assure you that Michael was not capable of even imagining such behavior. But the more I spoke with him about the alleged molestation charges, the more firm I became in my belief that they were part of a universe of money-making opportunities created by charlatans.“, https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  69. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Defending Michael, 1. Juli 2009, Daily Journal: „My statement included words, to the effect, that this case was not about “lawyers, or anyone else, becoming celebrities.” […] These words were designed to change the atmosphere surrounding the defense and, of lesser importance, to hurl a barb at prior counsel. I had not liked the carnival atmosphere surrounding Jackson’s defense lawyers. In my opinion, they repeatedly advertised their absolute delight at being in the middle of the circus. Their public statements were, to me, self-serving and amateurish. Michael and Randy Jackson were very suspicious of them.“ My anti-lawyer-like comments generated controversy. But, a new firm die had been cast.“ https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  70. Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  71. Rechtsanwalt Mesereau in Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  72. FBI Records The Vault, Part 07 of 08, Seite 4, https://web.archive.org/web/20230611160416/https://vault.fbi.gov/Michael%20Jackson/Michael%20Jackson%20Part%2007%20of%2008/view
  73. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Larry King Interview am 14.06.2005, CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial: „[…] I think that we have developed an industry of would-be experts who are not professional, who are not experienced, who are very amateurish about their comments about what’s going on in courtrooms and who are willing to give opinions when they’re not even there. And I think it has become the theater of the absurd, and I think it reached its lowest level in this case. KING: What was it like for you to — you weren’t under an order not to watch it. What was it like to watch it? […]MESEREAU: I knew a lot of it was going on. When I would take a break in my apartment while I was preparing, I would turn on the TV set. And a lot of it was appalling: the factual inaccuracies, the obvious bias among people like Court TV, who I felt was really an arm of the prosecution through this case. It was very amateurish and very unprofessional and very disturbing. […]We are obsessed with celebrity trials. It’s become an industry of pundits who really are trying to be movie stars and not real legal experts. And it’s just — it just reached the bottom of the barrel in this case. Fortunately, the jury was not affected. They did the right thing.“, http://edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html
  74. FBI Records The Vault, Part 07 of 08, Seite 5: „Close case. Details: Writer requests that captioned matter be closed. There are no outstanding leads or evidence items.“, FBI Records: The Vault — Michael Jackson Part 07 of 08
  75. 121004pltmotadmprior.pdf vom 10.12.2004
  76. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Now, the prosecutor talked about these alleged prior bad acts. A prosecutor once told me, “Prior bad acts are a band-aid for a bad case,” because none of these alleged victims are alleged victims in this case. So why do they bring them in? If they’ve got such a great case for Gavin being a victim, why are they bringing these people in and why are they trying to sell you false claims of molestation? And I do mean false.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  77. Staatsanwalt Thomas Sneddon am 28.03.2005 in einem Beratungsgespräch vor Gericht: „Which brings me to another one of counsel’s points, that somehow we can’t prove a case because we don’t have a victim. Well, then I guess we would never be able to prove a murder case then, would we? Because we sure as heck can’t put the victim on the stand. And yet on the one hand, the defense attorney tells me that one of the reasons we have a real problem here is because we have Gavin Arvizo on the stand and we have no corroboration and we have no eyewitnesses. Yet when we have an eyewitness, it’s no good anymore and we can’t call them. Well, you can’t have it both ways. You simply can’t have it both ways. And you simply can’t ignore the fact that the very things that the defense attorney’s talking about in this case, there’s no DNA and there’s no eyewitnesses, are the very reasons that the legislature says specifically that 1108 evidence is admissible. And what would you expect, nine months later? Of course, they never bother to say that. Oh, there’s no DNA. Nine months later? There’s no underpants found nine months later? The very underpants that the child left there because the defendant asked him to leave them there. Would you reasonably believe that nine months later that that stuff would be there? That they didn’t wash the sheets for nine months on that bed? That’s preposterous, and yet this is a reason why this evidence shouldn’t come in.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  78. Thomas Sneddon, Leitender Bezirksstaatsanwalt, Interview mit Diane Dimond am 21.11.2003: Court TV Exclusive: D.A. discusses case against Michael Jackson, Bean, Matt/Dimond, Diane, abgerufen 12.02.2017, Court TV : „Though it remains unknown whether the alleged 1993 victim, now in his 20s, would be willing to testify in the current case should it go to trial, Sneddon said the evidence would be admissible to demonstrate prior criminal behavior — so long as the man backed up his claim in court. „Otherwise you just could bring in anybody off the street to say ‚Oh, this happened, this happened, I heard it third-hand hearsay — which is totally unfair.“, www.courttv.com:80/people/2003/1120/jackson_exclusive_ctv.html.
  79. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Statement vor Gericht am 28.03.2005 zum Antrag der Staatsanwälte Thomas Sneddon, Ron Zonen, Gordon Auchincloss sogenannte „Bad Prior Acts“ in diesem Prozess mitverhandeln zu dürfen: […]Now, they can phrase it in any terminology they want, they can say it’s evidence of modus operandi, intent, blah blah. But the reality is, they’re trying to bring in character evidence to bolster a separate charge. […] Nowhere can we find they are just willy-nilly bringing in third-party witnesses to say they saw something without bringing the alleged victim in. Yet that is exactly what 99 percent of the evidence they plan to bring in is. And I submit the potential for prejudice there is overwhelming. They probably couldn’t win a civil case if they were pursuing a civil case based on nothing but third parties. Yet they want to do it in a criminal case without any of these alleged victims coming in, with the exception of one, who is problematic, and I will explain that to the Court. So I submit the very substance of what they’re trying to do is wrong, and it’s potentially very prejudicial to Mr. Jackson particularly given the weak nature of the case. […], themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  80. Staatsanwalt Thomas Sneddon am 28.03.2005 in einem Beratungsgespräch vor Gericht: „I think once and for all, I would like to — because I was the one involved in it, to put to rest the thing that Mr. Mesereau keeps saying over and over and over again, as if he says it enough times that somehow it’s going to become the truth. It isn’t the truth. It isn’t factually correct. And it’s simply false. The grand juries — there weren’t two separate grand juries. They were a grand jury impaneled to hear some witnesses, for the convenience of those witnesses, in Los Angeles, and there were some witnesses that were heard in Santa Barbara County. None of those witnesses, nor were there any indications to either one of those grand juries that an Indictment was being sought. And never was there any request for an Indictment, or any charges, or any information in any smallest scintilla of a way presented to those grand juries. The fact of the matter is, the grand juries never considered it simply because at that point in time, Jordan Chandler decided that he was not going to cooperate any further with the law enforcement agencies. And at that point, the grand jury, with regard to most of those witnesses, was completely shut down.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  81. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Interview Oktober 2012: „“[Nach Michael Jacksons Freispruch 2005 in einem anderen von Sneddon geführten Strafverfahren] a woman came up to me and she said, Mr. Mesereau I want you to know I’m a very conservative person. I’m very pro-law and order and I was on the grand jury in 1993 that investigated these Chandler allegations, and she said, there were major problems with those witnesses. They were very suspicious of these claims. And as you know there was no indictment and 93 two grand jury’s  Santa Barbara and Los Angeles. She was on the Los Angeles one. And they tried to claim they were just investigative juries that was a convenient way of trying to argue your way around it I see some people say they weren’t trying to indict that’s a lie. But she said I’m a very conservative person. I’m very pro-law enforcement normally. But she said these witnesses were very suspicious to me, they didn’t seem credible.„, turningthetableonthechandlerallegations.wordpress.com/2014/05/13/the-interviews/
  82. Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Oktober 2012: „That wasn’t supposed to happen. […] I made a motion that was granted and the motion I made was –I asked the judge to not allow these transcripts to be publicly released until the naturally arose during the course of the trial. […].We have a very poisoned media out there, their very bias against Michael Jackson. He hasn’t even had a chance to appear in court and defend himself. I said the witnesses that appeared before the grand jury were never tested, never cross examined for credibility. They’ve given some very salacious, very disturbing testimony but again, has not been tested and it will prejudice the defense if you release them to the public and we would like them to not be released. We would like them to be basically suppressed until there used in the course of the trial and the judge granted my motion. Now what happened was while the grand jury was meeting information was being leaked because the press was reporting it, which was disturbing. But just as disturbing as that if not more so was that- on the first day of jury selection ABC Good Morning America started showing transcripts. So somebody took all the transcripts and either sold them or leaked them to them. In an obvious attempt to prejudice the defense because that was the first day the jurors were arriving to the courthouse to be selected. So it was an obvious effort to prejudice the jury pool against us.“, turningthetableonthechandlerallegations.wordpress.com/2014/05/13/the-interviews/
  83. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger Michael Jackson am 14.06.2005 im Interview mit Larry King, Transcript CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial, Aired June 14, 2005 – 21:00, edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html: „Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „I don’t know if Tom Sneddon is personally responsible for that, but certainly somebody in the prosecution side, it would appear, was responsible and when I say prosecution side, I’m including the sheriff’s department.As you know, those transcripts were leaked just as the trial was beginning, and it’s my belief they were leaked to try and prejudice the entire process. Do I know that Tom Sneddon did it personally? I do not have any understanding of that, but I think somebody who favored the prosecution did it. That’s my belief.„, https://www.youtube.com/watch?v=J07V84dmXog
  84. Michael Jackson, Statement vom 31.01.2005: “In the last few weeks, a large amount of ugly, malicious information has been released into the media about me. Apparently, this information was leaked through transcripts in the Grand Jury proceeding where neither my lawyers nor I ever appeared. This information is disgusting and false. Years ago, I allowed a family to visit and spend some time at Neverland. Neverland is my home. I allowed this family into my home because they told me their son was ill with cancer and needed my help. Through the years, I have helped thousands of children who were ill or in distress. These event[s] have caused a nightmare for my family, my children and me. I never intend to place myself in so vulnerable a position again. I love my community and I have great faith in our justice system. Please keep an open mind and let me have my day in court. I deserve a fair trial like every other American citizen. I will be acquitted and vindicated when the truth is told. Thank you.”,
  85. Luka Neskovic in „How The Media Shattered The Man In The Mirror“, Huffington Post „How The Media Shattered The Man In The Mirror“. https://www.academia.edu/11464978/_How_the_Media_Shattered_the_Man_in_the_Mirror._Huffington_Post_Canada._June_12_2012.
  86. Charles Thomson, One of the Most Shameful Episodes In Journalistic History am 13.06.2010, huffpost.com/entry/one-of-the-most-shameful_b_610258
  87. Aphrodite Jones, Michael Jackson Conspiracy (S.14): „Never in my life or career had I found myself in the middle of such a crazed, dishonest, and manipulative feeding frenzy. Despite the presence of many honorable journalists, the ghost of profit seemed to overshadow much that was truthful, accurate, and careful.“, Aphrodite Jones Books. Kindle-Version.
  88. James Scott, The Post and Courier am 07.08.2005: „Mesereau particularly blasted cable news networks whose pundits he said are often ill-informed and wrong in their assumptions. Court TV drew repeated scorn from Mesereau who said the network hit the “bottom of the barrel” in terms of its credibility. Mesereau, who refused to speak publicly during the trial because of a gag order, said he had to write the president of Court TV a letter demanding the network stop bothering his defense team.“, mesereaulaw.com/jacksons-lawyer-decries-media-spin/
  89. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Daily Journal am 01.07.2009: „I would often return to my duplex, turn on the TV and turn apoplectic at what was being reported. Quite often, former prosecutors in New York would wax passionately about how a witness behaved. Their theatrics were totally lacking in substance or accuracy. I thought we were winning all along. But the media reported the very opposite. And, of course, jealous, shallow legal pundits had a field day criticizing my performance. To them, God help any lawyer who engaged in unconventional trial behavior. Such hearsay merited capital punishment.” https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  90. Gutierrez, Victor, INSIDE THE MICHAEL JACKSON CASE, 2005, abgerufen 2017.07.09., „consulting producers: Karen Jackovich, Victor Guiterrez; additional editing Paul Venus: assistant Producer: Jessica Devera, DATELINE NBC“, mjjr.net/content/mjcase/part4.html#end9
  91. Eröffnungsplädoyer Staatsanwalt Sneddon im Prozess „People vs. Jackson, Michael Joe“ – Aktenzeichen No. 1133603, 2005.02.28., abgerufen 2017.04.06., „MR. SNEDDON: On February the 3rd of 2003, Michael Jacksons, the defendant in this case, world was rocked. And it didn’t rock in a musical sense. It rocked in a real life sense. And it was rocked by the fallout from the broadcast in the United Kingdom of the Martin Bashir video documentary, „Living with Michael Jackson.“, reflectionsonthedance.com/2005-Trial.html
  92. Sneddon, Thomas, Court TV Exclusive: D.A. discusses case against Michael Jackson, Bean, Matt/Dimond, Diane. 2003.11.21., abgerufen 12.02.2017, Court TV, „But for anybody to think this is something we’re doing because he wrote some song about me … it’s just not true.“, news.findlaw.com/court_tv/s/20031121/21nov2003003553.html
  93. Thomas Walter Sneddon Jr., Bezirksstaatsanwalt, Eröffnungsplädoyer am 28.02.2005: „Now, I’m sure that some of you ladies and gentlemen are going to be a little surprised to learn, as the testimony and the evidence unfolds in this case, that actually for years prior to the Bashir video that the defendant in this case was heavily in debt. That his musical assets — MR. MESEREAU: Objection. MR. SNEDDON: — and his real estate property — MR. MESEREAU: Objection. THE COURT: Sustained. MR. SNEDDON: Your Honor, that’s the motive for the — MR. MESEREAU: Objection, again, Your Honor. THE COURT: The — MR. MESEREAU: He’s violating your order. THE COURT: The final determination as to the financial evidence coming in has not been reached. MR. SNEDDON: Very well. Your Honor.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt
  94. Howard Weitzman, Rechtsanwalt, 2005 in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: „[Tom Sneddon] is being explicit for a particular purpose and that is to get a rise no pun intended out of these potential jurors. And if you see the way Sneddon has set it up and you go back to the opening statement where he started bringing the financial asset issue and the judge sustained the objection, I just want point something out. There is not a doubt in my mind that Tom Sneddon knew he wasn’t supposed to say that. And he said that for a purpose. […] . I think Mr. Mesereau’s first objection was taken well and the judge was wrong […] Sneddon violated a court order out of the box when he started mentioning the finances. The Judge sustained it. And from than on Sneddon continued to argue in my opinion and Mesereau for whatever his reasons did not object.” via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t
  95. Thomas Mesereau, Strafverteidiger Michael Jackson 2005: „I had studied the prosecutors how they were behaving from the moment I met them, I felt they were just, hubris was everywhere. They just felt they could never lose this case. They were to be movie stars around the world that they won …[…]we didn’t have a black person on the jury. We had one black alternate who never made it to the main jury. But I said, look, this is your, where you chose to live. .“ Im Interview auf podcast.apple.com Thomas Mesereau „Thomas Mesereau – Internationally Renown Criminal Defense Attorney (Part 1) Manage the Moment: Conversations in Performance Psychology
  96. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Now, because their case is so weak, because of their concern that you’re not going to believe the Arvizos beyond a reasonable doubt, this prosecution has engaged in a mean-spirited, nasty attempt, a barbaric attempt to dehumanize and degrade Mr. Jackson. It started during jury selection when Mr. Zonen talked about his sagging music career. It continued as they flashed magazines to you throughout the trial. It continued with efforts to show you his finances to show he’s had some financial problems through mismanagement and misguided motives. And what am I talking about? The guy’s millions in debt and he gives a million dollars to Marlon Brando because he feels bad about his friend. He pays for everybody. Shopping sprees, hotels. He has all these sharks around him getting power of attorney so they can sign documents for him. His generosity, his lax behavior knows no bounds because the man has a wonderful, kind heart. But they do it thinking somehow he’ll be embarrassed, or they’ll embarrass him by this preposterous claim that because Mr. Jackson had some financial difficulties with cash flow, that he would want to abduct a family to do a broadcast that didn’t even include them, a broadcast that generated money that isn’t even close to fulfilling the debt obligations that they tried to establish. They didn’t really do it because they think you’re going to buy that it’s a motive for a conspiracy. They did it to embarrass him and dehumanize him in your eyes because they’re worried you just might like Michael Jackson. You just might admire Michael Jackson. You just might have pity for Mr. Jackson for being treated the way they’ve treated him and for being the target of Mr. Sneddon’s actions for many years. They’re worried, and the only way they can handle it is through dirt everywhere. To take everything he has tried to build and create and accomplish and try and degrade it and dehumanize it, and I submit it’s wrong. And I submit it’s no substitute for evidence. It is absolute misconduct by them.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  97. Taibbi, Matt. Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire (S.13). Grove Atlantic. Kindle-Version.
  98. Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005, in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: This judge has allowed evidence in my opinion before the jury that has nothing to do with the case. And the only agenda that I can see for letting this inflame the jury and bias them. […] This judge should never have left this tape in at stage and if he makes the mistake of letting it in which I believe it was a mistake then he should allow Mr. Mesereau to cross-examine this witness. These objections by the lawyer representing Mr. Bashir in my opinion are not well taken and are done with the purpose of avoiding Bashir to answer questions.“ via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t
  99. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Daily Journal am 01.07.2009: „The trial was characterized by contentious legal rulings. For example, the trial judge allowed the following: The prosecution was permitted to start its case by showing a scurrilous, slanted British documentary that claimed Michael was a pedophile. The prosecution claimed this was evidence of “motive.” https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  100. Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005, in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: „„It’s all in the editing. It’s very clear to me that Martin Bashir had an agenda, and the agenda was to portray Michael Jackson in a certain way. It’s almost like he was working with Tom Sneddon. It’s pretty bizarre. And when you listen to what Tom Sneddon said it’s more about setting the scene for this jury and I believe trying to inflame their passion and their attitude toward Michael Jackson.“ via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t
  101. Shawn Chapman Holley, Rechtsanwältin in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“ 2005: “Obviously this documentary is having a lot of significance attached to it. Notwithstanding what the judge says about “Oh, don’t listen to this it’s not offered for the truth” Here it is. On the screen. Center Stage. And I really think if it hurts anyone it probably hurts Mr. Jackson as it’s presented.“ via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&
  102. Taibbi, Matt, Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire, 10.2007, Grove Press, Black Cat, ISBN-13: 978-0802170415
  103. Taibbi, Matt, „Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire – Jacko on Trial/Inside The Strangest Show On Earth“, 10.2007, Grove/Atlantic, Inc. Kindle-Version.
  104. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Statement vor Gericht am 28.03.2005 zum Antrag der Staatsanwälte Thomas Sneddon, Ron Zonen, Gordon Auchincloss sogenannte „Bad Prior Acts“ in diesem Prozess mitverhandeln zu dürfen: „Now, the Court is dealing with some unique situations. First of all, you have a celebrity. A celebrity who has been subjected to all kinds of innuendo, scandalous reporting and rumor, and a celebrity who has attracted all kinds of claims for money, who has developed a lifestyle at Neverland which he has advertised to the world, which he believes and contends, and many believe, is a benefit to society. The prosecution has come in to try and turn all this on its head and suggest that Neverland is some magnet for molestation and criminal behavior. Well, that’s going to be an issue for the jury. But certainly at this point the Court knows, based on the evidence alone, that Mr. Jackson has developed Neverland as a Disney-like type of world that he uses to help children from the inner city, children around the world, et cetera. There’s a bigger problem than the uniqueness of the case, and none of the cases cited by Mr. Sneddon deal with celebrities or anyone remotely close to Mr. Jackson in terms of notoriety and attraction for greed and misuse of the legal process. […] So as the Court looks at the evidence so far, what do you really have? You have what, in effect, is a very problematic case, and I submit the prosecutors know that. It’s extremely problematic. It’s filled with credibility issues. Now, what is evidence essentially? Essentially it’s character evidence. And when the debate was going on in legislature about whether or not to create an exception, tremendous concerns were raised about allowing the prosecution to simply introduce evidence of — what appears to be evidence of bad character. Now, they can phrase it in any terminology they want, they can say it’s evidence of modus operandi, intent, blah blah. But the reality is, they’re trying to bring in character evidence to bolster a separate charge. And any time you do that, the Court has to be concerned with the possibility of prejudice. Now, I don’t need to recite the cases to the Court on prejudice. I know the Court’s familiar with them. But every time they define prejudice, they define it in terms of emotion. Will it have an emotional effect on the jury that is improper? Will it have an emotional effect on the jury that results in unfair prejudice to the defendant? And if, in fact, that emotional effect is there, will it also spill over into the other factors like confusion of issues, et cetera? The evidence they’re trying to introduce is evidence of a highly inflammatory and emotional nature. There’s no question about that. But I think the Court also has to look at the substantive part of the evidence that they want to introduce, because from what we can see in the cases that we’ve looked at, every time they’ve introduced evidence in a case like this, they have had a separate alleged victim describe something similar. Nowhere can we find they are just willy-nilly bringing in third-party witnesses to say they saw something without bringing the alleged victim in. Yet that is exactly what 99 percent of the evidence they plan to bring in is. And I submit the potential for prejudice there is overwhelming. They probably couldn’t win a civil case if they were pursuing a civil case based on nothing but third parties. Yet they want to do it in a criminal case without any of these alleged victims coming in, with the exception of one, who is problematic, and I will explain that to the Court. So I submit the very substance of what they’re trying to do is wrong, and it’s potentially very prejudicial to Mr. Jackson particularly given the weak nature of the case. Now, let’s look at what they’re trying to do. They have an alleged prior victim named Brett Barnes who tells us he never was touched improperly. They want to bring in four witnesses to talk about Brett Barnes. They don’t want to bring him in. Because the moment they bring him in, they’re done. So they want to bring in allegedly four honest witnesses – I guess they’re vouching for their credibility – to testify that Mr. Barnes was improperly touched. Who are their main witnesses? Their main witnesses sued Mr. Jackson in the mid ’90s, and for the first time Mr. Jackson decided, „I’m tired of settling these stupid cases, I’m actually going to defend this one.“ It resulted in the longest civil trial in the history of this courthouse. And the Court, I’m sure, knows a lot more about that case than I do. At numerous times during that six-month trial, the trial Judge made findings that the plaintiffs were lying, not being candid, changing their stories, even leaving the bench on a couple of occasions. And when the dust settled, the jury returned a verdict for Mr. Jackson, awarded Mr. Jackson damages, because the plaintiffs had stole from him. The Judge then awarded not only costs, but legal fees, and in the end Mr. Jackson obtained a judgment for over a million dollars against these lying plaintiffs. They want the Court to allow these lying plaintiffs to come in now again and try and testify to improper acts, when there is no alleged victim they intend to call. That’s just plain wrong. And if they suggest it wouldn’t be time-consuming to litigate that issue, all the Court has to do is look at the six-month trial and its length to know that’s not true, because they sold stories to tabloids, they were caught lying, and they had a big judgment against them. […] You then have people come in to say what they saw without any victim to confirm it. […] So there’s no alleged victim with Brett Barnes. There’s no alleged victim with Jordie Chandler. Then we come to Macaulay Culkin, who has repeatedly made statements that he’s a friend of Mr. Jackson and has never been molested. But they want to bring in evidence that he was molested. And they want to bring in witnesses who also were part of the gang that sued Mr. Jackson, and lost, with findings that they had lied and with enormous damages awarded against them. Now, the fourth alleged victim is Jason Francia. Jason Francia and his mother were interviewed by the sheriffs and a deposition of the mother was taken. Money was paid to settle that case, again because Mr. Jackson didn’t want the press, didn’t want his family going through it, and wanted to pursue his music career. There never was a criminal prosecution, even though the alleged victim was interviewed by the Los Angeles District Attorney and the Santa Barbara District Attorney together. And after their interview with Jason Francia – which was so wishy-washy about what happened, they never decided to pursue a criminal case, because there wasn’t one. We have that taped interview – the mother, in a civil deposition in the Chandler litigation, began by saying she saw something and ended by saying she saw nothing. And indeed, stories were sold to tabloids, and money was paid to settle. He appears to be the only alleged victim they want to bring in. Five, Wade Robeson, who tells us nothing ever happened to him. And they don’t propose to bring him in as an alleged victim. They want to bring in the gang that basically has tried to accuse Mr. Jackson and get money from him for years, generally unsuccessfully, with the exception of Miss — Mr. Francia’s mother, and I’ve just talked about the problems in her sworn statement in discovery. The deposition is clear, she begins by saying, „I think I saw something.“ She ends by saying, „I didn’t see anything.“ Six, Jimmy Safechuck, who we are informed says nothing happened. They don’t propose to call him as an alleged victim either, but they’ve got the same old gang again coming in to try and capitalize on the case, people who have been adjudged to be liars, and they are. People who asked for money from tabloids, who’ve asked for money from Mr. Jackson, et cetera. Seven, Jonathan Spence, who we are informed says nothing happened and doesn’t intend to come in to support them at all. What do they want to do? Bring in the same crew again. Third-party witnesses with an axe to grind, all of whom have wanted money in the past, none of whom can substantiate that anything happened because the alleged victim says nothing happened. The bulk of their 1108 evidence, Your Honor, are third parties with axes to grind, and who have tried to get money, and gotten money, and had the problems I just identified. Where is the fairness in allowing that kind of testimony, that kind of evidence, when their underlying case looks so weak and so problematic? I submit that the Court’s concern for fairness has to be squarely addressed in this situation. If the Court saw witnesses who the Court felt had complete integrity, had never lied, never told inconsistencies, never contradicted themselves, never contradicted each other, if there were forensics to support any of them, or eyewitnesses to support any of them, the Court might say to himself, you know, „I’m really not giving Mr. Jackson an unfair trial if I let some of this in.“ But it’s just the opposite. And I submit the weakness and the problems in their case have made the Court’s decision much more difficult. There is an issue, Your Honor, that Mr. Sneddon has raised by proposing to call third-party witnesses without the alleged victims. And that has to do with what is an offense. Because the statute, talks in terms of an offense. And every definition we can find of an offense talks in terms of a crime. And I submit to the Court that if you look at what the legal definition of an offense is, or you look at what the legal definition of proving a crime is, how can you just allow a parade of third-party characters to come in without any alleged victim? How can you do that? Because even though they didn’t charge it as a crime, they still have to prove an offense. And I submit this Court, in the interests of fairness, given the problems with their case, I think has a duty to say to itself, „Can they really prove some type of offense, or some type of uncharged crime, based on what they’ve told us?“ And the Court knows they can’t. They can’t do it. According to the statute, and I’m talking about 1108, sexual offense means a crime under the law of the state or of the United States. How do you prove a crime in these cases without any alleged victim? And maybe that explains why there never was a criminal prosecution in those cases, because the alleged victim say it didn’t happen. […] They want to bring in people to say, „I saw something. I heard something.“ That simply is not acceptable. The potential prejudicial impact of that is far outweighed, far outweighs the benefits to our justice system, or any benefits the Court might think they’re entitled to under the law, particularly in a weak case. […] One of the plaintiffs in that civil case against Mr. Jackson where the plaintiffs lost and were awarded — Mr. Jackson was awarded over a million dollars in legal fees and costs. But someone named Adrienne McManus, her deposition, I am informed, was taken eight times in that case. That’s just one witness. And apparently in her trial transcripts, which we have, she is changing her testimony so often that she gets back and forth, the testimony is prolonged, and the point I’m making is that’s just one witness. Eight depositions plus six months of trial testimony. […] Now, I want to emphasize something we said in our papers. The testimony that the prosecutor wants to introduce concerns seven alleged victims with only one scheduled to testify. This testimony has been presented to two criminal grand juries in Los Angeles and Santa Barbara, neither of which ever returned an Indictment, and it’s been rejected by one civil jury in the longest civil trial in the history of this courthouse. Now, I know the prosecutor likes to say, „Well, those grand juries were purely investigative only.“ But obviously the purpose, from Mr. Sneddon’s point of view, to the degree he controlled anything, was to see if they could bring criminal charges. And neither grand jury brought a criminal charge. And many of the witnesses who — not „many,“ some of the witnesses who sued Mr. Jackson in the civil case also testified in these grand juries where no criminal charges were ever brought. […] I haven’t seen anything about whether or not you can bring in the fact that a grand jury refused to indict, but certainly the fact that they went to two grand juries, there was no Indictment, they went to a civil jury, they lost, and the fact that they don’t have alleged victims with the exception of one, plus you’re talking about lengthy civil litigation, numerous depositions, numerous pleadings, numerous witnesses, plus the fact that the defendant has a right to defense as if it were a separately charged crime, and that means every type of defense imaginable, including rebutting the character nature of the evidence, which would mean opinion evidence, reputation evidence, and maybe specific instances of conduct, will unduly prolong the trial.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  105. Matt Taibbi, „Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire – Jacko on Trial/Inside The Strangest Show On Earth“ vom 10.2007: „Beginning with Bashir, the early days of testimony feature a parade of absurd lackeys and celebrity parasites […] Jackson looks disengaged during this succession of clowns […]“, Grove/Atlantic, Inc.. Kindle-Version, Kindle-Positionen187-188
  106. Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  107. Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005, in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: […] This judge should never have left this tape in at stage and if he makes the mistake of letting it in which I believe it was a mistake then he should allow Mr. Mesereau to cross-examine this witness. These objections by the lawyer representing Mr. Bashir in my opinion are not well taken and are done with the purpose of avoiding Bashir to answer questions.“ via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t
  108. Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005, in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: „In my opinion it’s a complete abuse of the shield of law. Who is he protecting? Martin Bashir? Michael Jackson? Who would be the “informant” here? He hasn’t asked about anybody else he talked to. To me it’s an obstructionist tactic. And I’m not quite sure what he’s trying to do except prevent the jury from hearing the facts and perhaps the truth.[…] I think this train is on the track and I am curious and concerned whether this judge has an agenda. It’s hard for me to tell because I’m not there. I think sometimes judges have a way of pushing things along maybe without even realizing what they’re doing. (Bzgl. Sneddons objection) This objection in my opinion was not well taken. I do believe it interrupted the flow and the judge allowed to take place.“ via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t=5s
  109. Jeffrey Welbaum, Alternativ-Jurymitglied in „The Michael Jackson Trial Juror Notebooks“, von Vincent Amen, Alpha Book Publisher 2020.
  110. Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  111. Dwayne Swingler, ehemalige Angestellte in Neverland, Zeugenaussage am 11.04.2005: „Q. Have you talked to a group called News of the World? A. Have I? Q. Yes. A. Yeah, I spoke with one lady one time, yes. Q. And to your knowledge, who is News of the World? A. To my knowledge, it’s a news media overseas. Q. And why were you speaking to them? A. Because I was interested in maybe possibly writing down some information to — to cash in on something like everybody else was, because Michael wasn’t — I hadn’t received the paycheck from A&R at the time.„, https://themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  112. Matt Taibbi, „Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire – Jacko on Trial/Inside The Strangest Show On Earth“ vom 10.2007, Grove/Atlantic, Inc.. Kindle-Version, Kindle-Positionen187-188
  113. Roger Friedman, Journalist am 08.04.2005, „Jackson: D.A.’s Witnesses Admit Lying“.
  114. Adrian McManus, Zeugenaussage 2005:: „You told Prosecutor Zonen that you repeatedly lied under oath in that deposition, correct? A. Are you — what are you talking about? Q. When Prosecutor Zonen asked you some questions today in court, remember that? A. Okay, yes. Q. He asked you if you had lied under oath in the Chandler deposition, right? A. Right. Q. You said you did, right? A. Right. Q. Do you know how many times you lied under oath in the Chandler deposition? A. I believe the whole time I did not tell thetruth on that. Q. Did you believe you were committing a crime when you did that? A. I really didn’t. I really didn’t think of it that way. Q. Well, let me ask you this: So far, you’ve admitted you lied under oath in the Chandler deposition for what, a day? A. Well, throughout that — throughout that deposition, yes.
  115. Adrian McManus verkauft „Michael Jackson Erinnerungen“ seit dem 21.10.2009 unter dem Namen „stealthykitty83“ auf eBay, ebay.com/itm/LAST-ONE-AUTHENTIC-MICHAEL-JACKSON-COST-MEMORANDUM-SUMMARY-
  116. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „She’s not going to get anything from this. She’s not going to get a story sold, none of that.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  117. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Adrian McManus said in a deposition under oath that Mr. Jackson never did anything to any child. Then changes her story; goes to the tabloids. She and Chacon and Abdool find out that Blanca Francia and Jordan Chandler got money, and they want money, too. They don’t want to work. They want to be millionaires at Mr. Jackson’s expense. Ladies and gentlemen, when he settled those two cases in the early ‘90s, he became a real target for people who don’t want to work. And he still is. McManus, a Judge in this courthouse, in this county, finds that she stole from a child’s trust. A Judge in this courthouse finds that she acted with malice against Michael Jackson. She sues Michael Jackson. He cross-complains and decides not to settle that case, just to fight it. It’s the longest trial in the history of — civil trial in the history of this courthouse, six months. And he prevails, and he wins his cross-complaint, and there’s a judgment against McManus and Chacon and Kassim for over a million dollars. McManus is found with materials from Neverland stored in her house. She steals from a children’s trust. She steals from Mr. Jackson. She has judgments against her. They want you to believe her over these alleged victims who come in and say, “He didn’t do anything to us.” What does that tell you about their case? What does that tell you about how desperate they are to do something to win?“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  118. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „No, put your faith and trust in Ralph Chacon, who said he wanted to be a millionaire in his deposition in that case. Put your faith and trust in Kassim Abdool, who forgot that he had signed a statement saying he never saw anything improper happen at Neverland and admitted he wanted to be a millionaire. Put your faith and trust in Adrian McManus. Put your faith and trust in all the trips to the tabloids they made through that agent they hired, who they claim their lawyer was responsible for. Don’t believe these three young men who say, “We were never touched.” It’s the story of this case.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  119. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Phillip LeMarque. I’ve already talked Chacon, McManus, Abdool. They were all part of that group that did the same thing. Phillip LeMarque, he was the chef that claims that Macaulay Culkin was being touched, when Macaulay Culkin says he wasn’t being touched. Remember, he was the one who tried to up his price to $500,000 for a story and said, “I was just kidding around.” He had that agent representing him. He kept upping the price, and eventually he found out the agent sold the story himself. You’re going to trust him over Macaulay Culkin? They want you to. That’s what they want. Macaulay Culkin says he was never molested. He called it absolutely ridiculous. And they tried to attack Macaulay like he was trying to lie on the stand.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  120. Frontline – TV Produktion, Tabloid Truth: The Michael Jackson Story, Regisseur: Thomas Lennon, Schreiber: Cramer, Richard Ben; Lennon, Thomas. 1994.02.15., https://www.youtube.com/watch?v=BWoX4gd4JW0;We practice a form of checkbook journalism – but so does everybody else in this business, almost without exception.“ When the scandal broke, they turned to their friend, Paul Barresi, a former porn star who claimed he’d once made a hundred-grand selling a story to The Enquirer. Barresi: “My interest in helping them was that they promised me a percentage of what they got. I was not on any kind of crusade to bring anyone to justice; and whether Michael was guilty or innocent at that point was inconsequential. My interest was strictly for the money. As was their interest too, I might add.“, Frontline Season 12 Episode 10 , www.tv.com/shows/frontline/tabloid-truth-the-michael-jackson-story-1303054/
  121. Frontline – TV Produktion, Tabloid Truth: The Michael Jackson Story, Regisseur: Thomas Lennon, Schreiber: Cramer, Richard Ben; Lennon, Thomas. 1994.02.15., Frontline Season 12 Episode 10, https://www.youtube.com/watch?v=BWoX4gd4JW0
  122. Lemarque, Philip und Stella, Jackson Case: D.A.’s Sleazy Witness, 2005.04.04., abgerufen 2017.03.01., „…In 1997, Lemarque launched Virtual Sin, a web site he operated until last year. Billed as „the most sinful site on the internet,“ Lemarque’s flagship porn offered explicit photos and videos and greeted web surfers with the words, „Welcome Beaver Hunters.“ With photo galleries devoted to „Blowjobs“ and „ANAL,“…,“ https://www.thesmokinggun.com/documents/crime/jackson-case-das-sleazy-witness
  123. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, 2005 Verteidger Michael Jackson, Interview 2014: „They just brought out whatever evidence they thought would help them win. And of course I was challenging all of their evidence and challenging every witness and I’ve never seen so many witnesses lacking credibility in my life to tell you the truth. Practically every day I would go home saying –my God these witnesses are ridiculous.“, https://turningthetableonthechandlerallegations.wordpress.com/2014/05/13/the-interviews/
  124. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Macaulay Culkin says he was never molested. He called it absolutely ridiculous. And they tried to attack Macaulay like he was trying to lie on the stand.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  125. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Wade Robson got on the stand and he said, “These claims that I was molested are ridiculous,” were his words. What does Mr. Zonen do? He starts grabbing these books and shoving them in his face, books he’s never seen before, and asking him to describe sex acts to you. That’s his response. Abusive, mean- spirited, and having nothing to do with seeking the truth. Nothing.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  126. Rosenberg, Howard, Forget the Facts–We Want the Story! : Media: Allegations surrounding Michael Jackson set off a whirlwind of tabloidesque reports from dubious and so-called legitimate news sources alike., 1993.08.27., „The defining volley arguably came Wednesday when „CBS News This Morning“ anchor Paula Zahn was called upon to seek the real scoop about the ALLEGED scandal from Diane Dimond, star reporter of dubious distinction for the syndicated „Hard Copy.“ That’s right, the CBS News source list is now headed by one of the most aggressively shoddy and dishonest programs on the air.“, LA TIMES, https://articles.latimes.com/1993-08-27/entertainment/ca-28605_1_michael-jackson
  127. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Blanca Francia took 20,000 from a tabloid, talked to Larry Feldman and ended up with another lawyer and settled. Jason Francia says tickling went too far after he initially denied anything had happened. He said, “At the age of 16, money became important to me,” and he settled. And guess what? No criminal case was ever filed against Michael Jackson for any of these alleged victims. Now, let me ask you this, ladies and gentlemen: If Jason Francia cooperated with Mr. Sneddon, and indeed he said Mr. Sneddon was there for the first meeting with his counselor, I wonder what Mr. Sneddon was trying to do? If he cooperated with the sheriffs, if he allowed himself to be interviewed — although in his last interview, he said, “Don’t tape-record it.” Do you remember that? That was an interview having to do with this trial. He and his lawyer showed up at the sheriff’s office and said they didn’t want it tape-recorded, all right? But let’s assume, and it seems pretty clear, that he cooperated with law enforcement from day one. Remember the cross-examination on his interviews? He first denied anything happened. Then these police were leaning on him with curse words, et cetera, and he said, “Well, he tickled me,” and then he started remembering it went too far, et cetera, said his genitals were touched. Let’s assume all of that’s true. He cooperates. He works with Mr. Sneddon. He works with the sheriffs. Why was a case not filed? Why? Because they didn’t think they could win one with him. He took money. His mom took money. His mom went to a tabloid. He came into court and said, “Gee, I didn’t even know my mom went to a tabloid.” Mr. Zonen said that to you in his closing argument a little while ago like you’re supposed to believe it. He didn’t tell you he didn’t want his interview with the police tape-recorded, did he? No criminal case for any of these people.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  128. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Brett Barnes came in and was angry. He said, “It absolutely never happened. I wouldn’t stand for it.” He was angry. He flew from Australia, he gave up his job, to come here and testify that this stuff is false. Do they want you to believe him? No..“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  129. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Jordan Chandler never testified. He filed a lawsuit with Larry Feldman and got money. Mr. Jackson settled that case in the early ‘90s. He didn’t even come into court, say one way or the other. His mother hasn’t seen him. June Chandler, his mother, never testified she saw any molestation. What she testified to was that Michael became essentially a member of their family and stayed at their home in his room. She
    also said he stayed at her ex-husband’s home in the room with Jordan, but she never saw any molestation and never testified to any. And that’s a strange story, too, because Joy Robson said, “She’s a gold digger.” She made a statement in an interview that men had disappointed her in her life and she didn’t know if she wanted
    another man in her life, meaning Michael. Joy was correct. She was out for fame and fortune, and that’s what she’s all about.“
    , themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  130. 1_Anmerkung: Jesus Salas ist ein Angestellter Michael Jacksons auf Neverland. Mr. Salas hatte den Auftrag Jacksons, die Arvizos in Jacksons Auto zu fahren, wohin sie wollten. Fahrten mit Jacksons Rolls Royce waren auch darunter.
  131. Arvizo, Gavin, Zeugenaussage am 10.03.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „Q. You also traveled by Rolls Royce on occasion, true. A. No, I only traveled in a Rolls Royce when I was escaping from Neverland with Jesus.Q. When you were escaping. A. Yes. Q. And you went back — how long after you 16 escaped did you go back there again. A. I think a few days later, when Vinnie and Frank came down Q. Okay. Okay. When you escaped, where did Jesus take you.21 A. He took me to my grandmother’s house. Q. And then two days later you went back with Vinnie. A. I don’t know about two days, but maybe a few days.Q. So you went back, and then you escaped a second time, right. A. I think so. Whatever. Q. And then you went back and you escaped a third time, right. A. No. Q. Well, there were like three escapes, weren’t there. A. I don’t know Q. Okay. Have you ever talked to Mr. Sneddon about how many times you people went back voluntarily and then escaped from Neverland. A. Mr. Sneddon? Q. Yes. A. I think we did. I’m pretty sure we did.“, reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  132. Dimond, Diane, Be Careful Who You Love: Inside the Michael Jackson Case, 2005.11.07., „When it was determined the children needed to get away from their overly anxious mother, to really clear their minds in preparation for their testimony, it was the Robels who took them into their home. They fed them, soothed their fears, and most of all encouraged them to tell the truth.“, Atria Books. Kindle-Version, Seite 315
  133. Robel, Steve, Führender Untersuchungsbeamter Im Interview mit Gavin Arvizo zu sehen in „Michael Jackson The untold story of Neverland“ und in der Abschrift von Roger Friedman im Artikel „Michael Jackson: 10 Years Since The Court Acquittal That Eventually Killed Him“, “You’ve been through hell,” Sgt. Robel was saying near the end of the interview. “What he has done to you, he is the bad person, not you. You, your mom, your sister, your brother… you’re the good people. You guys are doing the right thing, you’re helping a lot of people.” Robel asked the boy if he’d “be open to making a phone call to Michael”– a pretext call in hopes that the popstar would make a damaging admission. The boy shook his head.“ , https://www.showbiz411.com/2015/06/12/michael-jackson-10-years-since-the-court-acquittal-that-eventually-killed-him
  134. Robel, Steve, Führender Untersuchungsbeamter Im Interview mit Gavin Arvizo und in seiner Zeugenaussage vor Gericht gegen Jackson, 2005.03.15., “MR. SANGER: All right. So June 20, you had information that had been obtained from Dr. Katz, and July 7th, you proceed to interview the kids, right?SERGEANT ROBEL: That is correct. MR. SANGER: And on that date, you indicated that, “We’re going to try our best to make this case work“; is that correct? SERGEANT ROBEL: Let me refer to that.MR. SANGER: You can look at — it’s in Davellin’s interview, page 33. SERGEANT ROBEL: Okay. I’m on page 33. There was quite a bit more where that – in addition to what I said in regards to that.MR. SANGER: Well, we can read the whole thing. SERGEANT ROBEL: Okay. I already read the whole thing.MR. SANGER: All right. So you said to Davellin at the — towards the end of her interview, “Okay. Okay. One thing I wanted to say and emphasize to you is that you guys are doing the right thing here. You know what, I know it’s scary, and I realize — really realize that you guys are going through a lot and you’ve been through a lot as a family. They’re the ones that have done wrong, not you. And trust me in this, and trust Detective Zelis, we’re law enforcement. We’re going to try our best to make this case work. I can’t guarantee it, where it’s going to go from here, but that’s why we’re interviewing everybody involved. I don’t care how much money they have” – do you want me to keep going? – “who he is, what — but he’s done wrong. You guys are the victims. Your family is. He is wrong in what he’s done. We’re going to try our best. Can’t guarantee it. We’re going to try our best to bring him to justice.” Did you say that? SERGEANT ROBEL: I definitely said that. MR. SANGER: Okay. So that’s not the statement of somebody who has an open mind who’s looking to see whether or not these people are telling the truth, is it?https://themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  135. Paul Rodriguez, Vorsitzender der Jury im Prozess gegen Michael Jackson 2005, „We felt that the police were trying to get him to say things, that they wanted him to say. So that they could have that recorded.“, aus Larry Nimmer, DVD “Michael Jackson: A Case for Innocence”, nimmer.net/michael-jackson)
  136. Klapakis, Jeff, Lieutnant Santa Barbara Sherrifs Office, Zeugenaussage am 15.03.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „Q. And who was the lead investigator selected at that time. A. Sergeant Steve Robel.“, reflectionsonthedance.com/03-15-05_FINAL__Gain_Flaa___Robel_.txt
  137. Arvizo, Gavin, Arvizo, Gavin – Zeugenaussage im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 2005.03.14., Q= Frage von Michael Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau/A= Antwort von Gavin Arvizo: „Q. Did you engage in a conversation with Mr. Sneddon over the weekend? A. Yes, I did. Q. Where did that conversation take place? A. In a house. Q. Okay. Did Mr. Sneddon come to see you? A. No. Q. Did you go to see Mr. Sneddon? A. Yes. Q. Where did you go to see Mr. Sneddon? A. In a house. Q. In his house? A. In a house. Q. Okay. Who was with you, if anybody? A. Detective Robel. Mr. — Ron, Gordon and Mr. Sneddon, and I believe Mr. Mag was there. Q. Okay. Let me just get it straight. Mr. Robel was there from the Santa Barbara Sheriffs, right? A. Yes. Q. Mr. Sneddon was there, right? A. The attorneys were there. Q. Prosecutors? Prosecutor Zonen was there, right? A. All of the district — all of the attorneys were there. Q. Prosecutor Auchincloss was there, right? A. Auchincloss? Q. Yes. The fellow seated right to my left. A. Oh, Gordon, yeah. Q. Anyone else there besides those four? A. Mag. Q. Who? A. Mag. I don’t know his full name. Q. Okay. Is this another sheriff? A. No, this is an attorney. Q. Another prosecutor? A. He’s another attorney. Q. So you met with four prosecutors and a Santa Barbara Sheriff over the weekend, right? MR. SNEDDON: Your Honor, I’m going to object again. It assumes facts not in evidence that all of those people were present during the meeting. MR. MESEREAU: I think that’s what he just said. MR. SNEDDON: No, he didn’t. THE COURT: Sustained. Q. BY MR. MESEREAU: Did you meet over the weekend with three prosecutors? A. No. Q. Did you meet with four prosecutors? A. No. Q. Did you meet with any prosecutors? A. Yes. Q. Who were they? A. One, Mr. Sneddon. And Steve Robel — and Detective Steve Robel was present. Q. Okay. Was anyone else present? A. They were there, but they were in another room. Q. Okay. Who was there but in another room? A. Ron, Mr. Zonen, Gordon and Mag. Q. Okay. I’m not hearing that. Is it Meg or Mick? A. Mag. Q. Mag. Okay. And as far as you know, Mag’s a prosecutor, correct? A. Yes, I believe so. Q. Okay. Now, what day did you have this meeting? A. I believe it was yesterday. Q. And approximately what time did the meeting take place? A. 6:00, maybe 7:00. Q. So that would be last evening, right? A. Uh-huh. Q. Did you learn in advance that the meeting was going to take place? A. A couple hours before. Q. And how did you learn the meeting was going to take place? A. They — they told me. Q. Okay. Who’s „they“? A. Detective Steve Robel told me. Q. Okay. Did he call you on the phone? A. No, he told me. Q. Did he call you on the phone? A. He told me. Q. Okay. A. No, did he not call me on the phone. Q. Did you call him on the phone? A. No. Q. Did he show up at your house? A. No. I don’t live up here. Q. I’m just trying to ask you how you found out about the meeting. That’s all I’m asking. A. I told you, he told me. Q. Okay. Where did he tell you about the meeting? A. He told me at a house. Q. Where you’re staying, right? A. Yes. Q. Okay. Did he come to the house? A. Yes. Q. Okay. Approximately what time did Mr. Robel come to the house to tell you there was going to be a meeting that evening with all the prosecutors? MR. SNEDDON: Your Honor, I’m going to object to that question. There was no meeting with all those prosecutors. Misstatement of his testimony. MR. MESEREAU: I’ll rephrase it, Your Honor. THE COURT: All right. Q. BY MR. MESEREAU: Mr. Arvizo, at approximately what time yesterday did you learn you were going to travel to another location to meet with Mr. Sneddon and others? A. Um, other — it was around maybe 5:00 or something like that. Q. Okay. And you obviously attended the meeting, right? A. Yes.“, reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  138. Zonen, Ron, Transcript of “Frozen in Time: A Riveting Behind-the-Scenes View of the Michael Jackson Cases”, Part 4, David Edwards/Niederschrift. 2010.11.04., abgerufen abgerufen 2017.03.05., Vindicate Michael „Why keep them away from the press? Because they wanted to control the information that was coming out, and because the mother of the child, frankly, was uncontrollable. She was uncontrollable. She was somewhat, frankly, unstable. She was a person who could say or do anything at any particular time. She was a very difficult person for anyone to control. We dealt with significant issues with her during the course of the trial, and of course she was the principal feature for the defense. Essentially, when the trial came along that it was really nothing more than a shakedown in an effort to extort money. In fact, we of course were of the belief that no such thing happened, and as I describe a little bit more about how these things unfolded, and then you’ll be able to make your own decisions one way or another“, https://vindicatemj.wordpress.com/frozen-in-time-seminar-2/4-ron-zonen-2/
  139. Larry King, amerikanischer Talkshowmaster, Zeugenaussage am 19.05.2005 im Prozess „The people vs. Michael Joe Jackson“: „Have you ever discussed this case with Attorney Larry Feldman? A. Yes. Q. When did that happen? A. Last year sometime, I think. I don’t know the date. Q. And approximately what month do you think it was? A. Gee, I, you know — I’d be — it would be a wild guess. It was sometime before this trial started. Q. Okay. A. Quite some time. Q. And where did this meeting take place? A. Took place at Nate ’n Al’s Restaurant in Beverly Hills. Q. Who else was present? A. One of my producers, Nancy Baker, and three friends, Sid Young, Asher Dan and Michael Viner. Q. And who arranged the meeting? A. We contacted him — I contacted Larry Feldman in order to try to convince him to come on our show. Q. And did Mr. Feldman show up at Nate ’n Al’s? A. He did. Q. Did he show up with anyone else? A. No. Q. Did he sit down with you? A. We were in adjoining booths. He sat here. The booths only hold four. So — I have breakfast there every morning. So I was sitting here, and Asher was sitting there, and Sid was sitting there, and Michael over here, and Nancy over there, and Larry Feldman was sitting right next to me. Q. Did Mr. Feldman express any interest in working with your show? A. Very much. Q. How long did the meeting last? A. About minutes. Q. Okay. Did Mr. Feldman say anything to you about the Michael Jackson case? A. He did. Q. What did he say? A. He said that — that the case of ten years ago, when he represented the other person when there was a settlement, that was a definite good case. But he thought the woman in this case, the mother, was a whacko, was the term he used, and he thought she was in it for just the money. He had met with her. He didn’t want to represent her. He advised her to see someone else and he informed the authorities. He didn’t tell me which authorities. Q. Did he say that this woman told him she wanted money? A. No, I think he said he thinks she wants money. Q. Did he say what he based that opinion on? A. No. Q. Did you ask him? A. No. He just said she was a whacko. That — he said „whacko“ a couple of times, and he said, „She’s in this for the money.“ Q. When he said she was a whacko, did you ask Mr. Feldman what he meant? A. No, I think that’s self-explanatory. Q. Okay. Did he say anything else about Janet Arvizo? A. Other than he refused to take her case. Q. Okay. Did he give any other reasons why he refused to take her case? A. He thought that it was — she was just in it for the money, and she was a little erratic, or whacko, as he said, and he didn’t want to represent her.“, reflectionsonthedance.com/05-19-05__King_Viner_Azja_Nimmer_.txt
  140. Larry Feldman, Rechtsanwalt, am 29.03.2004 vor der Grand Jury, zum Nachteil von Michael Jackson zu Unrecht veröffentlicht am 15.02.2005 bevor der eigentliche Prozess am 28.02.2005 begonnen hatte: Question by DA Thomas Sneddon: „And you’ve heard media reports, and especially from Mr. Geragos who represents Michael Jackson, making statements to the public that the mother, Jane Doe , is greedy and is after Mr. Jackson’s money. I want t o ask you a question.“ Answer by Larry Feldman: „All right.“ Question by DA Thomas Sneddon: „Based upon your professional experience and expertise as a litigator, and including your experience with the 1993 Michael Jackson lawsuit, and the information you gained from Dr. Katz, and the meetings you had with the mother and the children, do you have a professional opinion about the accuracy of that contention?“ Answer by Larry Feldman: „I do.“ Q: „And would you explain to the ladies and gentlemen of the Grand Jury what that is?“ Answer by Larry Feldman: „Well, as — to quote Mr. Geragos, it’s a bald face lie. There is absolutely no truth to that. It is the most ridiculous statement in this entire matter. I could explain why if you want me to.[…]“ thesmokinggun.com/documents/crime/inside-michael-jackson-grand-jury#lightbox-popup-815
  141. Scott Ross, Privatdetektiv, als Angestellter der Verteidigung der Rechtsanwälte Mesereau und Susan Yu in einem Interview mit David Arvizo am 27.10.2004, Anlage zum Schriftsatz vom 28.02.2005, 022805memojcp.pdf: „He described her as “schizophrenic and delusional“ and indicates that she hears voices. He cited several situations that she would say, „What’s that? Did you hear that?“ when there was nothing there. He described her as “schizophrenic and delusional“ and indicates that she hears voices. He cited several situations that she would say, „What’s that? Did you hear that?“ when there was nothing there.
    David went on to cite her insanity by equating her naming of the baby „Michael Jackson“ […]. He asked, „If she has had such a traumatic experience with Michael Jackson, why would you want to constantly be reminded of him?“ He does not believe a word a word she says, and knows she controls the children. It is his belief that Davellin and Star are deathly afraid of here.“
    , themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2021/02/022805memojcp.pdf
  142. Scott Ross, Privatermittler, als Angestellter der Verteidigung der Rechtsanwälte Mesereau und Susan Yu in einem Interview mit David Arvizo am 27.10.2004, Anlage zum Schriftsatz vom 28.02.2005, 022805memojcp.pdf: [David Arvizo] has also been told that Janet [Arvizo] has accepted $100,000 advance for a book deal after the trial. […] This information David says is coming from Carol LaMere.“, themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2021/02/022805memojcp.pdf
  143. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einem Interview vom 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „LaMere has heard about a deal she made with 48 Hours and that possibly had made a book deal, but was not certain from where this information came.“
  144. Gavin Arvizo, Zeugenaussage am 14.03.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „Q = Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau, A = Antwort von Gavin Arvizo „Q. How many lies do you think you told? 2 A. Um, I think maybe about four. 3 Q. Four lies? 4 A. Yeah. 5 Q. How many lies do you think your mother told? 6 A. Four or five. I’m not — I mean — 7 Q. Four or five lies? 8 A. I wasn’t counting or anything. 9 Q. I’m just asking what your opinion is. How 10 many lies do you think your sister told? 11 A. One or two. 12 Q. And how many lies do you think Star told?“, reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  145. Coccoz, Paulina, Michael Jackson trial juror reflects on child molestation case: ‚I would still vote not guilty today‘, Nolasco, Stephanie. 2017.07.21., abgerufen 2017.10.08., „Mrs. Coccoz war Jurymitglied im Strafverfahren gegen Jackson 2005: “ “Because I have boys, I guess that’s my experience I’m using to refer to,” she said. “Boys are pretty obvious in their mannerisms. [And] he didn’t seem upset…when you put kids in a situation where they’re suddenly surrounded by adults, you see a different person… when it comes to talking about being molested, I would imagine that’s a very difficult, difficult thing to talk about, especially in front of a lot of people in a courtroom setting. So I can see how it’s something that would be upsetting. [For him], it’s something where it would come across as ‘no big deal, just another day in the courtroom.“,  https://www.foxnews.com/entertainment/michael-jackson-trial-juror-reflects-on-child-molestation-case-i-would-still-vote-not-guilty-today
  146. Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  147. Rechtsanwalt Thomas Mesereau 2007 über Gavin Arvizo, „Speech to Cumberland School of Law, Spring, 2007
    https://mesereaulaw.com/random-thoughts-on-trial-practice/ by Thomas A Mesereau Jr.: „I had studied this child accuser as he responded to the district attorney’s questions in direct examination. I thought I had a pretty good feel for this witness. To me, he was a thirteen-year-old boy “going on thirty.” In my opinion, this witness was clever, dishonest, deceitful, cool and with an obvious agenda. He had taken acting lessons and appeared to like being in the spotlight. I sensed this the moment he appeared in the witness box. I believed that this child accuser was angry at Michael Jackson, but not because he had ever been molested. I believed he and his family had hustled celebrities like Chris Tucker, George Lopez and others and that his family thought they had “hit Lotto” when they met Michael Jackson. This was a low-income family whom Michael let move to Neverland at various periods. Because the thirteen-year-old boy suffered from cancer, Michael took them on trips, had a blood-drive and did all sorts of wonderful things for the family. The accuser’s brother was one year older and wanted to be a producer. Michael helped him produce a video at Neverland and was constantly doing nice things to assist this family. But then, Michael got sick of them. He got tired of them leaning on him and began to pull away. The children started calling Michael “daddy.” The mother started calling him “daddy.” I believed that these false molestation claims began when the family realized they were on the way out. As clever as this thirteen-year-old boy was, he was not smart enough. He had lied previously in a civil deposition where his mother made false claims that she was molested by security guards at JC Penny stores. In my cross-examination, I spent a lot of time trying to reveal to the jury who this thirteen-year-old really was. I could not have done so if I confined him to “yes” or “no” answers. You only learn who people really are when they talk and reveal themselves. I believed self-revelation was worth the price of relinquishing witness control. I warmed up this witness for the key question. My questions went something like this: “You and your family wanted to stay at Neverland, correct?” “You wanted to take trips with Michael Jackson and did so, right?” “You went on amusement rides with Michael Jackson, didn’t you?” “Michael Jackson introduced you to people you could only dream about actually meeting, right?” “And at some point you became very angry at Michael Jackson, didn’t you?” “Why?” This child accuser began to ramble about how Michael had abandoned him and his family. He never mentioned anything about child molestation!
  148. Gavin Arvizo, Zeugenaussage am 14.03.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „I’m just saying that — see, when I … have a friend, Michael, […] and when I see my friend say that he’s not there, and he’s not at Neverland Ranch trying — and I see him walking and I see his car that he only drives going down at Neverland, you know, it felt like my heart broke right there. […] He would tell me that he wasn’t there, when he was there at the ranch. And it made me really sad, […] sometimes I would go up to the ranch and he would say that he ‘s not there, and then he would be there. […] Q. And you felt in some way that Michael had cut off the friendship, right. A. Yes. Q. You felt he had abandoned you, right. A. Yes. Q. And you felt he had abandoned your family, right. A. Yes.“ … Q. Long before you did the rebuttal video, you had written numerous cards and letters to Michael Jackson referring to him as your father, true. A. Yes. Because I missed him. I mean, I wanted to know what happened, why he wasn’t calling anymore.“ , reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  149. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „You know, one of the most important moments in this trial was, I submit that when you get in the jury room, discuss this occurrence: He’s on the witness stand. He describes the alleged sexual touching, the alleged molestation. You saw no emotion whatsoever. When did you see him really get mad? When he talked about Michael Jackson abandoning his family. Do you remember? Do you remember the emotion, the anger? Do you remember how he reacted? You can’t look at a transcript and see it. You have to see it in person. He was angry because he felt that Michael Jackson had abandoned his family. They were not part of his world. And he wanted to be part of his world. That was clear. No emotion about the alleged touching. Plenty of emotion about, “Why did Michael do that to us?” That happened on cross-examination. And that sums up this case when it comes to Gavin Arvizo. Put all of this together, what do you get?„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  150. Chandler, Raymond, Documents Mentioned In The Book – 1993.07.08. – Chandler – schwarz tapes evans phone call – Transcript, Chandler, Raymond, 08.07.1993, abgerufen 2017.09.04., via web.archive.org und dort atgbook.net/book/agora.cgi?p_id=00012. Die Aufzeichnungen des Telefongesprächs waren Gegenstand des Prozesses auf Schadenersatzzahlung des David Schwartz gegen Evan Chandler. Verfahren Nummer: VS.) SC SC 031 774; Beweis Nummer 10; FILE NO. TPA81793.MK, Auf Raymond Chandlers Webeite veröffentlicht 2004.09.06., via web.archive.org und dort atgbook.net/cttrans.htm: MR. CHANDLER: „I had a good communication with Michael.[…] We were friends, you know. I liked him. […] I respected him and everything else for what he is, you know. There was no reason why he had to stop calling me. He could have called me. […] In fact, Dave, I — you ask Jordy. I sat in the room one day, and I talked to Michael and told him exactly what I want out of this whole relationship, what I want [tape irregularity], okay, so he wouldn’t have to figure me out.
  151. Coccoz, Paulina, Michael Jackson trial juror reflects on child molestation case: ‚I would still vote not guilty today‘, Nolasco, Stephanie. 2017.07.21., abgerufen 2017.10.08., Mrs. Coccoz war Jurymitglied im Strafverfahren gegen Jackson 2005: “It was pretty obvious that there was no molestation done,” she said. “It was pretty obvious that there were ulterior motives on behalf of the family. And the mother, she orchestrated the whole thing…that’s my opinion. But there wasn’t a shred of evidence that was able to show us or give us any doubt in voting guilty. It was pretty obvious there was no other way to vote other than not guilty.”, , https://www.foxnews.com/entertainment/michael-jackson-trial-juror-reflects-on-child-molestation-case-i-would-still-vote-not-guilty-today
  152. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Daily Journal am 01.07.2009: „The trial was characterized by contentious legal rulings. [… ] During the prosecution’s rebuttal, the court permitted the prosecutors to play a police interview tape of the alleged victim. Of course, this was rank hearsay. The theory of admissibility was that I had challenged the demeanor of the alleged victim and the tape was relevant to rebut.” https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  153. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Daily Journal am 01.07.2009: „The trial was characterized by contentious legal rulings. For example, the trial judge allowed the following: The prosecution was permitted to start its case by showing a scurrilous, slanted British documentary that claimed Michael was a pedophile. The prosecution claimed this was evidence of “motive.” https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  154. Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005, in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: „This judge has allowed evidence in my opinion before the jury that has nothing to do with the case. And the only agenda that I can see for letting this inflame the jury and bias them. […] This judge should never have left this tape in at stage and if he makes the mistake of letting it in which I believe it was a mistake then he should allow Mr. Mesereau to cross-examine this witness. These objections by the lawyer representing Mr. Bashir in my opinion are not well taken and are done with the purpose of avoiding Bashir to answer questions.“ via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t
  155. SHOWBIZ 411, Hollywood to the Hudson, Michael Jackson: 10 Years Since The Court Acquittal That Eventually Killed Him, Friedman, Roger. 2015.06.12., abgerufen 2015.06.13., „My favorite moment sitting in that Santa Maria courthouse? When Tom Mesereau got Janet Arvizo to testify she thought Michael Jackson was going to steal her children by taking them away in a hot air balloon. The courtroom howled. Judge Melville banged his gavel. It was the culmination of a devastating testimony skillfully delived by Mesereau. Everyone knew at that moment the jury was not going to buy Sneddon’s prosecution. Everyone, that is, except Sneddon.“, https://www.showbiz411.com/2015/06/12/michael-jackson-10-years-since-the-court-acquittal-that-eventually-killed-him
  156. Arvizo, Janet, Zeugenaussage in dem Verfahren „Das Volk gegen Michael Jackson“, 2005.04.18., abgerufen 2017.06.14., „Q = Frage von Jackson Verteidiger Mesereau/A = Antwort von Janet Arvizo„Q. Now, you told the sheriffs at one point you thought your family might disappear in a hot air balloon from Neverland, correct? A. He’s taking it out of context. I had informed the police that — that Frank and Vinnie had expressed to me that they had many ways to — and also Ronald and Dieter, remember, and Ronald and Dieter were replaced by Frank and Vinnie, and that they had many various ways to make my children disappear. And I was expressing it, but he’s minimizing it. Q. Did you tell the sheriffs that you thought your family might disappear in a hot air balloon from Neverland? A. Again, he’s minimizing it. I told him what I told the police what Ronald and Dieter, Frank and Vinnie had said; that they had various ways to make — transporting my children and making them disappear. And what was most terrifying is when it was towards the end, now they had the passport, plus visa. Q. Did you ever mention a disappearance in a hot air balloon? Yes or no. A. I made them aware that they had a variety of ways of getting my children out and that was one of them. This isn’t me. This is what your Frank and Vinnie said, plus your Ronald and Dieter. So I’m just communicating to the police what I was told. Q. And some of them — somebody mentioned to you disappearance in a hot air balloon, right? A. This is one of a variety of ways.“, reflectionsonthedance.com/04-18-05_FINAL__Janet_Arvizo_Cross___Redirect_last_30_min_.txt
  157. Taibbi, Matt, Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire., 10.2007, Grove Press, Black Cat. ISBN-13: 978-0802170415
  158. Taibbi, Matt, Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire, 10.2007, Grove Press, Black Cat, ISBN-13: 978-0802170415
  159. Arvizo, Gavin – Zeugenaussage im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 2005.03.14., abgerufen 2017.06.22., Q = Frage von Michael Jacksons Verteidiger Thomas Mesereau A = Antwort von Gavin Arvizo „Q. Let me ask you what you just said. Did you say you want to be in movies? A. I wanted to. But now that I’m in high 1 school and I’m seeing all the other careers, I want to do — I want to be in law enforcement, or whatever.“, reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  160. Linda Deutsch, AP am 21.11.2003: Bitter rivalry between DA, Michael Jackson reflected in latest case, AP am 21.11.2003: „Those who have worked with Sneddon say he is tenacious and tough, particularly when he has made up his mind about a case — sometimes to a fault. „There were times, and there still are, that his tenaciousness gets in the way of his better judgement and he has to step back. That’s maybe more difficult for Tom than other people,” Slater said. “He can be a pretty tough article.„, deseret.com/2003/11/21/19797010/bitter-rivalry-between-da-jackson-reflected-in-latest-case
  161. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „The case is about a woman trying to protect her children from a collection of overpaid employees all determined to profit at the expense of her and her children […] Janet Arvizo never asked for one penny from Michael Jackson […] Janet Arvizo had never asked for one penny from Michael Jackson, and to this day has never asked for one penny from Michael Jackson, has never asked anything of him, has never desired anything from him, and there is absolutely no evidence whatsoever that she does today. […] And Janet Arvizo clearly understood that she is not necessarily the most credible person around […] And at night, they entered into the world of the forbidden. […] “The lion on the Serengeti doesn’t go after the strongest antelope. The lion on the Serengeti goes after the weakest antelope.” All predators go after the weakest, not the strongest. […] They were erasing this family. Remember that movie that came out a few years ago starring our Governor? They were erasing this family.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  162. Staatsanwalt Ron Zonen in Weezy and The Swish episode 014 , 2005.12.09., abgerufen 2017.09.18., Interview Palanker, Louise. Gäste: Ron Zonen. https://archive.org und dort https://ia801301.us.archive.org/11/items/WeezyAndTheSwishEpisode016/WeezyAndTheSwish-Episode14.mp3  Minute 16:51: „I contemplated doing closing arguments in payamas. That would make a statement. But I was overruled … and I own nothing in silk.
  163. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „Michael Jackson said, “We are family. I am your family. I will take care of you. I will protect you. You need to believe that I am your family”? Have you heard that before from other witnesses? In fact, isn’t it true that virtually all of the witnesses from the 1993 case who were in some way involved with Michael Jackson, whether it was the Barnes family or whether it was the other family, the Robson family, or whether it was the Chandler family, virtually all of those witnesses said the same thing? Michael Jackson would stress over and over again, “We are family. I am your father. We are family. You have to trust in me.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  164. Michael Jackson, Juni 2009. Während der Konzertproben für „This Is It“ zu seinen Mitarbeitern: „I have an important message to give. Okay. It’s important. I love you all and we’re a family. Just know that. We’re a family. And bring love back into the world. Remind the world that love is important. Love is important. Love each other. We’re all one.“
  165. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Ladies and gentlemen, I just heard a prosecutor get up, start his closing argument with an attack on me. And whenever a prosecutor does that, you know they’re in trouble. […] This is not a popularity contest between lawyers. The issue in this case is the life, the future, the freedom and the reputation of Michael Jackson. That’s what’s about to be placed in your hands. And the question you have before you is very simple. Do you believe the Arvizos beyond a reasonable doubt, or not?, „ themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  166. Roger Friedman’s Showbiz 411- Hollywood to the Hudson, Michael Jackson: 10 Years Since The Court Acquittal That Eventually Killed Him, zitierter Artikel vom 12.06.2015: „The prosecutors were so out of touch with what was happening that on the eve of the verdict, they threw themselves a congratulatory party. In a public restaurant. A woman I knew stumbled upon them and called me immediately. This is what I wrote on June 10, 2005: The prosecutors in Michael Jackson’s child molestation and conspiracy trial apparently feel they’ve already won their case. On Wednesday night [June 8], the whole lot of them — DA Tom Sneddon, Ron Zonen, Gordon Auchincloss, their wives and families — all celebrated at the Hitching Post restaurant in Casmalia. The Hitching Post, cousin of the Buellton restaurant featured in the movie “Sideways,” is considered the best restaurant in the greater Santa Maria area. Sneddon was so happy that he actually embraced celebrity crime reporter Aphrodite Jones. She told me he was in a jubilant mood, and the most outgoing of all the people on hand. Said one observer, “This group was happy. There was definitely a celebratory mood.” The prosecutor’s team was first spotted making merry at the bar, and then retreated to a private dining room behind the bar that has no door. “They could be heard laughing and carrying on,” said a source. Also present at what could only be termed a party were several of the police investigators involved in the case, including Sgts. Steve Robel and Jeff Klapakis. By contrast, little has been seen around town of defense attorney Tom Mesereau, who’s kept a low profile since the jury began deliberations a week ago. It was two weeks since the defense had rested. It would be five more days before the jury would come back with their stunning verdict that rebuked Sneddon’s entire case. But there they were, so full of hubris, certain that they’d prevailed. In a way they had. Tom Sneddon essentially killed Michael Jackson. If Sneddon had really been objective and had investigated the Arvizo’s properly, the case would not have come to trial. But he turned it into a circus from day 1–staging a surprise raid of Neverland, conspiring with tabloid reporter Diane Dimond (whose entire career is built on her obsession with being Jackson’s snarling enemy)– to make it a big media splash. Nothing was done by the book. It was all done to ruin Michael Jackson and it worked. […] The jury in the trial thought that once they’d acquitted Michael, the solid gold gates to Neverland would swing open and Jackson would thank each of them individually. They were so wrong. The gates snapped shut. Jackson was never seen again in the town of Los Olivos. Two weeks later he and his children were gone, kicking off four years of homelessness that would end in death. Neverland fell silent. Unlike with the prosecutors, there was no celebration of this bitter victory.“, showbiz411.com/2015/06/12/michael-jackson-10-years-since-the-court-acquittal-that-eventually-killed-him
  167. Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  168. Thomas A Mesereau Jr., 2008, abgerufen 2017, MESEREAU LAW GROUP Lights, Camera, Objection!, The American Trial Lawyer, 2008, HIGH PROFILE DOESN’T HAVE TO BE A HIGH WIRE ACT: „[…] Motivated by the months of future airtime and the many stories to be told about the rise and fall of Michael Jackson, the clairvoyant media was trying to spin a conviction. During the week of jury deliberations numerous television stations were showing images of the jail cell they expected Jackson to occupy.. Because the coverage was largely pro-prosecution, the prosecutors began to think they were doing well. They weren’t. During jury deliberations, the prosecutors and sheriffs actually had a victory celebration at a local watering hole on a Saturday night. The following Monday, the jury returned fourteen not guilty verdicts (ten felony charges and four, lesser included, misdemeanor options). […] Clients in the entertainment business understandably believe that a direct correlation exists between media success and courtroom dexterity. But, their Hollywood view of the courtroom is unrealistic.[…] But the outcome of these cases is never decided by the media. These cases are ultimately won and lost in the courtroom. The most important audience is a group of thirteen – one judge and twelve jurors.„, https://mesereaulaw.com/lights-camera-objection/
  169. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Accomplished Criminal Defense Attorney Thomas Mesereau Challenges Injustice, 22.12.2019, LAWS criminal.laws.com/criminal-news/accomplished-criminal-defense-attorney-thomas-mesereau-challenges-injustice-36714 via Accomplished Criminal Defense Attorney Thomas Mesereau Challenges Injustice – Mesereau Law Group: „If you recall, on verdict day, Times Square stood still.  In every capital in the world, people stopped what they were doing to find out what the verdict would be—it was an enormous case.”
  170. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger Michael Jackson, Interview 2014: „[…]I t’s very sad because a reputation is worth its weight in gold and you can’t put a price on a good reputation. This was the closest thing to full vindication that you can find in the American justice system this was 14 not guiltys, 10 felony and four a lesser included misdemeanors. Meaning they wouldn’t even convict him on a misdemeanor count. So you can’t get a stronger declaration of innocence in the American justice system than he got. It’s very sad that a lot of people refuse to take into account the evidence or lack thereof than these jury verdicts. This was a very conviction oriented part of California in this courthouse the conviction rate is overwhelming. You get very conservative jurors, a lot of them from the neighboring Air Force Base and they went not guilty 14 times.“, https://turningthetableonthechandlerallegations.wordpress.com/2014/05/13/the-interviews/
  171. Randal Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.
  172. Wer die Nachtigall stört, Originaltitel: To Kill A Mockingbird, DVD von 2010, Original von 1962, In der Hauptrolle: Gregory Peck als Anwalt Atticus Finch, Studio: Universal Pictures Germany GmbH. Bezeichnenderweise zeichnete Michael Jackson diesen Film als seinen Lieblingsfilm.
  173. Lee, Harper, To Kill a Mockingbird – Deutscher Titel: Wer die Nachtigall stört, 1960/2014, „The defendant is not guilty, but somebody in this courtroom is.“ – Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Atticus Finch. Harperperennial Modern Classics, HarperCollins. Kindle-Version, Seite 271 und auf der DVD von 2010, Original von 1962, in der Hauptrolle: Gregory Peck als Anwalt Atticus Finch., Studio: Universal Pictures Germany GmbH. Bezeichnenderweise zeichnete Michael Jackson diesen Film als seinen Lieblingsfilm
  174. Lee, Harper, To Kill a Mockingbird, Deutscher Titel: Wer die Nachtigall stört, 1960/2014, „The defendant is not guilty, but somebody in this courtroom is.“ – Anwalt Atticus Finch, Harperperennial Modern Classics, HarperCollins. Kindle-Version, Seite 271
  175. Mesereau, Thomas, Litigation Commentary & Review.org,  abgerufen 2017.07.09., „19. What is your favorite lawyer movie? To Kill a Mockingbird.“, https://litigationcommentary.org/interviews/65-interview-tom-mesereau
  176. Boteach, Rabbi, Shmuley, A tragic icon reveals his soul in intimate conversation – The Michael Jackson Tapes, 25.09.2009, „I am crazy about To Kill a Mockingbird. That’s the story that I see and every time I see it I have a lump in my throat in the same place. Have you seen it? Oh, I can’t wait to show it to you. Please see it with me. We’ll turn off all the phones and we’ll just watch it. SB: Can the kids watch it? MJ: Absolutely, they will learn. It’s about racism in the South. It’s about a man who is put on trial saying that he raped a white woman. There are some hard areas but it is seen through the eyes of children. Man this movie will wear you out. I love it too much. It is definitely one of the best movies. I wish I had directed it. Oh God, it is so sweet.“, Vanguard Press, Kindle-Version, Kindle-Positionen4121-4126)
  177. Mesereau, Thomas, https://web.archive.org/web/20210120061736/https://litigationcommentary.org/index.php/interviews/65-interview-tom-mesereau, abgerufen 2017.07.09., „Michael Jackson was one of the nicest, kindest people I ever met. He truly believed that he was uniquely positioned to create a better world. He hoped to do this through music, art, love and good deeds.“, https://web.archive.org/web/20210120061736/https://litigationcommentary.org/index.php/interviews/65-interview-tom-mesereau
  178. Lee, Harper, Wer die Nachtigall stört, 1960/2014, „Nimm meinetwegen Blauhäher aufs Korn, soviel du willst, und sieh zu, ob du sie treffen kannst. Aber vergiß nicht, daß es Sünde ist, auf eine Nachtigall zu schießen.“[…]“Nachtigallen erfreuen uns Menschen mit ihrem Gesang. Sie tun nichts Böses, sie picken weder die Saat aus dem Boden noch nisten sie im Maisschuppen, sie singen sich nur für uns das Herz aus der Brust. Darum ist es Sünde, auf eine Nachtigall zu schießen.“, Harperperennial Modern Classics, HarperCollins. Kindle-Version , Seite 135/136
  179. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, über Michael Jackson 2009, 20 Questions with Tom Mesereau, Litigation Commentary:He derived tremendous pleasure from seeing children happy. Michael did not like to hang out at clubs or celebrity parties. He traveled around the world to shed light on the plight of the world’s children. For many years, he wouldn’t do a concert without visiting a children’s hospital. He donated many millions of dollars to these causes. He was very human. To be the world’s best known celebrity brought benefits and burdens. He attracted one mediocrity after another and fell prey to con artists and charlatans. Michael suffered isolation and loneliness. But he left a great legacy and changed the planet forever. (Was Michael, in your estimation, simply a more complex person than most people can comprehend?) You can’t be the world’s greatest musical genius without a certain complexity. Geniuses feel, intuit and perceive forces and rhythms that the rest of us miss. His wistful, idealistic visions often clashed with the cruel planet he populated. I met him during the worst period of his life.“, litigationcommentary.org/index.php/interviews/65-interview-tom-mesereau via https://mesereaulaw.com/the-litigation-commentary-review-asks-tom-mesereau-20-questions/
  180. Thomas Mesereau, Verteidiger von Michael Jackson am 18.06.2005 in der „Tonight Show“ mit Jay Leno: „And he had serious — he really had emotional problems. He had trouble eating and sleeping. Michael was not emotionally built for this kind of a a process. Month after month of sitting in a courtroom, listening to all this nonsense thrown at you. Knowing your life and your freedom are on the line. It was a very hard process for him, emotionally.“, popdirt.com/thomas-mesereau-visits-the-tonight-show/39938/
  181. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Daily Journal am 01.07.2009: „In the wake of his passing, I am haunted by certain late-night phone calls I received from Michael. Childlike, kindhearted and terrified, Michael begged me not to allow corrupt enemies to co-opt my performance. He seemed skeptical about any lawyer truly acting in an honorable, professional manner. I repeatedly assured him that my background had more to do with civil rights than it did Hollywood. The world’s most famous celebrity was not accustomed to honest, decent representation. The 14 acquittals were tantamount to complete legal vindication. Nevertheless, I write this with a heavy heart. Michael was one of the kindest, nicest people I ever met. His wistful desire to heal the world with love, music and artistry clashed horribly with the barbaric way he was exploited. The world is a far better place because of him.“ https://mesereaulaw.com/defending-michael/
  182. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, American Journal of Trial Advocacy Random Thoughts on Trial Practice, Volum 31:1: I proved that he was a protector of children rather than their enemy..“ https://mesereaulaw.com/random-thoughts-on-trial-practice/

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