26) Missbrauchte der Staatsanwalt Michael Jackson? Eine Anklage

Ab dem 18. Dezember 2003 erhob Staatsanwalt Sneddon mithilfe der Staatsanwälte Zonen und Auchincloss eine Anklage gegen Michael Jackson, von der nur sie selbst überzeugt waren. Vielleicht.

Über die Staatsanwälte

„[Staatsanwalt Sneddon] arbeitet gegen einen ganzen Berg von Beweisen, die belegen, dass die Familie Arvizo ihre Behauptungen gegen Jackson erfunden hat und auf die eine oder andere Weise Geld von ihm erpressen wollte.“

Roger Friedman, Journalist und Prozessbeobachter am 14.05.2005 1

„Wir werden unser Bestes geben, damit dieser Fall funktioniert.“

Sergeant Steve Robel, ein engagierter Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Santa Barbara 2003. 2

Die Staatsanwälte Tom Sneddon, Ron Zonen und Gordon Auchincloss] waren extrem aggressiv, extrem vorbereitet und sehr entschlossen. Ich schätze, ihr größtes Problem war, dass sie in ihrem Fall nicht objektiv waren. Sie glaubten Dinge, die sie glauben wollten. Sie versuchten, Theorien zu beweisen, die absurd waren. Und sie versuchten, Michael Jackson auf eine Weise zu dämonisieren, die absolut lächerlich wirkte, wenn man sich die Beweise genau ansah. Und sie sind weit über das Ziel hinausgeschossen, und das hat ihnen geschadet.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Interview mit Larry King am 14.06.2005. 3

„Ich möchte Sie alle wissen lassen, dass ich ein Eröffnungsplädoyer als Vertrag ansehe. Wenn man in einem Eröffnungsplädoyer Versprechungen macht, sollte man sie besser einhalten. Denn am Ende des Prozesses werden die Geschworenen wissen, ob man sie eingehalten hat oder nicht.“

Rechtsanwalt Mesereau, Thomas am 28.02.2005, Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 4

Zum Ende seines Prozesses gegen Michael Jackson am 13.06.2005: „saß [Staatsanwalt Sneddon] vor den Augen der Geschworenen oft mit dem Kopf in den Händen und schaute fragend auf das, was er angerichtet hatte. Sneddon hat die letzten zwölf Jahre damit verbracht, zu beweisen, dass Jackson ein Kinderschänder ist, aber er wählte den falschen Fall und die falschen Leute, um seinen Deal abzuschließen. Das wurde den Geschworenen am Freitag deutlich vor Augen geführt. Die ganze Sache ist völlig unfassbar. […] Seine einzige Chance auf Wiedergutmachung besteht darin, diesen Alptraum zu beenden, bevor er noch schlimmer wird. Das wird [Sneddon] ein besseres Erbe sichern, als das, das er sich selbst geschaffen hat.“

Roger Friedman, Prozessbeobachter zum Ende des Prozesses gegen Michael Jackson am 16.05.2005. 5

Über die Rolle der Gesellschaft

„Wir sind eine Gesellschaft, die etwa alle fünfzig Jahre von einem Paroxysmus [Anm.: med. anfallartiges Auftreten einer Krankheitserscheinung] der Tugendhaftigkeit heimgesucht wird – einer Orgie der Selbstreinigung, durch die das Böse der einen oder anderen Art vertrieben wird. Von der Hexenjagd in Salem über die Kommunistenjagd in der McCarthy-Ära bis hin zur aktuellen schrillen Fixierung auf Kindesmissbrauch zieht sich ein roter Faden der moralischen Hysterie […]. In einigen Jahren wird man sich zweifellos dieselben Fragen über unsere heutige Zeit stellen – eine Zeit, in der die unwahrscheinlichsten Missbrauchsvorwürfe Glauben finden; in der es genügt, von anonymen Quellen beschuldigt zu werden, um von Ermittlern abgeführt zu werden; eine Zeit, in der die Jagd auf Kinderschänder zu einer nationalen Pathologie geworden ist.“

Dorothy Rabinowitz, Mitte der 1980er. 6

Über den Angeklagten Michael Jackson

„[Staatsanwalt] Tom Sneddon hat im Grunde Michael Jackson umgebracht. Wenn Sneddon wirklich objektiv gewesen wäre und die [Familie der Ankläger namens ] Arvizo richtig untersucht hätte, wäre der Fall nicht vor Gericht gekommen. Aber [Staatsanwalt Sneddon] machte vom ersten Tag an einen Zirkus daraus […] Nichts wurde nach dem Protokoll erledigt. Es wurde alles getan, um Michael Jackson zu ruinieren, und es hat funktioniert. […] Die Geschworenen des Prozesses gingen davon aus, sobald sie Michael freigesprochen hätten, würden sich die massiven goldenen Tore von Neverland öffnen und Jackson jedem einzelnen von ihnen danken. Sie lagen so falsch. Die Tore schnappten zu. Jackson wurde nie wieder in der Stadt Los Olivos gesehen. Zwei Wochen später waren er und seine Kinder verschwunden, womit eine vierjährige Obdachlosigkeit begann, die mit dem Tod enden sollte. Neverland wurde still. Anders als bei den Staatsanwälten gab es keine Feierlichkeiten zu diesem bitteren Sieg.“

Roger Friedman, Journalist und Prozessbeobachter am 18.04.2004. 7

Die Anklage gegen Michael Jackson:

Die Anklage der Staatsanwälte gegen Michael Jackson lautete, der Angeklagte habe im Zeitraum zwischen 20. Februar 2003 bis 12. März 2003 Janet Arvizo (* 1968), ihre Tochter Davellin Arvizo (* 28.02.1985) und ihre Söhne Gavin Arvizo (* 12.1989), und Star Arvizo (*09.12.1990) entführt, erpresst, der Freiheit beraubt und bedroht.
Unter Punkt 1 der Anklage vom 21. April 2004 wurde Michael Jackson der Verschwörung angeklagt, die er mit folgenden, noch möglicherweise anzuklagenden Mitverschwörern begangen haben soll: dem Unternehmer Ronald Konitzer, seinem Manager Dieter Wiesner, seinen Angestellten aus dem Bereich Entertainment, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzbuchhaltung Frank Cascio und Vinnie Amen und dem Filmproduzenten Marc Schaffel im Zeitraum vom 20. Februar 2003 bis 12. März 2003.
Um die genannten „Mit-Verschwörer“ davon abzuhalten, im Gericht und in den Medien für Michael Jackson auszusagen, wurden sie von Sneddon als – noch – nicht angeklagte Mitverschwörer benannt. Auf diese Weise legte die Staatsanwaltschaft ihnen eine Art Maulkorb an.
Die Verschwörung aller Beteiligten unter Punkt 1 der Anklage soll das einzige Ziel gehabt haben, zwischen dem 20. Februar 2003 und dem 12. März 2003 den dreizehnjährigen Gavin Arvizo zu entführen, in Gefangenschaft zu halten, fahrlässig und vorsätzlich mit Alkohol zu versorgen und am Ende sexuell zu missbrauchen. Laut Anklage soll der sexuelle Missbrauch exakt zu der Zeit passiert sein, in dem Michael Jackson im Fokus der Ermittlungen von Jugendämtern, Staatsanwaltschaft, Pressevertretern und Polizeibeamten stand. Zu einem Zeitpunkt, als die Medien ihre volle Aufmerksamkeit auf Jackson und auf Neverland richteten.
Ausgangspunkt dieser unter Punkt 1 der Anklage gegen Michael Jackson formulierten Verschwörung soll die TV-Dokumentation des britischen Journalisten Martin Bashir vom 3. Februar 2003 gewesen sein:

„Gemäß der Staatsanwaltschaft hatte Jackson den Jungen nicht missbraucht, bevor die Dokumentation gesendet wurde (Anm.: „Living with Michael Jackson“). Aber er war so sehr besorgt, dass [Gavin Arvizo] möglicherweise derartige Anschuldigen machen würde, dass [Michael Jackson] und eine Bande von Neverland Höflingen eine ausgeklügelte Verschwörung in Gang setzten, um den Jungen und seine Familie für annähernd fünf Wochen der „Freiheit zu berauben“ (in luxuriösen Hotels, auf der Neverland Ranch und anderen Orten), während sie die Familie zwangen, vor laufender Kamera zu bestreiten, dass irgendetwas Ungehöriges jemals zwischen Jackson und dem Jungen passiert wäre […]
Der Fall der Staatsanwaltschaft läuft demnach auf Folgendes hinaus: In Panik über schlechte Publicity konspiriert Jackson, einen Jungen zu entführen und zwingt ihn, jedweden Akt sexuellen Missbrauchs zu bestreiten, der tatsächlich bis dahin gar nicht passiert war, um dann seine Panik lange genug zu überwinden, um den Jungen tatsächlich sexuell in genau jenem Augenblick zu belästigen, in dem die ganze Welt zusieht. Das ist ein fantastisches Argument, in […] staatsanwaltlicher Logik: Verschwörung, um Verschwörung zu begehen, Freiheitsberaubung der Ordnung halber, gefolgt von einem plötzlichen Akt blanken, selbstzerstörerischen Wahnsinns. Und nichts davon macht Sinn, bis man tatsächlich Sneddon im Gericht operieren sieht.“

Matt Taibbi. Prozessbeobachter. 8

Der Richter am 28. Februar 2005 über die Anklage gegen Michael Jackson:

Die Anklage ist kein Beweis für seine Schuld.
Sie müssen Ihre Entscheidungen auf Grundlage von Fakten und Gesetzen treffen. Sie dürfen sich nicht von Mitleid mit dem Angeklagten oder von Vorurteilen gegen ihn beeinflussen lassen. Sie dürfen nicht gegen den Angeklagten voreingenommen sein, weil er wegen dieser Straftat verhaftet, eines Verbrechens angeklagt oder vor Gericht gestellt worden ist.
Keiner dieser Umstände ist ein Beweis für seine Schuld. 
Sie dürfen aus keinem dieser Umstände schließen oder annehmen, dass der Angeklagte mit größerer Wahrscheinlichkeit eher schuldig ist als unschuldig. Sie dürfen sich nicht von bloßen Gefühlen, Vermutungen, Sympathie, Leidenschaft,Vorurteilen, der öffentlichen Meinung oder dem öffentlichen Empfindenbeeinflussen lassen.
Ein Eröffnungsplädoyer ist kein Beweismittel.

Richter Rodney Melville am 28.02.2005 an die Jury-Mitglieder im Prozess gegen Michael Jackson.

Zum Ende des Prozesses am 13. Juni 2005 um ca. 14.25 Uhr fällten alle 12 Geschworenen des Oberen Gerichts des Staates Kalifornien ihr Urteil: Michael Jackson ist aller 14 Vorwürfe der Anklage nicht schuldig.

Die Darsteller in der Anklage gegen Michael Jackson:

Zeitschiene zur Anklage gegen Michael Jackson:

1993.08.: Staatsanwalt Thomas Walther Sneddon jr. steht wegen Michael Jackson im Scheinwerferlicht

Ab August 1993 ist der US-amerikanische Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon nach den Anschuldigungen des Evan Chandler verpflichtet, gegen Michael Jackson wegen angeblichen Missbrauchs eines 13-jährigen zu ermitteln. Die Ermittlungen des Staatsanwaltes laufen ins Leere, kosten den Behörden und Steuerzahlern aber hohe Geldsummen. Von bis zu 430 Zeugenvernehmungen ist die Rede. 9

ab 1994.09.: Staatsanwalt Thomas W. Sneddon reist persönlich nach Australien und England in der Hoffnung auf „Opfer“ des Michael Jackson

Staatsanwalt Thomas W. Sneddon reist persönlich nach Australien und England, um sich an jene Familien zu wenden, von denen er glaubte, ihre Söhne wären von Michael Jackson missbraucht worden. Sneddon erfuhr einen Misserfolg nach der anderen und machte seine Enttäuschung darüber in Interviews der Presse gegenüber deutlich.
Sneddon beschrieb über das nächste Jahrzehnt seine Akten mit den Ermittlungen gegen Jackson weiterhin als „offen, aber inaktiv“ und erklärte den Medien wiederholt, was nötig sei, um ein neues Grand Jury Verfahren zur Anklageerhebung gegen Michael Jackson einzuleiten, sei ein „kooperierender“ Zeuge. Erste Pressevertreter werfen Sneddon vor, eine „Vendetta“ gegen Michael Jackson zu führen.

1995: Michael Jackson veröffentlicht seinen ärgerlichen Song über den Tom Sneddon auf dem HIStory-Album

Auf dem 1995 weltweit erschienen HIStory-Album veröffentlicht Michael Jackson seinen Zorn und seinen Ärger über den Staatsanwalt Tom Sneddon in einem Song, den er D.S. nannte, die verklausulierten Initialen von T.S.

ab 1995: Staatsanwalt Tom Sneddon veranlasst neues Gesetz wegen der Weigerung Jordan Chandlers „nicht länger als Opfer zur Verfügung zu stehen“

Mitte der 1990er nahm Sneddon die Verweigerung des Jordan Chandler als Zeuge in einem Strafverfahren auszusagen, zum Anlass, eine gesetzliche Regelung anzuregen. Danach ist ein evtl. Zivilprozessverfahren so lange auszusetzen, bis das laufendes Strafverfahren – in der derselben Sache – entschieden ist. Der Vater, Evan Chandler, hatte 1993/1994 gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt Larry Feldman ein Zivilprozessverfahren mit Millionen-Dollar-Forderungen gegen Michael Jackson eingeleitet und verbreitete Anschuldigungen von Kindesmissbrauch in den Medien, um Druck auf Jackson auszuüben. Diese Taktik hatte Erfolg. Im Januar 1994 wurde Chandlers Zivilverfahren mit einem Vergleichs über $15 Millionen beendet. Und Jordan Chandler, der Minderjährige, vertreten durch Evan Chandler, weigerte sich ab September 1994 offiziell in „einem Strafverfahren als Opfer“ aufzutreten. Das neue Gesetz schiebt solchen zivilrechtlichen Praktiken einen Riegel vor. 10 Nach dieser Regelung wäre es den Chandlers 1993 nicht möglich gewesen, ihr Zivilverfahren mit den Geldforderungen zeitlich vor dem Strafverfahren zu erledigen. Die Chandlers hätten die Verurteilung im Strafverfahren – mit einer Aussage des Jordan Chandler und auch seines Vaters Evan Chandler unter Eid – abwarten müssen, um ihre Geldforderungen in ihrem Zivilprozess weiter zu verfolgen.

1996.05.07.: Evan Chandler, Vater von Jordan, will über angeblichen Kindesmissbrauch von 1993 „eigene Plattenkarriere starten

Evan Chandler, der Vater von Jordan Chandler, der ab 1993 mithilfe von Rechtsanwalt Larry Feldman einen Millionen Dollar Zivilprozess gegen Jackson führte, verklagt 1996 Michael Jackson erneut in einem Zivilprozess. Evan Chandlers Forderungen lauteten dieses Mal: Evan wollte eine Gewinnbeteiligung an Michael Jacksons Musikalbum HIStory von 1995, die Chandler auf $60 Millionen bezifferte. Er forderte auch Jacksons Erlaubnis, ein Musikalbum veröffentlichen zu dürfen, auf dem er über den angeblichen Missbrauch seines Sohnes singen wollte und das den Namen „EVANstory“ tragen sollte. Evan Chandler verklagte auch Jacksons damalige Ehefrau Lisa-Marie Presley und verlangte die Einstellung des Verkaufs von Jacksons HIStory-Album.

„Der Zahnarzt von Beverly Hillls […] hofft nun auf einen weiteren Besuch der Zahnfee. […] Chandler benannte auch die Ex-Frau des Popmusikstars, Lisa-Marie Presley, die Sony Music Coporation, die Walt Disney Co. und etwa 300 ungenannte Personen als Mitverschwörer. […] Und, ja, er will ernst genommen werden. […] Wenn Evan Chandler irgendwelche Beweise haben sollte, die die Anschuldigung stützen, dass Jackson seinen Sohn „sexuell belästigt und angegriffen“ hat, sollte er sie einem Staatsanwalt geben – und nicht versuchen, sie zu benutzen, um seine eigene Plattenkarriere zu starten. […]
Erinnern Sie sich an die jüngste Kontroverse über Jacksons Verwendung von Begriffen wie „Jew me, sue me“ und „kike me, don’t you black or white me“ in einem Song des HIStory-Albums? Nun, Chandler, der Jude ist, behauptet in seiner Klage, dass sie direkt an ihn gerichtet waren. Jetzt will er die Chance ergreifen, mit seinem eigenen Repertoire an Liedern zurückzuschießen.
Evan, komm in die Gänge. […] Wenn Michael Jackson deinem Jungen das Unaussprechliche angetan hat, gib den Staatsanwälten die Beweise, die sie brauchen, um ihn ins Gefängnis zu bringen. Mach es, oder halt die Klappe.“

DeWayne Wickam, Gannett News Service, 1996 in „Der Kläger sollte versuchen, eine Melodie zu trällern, die die Behauptungen über Kindermissbrauch glaubhaft macht.“ 11

1996.: Bevor Gavin Arvizo Michael Jackson beschuldigt, beschuldigt er seine Mutter Janet Arvizo, ihn sexuell zu missbraucht zu haben

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Ist Ihnen bekannt, dass Gavin 1996 seine Mutter beschuldigt hat, ihn sexuell missbraucht zu haben? […] Was wäre, wenn Sie gewusst hätten, dass der junge Mann [Anm.: Gavin Arvizo] zuvor seine Mutter angezeigt hatte, weil sie ihn sexuell missbraucht hat? […] Würde eine Vorgeschichte von Missbrauchsvorwürfen in einer Familie darauf hindeuten, dass es Kindern in der Familie leichter fällt, zu erklären, dass sie belästigt wurden, wenn es wirklich so war? […]
Und wussten Sie, dass Davellin [Arvizo] ihren Vater zuvor beschuldigt hatte, sie sexuell belästigt zu haben? […]
Wussten Sie, dass Gavin zuvor seine Mutter beschuldigt hatte, ihn sexuell missbraucht zu haben?[…]

Rechtsanwalt Thomas Mesereau in der Zeugenvernehmung der Sozialarbeiterin beim Jugendamt Irene Lavern Peters am 17.05.2005. 12

„Sie wissen, dass Gavin Arvizo in sehr jungen Jahren in den 1990er Jahren bei der Kinderschutzbehörde (Department of Children & Family Services) eine falsche Beschuldigung wegen Kindesmissbrauchs gegen seine Mutter eingereicht hat. Danach zog er die Behauptung zurück. Er war noch sehr jung. Er war sehr gerissen. Er war von seinen Eltern, David und Janet, ausgebildet worden.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 13

„Von Anfang an bemerkte LaMere, dass Davellin ruhig war, dass „Star seltsam war“ und dass Gavin „Verhaltensprobleme“ hatte. Die Kinder hatten ihr erzählt, dass sie in einer Scheune lebten. Sie erzählten ihr oft traurige Geschichten über ihr Leben, von denen LaMere viele nicht glaubte.“

Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 06.12.2004. 14

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „In den 1990er Jahren wurden Sie vom Jugendamt (Department of Children & Family Services) untersucht, als Gavin behauptete, Sie hätten ihn missbraucht. Erinnern Sie sich daran?
Antwort Janet Arvizo: „Ja, ich erinnere mich.“
F. Hatten Sie zu dieser Zeit ein gutes Verhältnis zum Jugendamt? A. Ja, das hatte ich.
F. [Gavin] beschuldigte Sie, ihn missbraucht zu haben und änderte dann seine Meinung, richtig? A. Nein, das ist nicht richtig.
F. Warum erzählen Sie den Geschworenen nicht, was bei den Ermittlungen in den 1990er Jahren passiert ist? A. Ich glaube – wenn ich richtig liege, glaube ich, dass das, wovon er spricht, eine Zeit war, als Gavin, glaube ich, im Kindergarten war. Ich glaube, es war der Kindergarten. Ich bin mir nicht sicher. Und die Kindergärtnerin oder so etwas Ähnliches hatte zu Gavin gesagt – und das ist das Beste, woran ich mich erinnern kann – dass Gavin nach Hause gehen sollte. Und dann sagte Gavin: „Nein, ich will nicht nach Hause gehen“, weil er von der Schule nicht nach Hause gehen wollte. Und so hatte er ihnen gesagt, dass, wenn er nach Hause gehen würde, er Ärger bekommen würde oder so etwas in der Art. Ich erinnere mich nicht mehr genau. Also kam das Jugendamt (Department of Child Family Services) und stellte fest, dass mein Sohn in einer sicheren Umgebung war, und das war’s. Es war eine weitere positive Erfahrung.
F. Er hatte Sie beschuldigt, ihn missbraucht zu haben, und hat dann seine Geschichte geändert, nicht wahr? A. Nein, das trifft nicht zu, was Sie da sagen.
F. Das haben Sie gerade vor den Geschworenen gesagt, dass er Sie des Missbrauchs beschuldigt hat, richtig? A. Und das ist okay. Er war ein Vorschulkind. Er war ein Kindergartenkind. Und die Art und Weise, wie die Kindergärtnerin oder die Lehrerin, wer auch immer es war – das ist das Beste, woran ich mich erinnern kann -, es dem Amt für Kinder und Familie auf diese Weise mitgeteilt hat. Und das war’s. Das… ist schon okay.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Okay. Lassen Sie uns weitermachen. Danke.“

Janet Arvizo Zeugenaussage am 14.05.2005 im Kreuzverhör von Rechtsanwalt Thomas Mesereau. 15

1998.08.27: Verhaftung der Janet Arvizo und ihre falschen Anschuldigungen wegen sexueller Nötigung gegen Sicherheitspersonal eines Kaufhauskonzerns

„Am 27. August 1998 wurden Janet und [ihr Ehemann] David Arvizo unter dem Vorwurf des Ladendiebstahls verhaftet. Gavin Arvizo wurde beim Ladendiebstahl bei J.C. Penney erwischt. Anstatt ihre Schuld zuzugeben, dass sie ihre Kinder zum Ladendiebstahl missbraucht hatten, erfanden die Arvizos eine ungeheuerliche Geschichte, wonach das Sicherheitspersonal, das für die Festnahme der Familie verantwortlich war, sie mit übermäßiger Gewalt angegriffen habe, und letztendlich behauptete sie, dass sie sexuell genötigt worden sei. Janet Arvizo sagte vor der Grand Jury aus, dass […] ein Sicherheitsbeamter sie „zusammengeschlagen“ habe. […] Frau Arvizo sagte aus, die Sicherheitsbeamten hätten Gavin [Arvizos] Arm gebrochen. Sie behauptet, Star [Arvizo] habe eine Gehirnerschütterung erlitten, die zu einer „Zyste in seinem Gehirn“ geführt habe.“

Aus dem Schriftsatz der Rechtsanwälte Mesereau pp. vom 04.02.2005. 16

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Sie sagen, [Janet Arvizo] habe Ihnen erzählt, dass Gavin einen gebrochenen Arm hatte?“
Antwort von Azja Pryor: „Ja.“
F. Und [Janet Arvizo] hatte erzählt, das sei beim Baseball passiert? A. Ja. [Gavin Arvizo] hätte gespielt — er hätte an einem Spiel teilgenommen.
F. Hat [Janet Arvizo] Ihnen jemals gesagt, dass [Gavin Arvizo] sich den Arm gebrochen hat, weil ein Wachmann bei J.C. Penney ihn gebrochen hat? A. Nein.

Azja Pryor, Assistentin für Casting im TV, Lebensgefährtin von Hollywoodschauspieler Chris Tucker und befreundet mit Janet Arvizo, Zeugenaussage am 19.04.2005. 17

1998: Janet Arvizo fordert nach Ladendiebstahl Konzern J.C. Penney auf, Gavin und Star in TV-Werbung zu bringen

Rechtsanwalt Anthony Ranieri, der Janet Arvizo in ihrer Schmerzensgeldklage gegen JC Penney ab 1998 vertreten hatte, schilderte seine eigenen Erfahrungen mit ihr:

„[Rechtsanwalt Anthony Ranieri] wollte [die von Janet Arvizo geschilderten Vorfälle] nicht glauben. [Janet Arvizo] hatte [ihrem Rechtsanwalt Anthony Ranieri] erzählt, dass [Gavin und Star Arvizo] zuvor an einer Modenschau für JC Penney’s teilgenommen hatten, und bestätigte damit die Aussage von David Arvizo, dass Janet die Kinder als Teil ihrer Abfindung in dieser Fernsehwerbung sehen wollte.

Aus dem Schriftsatz der Rechtsanwälte Mesereau pp. vom 04.02.2005. 18

1998: Ein Rechtsanwalt beschreibt seine Mandantin Janet Arvizo als „schrill“, „besessen“ und „es geht ihr nur um Geld“

„[Rechtsanwalt Anthony Ranieri] beharrte darauf, dass Janet von diesem Fall besessen war, dass er „täglich“ Anrufe von ihr erhielt, in denen sie verlangte, dass irgendetwas, was auch immer es sein mochte, in diesem Fall getan werden sollte. […] Ranieri beschrieb Janet als sehr „schrill“, […] den Fall als ihr ganzes Leben. […] dass es ihr nur um das Geld ging.“

Aus dem Schriftsatz der Rechtsanwälte Mesereau pp. vom 04.02.2005. 19

Die Arvizos und „vom Leben im Stall mit Heu und Pferden“

„Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Rückblick über die Zeugenaussage der Janet Arvizo 2005:
„Miss Arvizo, haben Sie jemals jemandem erzählt, dass Sie in einem Stall mit Heu und Pferden in Bakersfield leben?“
Antwort Janet Arvizo: „Nein.“
F. „Haben Sie jemals etwas in dieser Richtung zu jemandem gesagt?“ A. „Nein.“
F. „Haben Sie jemals gehört oder erfahren, dass Sie mit dieser Aussage zitiert wurden?“ A. „Ja, ich habe eine Menge Dinge herausgefunden.“
F.: „Wann haben Sie erfahren, dass Sie zitiert wurden, dass Sie und Ihre Familie so arm sind, dass Sie in einem Stall mit Heu in Bakersfield leben?“
A. „Erst kürzlich. Ich habe nie in Bakersfield gelebt.“
Hat sich das jemand ausgedacht? Erinnern Sie sich daran, dass [Janet Arvizo] behauptete, obdachlos zu sein, um kostenlose Tanzstunden für ihre Kinder zu bekommen?“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 20

1999.07.22.: Janet Arvizo verklagt Kaufhauskonzern J.C.Penney wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung, sexueller Nötigung auf $3 Millionen

„Janet Arvizo verklagte [1999 die Kaufhauskette] J.C. Penney […] Sie behauptete, sie und ihre Kinder seien die Opfer von Körperverletzung, Freiheitsberaubung und seelischer Grausamkeit geworden. […] Fast ein Jahr später änderte sie diese Klage und fügte sexuelle Übergriffe durch Sicherheitsbeamte hinzu. […] Sie sagte, ihre Brüste seien befummelt worden, ihre Brustwarze sei 10-bis-20 Mal gequetscht worden, sie sei von einem J.C. Penney-Sicherheitsbeamten mit der geschlossenen Faust geschlagen worden, sie sei im Vaginalbereich berührt worden, und sie sei rassistisch beschimpft worden. Das sagte sie in diesem Rechtsstreit unter Eid aus. Der Staatsanwalt erklärte, sie habe in dem Verfahren gelogen. Später gab sie zu, in diesem Fall gelogen zu haben. […] Der Rechtsstreit wurde beigelegt. Insgesamt $152.500 erhielt die Familie Arvizo“. Janet Arvizos Ex-Ehemann David erklärte später, Janet habe ihren Kindern in diesem Rechtsstreit eingetrichtert, was sie sagen sollten. […]“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau, am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer im Strafprozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 21

„Frau Arvizo behauptete, dass das Sicherheitspersonal sie mitgezerrt, verprügelt und ihr dann Handschellen angelegt habe. […] Am 22. Juli 1999 reichte die Familie Arvizo eine Klage gegen J.C. Penney […] ein, in der sie unter anderem behauptete, dass sie und ihre Familie misshandelt, fälschlicherweise verhaftet und zu Unrecht gefangen gehalten worden seien.“

Aus dem Schriftsatz der Rechtsanwälte Mesereau pp. vom 04.02.2005. 22

Davellin [Arvizo] erzählte LaMere, dass Janet die Kinder zum Ladendiebstahl gezwungen habe. LaMere sprach mit Janet über den JC. Penny-Vorfall, und Janet behauptete zunächst, es handele sich um einen unbedeutenden Vorfall, übertrieb aber später die Tatsachen. Tatsächlich berichtete Janet die Geschichte zunächst so, als sei sie „in einer Schwarzengegend im Valley überfallen“ worden und „hätte sich den Rücken ruiniert“. David [Arvizo] sagte später zu LaMere, dass der Vorfall mit J. C. Penny erfunden sei.

Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 06.12.2004. 23

Janet Arvizos betrügerischer Zivilprozess gegen JC Penney. Wie kam es zu dieser Klage?

„Wie kam es zu dieser Klage? Der achtjährige Gavin hatte einen Ladendiebstahl begangen, rannte auf einen Parkplatz und wurde vom Sicherheitspersonal verfolgt. David folgte ihm, Janet kam aus einem anderen Geschäft, und es kam zu einer Auseinandersetzung. Janet und David wurden verhaftet. Sie haben Janets Fahndungsfoto auf dem Polizeirevier gesehen. Sie hat nicht nur keinen blauen Fleck im Gesicht, sondern auch eine sehr gepflegte Frisur. Es könnte nicht gepflegter sein. Sie füllte Dokumente aus: „Ich habe keine medizinischen Probleme. Ich habe keine Verletzungen. Ich brauche keine Behandlung.“ Sie verließ das Gefängnis gegen zwölf Uhr, ging noch am selben Abend in ein Krankenhaus und ließ innerhalb der nächsten Wochen auf Ersuchen ihres Anwalts Fotos machen, und siehe da, sie hatte Prellungen, siehe da, sie war verletzt, und siehe da, eine Klage wurde eingereicht. Es ist sehr interessant, wie sich diese Klage entwickelte, denn Janet Arvizo ließ Gavin im Alter von etwa neun oder zehn Jahren in einer eidesstattlichen Erklärung für sie aussagen. Im Alter von etwa neun oder zehn Jahren. Und Janet Arvizo machte zunächst keine sexuellen Übergriffe geltend. Ursprünglich behauptete sie Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Als sie darüber nachdachte, wie sie Geld von J.C. Penney und Tower Records bekommen könnte, wurden auch die Vorwürfe der sexuellen Nötigung lauter. Sie änderte ihre Klage, und plötzlich wurde sie zur Überraschung ihres eigenen Anwalts, der nicht glauben konnte, was er bei einer eidesstattlichen Aussage hörte, 25 Mal auf einem Parkplatz begrapscht, nachdem das Sicherheitspersonal auf ihr einen Bauchklatscher gemacht hatte, nachdem sie ihre Kinder bespuckt hatten, nachdem sie sie mit Kürbiskernen bespuckt hatten, nachdem sie sie alle mit geschlossenen Fäusten geschlagen hatten, nachdem sie sie mit Handschellen geschlagen hatten, nachdem sie ihr jeden Teil ihres Körpers gequetscht hatten. Die Klagen gingen durch einen zirivlgerichtlichen Prozess. Sie entwickelten sich und wurden immer umfangreicher und umfangreicher. Und sie benutzte die Krankheit ihres Sohnes, seinen Krebs, um Schadenersatz zu erhalten. Sie behauptete, dass Star eine Zyste im Gehirn hatte. Damit wollte sie Schadenersatz erlangen. Schließlich einigte sich J.C. Penney in einem betrügerischen Rechtsstreit auf $152.000.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 24

Das finanziell orientierte Verhaltensmuster der Janet Arvizo: 1999, 2001 und 2003 Anschuldigungen wegen angeblicher „Freiheitsberaubung“ und „sexuellem Missbrauch“

“ […] all diese Details, von denen wir ausgehen, dass sie in ein bestimmtes Verhaltensmuster passen, das von Frau Arvizo bei mindestens drei Gelegenheiten nachgewiesen worden ist. Es werden Anschuldigungen erhoben, wie z.B. Freiheitsberaubung, und dann, Monate später, werden irgendwelche sexuellen Dinge vorgebracht. Das hat sie mit ihrem Ehemann gemacht, das hat sie mit den Leuten von J.C. Penney’s gemacht und das hat sie mit Mr. Jackson gemacht.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 18.05.2022. 25

Janet Arvizos Forderung, Gavin und Star in TV-Werbesendungen der Kaufhauskette J.C. Penney gegen Gage auftreten zu lassen, erinnert an ihre Forderung 2003 gegen Michael Jackson: Janet Arvizo forderte über Anwalt Dickerman, eine Bezahlung für die Kurzauftritt ihrer Kinder in „Living with Michael Jackson„. Weder der Kaufhauskonzern noch Michael Jackson gingen auf diese Forderungen ein. Und Janet Arvizo beschuldigte beide der Freiheitsberaubung und der sexuellen Nötigung.
2001 beschuldigte Janet Arvizo auch ihren Ehemann der Freiheitsberaubung und des sexuellen Missbrauchs an der gemeinsamen Tochter Davellin.

Star Arvizo sagt im Jahr 2005 vor Gericht aus, dass er im Jahr 2000 vor Gericht gelogen habe

„Rechtsanwalt Thomas Mesereau im Rückblick über die Zeugenaussage des Star Arvizo 2005:
„Als Du im Jahr 2000 unter Eid bei der J.C. Penney-Aussage erklärt hast, dass Deine Mutter und Dein Vater sich nie streiten, hast Du da die Wahrheit gesagt?“
Antwort Star Arvizo: „Nein.“
„Hat dir jemand gesagt, dass du bei jener Aussage lügen sollst?“
Antwort Star Arvizo: „Ich erinnere mich nicht. „
F.: Du erinnerst dich überhaupt nicht?“ A.: „Nein, das ist schon lange her.“
Der Junge lügt im Alter von neun, zehn Jahren? Er hat es nie mit seiner Mutter besprochen? Niemand hat ihm gesagt, dass er lügen soll? Niemand hat ihm gesagt, worum es in dem Fall ging? Mit seinem Ladendiebstahl hat es angefangen.
„F. Du hast in dieser Aussage unter Eid auch gesagt, dass dein Vater dich nie geschlagen hat. Erinnerst du dich daran? „A. Nicht wirklich.“
„F. Würde es deine Erinnerung auffrischen, wenn ich dir diese Seite [des Protokolls] zeige?“ „A. Sicher. “
F. „Du wurdest gefragt, ob dein Vater dich jemals geschlagen hat, und du hast gesagt: ‚Niemals‘, richtig?“ A. „Ja.“
F. „War das die Wahrheit? Antwort Star Arvizo: „Nein.“
F. „Hat dir jemals jemand gesagt, dass du unter Eid bei deiner Aussage im J.C. Penney Fall lügen sollst?“
Antwort Star Arvizo: „Ich erinnere mich nicht.“
F: „Du erinnerst dich überhaupt nicht?“ „A. Nein. Ich erinnere mich an nichts.“
Sagt er Ihnen die Wahrheit? Können Sie ihm vertrauen? Trauen Sie ihm über jeden berechtigten Zweifel hinaus? Trauen Sie ihm so weit, dass Sie Michael Jackson verurteilen und ihm seine Freiheit und sein Ansehen nehmen werden? Das glaube ich nicht, meine Damen und Herren. Das sind schreckliche Zeugen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 26

2000: Gavin Arvizo, Sohn der Janet Arvizo, erkrankt an Krebs, sucht den Kontakt zu Michael Jackson und erhält Hilfe. Emotionaler und finanzieller Art.

Gavin Arvizo leidet ab dem Jahr 2000 an einer furchtbaren Krebserkankung. Die Krankheit drohte, ihm die Kindheit zu rauben. Und sein Leben. Gavin äußerte den Wunsch, Michael Jackson zu treffen. Eine Wohltätigkeitsorganisation nimmt Kontakt zu Michael Jackson auf und bittet ihn, sich mit dem Jungen in Verbindung zu setzen. Michael Jackson kommt dem Wunsch nach und ruft den Jungen im Krankenhaus an. Er ermutigt das Kind, die Krankheit zu überwinden und unterstützt die Familie Arvizo mit einem Auto, mit finanziellen Zuwendungen, organisiert Bluttransfusionen und vieles mehr. Der Gesundheitszustand von Gavin Arvizo bessert sich.

2000: Janet Arvizo besuchte ihren Sohn Gavin nicht im Krankenhaus, „weil sie die Umgebung nicht mochte“

Frau LaMere erinnerte sich daran, dass Janet nie da war, wenn Gavin im Krankenhaus lag. Obwohl sie noch verheiratet war, sagte Frau LaMere, dass die Familie Janet nicht ins Krankenhaus gehen ließ, da sie dort störte. Frau LaMere sagte, dass laut Davellin [Arvizo] der eigentliche Grund dafür, dass Janet nicht ins Krankenhaus ging, darin bestannd, dass sie die Umgebung dort nicht mochte.“

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 11.12.2004. 27

„Janet sagte LaMere, dass Gavin sterben würde, und begann mit den Vorbereitungen für seine Beerdigung. Es war David, der immer wieder sagte, dass Gavin wieder gesund werden würde, dass er sich erholen würde, und der weiterhin positive Gedanken äußerte. Davellin war sehr verärgert darüber, dass Janet versuchte, Gavin zu begraben, bevor er tot war.“

Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 11.12.2004. 28

2000.08.: Gavin Arvizo mit seinen Geschwistern Star, Davellin und seinen Eltern für eine Woche im Urlaub auf Neverland

Gavin Arvizo befindet sich auf dem Weg der Besserung, ist aber noch im in Therapie. Im Alter von 10 Jahren wurde Gavin Arvizo im August 2000 gemeinsam mit seinem Vater David, seiner Mutter Janet, seiner 16-jährigen Schwester Davellin und seinem neunjährigen Bruder Star von Michael Jackson nach Neverland eingeladen. Die fünfköpfige Familie genießt in den Gästehäusern Jacksons Gastfreundschaft für eine Woche. Janet Arvizo bewohnte ein Gästehaus zusammen mit ihrer Tochter. David Arvizo bewohnte ein anderes Gästehaus gemeinsam mit seinen Söhnen Star und Gavin. 29

„Zu dieser Zeit ging der Junge an Krücken und war durch die Chemotherapie geschwächt. Michael versuchte, ihm zu helfen, indem er ihm jeden Tag positive Botschaften mit auf den Weg gab. Er ermutigte ihn, gegen den Krebs anzukämpfen, und versprach ihm weitere Besuche auf der Ranch, wenn es ihm gut genug ginge, um die Reisen zu bewältigen.“

Frank Cascio. 30

„Und wie durch ein Wunder ist Gavin heute am Leben, sein Krebs ist in der Heilungsphase und er ist ein Schüler im ersten Jahr an der High School. Er ist aktives Mitglied einer Navy Explorer-Einheit und hat 2003 ein Trainingslager in Virginia absolviert. Und in diesem Jahr spielte er in der High-School-Football-Mannschaft für Erstsemester.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 31
Gavin Arvizo 2003

Bild: Der gesundete Gavin Arvizo.

2000: Davellin Arvizo wird „eifersüchtig“ auf Gavin, als dieser erkrankte und „alle Aufmerksamkeit bekam“

„Frau LaMere gab an, dass Davellin [Arvizo] eifersüchtig wurde, als Gavin krank wurde, wegen der Aufmerksamkeit, die er bekam, und dass Gavin zur Neverland Ranch ging und Michael Jackson treffen würde. Gavin erzählte den Leuten, dass es an ihm läge, zu entscheiden, wer auf wer auf der Neverland Ranch bleiben durfte und wann sie gehen sollten.“

Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 11.12.2004. 32

2000.08.: David Arvizo, Vater von Gavin, bittet Frank Cascio, als Angestellten von Michael Jackson um Geld für ein Auto

Gavin war nur eines von vielen Kindern, denen Michael zu helfen versuchte, und während die meisten Eltern der Kinder äußerst freundlich und dankbar für seine Bemühungen waren, hatten Gavins Eltern mir vom ersten Tag an eine mulmige Gefühlslage bereitet. Zunächst konnte ich nichts Bestimmtes ausmachen, es war nur ein Bauchgefühl.
Dann aber, bei einem der ersten Besuche der Familie, bat mich David, der Vater, um Geld für den Kauf eines Autos. Obwohl sie erst ein paar Mal in Neverland gewesen waren, hatte Michael schon viel für die Familie getan, und ich wusste, dass das Verteilen von Geld eine sehr heikle Angelegenheit war. „Wir werden euch kein Geld geben“, sagte ich, „aber ich werde mit Michael darüber sprechen, ob wir euch ein Auto leihen können.“ Wie sich herausstellte, fanden wir tatsächlich eines – Michael gab der Familie einen ramponierten Lastwagen, der nicht benutzt wurde. Aber allein die Tatsache, dass ich einen solchen Dialog mit David geführt hatte, war ein großes Warnsignal. Nach allem, was Michael mit der Familie Chandler durchgemacht hatte, war ich immer misstrauisch gegenüber Familien, die ihn ausnutzen wollten.

Frank Cascio. 33

2000: Laut Janet Arvizo ist David Arvizo, Vater von Gavin ein „Unhold“, „dämonisch“, ein Schläger,

Was Mesereau den Geschworenen vorspielte, war das Tonband eines Interviews, das die Arvizos [am 16.02.3003] dem Privatermittler von Mark Geragos, Bradley Miller, gegeben hatten. Dieses Interview verlief zweigleisig: Auf der einen Seite lobte die Familie „Daddy Michaels“ Freundlichkeit und Großzügigkeit, auf der anderen beschrieb sie anschaulich die dämonischen Verhaltensweisen“, die den biologischen Vater der Kinder kennzeichneten.
Janet Arvizo und jedes ihrer Kinder stellten David Arvizo, einen Lagerarbeiter für eine Supermarktkette, als einen Unhold dar, der sie auf jede erdenkliche Weise geschlagen und missbraucht hatte, bevor er aus ihrem Leben verschwand. Davellin sagte, David habe ihr bei einer Schlägerei das Steißbein gebrochen. Ihr jüngster Bruder, Star, erzählte Miller, dass sein Vater ihn gegen den Kopf getreten habe. Gavin Arvizo behauptete, sein Vater habe ihn sogar während einer Chemotherapiebehandlung durch die Gegend gestoßen. Janet beschrieb, dass sie geohrfeigt, geschlagen und gegen Wände geschleudert wurde. Ihr seien Haarsträhnen vom Kopf gerissen worden, während die Kinder zusahen, sagte sie. Die Gewalt war so extrem, dass sie eine fünfjährige einstweilige Verfügung erwirkte, die David nicht nur von ihr und den drei Kindern fernhielt, sondern auch von dem Familienhund Rocky, der genauso schrecklich misshandelt worden war wie der Rest der Familie.
Sneddon hatte allen Grund, sich über diese Darstellung von David Arvizo zu freuen, der den Reportern erzählt hatte, er glaube, dass seine Frau die Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs gegen Jackson erhoben hatte, weil sie Michaels Geld wollte. Der Schwerpunkt des Interviews der Familie mit Bradley Miller lag jedoch darin, David Arvizo mit dem Mann zu vergleichen, der, wie Janet ihn auf dem Tonband beschrieb, „uns von diesem Übel befreit hat“.

Randall Sullivan, Autor. 34

„[David Arvizo], der leibliche Vater, war ein verurteilter Missbrauchstäter, den [Janet Arvizo] wegen sämtlicher Delikte beschuldigt hatte, außer dem Untergang der Andrea Doria. […]“

Roger Friedman, Prozessbeobachter und Journalist am 16.05.2005. 35

„Nach Aussage von Gavin, Star und Davellin [Arvizo] wurden sie von ihrem Vater nicht körperlich misshandelt, aber Janet [Arvizo, ihre Mutter] schlug sie gelegentlich. Davellin erzählte LaMere, dass Janet versuchte, David [Arvizo] „zu vertreiben“, indem sie ihn beschuldigte, die Kinder zu schlagen. Davellin gab zu, dass es Janet war, die David oft schlug und ihn anschrie. […] Während Davellin bei LaMere wohnte, fand sie heraus, dass Davellin ihren Vater verehrte und David bat, zu ihr zu kommen und ihr Abendessen zu kochen. Laut LaMere war es David, der immer da war, um zu kochen, zu putzen und sich um die Familie zu kümmern, seit sie kleine Kinder waren.“

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, aus einer Aussage vom 06. und 11.12.2004. 36

„In Bezug auf David [Arvizo] , der sich wegen der Anschuldigungen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt schuldig bekannte, erklärte [Carol LaMere], dass er im Falle einer Inhaftierung seine Arbeit verloren hätte und nicht in der Lage gewesen wäre, die von Gavin [Arvizo] benötigte Krankenversicherung zu erhalten. Es war einfacher für ihn, sich schuldig zu bekennen oder nicht zu leugnen und wieder zur Arbeit zu gehen. David war sich bewusst, dass er die Kinder so oder so nicht mehr sehen würde.“

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 11.12.2004. 37

2000.08.: Im Widerspruch zur Anklage wollte Michael Jackson die Jungs nicht im Schlafzimmer haben: „Sie drängt mir ihre Kinder auf. Sie können nicht bleiben.“

„[Bei einem ihrer letzten Aufenthalte im Jahr 2000] verbrachten die Arvizo-Jungs die Nacht mit Michael Jackson. Sie schliefen nicht im Bett mit [Jackson]. Sie schliefen in seinem Bett. Und es stimmt, Jackson schlief auf dem Fußboden.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 38

„Am Abend vor dem letzten Tag, an dem sie abreisen sollten, nimmt Michael Jackson, der Angeklagte in diesem Fall, Gavin beiseite und sagt zu Gavin: „Gavin, warum fragst du nicht deine Eltern, ob du die Nacht in meinem Schlafzimmer verbringen kannst, heute Abend am Esstisch.“ Nun, hier ist offensichtlich ein kleines Kind, das mitten in einer lebensbedrohlichen Krankheit steckt –[…] die Chance, die Nacht mit einem seiner Idole zu verbringen. Gavin willigt ein. Gavin fragt seine Eltern beim Abendessen: „Kann ich die Nacht mit Michael Jackson in seinem Schlafzimmer verbringen?“ Und die Eltern sagen: „Ja“; sie sind einverstanden. Und es wird vereinbart, dass Star mit ihnen mitgehen wird. Was in dieser Nacht passiert, ist Folgendes: Der Angeklagte, Frank Tyson (Cascio), die Kinder des Angeklagten, insbesondere sein Sohn Prince, Prince Michael, und die beiden Arvizo-Jungen befinden sich im unteren Bereich der Jackson-Schlafzimmer-Suite. Nach ein paar Stunden gehen sie nach oben in das Schlafzimmer. […] Sie haben nicht mit ihm im Bett geschlafen. Sie schliefen in seinem Bett. Und es ist wahr, Jackson hat auf dem Boden geschlafen.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 39

Michael Jackson über Janet Arvizo: „Sie drängt mir ihre Kinder auf. Sie können nicht bleiben“

Dann kam die Nacht, in der Gavin und sein Bruder Star Michael anflehten, bei ihm schlafen zu dürfen. „Können wir heute Nacht in deinem Zimmer schlafen? Können wir heute Nacht in deinem Bett schlafen?“, bettelten die Jungen. „Meine Mutter hat gesagt, dass es in Ordnung ist, wenn es für dich in Ordnung ist“, fügte Gavin hinzu. Michael, dem es immer schwer fiel, Kindern etwas abzuschlagen, antwortete: „Klar, kein Problem.“ Aber dann kam er zu mir. „Sie drängt mir ihre Kinder auf“, sagte er, sichtlich besorgt. Er hatte ein seltsames, unbehagliches Gefühl dabei. „Frank, sie können nicht bleiben.“ Er war sich des Risikos vollkommen bewusst, das er einging, als er zustimmte, ein Zimmer mit diesen Jungen zu teilen, vor allem, weil dies genau der Punkt war, der in Bashirs Video so viel Aufsehen erregt hatte. […]
Aber Michael wusste nicht, wie er Gavin Nein sagen sollte, also bat er mich, die Situation zu regeln. Ich ging zu den Kindern und sagte: „Michael muss schlafen. Es tut mir leid, ihr könnt nicht in seinem Zimmer bleiben.“ Gavin und Star bettelten weiter, ich sagte immer wieder nein, und dann sagte Janet zu Michael: „Sie wollen wirklich bei dir bleiben. Es ist okay für mich.“ Michael lenkte ein. Er wollte die Kinder nicht im Stich lassen. Sein Herz kam ihm in die Quere, aber er war sich des Risikos voll bewusst.
Er sagte zu mir: „Frank, wenn sie in meinem Zimmer bleiben, bleibst du bei mir. Ich traue dieser Mutter nicht. Sie ist total durchgeknallt.“ […] Mich als Zeugen dabei zu haben, würde Michael vor irgendwelchen dubiosen Ideen schützen, die die Arvizos vielleicht hegten. Zumindest waren wir beide naiv genug, um das zu glauben.

Frank Cascio. 40

2000.08.: Im Widerspruch zur Anklage soll Gavin Arvizo aus Angst vor dem Vater Schutz bei Michael Jackson. Jackson schläft auf Fußboden

„Es war Gavin, der zuerst gefragt hatte, ob er und Star in Michaels Zimmer im Haupthaus schlafen könnten, wie die Familie [Privatermittler Bradley Miller am 16.02.2003] erzählte, weil er sich dort sicherer fühlte als in den Gästezimmern, wo David [Arvizo] ihn kriegen könnte.“

Randall Sullivan, Autor. 41

2000.08.: Laut Anklage schenkt Michael Jackson Arvizo ein Laptop … Und Jacksons Chauffeur bekam auch einen

„Während des Besuchs schenkte Michael Jackson Gavin DVDs und ein Laptop.“

Aus dem Schriftsatz der Staatsanwaltschaft vom 17.11.2003: 111703stmtpc.pdf zur Begründung des Durchsuchungsbefehls. 42

Gary Hearne: „Ich habe irgendwann einmal einen Computer geschenkt bekommen. Es war der erste Sony-Laptop. So ein kleines Ding, das herausgekommen war. […] Typischerweise handelte es sich bei den Geschenken [von Michael Jackson und seiner Firma MJJ Productions] um Geschenke in Form von Elektronik.“

Gary Hearne, Michael Jacksons Chauffeur über 15 Jahre, Zeugenaussage 2016. 43

2000.08: Im Widerspruch zur Anklage will Michael Jackson verhindern, dass Gavin und Star Arvizo „sexuell eindeutige Webseiten“ ansehen

„Was in dieser Nacht passiert, ist Folgendes: Der Angeklagte, Frank Tyson (Cascio), die Kinder des Angeklagten, insbesondere sein Sohn Prince, Prince Michael, und die beiden Arvizo-Jungen befinden sich im unteren Bereich der Jackson-Schlafzimmer-Suite. Nach ein paar Stunden gehen sie nach oben in das Schlafzimmer. Als sie das Schlafzimmer betreten, holt Tyson (Cascio) einen Laptop heraus, und Jackson und Tyson (Cascio) schließen den Computer an das Internet an. Und als sie ins Internet gehen, stellen sie den Computer vor den Jungen dort auf und nehmen die Jungen, neun und zehn Jahre alt, mit auf eine Tour durch sexuell eindeutige Websites. Nackte Frauen. Sie nehmen sie mit auf eine Tour durch eine Reihe von Websites. Das Ganze dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Und während der Zeit, in der sie durch diese Websites reisen, dreht sich der Angeklagte an einem der Momente um, in denen eine Frau gezeigt wird – mit hochgezogenem Hemd, ihre Brüste entblößend – um und ruft aus: „Ich habe Milch.“ Und er dreht sich zu dem schlafenden Prince auf dem Bett um und sagt: „Prince, dir entgeht eine Menge Muschi.“ Die Arvizo-Jungs verbrachten die Nacht mit Michael Jackson. Sie haben nicht mit ihm im Bett geschlafen. Sie schliefen in seinem Bett. Und es ist wahr, Jackson hat auf dem Boden geschlafen.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 44

2000.08.: Im Widerspruch zur Anklage wollte Janet Arvizo schon im Jahr 2000 Michael Jackson erpressen und falsche Anschuldigungen erheben, damit er ihnen ein Haus kaufe

Janet Arvizo scheint sich von Evan Chandler einiges abgeschaut zu haben, der 1993 ebenfalls ein Haus forderte und ihn fälschlicherweise beschuldigte.

„Im Jahr 2000 lebte Davellin [Arvizo] bei Lamir weil Davellin sich nicht mit Janet vertrug, die mit einem Polizeibeamten zusammen war, der Gerüchten zufolge ein Pädophiler war. […] Im Jahr 2000 lebte Davelin bei LaMere, weil Davellin sich nicht mit Janet verstand, die mit einem Polizisten zusammen war, der Gerüchten zufolge ein Pädophiler war. „Zu dieser Zeit erzählte Davellin [Arvizo] Carol LaMere, dass Michael [Jackson] ihrer Familie ein großes Haus kaufen würde. Nachdem sie Davelin ausgefragt hatte, was sie damit meinte, fand LaMere heraus, dass Davellin damit andeuten wollte, dass Janet [Arvizo] Michael [Jackson] erpressen wollte, um ihn zu zwingen, der Familie ein Haus zu kaufen. Der Plan war, [Michael Jackson] zu beschuldigen, den Kindern gezeigt zu haben, wie man sich auf Websites für Erwachsene einloggt. Davellin behauptete, als wüsste sie nicht, wie man das Internet benutzt, bis sie [Michael Jackson] getroffen hatte. LaMere wurde wütend und sagte Davelin, dass es falsch sei, jemanden fälschlicherweise zu beschuldigen. Davelin wurde nervös und ängstlich und sagte dann, dass sie einen Scherz gemacht habe. Kurz darauf rief LaMere Evi Tavasci [aus Michael Jacksons Management] an und sagte ihr, sie solle Michael von den Arvizo-Kindern fernhalten“. Quai [Carols LaMeres Sohn] erzählte LaMere, dass Davelin sehr erfahren im Umgang mit dem Internet war und Quai dies beibringen musste. [Davellin Arvizo] hatte Quai erzählt, dass sie schon seit „langer Zeit“ an Chatrooms teilnimmt. In der Tat bemerkte LaMere, dass Davelin, während sie bei ihr wohnte, viel Zeit in Chatrooms verbrachte, von denen einige ihrer Meinung nach nur für Erwachsene bestimmt waren.“

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, aus einer Aussage vom 06.12.2004. 45

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Wann haben Sie Michael kennengelernt?“
Antwort Janet Arvizo: „Im August 2000.“
Rechtsanwalt Mesereau: „Laut dieser offiziellen eidesstattlichen Versicherung, die Sie dem Santa Barbara Sheriffs Department und dem Staatsanwalt gegeben haben, haben Sie im Januar 2000 einen Anwalt und einen Ermittler mit dem alleinigen Zweck beauftragt, Informationen über Michael Jackson einzuholen und einen finanziellen Ausgleich zu erreichen. Sie haben über einen finanziellen Ausgleich im Zusammenhang mit Michael Jackson verhandelt, bevor Sie ihn überhaupt kannten?“
Antwort Janet Arvizo: „Ich… ich… nun…“ […]
Rechtsanwalt Mesereau:
Warum haben Sie am 1. Januar 2000 begonnen, Erkundigungen über Michael Jackson einzuholen, obwohl Sie ihn erst im August 2000 kennengelernt haben?“ […]
Rechtsanwalt Mesereau: „Lassen Sie mich versuchen, die Frage noch einmal zu stellen, okay? – in einer klareren Form, weil ich mich vielleicht nicht klar ausgedrückt habe. Und ich entschuldige mich, wenn ich es nicht getan habe. Sie [Janet Arvizo] haben ein Dokument unterschrieben, das besagt, dass Sie zwischen dem 1. Januar 2000 und dem Datum, an dem Sie das Dokument unterschrieben haben, von Zeit zu Zeit mit verschiedenen Anwälten über Michael Jackson Erkundigungen eingeholt haben, richtig?“

Janet Arvizo, die Mutter des Jungen Gavin Arvizo, dem 2005 das Gericht seine Missbrauchsbeschuldigungen gegen Michael Jackson nicht glaubte. 46

Wurde das „asoziale“ Verhalten der Arvizos in der Anklage auf Michael Jackson projiziert?

Es scheint, eine Menge der ungehörigen Dinge die Star und Gavin Arvizo zu eigen waren, wurden über die Anklage auf Michael Jackson projiziert:

Rijo erinnerte sich daran, dass er [Star und Gavin Arvizo] ständig über Mädchen reden hörte. Er weiß noch, wie Star von seiner Schwester Simone verlangte, dass sie ihr Oberteil und ihre Shorts ausziehen sollte, als sie im Swimmingpool waren. Als sie sich weigerte, nannte Star sie eine „fucking bitch.“ (verdammte Schlampe)

Rijo Jackson, der 2003 zehnjährige Cousin Michael Jacksons. 47

„Gavin sagte: “ […] Frank[Cascio] nannte seine Mutter [Janet Arvizo] „bitch,“ weil sie die Neverland Ranch verlassen wollte.“

Über Gavin Arvizo im Interview mit Sergeant Steve Robel am 7. Juli 2003. 48

„Ich mag das Wort «asozial» nicht, aber es handelte sich um eine Familie aus dem sozial schwachen Randmilieu. Ständig war nun das Wort «fucking» zu hören, was sonst undenkbar war […].“

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 49

„Simone [Jacksons] Erinnerung an den Vorfall im Schwimmbad war die gleiche wie die von Rijo, außer dass sie sich daran erinnerte, dass Star sie eine „Pussy“ nannte. Simone fügte hinzu, dass, als sie es ihrer Mutter Peaches erzählte, diese Chris Carter anrief, der [Michael Jackson] über den Vorfall informierte. Sie sagte, [Michael Jackson] habe Star gebeten, sich bei ihr zu entschuldigen, mit den Worten: „Ich kann dich nicht zwingen, aber ich bitte dich, dich zu entschuldigen.“ Sie sagte, Star habe das getan, sei ihr aber von da an aus dem Weg gegangen. Außerdem habe Simone Star ein Bild von sich gegeben, das er daraufhin in Stücke gerissen habe.“ […]
„Sie waren wirklich grob und wollten mich nicht in Ruhe lassen.“

Simone Jackson, die 2003 vierzehnjährige Cousine Michael Jackson. 50

„Simone sagte, sie erinnere sich an eine Episode, in der Gavin und Star anfingen, Michael Jackson zu verfluchen. „Wir waren im Kino und Michael ging weg, um irgendetwas zu arbeiten. Nachdem er gegangen war, sagte Gavin: ‚Dieser f’in Bastard‘, und sie lachten über ihn, nachdem er gegangen war.“

Über Simone Jackson, die 2003 vierzehnjährige Cousine Michael Jackson. 51

„Simone besuchte Anfang 2003 dreimal die Neverland Ranch, während dieser Zeit war auch die Familie Arvizo zu Besuch. Während dieser Besuche lernte sie Gavin, Star, Davellin und, in geringerem Maße, Janet Arvizo kennen. Simone und ihre Mutter datieren diese Besuche auf Februar und März 2003. Die Besuche dauerten jeweils drei oder vier Tage, und Simone wohnte in einer der Gästehäuser mit Davellin Arvizo.“ […] Ihre Mutter ist Peaches Jackson, ihr Vater ist Lawrence Jackson, der Bruder von Joe Jackson, dem Vater des Mandanten. Rijo und Simone sind regelmäßig zu Gast auf der Ranch.“

Über Simone Jackson, die 2003 vierzehnjährige Cousine Michael Jackson. 52

Und das hat Frank Cascio selbst über den Vorfall zu sagen:

An diesem Abend schauten wir uns Filme an und hingen herum. Irgendwann gingen Michael und ich runter, um die Küche zu plündern. Wir kamen mit Doritos, Vanillepudding, einigen Dosen Yoo-hoo und Erdnüssen zurück ins Zimmer. Michael hatte Gavin gerade einen Laptop geschenkt, und als wir ins Zimmer zurückkehrten, wurden wir vom Anblick eines dreizehnjährigen Jungen begrüßt, der eine Internet-Pornoseite anstarrte. Ich glaube nicht, dass der Junge pornosüchtig war oder so. Er war einfach ein Teenager, der zum ersten Mal das Internet erkundete. Er sagte ständig: „Frank, sieh dir das an. Frank, sieh dir das an.“ Ich habe nicht besonders darauf geachtet, aber als Gavin und Star versuchten, Michael etwas auf dem Bildschirm zu zeigen, sagte [Jackson] immer wieder: „Frank, das dürfen sie nicht tun. Ich will nicht, dass das auf mich zurückfällt“, und verließ den Raum. Irgendwann brachte ich die Jungs dazu, sich keine Pornos mehr anzusehen. Ich hatte sie nicht damit bekannt gemacht, es ihnen nicht vorgeschlagen und ihnen auch nichts gezeigt. Meiner Meinung nach waren sie einfach nur Jungs … und taten das, wozu Jungs mit Internetzugang neigen. Später kam Michael zurück ins Zimmer und legte einen Film auf, eine Art Zeichentrickfilm. In dieser Nacht machten er und ich unsere Betten unten, aber die beiden Jungs wollten, dass wir mit ihnen im selben Zimmer schlafen, also übernahmen die beiden das Bett und Michael und ich schliefen auf dem Boden daneben. Am nächsten Tag sagte Michael zu mir, dass es gut war, dass ich in dem Zimmer geblieben war. „Ich mag die Mutter nicht“, sagte er. „Ich bin froh, dass du das endlich einsiehst. Sie ist krank im Kopf“, sagte ich. „Ich habe es schon immer gesehen“, sagte er mir, und fügte dann, einen Satz wiederholend, den ich schon oft gehört hatte, hinzu: „Diese unschuldigen Kinder leiden wegen der Eltern.“

Frank Cascio. 53

„Außerdem hatte Gavin Arvizo eine E-Mail-Adresse bei America On Line namens gblade2000@aol.com. Sein Passwort war „Sexy“. (Eine wahrheitsgetreue und korrekte Kopie von handschriftlichen Notizen mit der Bates-Nummer MJ037584 der Verteidigung ist als Anhang C beigefügt).“

Aus dem Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf:54

Frank Cascios Aussage wird unterstützt von Rijo Jacksons Erlebnisse im Februar und März 2003 mit Star und Gavin Arvizo in einem der Gästehäuser:

„Rijo sagte, dass er, Gavin und Star sich bei einem von Rijos und Simons Besuchen auf der Ranch eine der Gästehäuser teilten. Gavin und Star schalteten bei mehr als einer Gelegenheit einen pornografischen Film ein, so Rio. Während einer solchen Episode sagte Rijo, dass Gavin und Star ihn gefragt hätten, ob er sich „einen runterholen“, und ihn ermutigt hätten, es mit ihnen zu tun. „Als wir in unserer Einheit waren, haben sie einen Pornofilm laufen lassen und mich gefragt, ob ich gewichst hätte“, sagte Rio. –Ich sagte: ‚Nein‘, und sie sagten: ‚Du solltest es tun, es fühlt sich gut an.‘ Und dann zogen sie ihre Hosen runter und spielten an sich selbst unter der Decke.“ Die Arvizo-Jungen lagen in getrennten Betten, Seite an Seite, sagte Rijo. Auf die Frage, welcher der Arvizos ihn gefragt hatte, ob er sich einen runterholt, sagte Rio: „Star fragte ‚Holst du dir einen runter? Tust du? Es fühlt sich gut an, du solltest es tun.'“ Rio glaubt, dass dies während seines zweiten oder dritten Besuchs auf der Ranch geschah, als die Arvizos dort waren, im Februar oder März 2003. Wir fragten Rio, was er tat, als die Arvizo-Jungs „mit sich selbst spielten“. „Sie haben es beide getan. Ich ging einfach in die Küche und erzählte Simone davon.“ Rijo sagte, dass weder Gavin noch Star sich ihm gegenüber entblößt hätten, sondern stattdessen „nur mit sich selbst unter den Laken spielten und mir sagten, ich solle es auch tun‘.“

Über Rijo Jackson, der 2003 zehnjährige Cousin Michael Jacksons. 55

Gary Hearne, Michael Jacksons langjähriger Chauffeur, war viele Jahre damit beschäftigt, hinter Michael aufzuräumen, wenn dieser nach „längerer Zeit“ Hotelzimmer verließ:

Gary Hearne: „Lassen Sie mich noch einmal klarstellen, was ich zu tun hatte. [Michael Jackson] blieb manchmal für längere Zeit in einem Hotel. Und dann, wenn er zur Abreise bereit war, reiste er ab. Nachdem er abgereist war, fuhr ich in das Hotel und packte alle seine Sachen zusammen und ging alles durch, was sich im Hotel befand, um sicherzugehen, dass nichts Vertrauliches, wie Telefonnummern oder ähnliches, auf Papierfetzen geschrieben war, und um sicherzustellen, dass nichts davon zurückgelassen wurde. Normalerweise brauchte ich dafür eine Woche oder mehr, weil es eine ziemlich große Aufgabe war. Er liebte es, einzukaufen. Und —
Frage von Rechtsanwalt Jonathan Steinsapir: „Und er war ein bisschen unordentlich?“Antwort von Gary Hearne: „Ein bisschen unordentlich. Und mit der Zeit häufte sich das an.“
F. Haben Sie in den Sachen, die Sie für ihn aufgeräumt oder eingepackt oder abgeholt haben, jemals irgendeine Art von Pornografie gesehen? A, Nein.
F. Niemals? A. Das ist korrekt.“

Gary Hearne, Michael Jacksons Chauffeur über 15 Jahre, Zeugenaussage 2016. 56

Ein Urteil zur Wortwahl des Staatsanwalts im Eröffnungsplädoyer: „Sneddon ist bereit alles zu sagen und zu tun, um die Geschworenen zu beeinflussen“

„Er ist mit einem bestimmten Ziel so ausführlich, und zwar um die potenziellen Geschworenen zu erregen, wobei das Wortspiel von mir nicht beabsichtigt ist. […] Für mich beweist es, dass Sneddon bereit ist, alles zu sagen und zu tun, um die Geschworenen zu beeinflussen. Und mit diesen Begriffen und dieser Beschreibung versucht er, ein Bild zu zeichnen, von dem er glaubt, dass es die Emotionen und die Vorurteile dieser älteren Geschworenen ansprechen wird.

Rechtsanwalt Howard Weitzman 2005. 57

2000.09. – Die Akten im Straf-/Ermittlungsverfahren gegen Michael Jackson in Sachen Jordan Chandler müssten endgültig geschlossen werden

Das Ruhen des Ermittlungsverfahrens gegen Jackson wegen der Chandler-Vorwürfe war im September 1994 angeordnet worden, nachdem Jordan Chandler „als Opfer nicht mehr länger zur Verfügung“ gestanden hatte. Staatsanwalt Sneddon betonte in mehreren Interviews der Presse gegenüber, dass dieses Ermittlungsverfahren „inaktiv“ aber noch „offen“ wäre. Und jederzeit wieder „aktiviert“ werden könnte, sobald sich Anhaltspunkte ergeben oder Jordan Chandler doch noch „als Opfer zur Verfügung“ stehen sollte. (Letzteres ist bis 2023 nicht der Fall.) Die reinen Akten im Ermittlungsverfahren gegen Michael Jackson von 1993 hätten nun geschlossen und weggelegt werden können. Sneddon aber lässt das Verfahren weiter eröffnet, mit der Begründung, dass die Frist immer wieder durch Jacksons Auslandsaufenthalte unterbrochen worden sei.

2000.09. – 12.: Michael Jackson vermeidet Kontakt zu den Arvizos, die Familie verbringt noch weitere Urlaube auf Neverland

Im Jahr 2000 verbrachte die Familie Arvizo weitere „all inclusive“ Urlaube in Neverland. Michael Jackson übernahm für alle Urlaube die Kosten und war selten anwesend. Gavin Arvizo beschwerte sich später darüber, dass Michael Jackson ihn und seine Familie bewusst gemieden hätte und sich sogar hatte verleugnen lassen. Janet und David Arvizo forderten von Michael Jackson weitere finanzielle Unterstützungen ein, bis der für die Arvizos nicht länger erreichbar ist.

„Jackson war selten da. Und nach einigen Monaten ging die Verbindung in die Brüche. Die Telefonnummer, die Gavin für den Angeklagten bekommen hatte, war nicht mehr gültig. Es gab keine Telefonanrufe mehr und es gab so gut wie keinen Kontakt zwischen den Arvizos und Michael Jackson.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 58

2000.10.: Nach den Neverland Besuchen bedrängt Gavin mit Janet Arvizo telefonisch Showmaster Jay Leno. „They were looking for a mark

„Janet [Arvizo] und Gavin [Arvizo] bedrängten den Komiker Jay Leno und versuchten, Geld von Mr. Leno zu bekommen. Der Polizei von Santa Barbara gegenüber gab Mr. Leno an: „Irgendetwas war falsch. Sie waren auf der Suche nach einem Opfer. Es klang wie aus einem Drehbuch. […] Im Herbst 2000, gerade als [die Arvizos] Neverland einen Besuch abgestattet hatten, bedrängten sie Jay Leno […] in Los Angeles […]. Der gab der Polizei von Santa Barbara gegenüber an, dass etwas nicht stimmte. Und das Telefonat wurde aufgezeichnet. […] Es war Gavin, der ihn anrief, nicht Janet. Aber Leno sagte: „Ich konnte die Mutter im Hintergrund hören. Und die Art und Weise, wie er mich ansprach und meinte: ‚Ich liebe dich, ich schaue dich spät nachts noch [im Fernsehen] an'“, ließ ihn vermuten, dass etwas nicht stimmte. Und er beendete das Gespräch ziemlich schnell. [Jay Leno] erklärte der Polizei, ‚they were looking for a mark‘.“

Rechtsanwalt Mesereau, Thomas am 28.02.2005, Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 59

Jay Leno: „Ich hatte eine Reihe von Sprachnachrichten von ihm erhalten. […] Die Sprachnachrichten, die ich bekam, lauteten: „Oh, ich bin ein großer Fan. Du bist der Größte.“ Zu überschwänglich für einen 12-Jährigen. […] Und dies war – klang – wie eine sehr erwachsene Unterhaltung. […] „Jay Leno, du bist der Größte.“ Sie wissen schon, „Ich finde Sie wunderbar. Du bist mein Held“, so etwas in der Art, was mir damals ein wenig seltsam vorkam, für jemanden, der so jung ist. […]

TV-Komiker, Talkmaster Jay Leno, Zeugenaussage am 25.04.2005, 60

2000.12.18: Janet Arvizo erklärt unter Eid, Ehemann David Arvizo habe sie nie geschlagen

Während ihres Rechtsstreits gegen den Kaufhauskonzern J.C. Penney versichert Janet Arvizo unter Eid vor Gericht, ihr Ehemann David Arvizo habe sie nie tätlich angegriffen.

2000: Janet Arvizo hat eine Affäre mit einem „Polizeibeamten, der Gerüchten nach ein Pädophiler war

„Im Jahr 2000 lebte Davellin bei LaMere weil Davellin sich nicht mit Janet vertrug, die mit einem Polizeibeamten zusammen war, der Gerüchten zufolge ein Pädophiler war. „Davellin hasste es, mit Janet zusammen zu sein, sie weinte jedes Mal, wenn sie mit Janet telefonierte.“ kommentierte LaMere. Davelin erzählte LaMere, dass Janet sie mitten in der Nacht aufweckte, sie schlug und von ihr verlangte, dass sie Sachen machen sollte, wie das Haus zu putzen oder zum Laden zu laufen. Davellin beschwerte sich auch bei Quai [Carol LaMeres Sohn] über Janets Beleidigungen. LaMere bemerkte, dass Davelin, wenn sie zu Besuch kam, stank und nicht gewaschen war. […] Davellin blieb wochenlang am Stück und erzählte Geschichten darüber, wie sie um 2:00 Uhr morgens von Janet geweckt wurden, wie sie von ihrer Mutter mit einem Strick geschlagen wurden und wie sie gezwungen wurden, das Haus zu putzen. Davellin erzählte auch, wie Janet ihren Vater, David, schlug. Frau LaMere sagte, dass Davellin ständig weinte, weil Janet die Kinder schlug, alle drei.“

Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 06. und 11.12.2004 . 61

„Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Hat Davellin jemals im [Haus von Carol LaMere] gewohnt?“
Antwort von Janet Arvizo: „Davellin war dort, glaube ich, als Gavin krank wurde, ich glaube, weniger als einen Monat lang. Und ich fand heraus, dass sie Davellin nur zum Putzen ihres Hauses haben wollte. Und so habe ich dem ein Ende gesetzt.“

Janet Arvizo Zeugenaussage am 18.04.2005.62

2001.09.29.: Janet Arvizo erklärt unter Eid, Ehemann David Arvizo habe sie ständig geschlagen

Am 29. September 2001, erstattet Janet Arvizo bei der Polizei Anzeige gegen ihren Ehemann David Arvizo und versichert an Eides statt, seit siebzehn Jahren von ihm tätlich angegriffen worden zu sein. Kurze Zeit später reicht sie die Scheidung ein.

2001.10.15.: Janet Arvizo reicht Scheidung von Ehemann David Arvizo ein, verlangt Unterhalt

„Etwa einen Monat vor dem Scheidungsverfahren der Arvizos erhielt LaMere einen Anruf von Janet, die nun behauptete, David [Arvizo] würde sie schlagen. LaMere erlaubte Davellin [Arvizo], zu ihrem Haus zu kommen, und diese blieb lange genug, um zu versuchen, die Geschichte dahingehend zu ändern, dass David nun derjenige sein, der die Familie schlug und die Kinder zum Ladendiebstahl zwang, und nicht mehr Janet. [Carol LaMere] glaubte, Janet habe Davellin zu ihr nach Hause geschickt, um die Geschichten, die Davellin den ganzen Sommer über erzählt hatte, umzukehren und zu revidieren. Irgendwann konfrontierte LaMere Janet mit den Anschuldigungen gegen David. Janets Antwort bestand darin, über das Telefon zu schreien: „Wenn du mir nicht glaubst, wirst du die Kinder nie wieder sehen.“ LaMere hat sie seitdem nie wieder gesehen.“

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, in einer Aussage vom 11.12.2004 . 63

2001.10.15: Janet Arvizo versichert an Eides statt, Ehemann David Arvizo „beauftragt die Leute seines Bruder, mich und die Kinder umzubringen“

Am 15.10.2001 versicherte Janet Arvizo der Polizei gegenüber an Eides statt, ihr Ehemann David Arvizo „würde die Leute seines Bruders beauftragen, mich umzubringen„. Janet Arvizo waren die Konsequenzen einer falschen eidesstattlichen Versicherung bewusst.

„Bei dem oben erwähnten Vorfall rief der Antragsgegner im Scheidungsverfahren meine Mutter und meinen Vater an, um mich zu finden. Er betrat die Wohnung, während ich telefonierte, riss das Telefon von der Wand und verlangte zu wissen, mit wem ich sprach. Als ich nicht antwortete, packte er mich an den Armen, schüttelte mich, stieß mich, schlug mir auf den Kopf und zog mich an den Haaren. Als ich zu Boden fiel, trat er mich. Er wollte wissen, warum ich meine Arbeitskleidung anhabe. Er sagte, er hasse mich und unsere Familie und dass er uns verleugnen würde. Er sagte, wenn ich jemals jemandem von dieser Sache erzähle, würde er mich umbringen, und die Kinder hätten keine Mutter. Gewalttätigkeiten in unserer Ehe waren an der Tagesordnung, aber ich hatte immer Angst, es jemandem zu sagen, bis ich es schließlich nicht mehr aushielt und die Scheidung beantragte. Er hat mir immer vorgeworfen, dass ich Liebhaber hätte, und mir gesagt, ich sei hässlich. Er hat mir gesagt, wenn ich ihm Ärger mache, würde er einen von Rays (seinem Bruder) Leuten beauftragen, mich und die Kinder umzubringen, und dass er das schon einmal getan hätte. Die Anklageverlesung ist für den 29.9. angesetzt, der Vorfall wird am 12.10.01 vor dem Strafgericht verhandelt. Ich erkläre an Eides statt, unter Androhung der Folgen eines Meineides nach den Gesetzen des Staates Kalifornien, dass das Vorstehende wahr und richtig ist. Datum: 15.10.01.“

Janet Arvizo, Erklärung im Scheidungsverfahren eingereicht am bei Gericht am 22.02.2002 64
Michael Jackson Janet Arvio David Arvizo Report Polizei

Bild: Die Erklärung der Janet Arvizo mit ihren Beschuldigungen gegen David Arvizo im Scheidungsverfahren vom 22.02.2002.

Frau LaMere hörte eine Geschichte von David, nach der Janet im Haus ihrer Eltern ankam und einen Tobsuchtsanfall bekommen hatte, weil David ihr den Scheck von der Spendenaktion nicht gegeben hatte. LaMere wurde erzählt, dass Janet um das Haus ihrer Eltern herumging und anfing jedes einzelne Glas im Haus zu zerbrechen und zu verlangen, dass sie den Scheck bekommt und sie beschädigte das Haus so lange, bis sie den Scheck erhielt.

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, aus einer Aussage vom 06.12.2004. 65

David Arvizo: Janet Arvizo hat „die Angewohnt, allen Leuten zu sagen, dass jeder sie immer umbringen lassen will…“

„David [Arvizo] sagt, Janet habe die Angewohnheit, allen Leuten zu sagen, dass jeder sie immer umbringen lassen will. Als das Problem der häuslichen Gewalt aufkam, erklärte Janet, dass Davids Bruder „Ray“ Leute kennt, die sie umbringen lassen wollen. „Janet ist besessen davon, den Leuten zu erzählen, dass jemand droht, sie umzubringen“. Er erinnerte sich an Janets Darstellung gegenüber dem LAPD, dass, während sie an der […]-Adresse wohnte, zwei Personen, ein „großes weißes Mädchen“ und ein „dunkler Mexikaner“, an ihre Tür kamen und drohten, sie im Namen von David umzubringen. Er sagte, als die Polizei ihr ein Zeugenschutzprogramm angeboten habe, habe sie es abgelehnt. David fügte hinzu, dass Janet ihn ständig dieser Verbrechen und Übergriffe beschuldigt und Briefe an das Gericht schickt, weist aber darauf hin, dass ihn noch niemand verhaftet oder kontaktiert hat.“

Scott Ross, Privatermittler der Verteidigung, im Interview mit David Arvizo, dem Ex-Ehemann der Janet Arvizo. 66

Janet Arvizos Widersprüche: David Arvizo ist „dämonisch“, habe sie geohrfeigt, verprügelt, ihr Knochen gebrochen, sie gegen Wände geschleudert …

„[…] beschrieb [Janet Arvizo] anschaulich die dämonischen Verhaltensweisen, die den biologischen Vater der Kinder kennzeichneten. Janet Arvizo und jedes ihrer Kinder stellten David Arvizo, einen Lagerarbeiter für eine Supermarktkette, als einen Unhold dar, der sie auf jede erdenkliche Weise geschlagen und missbraucht hatte, bevor er aus ihrem Leben verschwand. Davellin sagte, David habe ihr bei einer Schlägerei das Steißbein gebrochen. Ihr jüngster Bruder, Star, erzählte Miller, dass sein Vater ihn gegen den Kopf getreten habe. Gavin Arvizo behauptete, sein Vater habe ihn sogar während einer Chemotherapiebehandlung durch die Gegend gestoßen. Janet beschrieb, dass sie geohrfeigt, geschlagen und gegen Wände geschleudert wurde. Ihr seien Haarsträhnen vom Kopf gerissen worden, während die Kinder zusahen, sagte sie. Die Gewalt war so extrem, dass sie eine fünfjährige einstweilige Verfügung erwirkte, die David nicht nur von ihr und den drei Kindern fernhielt, sondern auch von dem Familienhund Rocky, der genauso schrecklich misshandelt worden war wie der Rest der Familie.“

Randall Sullivan, Autor. 67

2001.11.26.: Janet Arvizo beschuldigt Ehemann David Arvizo des sexuellen Missbrauchs an der Tochter Davellin

Am 26. November 2001 versichert Janet Arvizo der Polizei an Eides statt, ihr Ehemann David Arvizo habe die gemeinsame Tochter Davellin sexuell missbraucht. 68

„Davellin [Arvizo] erzählte LaMere, dass Janet [Arvizo] Davellin dazu gebracht habe, den Leuten zu erzählen, dass David [Arvizo] sie (Davellin) sexuell belästigt habe, dass dies aber nicht wahr sei.“ […] LaMere sagte zugunsten von David [Arvizo] vor Gericht aus, als er wegen häuslicher Gewalt angeklagt wurde. Zum Gerichtstermin erschien Janet im Rollstuhl. [LaMere] sah die [Arvizo-] Kinder an diesem Tag nicht im Gerichtsgebäude. Sie erwähnte, dass Janet versucht habe, Davids Schwestern verhaften zu lassen, konnte aber nicht alle Details nennen. LaMere erklärte, dass die [Arvizo-] Kinder nun behaupteten, David hätte sie außerdem sexuell missbraucht. Sie beschrieb die [Arvizo-] Kinder als trainierte Trickbetrüger.“

Über Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er und Michael Jacksons Haarstylist, aus einer Aussage vom 06.12.2004. 69

„Sie haben festgestellt, dass mitten in Janets Missbrauchsfall mit ihrem Ex-Mann David plötzlich die Behauptung auftauchte, David habe Davellin sexuell missbraucht. […] Davellin kann sich daran nicht erinnern. Sie wusste nicht, dass es passiert ist. Sie sagte, sie sei zu jung gewesen. Janet [Arvizo]habe ihr gesagt, es sei passiert.
Die langsame Entwicklung einer Behauptung von sexuellem Missbrauch.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 70

„Janet [Arvizo] reicht im Oktober 2001, kurz vor der Abfindung [Anm: vom Konzern JC Penney], die Scheidung ein. Die Schecks für die Abfindung gehen ein, und zehn Tage später beantragt sie umgehend Sozialhilfe. Und wie ich Ihnen bereits gesagt habe, können Sie den Fall aus einer bestimmten Perspektive heraus betrachten, denn [Janet Arvizos] Behauptungen von sexuellen Übergriffen haben sich erst später entwickelt. Deshalb war ihr Anwalt bei der Vernehmung so schockiert. In der Sache Janet Arvizo gegen David Arvizo. Am 29.9.01 sagt sie dem Los Angeles Police Department, dass ihr Mann sie angegriffen hat. Später, als die Dinge sich weiterentwickeln, behauptete sie, dass Davellin gefangen gehalten und als Kind missbraucht wurde, wobei Davellin aussagte, dass sie sich nicht daran erinnern kann. Ihre Mutter habe ihr davon erzählt. Ich will damit nicht sagen, dass David [Arvizo] ein toller Typ ist. Anscheinend ist er das nicht. Klingt schlecht für mich und wahrscheinlich auch für Sie. Aber hat er Davellin wirklich belästigt? Oder hat Janet sich das ausgedacht? Und würde Janet falsche Behauptungen über sexuelle Übergriffe erfinden? Diese Frage muss man sich stellen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 71

2001: Gavin Arvizo bedrängt telefonisch Michael Jackson, Janet flüstert im Hintergrund. „Das ganze Jahr hielt sich Michael von den Arvizos fern.“

Im darauf folgenden Jahr, 2001, war Michael mit Invincible [Anm.: Jacksons Studioalbum] beschäftigt und hatte sich deshalb von der Familie Arvizo ferngehalten. Als wir in New York an dem Album arbeiteten, bemühte sich Gavin sehr, Michael zu erreichen, rief mich an, rief den Sicherheitsdienst an und blieb hartnäckig, bis Michael den Anruf schließlich annahm. Wir stellten das Telefon auf Lautsprecher, und während Michael und Gavin sprachen, konnten wir die Mutter im Hintergrund flüstern hören. „Sag ihm, dass wir ihn sehen wollen“, zischte sie. „Sag: ‚Ihr seid unsere Familie. Wir vermissen unseren Daddy.'“ Gavin plapperte die Sätze nach, die seine Mutter ihm auftischte. Damals wiederholte ich meine Befürchtungen bezüglich der Arvizos und sagte Michael unmissverständlich: „Ich will nichts mit dieser Familie zu tun haben.“ Michael stimmte mir zu, aber er hatte Mitleid mit Gavin und seinen Geschwistern. „Sei nett“, antwortete er mit einer abweisenden Handbewegung. „Es ist so traurig. Eltern ruinieren alles. Der arme Gavin ist ein unschuldiges Kind.“

Frank Cascio. 72

2002.02.22.: Janet Arvizo klagt ihren geschiedenen Ehemann David Arvizo an, er „werde die Leute [seines Bruders] beauftragen, mich umzubringen“

Bevor Janet Arvizo Michael Jackson 2003 beschuldigte, er habe „seine Killer“ beauftragt, sie in Gefangenschaft zu halten und umzubringen, beschuldigte Janet Arvizo 2001 und 2002 ihren Ex-Ehemann David Arvizo, er würde „die Leute seines Bruders beauftragen“ sie, Janet Arvizo „umzubringen“.
Ziemlich viele Leute, die von Janet Arvizo beschuldigt werden, sie umbringen zu wollen.

Die Verhaltensmuster der Janet Arvizo: Anschuldigungen wegen Freiheitsberaubung, sexuellem Missbrauch. Gekrönt von Geldforderungen

„Kommen wir zum zweiten Beispiel für dieses Muster. Am 18. Dezember 2000 sagte Janet Arvizo bei ihrer Aussage im Fall J.C. Penney, dass ihr Mann David sie nie misshandelt hat. Jetzt sagt sie, dass sie 17 Jahre lang, in jedem Jahr ihrer Ehe, misshandelt wurde. Am 29. September 2001 meldete Janet Arvizo dem Los Angeles Police Department, dass sie von ihrem Ehemann David Arvizo angegriffen wurde. Weniger als einen Monat später reichte sie die Scheidung ein. Genau einen Monat, nachdem sie die Scheidung eingereicht hatte, reichte sie einen Antrag auf Sozialhilfe ein, in dem sie angab, ihr Mann habe sie misshandelt. Übrigens werden wir beweisen, dass die $152.000, von denen ich gerade sprach, nie in ihrem Sozialhilfeantrag auftauchten, und dieser Antrag wurde unter Strafe bei Meineid gestellt. Am 26. November 2001 erzählte Janet Arvizo dem LAPD, dem Los Angeles Police Department, zum ersten Mal, dass David Arvizo, ihr baldiger Ex-Mann, ihre Tochter Jahre zuvor sexuell missbraucht haben soll. Sie hatte diese Anschuldigung nie zuvor erhoben. Erneut behauptete sie, zu Unrecht gefangen gehalten worden zu sein. Sie sagte, sie sei das Opfer terroristischer Drohungen. Und sie behauptete, ihr Ex-Mann habe ihren Kindern vorsätzlich Gewalt angetan. Die Anschuldigungen gegen Michael Jackson sind die dritte Behauptung, dass sie zu Unrecht gefangen gehalten wurde. Nach unserer Zählung ist es ungefähr die vierte Anzeige wegen sexueller Nötigung, die sie gemacht hat. Am 26. November 2001 behauptete Davellin Arvizo nach dem Vorbild ihrer Mutter, ihr Vater habe ihre Brüder körperlich missbraucht und gedroht, ihre Mutter zu töten. Meine Damen und Herren, wir werden Zeugen aufrufen, die Ihnen sagen werden, dass Frau Arvizo in der Vergangenheit oft gesagt hat, dass man versucht hat, sie umzubringen.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 28.02.2005, Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 73

2002.06.29. bis 07.01.: Gavin, Star, Davellin Arvizo zu Gast auf Neverland. Michael Jackson ist nicht anwesend.

2002.06.21. bis 06.25.: Gavin, Star, Davellin Arvizo mit Chris Tucker zu Gast in Neverland. Michael Jackson ist nicht anwesend

2002.09.: Janet mit Freund Major Jay Jackson, Davellin, Gavin, Star Arvizo mit Schauspieler Chris Tucker in Neverland. Michael Jackson ist nicht anwesend

Mit Hollywoodschauspieler Chris Tucker und seiner Lebensgefährtin Azja Pryor verbringen Janet Arvizo, ihre Söhne Gavin und Star, ihre Tochter Davellin und Janets zukünftiger Ehemann Mayor Jay Jackson im September 2002 einige Tage in Neverland, um den Geburtstag von Tuckers fünfjährigem Sohn zu feiern. 50 Gäste waren geladen. Die Anreise geschah in zwei Privatbussen des Chris Tucker. Michael Jackson war nicht anwesend. 74

2002.09.15. bis 16.: Gavin, Star, Davellin Arvizo mit Chris Tucker und Neffen zu Gast auf Neverland

2002.09.24.: Janet Arvizo erzielt in ihrem betrügerischen Rechtsstreit gegen Kaufhauskonzern J.C. Penney $152 000. Verhaltensmuster.

Am 24. September 2002 erzielt Janet Arvizo für sich und Gavin Arvizo und Star Arvizo aus ihrem Rechtsstreit gegen den Kaufhauskonzern J.C. Penney innerhalb eines Vergleichs die Summe von $152 000. 75

“ […] all diese Details, von denen wir überzeugt sind, dass sie in ein bestimmtes Verhaltensmuster passen, das von Frau Arvizo bei mindestens drei Gelegenheiten nachgewiesen worden ist. Es werden Anschuldigungen erhoben, wie z.B. Freiheitsberaubung, und dann, Monate später, werden irgendwelche sexuellen Dinge vorgebracht. Das hat sie mit ihrem Ehemann gemacht, das hat sie mit den Leuten von J.C. Penney’s gemacht und das hat sie mit Mr. Jackson gemacht.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 18.05.2022. 76

2002.09.26.: Martin Bashir in Neverland

2002.09.27.: Michael Jackson „über lange Zeit ohne Kontakt zu den Arvizos“ lädt Gavin, Star, Davellin zu Dreharbeiten mit Martin Bashir nach Neverland ein

2002 erklärte Michael Jackson sich bereit, dem britischen Journalisten Martin Bashir ein Interview zu geben. Michael Jackson richtet in dem Interview einen Aufruf an die Gesellschaft, ihre Kinder nicht zu vernachlässigen und holt den im September 2002 gesundeten Gavin Arvizo mit seiner Familie zurück nach Neverland und vor die Kamera des Bashir. Die Gesundung des zuvor sterbenskranken Teenagers zeigt Jackson als Beweis, dass Medikamente allein einen Kranken nicht heilen können. Zuwendung und Aufmerksamkeit braucht der Mensch. Jung und alt. Die Möglichkeit von sorgenfreien, spielerischen Zeiten sind essentiell für alle Menschen.
Bis zum Zeitpunkt der eintägigen Dreharbeiten hatten die Arvizo seit über einem Jahr keinen Kontakt zu Michael Jackson herstellen können. Jackson soll seine Telefonnummer geändert haben und blieb für sie unerreichbar.

2002.09.: Im Widerspruch zur Anklage lud Michael Jackson nicht nur Gavin Arvizo, sondern auch Brandopfer Dave Dave zu Bashir Dreharbeiten ein

„In [dieser Anklage gegen Michael Jackson] geht es darum, dass er, nachdem er fast ein Jahr keinen Kontakt zu dem Jungen hatte, ihn nun kontaktierte und ihn nach Neverland einlud, um an der Bashir Dokumentation teilzunehmen. Nach den Dreharbeiten verließ der Angeklagte sofort die Ranch. Die Kinder blieben in der Nacht dort und wurden am nächsten Morgen nach Hause gebracht. Zwischen dem Zeitpunkt der Dreharbeiten zu diesem Video und dem Zeitpunkt des Videos von Martin Bashir gab es keinen Kontakt zwischen dem Angeklagten und der Familie. Nicht ein einziger Telefonanruf.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 77

Im Gegensatz zu Martin Bashir und Sneddon legte Michael Jackson den Fokus der Philosophie, mit der er Neverland erschaffen hatte, nicht nur auf Kinder, sondern half auch Erwachsenen. 2002 hatte Michael Jackson auch „Dave Dave“ (David Rothenberg) zu den Dreharbeiten eingeladen.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Nun, Sie erwähnten am ersten Tag Ihrer Aussage, dass, als Sie zu den Bashir-Dreharbeiten kamen, es ein Gespräch über ein Brandopfer gab.“
Antwort von Gavin Arvizo: Ja. […] Da war ein Junge, der schwere Verbrennungen erlitten hatte, und dann sagte Michael, dass er ihm geholfen habe oder so. Und dann sagte er, dass er ihn auch filmen würde.
F. Sollten Sie in demselben Film mitspielen? A. Ja. Ja.
F. Und Sie haben sich mit Michael über dieses Thema unterhalten? A. Darüber, dass ich mitspielen würde? A. Ja.
F. Haben Sie jemals die Person getroffen, die verbrannt worden war? A. Ja, ich glaube, Michael hat mich mit ihm bekannt gemacht. […] Zu der Zeit der Martin Bashir Sache.
F. War das auf Neverland? A. Ja. F. […] Ich glaube, sein Name war David.

Gavin Arvizo Zeugenaussage am 14.03.2005 im Gericht für den Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 78

Dave Dave (David Rothenberg) wurde in den 1980ern von seinem eigenen Vater schwer verletzt. Michael Jackson kümmerte sich um Dave Dave nicht nur im Kindesalter, sondern bis ins Erwachsenenalter. Emotional und auch finanziell. Bodyguard Bill erinnerte sich an den Auftrag, den Michael Jackson ihm 2006 gab, um den Lebensunterhalt von Dave Dave zu unterstützen:

„Bill, wenn du ihn siehst, wirst du bestürzt sein. Du musst dich also vorbereiten, damit er nicht sieht, dass du schockiert bist.“ „Ja, Sir.“ Dann reichte er mir ein Paket. Es war in Zeitungspapier eingewickelt und mit ein paar Lagen Klebeband zugebunden. Es war mindestens einen Zentimeter dick. Allein an der Größe und der Haptik konnte ich erkennen, dass es sich um Geld handelte, um eine Menge Geld. […] [Später überreichte ich Dave Dave] das Paket. Er sagte: „Danke, und sag Michael, dass ich ihn liebe.“ […] Im Laufe der Jahre gab es Dutzende von Leuten wie Dave. In einigen Fällen rettete Michael Jackson ihnen buchstäblich das Leben.“

Bill Whitfield, Michael Jacksons Bodyguard 2006. 79

„Tatsächlich blieb Jackson David während der zahllosen Operationen und Hauttransplantationen, die David ständig bis ins Erwachsenenalter benötigte im Stillen treu. „Er war mein Freund bei allem, was ich durchgemacht habe“, erklärte David […] „Und er ist mein einziger Freund, von dem ich sagen kann, dass er immer für mich da war.“ Später […] erinnerte er sich genau an den Moment, als er Jackson zum ersten Mal traf: „Ich spielte „Pole Position“ und spürte ein leichtes Tippen auf meiner Schulter. Ich drehte mich um, und da war Michael. Und weißt du was Larry? In diesem Moment haben wir uns umarmt, und diese Umarmung hat während unserer gesamten Freundschaft nie aufgehört.“
Jackson war es auch, der David half, seine Seele durch Kunst zu befreien. […] David entdeckte als Teenager seine Leidenschaft für die Kunst. Er begann zu zeichnen und zu malen. […] Sein Kunstzubehör musste für seine Hände angepasst werden. Seine Fingerspitzen waren im Laufe seiner vielen Operationen amputiert worden. […] Eines Tages, als David auf der Neverland Ranch an einem Gemälde arbeitete, kam Jackson vorbei und sah sich sein Werk an. […] „Er sah mich in der Nähe des Sees in seinem Haus malen. Er sagte mir, ich sei der größte Künstler der Welt“. Auf seinem Twitter-Account handelte Davids drittletzter Tweet von Jackson. Er teilte ein Foto einer Vollgesichtsmaske, die Jackson professionell von einem Anaplastologen hatte anfertigen lassen. […]

Über Dave Dave, 2018. 80

Bilder: „Dave Dave“ David Rothenberg über Michael Jackson: „Er war so etwas wie ein Vater zu mir, den ich nie hatte.“

Martin Bashir veröffentlichte das Interview mit Dave Dave 2003 nicht. Der britische Journalist hatte eine andere Agenda.

2002.09.28.: Die Arvizos verlassen Neverland

Nach den Filmaufzeichnungen im Herbst 2002 mit Gavin, Star und Davellin Arvizo und Martin Bashir verließ Michael Jackson Neverland umgehend. Janet Arvizo durfte mit ihren Kindern eine weitere Nacht auf Neverland bleiben, die Rückfahrt durch Jacksons Chauffeur Gary Hearne wurde am nächsten Tag organisiert.

Das Volk gegen Michael Jackson. Ein Auszug.

2003.02.03.: „Living with Michael Jackson“ von Journalist Martin Bashir wird in Großbritannien gesendet. Bashir erhebt seine eigene „Anklage“ im TV

Am 3. Februar 2003 wird der Film des Martin Bashir „Living with Michael Jackson“ im britischen TV ausgestrahlt. Der britische Journalist war geschäftstüchtig, er wusste, dass sich positive Storys über die ausgeprägte humanitäre Seite des Michael Jackson nicht verkaufen lässt. Und so produzierte Bashir aus seinem Film einen TV-Skandal, einen Aufschrei in den Medien. Bashir editierte seine Aufzeichnungen und deutete Kindesmissbrauch an. Michael Jacksons Antworten, mit denen er sich ausdrücklich von jeder Form von sexuellen Kontakten zu Kindern distanzierte, editierte Bashir raus. Ebenso alles andere, was nicht zu dem Portrait passte, das der Journalist zu Geld machen wollte. Bashirs Werk bescherte der Boulevardpresse Schlagzeilen und sorgte für Entrüstung der Einschaltquoten wegen.

2003.02.03.: Bashir und Granada TV gewähren Michael Jackson keine Vorabkopie. Und auch nicht Janet Arvizo

„Die Familie Arvizo hatte keine Ahnung. Sie erhielten keine Vorabkopie der Abschrift. Sie konnten die Dokumentation nicht sehen, als sie in England ausgestrahlt wurde. Als sie erfuhren, dass ihre Kinder in dem Dokumentarfilm zu sehen waren, kamen BBC-Reporter ins Haus und klopften an die Tür, und weitere Medien kamen und gingen zu den Schulen und fragten nach Interviews. Und natürlich hatte die Familie Arvizo keine Ahnung, was vor sich ging. Und das Schlimmste daran war, dass Gavin Arvizo und die Familie Arvizo das Interview nie gesehen hatten. Sie hatten nie den Zusammenhang gesehen.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 81

Seit Monaten hatte Michael gesagt, dass er die finale Freigabe für den Inhalt des Dokumentarfilms haben würde. Der Plan war daher, dass Martin Bashir nach Miami kommen sollte, um Living with Michael Jackson vorzuführen. Aber Bashir erschien nicht zum vereinbarten Zeitpunkt und verschob seine Reise immer wieder. Als klar wurde, dass er uns an der Nase herumführen wollte, war es bereits zu spät. Wir versuchten, die Ausstrahlung des Interviews in den Vereinigten Staaten zu verhindern, aber es gab keinen Weg zurück mehr.“

Frank Cascio. 82

„Natürlich hatte sich Bashir nicht an den Vertrag gehalten, wir hatten keine Vorabkopie als «final approval» zur Endabnahme bekommen. Die Dokumentation wurde ohne Absprache in den Äther geschickt. […] Die Dokumentation war offenkundig ein mutwillig konstruierter Vernichtungsschlag mit der Folge, dass Michaels Bild in der Öffentlichkeit vollständig zerstört wurde. […] Dass Gavin in Michaels Zimmer geschlafen hatte, er im Bett und Michael auf dem Boden im Schlafsack – auch das war an sich nichts Schlimmes. Allein das, was Bashir in seiner Dokumentation daraus machte, was er inszenierte, ließ vielen Zuschauern das Blut in den Adern gefrieren.“

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 83

„Das Video zur Gegendarstellung [das die Arvizos am 20.02.2003 als Antwort auf die Bashir Dokumentation drehten] hat [Janet Arvizo] möglicherweise auch als Lügnerin entlarvt. Darin nimmt sie mehrmals Bezug auf die Martin-Bashir-Sendung „Living with Michael Jackson“. In einem Ausschnitt weist sie den Videoregisseur an, es „wie in Bashir zu machen“, d.h. sie mit ihrem Sohn händchenhaltend zu zeigen: ein sehr gezieltes Bild. Aber Arvizo, ihr neuer Ehemann und ihre Kinder hatten in all ihren bisherigen Aussagen darauf bestanden, dass sie den Dokumentarfilm nie gesehen haben.“

Roger Friedman, Prozessbeobachter und Journalist am 16.05.2005. 84

2003.02.: Wie die Medien eigene Anklagen formulieren oder „Der Lynchmord der Medien an Michael Jackson

Der Lynchmord an Michael Jackson

„Bill O’Reilly, der Meisterhasser von Rupert Murdochs/Roger Ailes‘ FOX News Channel, sollte diese Woche stolz auf sich sein. Seine bösartigen, ununterbrochenen Angriffe auf Michael Jackson haben sich in einem massiven, rasenden Medien-Lynchmord an der einst unschuldigen, jetzt zertrampelten Persönlichkeit des kleinen Jungen niedergeschlagen, der die Jackson Five anführte und sich später an das verlor, was ich den „amerikanischen Albtraum“ nenne: den Gipfel des Erfolgs zu erreichen, nur um dann aus Neid darauf niedergestreckt zu werden. O’Reilly, der von sich behauptet, ein Meister der „No Spin Zone“ zu sein, verbrachte Monate damit, Jackson zu zerfleischen und zu zermalmen – mit ziemlicher Sicherheit, weil O’Reilly mitbekam, dass ABC, NBC und FOX an überdimensionalen Beiträgen arbeiteten, die Jackson, seine bedauernswerte Kindheit, seine Schönheitsoperationen und vor allem seine auffällige und scheinbar unheilsame Empathie für Kinder schlecht machten. O’Reilly wollte daraus Kapital schlagen, die Lorbeeren einheimsen und so tun, als ob er tatsächlich „die Macht“ hätte. […] Natürlich entschuldigen die Fernsehsender ihr fast pornografisches Gemetzel an Jacksons Ruf mit dem Unterthema „Wir müssen die Kinder retten“ – speziell „die Kinder“, bei denen Jackson zugegeben hat, dass sie in seinem Schlafzimmer auf der Santa Barbara Ranch, die er „Neverland“ nannte, übernachten.
Unter dem Deckmantel der „Polizisten des elektronischen Zeitalters“ bieten diese großen Unternehmenssender immer und immer wieder Michael Jacksons Kopf auf einem blutigen Tablett an, damit die Zuschauer aller Couleur ihn konsumieren können. […] Das hat einen pensionierten Detektiv nicht davon abgehalten, sowohl NBC als auch ABC durch eine Litanei von „Beweisen“ zu führen, dass Jackson ein böser Kinderschänder war, der sein Disneyartiges Haus und seinen Vergnügungspark als Köder benutzte, um kleine Jungen ins Bett zu bringen.
Lassen Sie alle Vorurteile über die „Michael Jackson-Skandale“ beiseite und stellen Sie sich eine einfache Frage: Was ist falsch an diesem Bild?
Diese Frage ist nicht schwer zu beantworten. Was falsch ist, ist dasselbe, was heutzutage mit Amerika im Allgemeinen falsch ist.
Wir haben vergessen, wer wir sind und wofür wir stehen. Wir haben das Gesetz vergessen. Wir haben den allgemeinen Anstand vergessen. […]
Aber Michael Jackson ist weder vor einem Straf- noch vor einem Zivilgericht als Kinderschänder verurteilt worden. Er wurde noch nicht einmal wegen eines solchen Vergehens angeklagt, und wenn wir wirklich eine Nation der Gesetze sind,
muss man davon ausgehen, dass er unschuldig ist, bis seine Schuld von einer Jury bewiesen ist.
Sicherlich ist er anders als Sie und ich, aber das beweist nicht, dass seine Liebe zu Kindern nicht unschuldig ist oder dass seine Sehnsucht nach seiner eigenen, in Vergessenheit geratenen Kindheit zu Perversionen führt. […] In nur einer Nacht in dieser Woche wurden die Fernsehzuschauer im ganzen Land mit vier Stunden (drei auf ABC und eine auf NBC) verächtlicher „Enthüllungen“ über Michael Jacksons Probleme mit dem Erwachsenwerden und seinem zunehmenden Alter verwöhnt. Letzte Woche hat FOX Television ein „Special“ zum Lynchmord an Jackson ausgestrahlt, das den Appetit eines Publikums zu wecken schien, das ein fast unstillbares Verlangen danach hat, die Mächtigen vernichtet zu sehen, egal was es kostet und egal, wie wenig fundierte Beweise es gibt. Zu sagen, dass dies die traurigsten Stunden der amerikanischen Sender waren, wäre eine Untertreibung.
Drei Stunden lang beutete und missbrauchte ABC – das „American“ Broadcasting Network, das größtenteils und ironischerweise der Disney Corporation gehört, die das magische Königreich schuf, nach dem Herr Jackson seine „Ranch“ gestaltet zu haben scheint – den „King of Pop“ so heftig, dass man meinen könnte, es sei bestrebt, den Mann, der nicht erwachsen werden will, in den Selbstmord zu treiben, ähnlich wie die Leitartikler des Wall Street Journal Vince Foster dazu trieben, sein eigenes Leben auf einer Parkbank auszulöschen.
Auf NBC, dem „General Electric Network“, wurde die Jackson-Geschichte ebenfalls so abstoßend präsentiert, wie es den zunehmend laxen „Zensoren“ nur möglich war, und dieser Sender entschied sich dafür, mit ABC in einem schmutzigen Wettstreit zu konkurrieren, um zu sehen, wer mehr geizige und begehrliche amerikanische Zuschauer für sich gewinnen konnte, während er einen bedauernswerten kleinen Mann abfackelte, der uns allen fast sein ganzes Leben lang so viel Freude an der Musik bereitet hat. Ich glaube, ich war noch nie so gefesselt von einer Zurschaustellung von unerträglicher Herzlosigkeit.
Aus den E-Mails, die diese Sendungen auslösten, geht hervor, dass viele nicht zuschauten, um etwas über Jackson zu erfahren, sondern um sich an seiner angeblichen psychischen Instabilität, den Schrecken seiner Kindheit, seiner Einsamkeit und seiner Verzweiflung zu ergötzen und zu erfreuen.
Alle drei Sender brachten grässliche Interviews mit plastischen Chirurgen, die nur Fotos von Michael Jacksons Gesicht studierten und ihre „Experten“-Meinungen darüber abgaben, wie viele Operationen er hinter sich hatte und wie verpfuscht sie waren, in einer verächtlichen Missachtung des hippokratischen Eides: „Tue nichts Böses.“ […]
Amerika wurde stundenlang mit Martin Bashir verwöhnt, dem britischen „Journalisten“, der das Glück hatte, Prinzessin Diana dazu zu bringen, darüber zu sprechen, wie sie ihren Ehemann, Prinz Charles, betrog – der selbst „ein wenig seltsam“ war. Es scheint, dass Herr Bashir sich gerne bei den Berühmten und noch mehr bei den Superreichen einschmeichelt, um sie zu benutzen und zu missbrauchen – und natürlich um zu kassieren. Am abstoßendsten war Bashir, als er vorgab, Mr. Jackson ins Vertrauen zu ziehen, indem er vorgab, sich um den Sänger zu kümmern, Jacksons Kinder vor den Paparazzi zu schützen und ihn dann wiederholt zu demütigen – für nichts weiter als Geld. ABC bietet in Zusammenarbeit mit REAL Video ein Video des Bashir-Interviews an – der einzige Haken dabei ist, dass man ein Abonnement abschließen muss – wieder für mehr Geld – um sich in dem Herzschmerz, der Jacksons Leben ist, zu suhlen. […] Nach allem, was gesagt wurde, sollten Mr. Bashir – der kein Journalist zu sein scheint, sondern nur ein Schwein, das sich im Morast des zerrütteten Lebens eines anderen wälzt – und die Führungskräfte des Senders, die an diesem modernen angloamerikanischen Lynchmord beteiligt waren, an die Kette gelegt und auf dem Times Square verspottet werden. Bill O’Reilly würde mich niederschreien, wenn ich ihm bei „The Factor“ gegenübersitzen würde. Er würde schreien: „Was ist mit den Kindern, Mr. Koopersmith? Was ist mit den Kindern?“
Ich könnte antworten – „Ja, was ist mit den Kindern?“
Ich muss hinzufügen, dass Barbara Walters Beteiligung an dieser Schrecklichkeit beklagenswert war. Ich dachte, sie hätte wenigstens einen Zenit erreicht, wo sie wie die anderen einfach „Nein!“ hätte sagen können. Leider hat sie sich entschieden, bei diesem High-Tech-Lynch mitzumachen.
Sie – und alle anderen Mitläufer – sollten ihre Köpfe in Schande hängen lassen.“

Journalist Jeff Koopersmith am 20. Februar 2003. 85

„Die Medien sind mächtig. Sie haben eine enorme Fähigkeit, die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen. Das Ziel der Medien ist niemals Gerechtigkeit. Den Medien geht es nur um Einschaltquoten, Einnahmen und Werbedollar.“

Thomas Mesereau, Rechtsanwalt. 86

2003.02.03.: „Du kannst mein Bett bekommen. Ich schlafe auf dem Fußboden. Für die Leute immer nur das Beste, weiß du.“ Michael Jackson

„Du kannst mein Bett haben, wenn du willst, und darin schlafen. Ich schlafe auf dem Boden. Es gehört dir. Den Leuten muss man doch immer das Beste bieten, weißt du.“

Michael Jackson, 2003, gesendet im Interview mit Martin Bashir. 87

„Ich habe mit vielen Kindern in einem Bett geschlafen, ich hab mit allen in einem Bett geschlafen, als Macaulay Culkin klein war, Kieran Culkin schlief auf dieser Seite, Macaulay Culkin auf dieser Seite, seine Schwestern dazwischen. „Es ist sehr wohl richtig. Es ist sehr liebevoll.“

Michael Jackson, 2003, gesendet im Interview mit Martin Bashir. 88

„In Bashirs Interview wurde Michael gezeigt, wie er Gavins Hand hielt und der Welt erzählte, dass Kinder in seinem Bett schliefen. […] Was Michael nicht erklärte und wonach Bashir nicht fragen wollte, war, dass Michaels Suite auf Neverland, wie ich bereits sagte, ein Gemeinschaftsraum war, mit einem Familienzimmer im Erdgeschoss und einem Schlafzimmer im Obergeschoss. Michael hat nicht erklärt, dass die Leute dort herumhingen und manchmal über Nacht bleiben wollten. Er erklärte nicht, dass er den Gästen immer sein Bett anbot und meistens auf dem Boden im Familienzimmer unten schlief. Aber, was vielleicht am wichtigsten ist, er hat nicht erklärt, dass die Gäste immer enge Freunde waren, wie wir Cascios und seine gesamte Großfamilie. […] Eines der größten Missverständnisse über Michael – eine Geschichte, die ihn nach der Bashir-Dokumentation jahrelang plagte – war, dass er zu jeder Zeit eine Reihe von Kindern in seinem Zimmer schlafen ließ. Die Wahrheit war, dass nie irgendwelche Kinder nach Neverland kamen und in Michaels Zimmer blieben.“ […] Tatsache ist, wenn er sein Bett „teilte“, bedeutete das, dass er sein Bett jedem anbot, der darin schlafen wollte. Es mag Zeiten gegeben haben, in denen er auch dort oben schlief, aber normalerweise lag er auf dem Boden neben seinem Bett oder schlief die Treppe hinunter auf dem Boden.

Frank Cascio, dessen Eltern und gesamte Familie lange Jahr mit Michael Jackson seit Kindertagen und bis ins Erwachsenenalter befreundet war. 89

„Die Quintessenz ist: Michaels Interesse an Jungen hatte absolut nichts mit Sex zu tun. Ich sage das mit der unanfechtbaren Zuversicht von Erfahrungen aus erster Hand, der Zuversicht eines kleinen Jungen, der hunderte Male im selben Zimmer wie Michael geschlafen hat, und mit der absoluten Überzeugung eines Mannes, der Michael mit tausenden von Kindern interagieren sah. In all den Jahren, in denen ich ihm nahe war, habe ich nichts gesehen, was mich beunruhigt hätte, weder als Kind „noch als Erwachsener.“

Frank Cascio, befreundet mit Michael Jackson seit seinem fünften Lebensjahr. 90

2003.02.03.: Liegt der Ursprung von Michael Jacksons „Inspiration durch Reinheit/Unschuld, „Gott in Gesichtern der Kinder“ im „spirituellen Gesetz zum Erfolg“?

Michael Jackson: „Ich habe es schon oft gesagt, dass meine größte Inspiration von Kindern kommt. Jeden Tanz, den ich tanze, alle Gedichte, die ich schreibe, sind von dieser Ebene der Unschuld inspiriert. Diesem Bewusstsein der Reinheit. Und Kinder haben das. Ich sehe Gott in den Gesichtern der Kinder. Und, Mann, ich liebe es einfach, ständig in dieser Nähe zu sein.“
Der Journalist Bashir: „Aber Michael, ist es für einen 44-jährigen Mann angemessen, ein Schlafzimmer mit einem Kind zu teilen, das überhaupt nicht mit ihm verwandt ist?
Michael Jackson: „Das ist eine wunderschöne Sache. Warum sollte das beunruhigend sein? Wer ist Jack the Ripper in diesem Zimmer? Da ist ein Typ, der versucht, ein Kind zu heilen. Und ich schlafe in einem Schlafsack auf dem Boden.“

Michael Jackson, 2003, gesendet im Interview mit Martin Bashir. 91

„Das erste spirituelle Gesetz des Erfolgs ist das Gesetz der reinen Potentialität. Dieses Gesetz basiert auf der Tatsache, dass wir in unserem wesentlichen Zustand reines Bewusstsein sind. Reines Bewusstsein ist reine Potenzialität; es ist das Feld aller Möglichkeiten und unendlicher Kreativität. Reines Bewusstsein ist unsere geistige Essenz. Da es unendlich und grenzenlos ist, ist es auch reine Freude. Andere Eigenschaften des Bewusstseins sind reines Wissen, unendliche Stille, vollkommenes Gleichgewicht, Unbesiegbarkeit, Einfachheit und Glückseligkeit. Dies ist unsere wesentliche Natur. Unsere essenzielle Natur ist eine reine Potenzialität. Wenn du deine wesentliche Natur entdeckst und weißt, wer du wirklich bist, liegt in diesem Wissen selbst die Fähigkeit, jeden Traum zu erfüllen, den du hast, denn du bist die ewige Möglichkeit, das unermessliche Potenzial von allem, was war, ist und sein wird …. […] Wie können wir das Gesetz der reinen Potentialität, das Feld aller Möglichkeiten, auf unser Leben anwenden? Wenn Sie die Vorteile des Feldes der reinen Potenzialität genießen wollen, wenn Sie die Kreativität, die dem reinen Bewusstsein innewohnt, voll ausschöpfen wollen, dann müssen Sie Zugang dazu haben. […]

Depak Chopra, 1994, Mediziner, Autor, Freund von Michael Jackson: „Die sieben spirituellen Gesetze des Erfolgs, ein praktischer Leitfaden zur Erfüllung der Träume“, Washington Post:“ 92

2005.06.02.: Staatsanwalt Ron Zonen: „Sie waren besonders besorgt über das Bild eines Jungen […] der seinen Kopf an Michael Jacksons Schulter lehnt

Sie waren besonders besorgt über das Bild eines Jungen, der neben ihm sitzt, seine Hand hält und seinen Kopf an Michael Jacksons Schulter lehnt.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 93
Michael Jackson Gavin Arvizo Janet Arvizo Martin Bashir 2003

Bild: Der anlehnungsbedürfte Gavin Arvizo 2003 links mit Michael Jackson, rechts mit Janet Arvizo.
(l: „Living with Michael Jackson“, r.: „Video zur Gegendarstellung“19.02.2003)

2003.02.: Viele Lärm um Nichts Staatsanwalt Sneddon über den Medienzirkus um Bashir, Arvizo und „Living with Michael Jackson“

Anfang dieses Jahres, nachdem Jackson in einer britischen Dokumentation enthüllt hatte, dass er manchmal Kinder in seinem Bett schlafen lässt, verurteilte Sneddon den „Medienzirkus“ um die Dokumentation und sagte, Jacksons Eingeständnis sei „viel Lärm um nichts“.

Richter am Obersten Gerichtshof James Slater am 21.11.2003. 94

2003.02.03.: „Der Satz ‚Ich schlafe mit kleinen Jungen‘ ist nur von der Staatsanwaltschaft erfunden worden“. Nicht von Michael Jackson.

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Miss Pryor, nirgendwo in der Bashir-Dokumentation sagt Mr. Jackson jemals: „Ich schlafe mit kleinen Jungen“, ist das korrekt?
Antwort von Azja Pryor: „Nein, das war ein Thema, über das Janet [Arvizo] und ich gesprochen haben. Ich habe den Dokumentarfilm [„Living with Michael Jackson“] so verstanden, dass Mr. Jackson sagte, dass Kinder in seinem Bett geschlafen haben und er auf dem Boden schlief. Und das war ein weiterer Grund, warum [Janet Arvizo und ich] nicht verstanden haben, warum es so einen großen Aufruhr gab, obwohl [Michael Jackson] eindeutig gesagt hat, dass er auf dem Boden geschlafen hat.“
F. Und Herr Jackson legt Wert auf die Feststellung, dass er nie sexuellen Kontakt mit Kindern hatte, richtig? A. Ich glaube, das hat er.
F. Die Worte „Ich schlafe mit kleinen Jungen“ sind nur von der Staatsanwaltschaft erfunden worden, richtig?
Staatsanwalt Thomas Sneddon: „Euer Ehren, ich werde Einspruch erheben. Das ist argumentativ, und ich bitte darum, dass der Verteidiger dafür verwarnt wird.“
Der Richter: „Stattgegeben. Es ist argumentativ.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Nun, Herr Jackson spricht in diesem Dokumentarfilm auch davon, dass Kinder mehr Liebe und Aufmerksamkeit brauchen, nicht wahr? A. Ja.

F. Er spricht davon, dass Kinder Waffen in Schulen bringen, nicht wahr?
Staatsanwalt Tom Sneddon: Euer Ehren, ich erhebe Einspruch wegen beeinflussend und suggestiv.
Der Richter: Stattgegeben.
F. von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: Nun, der Staatsanwalt, Mr. Sneddon, sprach davon, dass Mr. Jackson mit Gavin Händchen gehalten hat, richtig? Antwort von Azja Pryor: Richtig.
F. Trifft es zu, dass Gavin [Arvizo] oft mit den Leuten um ihn herum Händchen halten wollte?
Staatsanwalt Thomas Sneddon: Euer Ehren, ich werde Einspruch erheben. Das ist eine Schlussfolgerung, eine Spekulation, und sie ist irreführend.
Der Richter: Stattgegeben.
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: Haben Sie jemals das Video zur Gegendarstellung des Interviews mit der Familie Arvizo gesehen, in dem Janet [Arvizo] zu Gavin [Arvizo] sagt: „Lass uns Händchen halten“? […]. Erinnern Sie sich, dass Janet oft sagte: „Lass uns Händchen halten“? A. Ja. […]
F. Hat Janet [Arvizo] Ihnen nicht erzählt, dass ihre Familie sich alle an den Händen gehalten und zu Gott gebetet hat, damit sie Michael Jackson und [Hollywoodschauspieler] Chris Tucker treffen würde? A. Ja, das hat sie.
F. Und als der Staatsanwalt, Mr. Sneddon, nach der Zuneigungsbereitschaft der Arvizos fragte, haben Sie ihm zugestimmt, richtig? A. Ganz genau.
F. Als er sagte, dass [Star, Gavin, Davellin und Janet Arvizo] sehr unangemessen und sehr schnell sehr vertraut mit Menschen waren, haben Sie dem zugestimmt, richtig? A. Sehr sogar, ja.
F. Und [Star und Gavin und Davellin Arvizo] haben die Leute sofort umarmt, richtig? A. Ja.
F. Leute, die sie kaum kannten, richtig? A. Ich war nicht wirklich in ihrer Nähe, wenn sie nur Fremde getroffen haben, aber jeden, den ich jemals in ihre Nähe gebracht habe, ja, sie waren sehr anhänglich zu ihnen.
F. Zu ihrer Zuneigung gehörte auch, dass sie manchmal Händchen hielten, richtig? Haben Sie sie jemals Händchen halten sehen? A.: Ich habe sie Händchen halten sehen.

Azja Pryor, Assistentin im TV und Lebensgefährtin von Hollywoodschauspieler Chris Tucker, Zeugenaussage am 19.04.2005. 95

Ein anderer Begriff, den nicht Michael Jackson, aber die Staatsanwälte in ihrem Verfahren gegen ihn immer wieder verwendeten, lautet „spezielle Freunde„.

Die Geschehnisse ab 2003 im Vergleich zur späteren Anklage

Zeitschiene parallel zur Anklage

Exakt zwei Jahre nach der Ausstrahlung von „Living with Michael Jackson“ nahm Staatsanwalt Sneddon diesen Film, der aus dem Entertainment kam und fürs Entertainment gemacht worden war, als Grundlage für seine Anklage gegen Michael Jackson. Und mit diesem Film des britischen Journalisten eröffnete Sneddon nach der Erstausstrahlung seinen „Prozess des Jahrhunderts“.

2003.02.03.: Die Verschwörung des Staatsanwalts beginnt oder „Komplizen, Kidnapper, Gefangenschaft, Erpressung, Bedrohung …“

„Anklagepunkt 1: Die Grand Jury des Bezirks Santa Barbara, Bundesstaat Kalifornien, beschuldigt Michael Joe Jackson mit dieser Anklageschrift eines Verbrechens, nämlich […] der Verschwörung, indem er sich am oder um den und zwischen dem 1. Februar 2003 und dem 31. März 2003 im Bezirk Santa Barbara, Bundesstaat Kalifornien, mit Ronald Konitzer, Dieter Weizner und Frank Cascio, auch bekannt als Frank Tyson, Vinnie Amen, Frederic Marc Schaffel, und anderen nicht angeklagten Mitverschwörern und Mitverschwörern, deren Identität unbekannt ist, verschworen hat, um das Verbrechen […] der Kindesentführung […], der Freiheitsberaubung […] und der Erpressung […] zu begehen; und dieses zum Zweck der Durchführung der oben genannten Verschwörung, d.h.: [Gavin Arvizo], [Star Arvizo], [Davellin Arvizo], alles Minderjährige und [Janet Arvizo], eine Erwachsene, zu kontrollieren, festzuhalten, zu isolieren, zu verstecken, zu belästigen und zu bedrohen […].“

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 96

„In diesem Prozess geht es in Punkt 1 um eine Verschwörung. Es geht um das Desaster, das durch die Bashir-Dokumentation ausgelöst wurde. Es geht um die Reaktion der Welt und wie sie den Anlass für den verzweifelten Versuch des einstigen Superstars bildete, seine einst so mächtige Musikkarriere zu retten. […] Die Angestellten des Michael Jackson betrachteten [die Bashir Dokumentation „Living with Michael Jackson] als ein PR-Desaster. Das gesamte Video wurde in England zum ersten Mal am 3. Februar 2003 vor 17 Millionen Menschen in Europa in einer Sendung namens „Trevor McDonald“ ausgestrahlt. Sie werden erfahren, wie Jackson und Jacksons eigene Mitarbeiter und die Mitverschwörer die Bashir-Dokumentation als einen Erdrutsch empfanden. Und wenn dieser nicht aufgehalten würde, würde er alles in seinem Weg zerstören, einschließlich Michael Jackson. Aus den wöchentlichen Dokumenten geht hervor, dass die Gruppe in einen Zustand der Schadenskontrolle überging, eine Art Mentalität.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 97

„Für mich ist es ganz klar, dass Martin Bashir einen Plan hatte, und der Plan war, Michael Jackson auf eine bestimmte Weise darzustellen. Es ist fast so, als ob er mit Tom Sneddon zusammenarbeiten würde. Es ist ziemlich bizarr. Und wenn man sich anhört, was Tom Sneddon [im Eröffnungsplädoyer] gesagt hat, dann ging es eher darum, die Jury in eine bestimmte Stimmung zu versetzen und ich glaube, dass er versucht hat, ihre Empörung und ihre Stimmung gegenüber Michael Jackson zu schüren.

Rechtsanwalt Howard Weitzman 03.2005. 98

„Die Theorie des Staatsanwalts lautet – für die wenigen, die ihr zu folgen vermögen – dass die Ausstrahlung (von „Living with Michael Jackson“) eine finstere Verschwörung in Gang setzte, die letztendlich dazu führte, dass Michael Jackson eine Hand in die Unterhose eines Jungen steckt. Die Staatsanwaltschaft präsentiert den Film [Living with Michael Jackson] als das dramatische Eröffnungskapitel einer labyrinthartigen Fabel moralischen Verfalls; daraus folgt, dass die Abdunklung des Gerichtssaales dazu bestimmt ist, symbolischen Charakter zu haben, ein Zeichen dafür, dass wir eine Welt der Schatten betreten. Aber der Effekt wird ruiniert, wenn der Film beginnt. Wenn die Kamera über die Tore von Jacksons Neverland Ranch fährt, donnert aus den Lautsprechern der vertraute Bass von „Billie Jean“ – und im Übertragungsraum beginnt das Meer der älteren Reporter umgehend beschwingt den Kopf zum Beat auf und ab zu bewegen. „Ich liebe diesen Song“, flüstert der TV-Reporter mir zu […]“

Journalist Matt Taibbi über die Eröffnung des Prozesses gegen Michael Jackson im Februar 2005. 99

2003.02.03.: Die Theorie des Staatsanwalts oder: „28 verschiedene Handlungen, die die Verschwörer mit der Verschwörung zu erreichen hofften …“

„Sie wissen nun, dass die Anklageschrift auch Anschuldigungen enthält die –, die Verschwörung, die — dass die Ziele der Verschwörung darin bestanden, die Kinder zu erpressen, zu Unrecht einzusperren und zu entführen. Es werden, wie Sie bereits gehört haben, 28 verschiedene Handlungen aufgeführt, die die Verschwörer mit der Verschwörung zu erreichen hofften. Und wie Sie jetzt wissen und sehen, lag der Schwerpunkt dieser Handlungen darin, die Familie Arvizo zu isolieren und zu kontrollieren und sie von den Medien fernzuhalten und sie davon zu überzeugen, an einem vom Angeklagten und seinen Mitverschwörern geplanten Video zur Gegendarstellung mitzuwirken.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 100

„Das ist vollkommen absurd. Und, meine Damen und Herren, man kann nur den Kopf schütteln, wenn man sich vorstellt, dass [die Staatsanwälte] eine solche Behauptung gegen Mr. Jackson vorbringen, der übrigens die einzige Person ist, die angeklagt wird. Wurde einer dieser anderen mutmaßlichen Mitverschwörer auch nur wegen eines Vergehens angeklagt? Nein. Nein. Es wurde getan, um [Cascio, Wiesner, Konitzer, Amen, Schaffel] aus diesem Gerichtssaal fernzuhalten, ihnen Angst zu machen. Wenn [die Staatsanwälte] wirklich glauben, dass es eine Verschwörung dieses Ausmaßes gab, wenn sie wirklich glauben, dass die Handlungen so schwerwiegend waren, wenn sie wirklich glauben, dass eine Familie entführt und versteckt und in ihr Verderben entführt wurde, warum klagen sie dann nur Michael Jackson an? Weil er eine Megaprominenz ist und genau darum geht es in diesem Fall. […] In der Tat hört man während all dieser ausgeklügelten Beweisführung für eine Verschwörung kaum etwas von [Michael Jackson]. Er nimmt nicht an Treffen teil. Er hat kein Mobiltelefon. […] Allerdings gibt es Beweise dafür, dass Janet [Arvizo] sich […]beschwerte, dass „diese Leute mich von Michael Jackson trennen“. […]. Bei welchen wichtigen Ereignissen in dieser sogenannten Verschwörung ist er überhaupt dabei? Wo ist er? Man weiß nicht, wo er ist. Man hört nichts von ihm. Er ist auf Neverland. Er ist in seinem Studio. Er ist auf Reisen. Wo ist er, wenn diese so genannte Verschwörung ausgebrütet und betrieben wird? Janets Aussagen widerlegen diese ganze Idee einer Verschwörung. Ihre Handlungen widerlegen die Idee einer Verschwörung, wie ich bei meiner Zeugenbefragung bis zum Überdruss festgestellt habe: „Haben Sie die Polizei gerufen? Haben Sie die Polizei angerufen? Haben Sie die Polizei angerufen?“ Nein.“ […] Man kann ihn in die Mitte eines schönen Fotos stellen und all diese Gesichter um ihn herumhaben aber das ist kein Beweis. Das ist ein Beweismittelersatz.

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 101

Aus der Beweisführung der Staatsanwaltschaft ….

„Marc Schaffel, der schon seit einiger Zeit für Michael Jackson arbeitete, stand Michael Jackson sehr nahe und wurde in seiner Produktion seines [Musikalbums] „Invincible“ erwähnt, […] mit dem Text „Marc, ich liebe dich sehr. Ich danke dir für all die Arbeit, die du geleistet hast, um dieses Projekt zu ermöglichen.“ Der Eintrag für Marc Schaffel war genauso lang wie der Eintrag für seine eigenen Eltern.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 102

2003.02.04.: Die Ironie der eigenen Anklage, war doch Janet Arvizo auch für Staatsanwalt Sneddon „unkontrollierbar“. Er „isolierte“ sie vor der Presse. Trennte sie von ihren Kindern

Sie werden bald die Aussagen von Zeugen […] hören, […] dass der Bashir-Dokumentarfilm eine Katastrophe war. Und dass die Familie Arvizo ein gefährliches Risiko darstellte. Eins, das isoliert werden musste, eines, das kontrolliert werden musste, und eines, das überzeugt werden musste, an einem Pro-Michael-Jackson-Video mitzuwirken, das später Mitte Februar ausgestrahlt werden sollte. Im Verlauf des Prozesses werden Sie auch erfahren, dass die Aufrechterhaltung dieser Isolation und Kontrolle sehr problematisch wurde. Und die Kooperation der Mutter, Janet Arvizo, zu gewinnen, war sehr, sehr schwierig. Und Sie werden erfahren, warum das so war.

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 103

2010 bestätigte Staatsanwalt Ron Zonen („Sneddons eifrigster Vertreter„) in einem Seminar, dass Janet Arvizo auch für die Staatsanwaltschaft in ihrem Prozess gegen Michael Jackson 2005 „unkontrollierbar“ war. Zonen beschrieb die Frau als „instabil“, „schwierig“, „unkontrollierbar“. Ron Zonen erklärte, dass die Staatsanwaltschaft 2005 unter der Leitung von Tom Sneddon „große Schwierigkeiten während des Prozesses“ mit ihr hatte. Zonens Beschreibung liest sich wie ein Auszug aus ihrer eigenen Anklage:

„… die Mutter des Kindes war, offen gesagt, unkontrollierbar. Sie war unkontrollierbar. Sie war offen gesagt, instabil. Sie war eine Person, die alles sagen oder machen konnte zu jeder beliebigen Zeit. Sie war eine sehr schwierige Person, die für jeden schwer zu kontrollieren war. Wir hatten große Schwierigkeiten während des Prozesses mit ihr …“

Staatsanwalt Ron Zonen am 04.11.2010, nachdem er mit Sneddon seinen Fall gegen Michael Jackson 2005 verloren hatte. 104, 105

Die von den Staatsanwälten ausgeübte „Kontrolle“ und „Isolation“ der Janet Arvizo war 2005 ausgeprägter als die, welche sie Jackson in ihrer Anklage vorwerfen konnten

Dass Janet Arvizo 2005 auch für Staatsanwalt Ron Zonen und Tom Sneddon „schwierig“ und „unkontrollierbar“ war und von ihnen „isoliert“ werden musste, machte Staatsanwalt Sneddon in seinem Eröffnungsplädoyer nicht zum Thema. Aber da er und seine Mitarbeiter Janet Arvizo im Rahmen ihrer Anklage nicht „kontrollieren“ konnten, behandelte die Staatsanwaltschaft sie exakt so, wie sie es Michael Jackson in ihrer Anklage unter Punkt 1 im Rahmen der „Verschwörung“ vorwarfen: Janet Arvizo war für die Staatsanwaltschaft ebenso „unkontrollierbar“, wie sie es für Michael Jackson gewesen war. Und so liefen die Staatsanwälte Gefahr, dass Janet Arvizo sich und ihre Kinder während des Prozesses an die Presse verkaufte. Wäre der mentale Zustand der Janet Arvizo an die Öffentlichkeit geraten und damit ihre Glaubwürdigkeit als Zeugin der Anklage, wäre auch die Anklage von Sneddon und Zonen gegen Michael Jackson noch schwächer geworden, als sie es ohnehin schon war.
Während ihres Prozess 2005 gegen Jackson war der Fokus der Staatsanwälte auf der „Kontrolle“ der „instabilen“ Janet Arvizo größer, als sie es Michael Jackson in ihrer eigenen Anklage vorwerfen konnten.
2005 wurden Gavin Arvizo und seine Geschwister Star und Davellin vor ihrer Vernehmung vor Gericht von der Staatsanwaltschaft im Haus von Sergeant Robel untergebracht, der mit Sneddon und Zonen „alles daran setzte, damit dieser Fall funktionierte„. Sergeant Robel, der „versuchte, [Gavin Arvizo] dazu zu drängen, jene Aussagen zu machen, die sie von ihm hören wollten„. Sergeant Robel, in dessen Haus die Arvizo Kinder „auf ihre Aussage im Prozess vorbereitet wurden“.
Die Kinder wurden für die gesamte Zeit von ihrer Mutter getrennt. Reporterin Diane Dimond versuchte die Handlungen der Staatsanwälte zu erklären:

„Als sich herausstellte, dass die Kinder von ihrer übermäßig besorgten Mutter getrennt werden mussten, um den Kopf frei zu bekommen und sich auf ihre Aussage vorzubereiten, nahmen die Robels sie bei sich zu Hause auf. Sie gaben ihnen zu essen, besänftigten ihre Ängste und ermutigten sie vor allem, die Wahrheit zu sagen. Um ihre Gedanken frei zu haben, für die Vorbereitungen ihrer Zeugenaussagen“, „um sie zu ermutigen, die Wahrheit zu sagen.“

Diane Dimond, Reporterin, die eine enge Beziehung zu Sergeant Robel und Staatsanwalt Zonen unterhielt. 106

Staatsanwalt Sneddon stellt Janet Arvizo 2005 vor: „unter Eid gelogen … instabil … in eidesstattlicher Versicherung gelogen … gelogen … „

Bevor die eigentliche Verhandlung gegen Michael Jackson im Februar 2005 startete, muss Sneddon gewusst haben, welchen unglaubwürdigen Eindruck die Mutter des angeblichen Opfers Gavin Arvizo auf das Gericht hinterlassen würde. Es spielt eine große Rolle, ob eine Zeugin glaubwürdig ist, ob man ihr die Anschuldigungen abnimmt, auf der die Anklage des Staatsanwalts aufgebaut ist. Sneddon jedenfalls nahm in seinem Eröffnungsplädoyer viel Anlauf, um Janet Arvizos Verhalten schon an dieser Stellte zu entschuldigen.
Die Staatsanwälte selbst schienen Janet Arvizo für nicht besonders glaubwürdig zu halten.
Sneddon entschuldigte in seinem Eröffnungsplädoyer auch Janet Arvizos Verhalten, die ihre Kinder dazu erzogen hatte, jeden zu umarmen. Michael Jackson war auch bekannt dafür, dass er jeden umarmte. Allerdings wurde der Verhaltenszug des Michael Jackson von der Staatsanwaltschaft auf die Liste der verdächtigen Verhaltensweisen gesetzt, die eine Anklage gegen ihn rechtfertigen sollten. Sneddon warb für Verständnis, dass Janet Arvizo anders sei und sich „niemand von uns in ihre Lage versetzen“ könne. Eine Entschuldigung, die Sneddon für Michael Jackson, der ein Leben im Rampenlicht geführt hatte, nicht gelten ließ. Für Janet Arvizo aber mietete Sneddon sogar Experten, die zum Verständnis für das unsoziale Verhalten der Janet Arvizo beitragen sollten.
Außerdem bereitete der Staatsanwaltschaft die Öffentlichkeit auf die Lügen der Janet Arvizo vor, auf deren Aussagen er seine Anklage aufgebaut hatte:

Jetzt ist wahrscheinlich ein guter Zeitpunkt, um ein wenig über die Person zu sprechen, von der Sie schon so viel gehört haben, und von der ich Ihnen mit Sicherheit sagen kann, dass sie während dieses Prozesses einige Tage lang im Zeugenstand sein wird. Es ist die Mutter von Gavin Arvizo und Star Arvizo und Davallin Arvizo, Janet. Lassen Sie mich Ihnen ein wenig darüber erzählen, was ich denke, dass die Zeugenaussagen und die Beweise in diesem Fall über Janet Arvizo enthüllen werden. Sie war mit 16 Jahren verheiratet. Sie hatte drei Kinder, als sie 21 war. Sie war 16 Jahre lang in einer gewalttätigen, körperlich missbräuchlichen Beziehung mit ihrem Mann. Nicht nur ihr gegenüber, sondern auch gegenüber ihren Kindern, wenn diese versuchten, sie zu verteidigen. Ich denke, Sie werden anhand der Zeugenaussagen und der hier vorgelegten Beweise sehen, dass sie sich als jemand präsentiert, der ziemlich unsicher, ziemlich unselbständig und leicht beeinflussbar ist und manchmal unerbittlich und ziemlich emotional und entschlossen sein kann. Sie ist sehr religiös und übermäßig anhänglich. Ich denke, dass Sie einen Eindruck von Janet Arvizo aus den aufgezeichneten Gesprächen nicht nur mit Frank Tyson, sondern auch aus einem späteren Gespräch mit Brad Miller, einem vom Jackson-Camp angeheuerten Privatdetektiv, gewinnen werden, auf das ich gleich eingehen werde. Dass sie leidenschaftlich von Liebe und Zuneigung spricht, dass sie sich verzweifelt wünscht, geliebt zu werden und dass ihre Familie geliebt wird, und dass sie Teil einer Familie ist, die sie nicht haben konnte, weil es zu diesem Zeitpunkt keinen Vater in der Familie gab. Sie hat ihren Kindern etwas beigebracht, was viele Menschen abschreckt: Wenn sie einen begrüßen, geben sie einem nicht die Hand, sondern umarmen einen und sagen, dass sie sich freuen, einen zu treffen. Manche Menschen sind diese Art der Begrüßung bei einer ersten Begegnung nicht gewohnt. Aber das ist die Art von Mensch, die Janet Arvizo ist, und das ist auch die Art von Verhalten, das sie ihrer Familie anerzieht. Die Zeugenaussagen und Beweise in diesem Fall werden Ihnen zeigen, dass sie, wie praktisch jeder von uns in seinem Leben, Fehler gemacht hat, dass sie Dinge getan hat, die falsch waren. Die Zeugenaussagen werden in diesem speziellen Fall zeigen, dass sie in einem Fall während des Rechtsstreits in einer eidesstattlichen Erklärung gelogen hat. Sie wurde gefragt, ob ihr Mann sie jemals geschlagen hat, und sie hat gelogen. Denn sie wusste, dass zu diesem Zeitpunkt niemand außer ihr und den Kindern davon wusste. Und dass sie, wenn sie die Wahrheit eingestehen müsste, mit Sicherheit wieder Prügel beziehen würde. Sie hat unter Eid gelogen. Es stimmt auch, dass sie Sozialhilfe erhalten hat, obwohl sie dazu nicht berechtigt war. Das wird sie Ihnen sagen und sie wird es zugeben. Es handelt sich nicht um eine große Geldsumme. Aber sie hat es getan. Und es war falsch. Und sie weiß, dass es falsch war. Wie Sie aus den Zeugenaussagen und den Beweisen in diesem Fall ersehen können, ist sie keine Person, die notwendigerweise Entscheidungen trifft, wie Sie oder Sie oder Sie selbst sie unter den gegebenen Umständen getroffen hätten. Aber niemand von uns kann sich in ihre Lage versetzen. Aber wir werden Ihnen helfen – wir werden Ihnen in dieser Hinsicht helfen, indem wir einen Experten kommen lassen, der für Sie aussagt, wie es ist, eine Person zu sein – 16 Jahre lang in einer missbräuchlichen Beziehung zu sein, und wie das ihr Urteilssystem und die Reaktion auf bestimmte Dinge beeinflusst.

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 an die Jury gerichtet , im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 107

Sneddon begann am 28.02.2005 sein Eröffnungsplädoyer mit der Erklärung, dass Janet Arvizo psychisch krank sei. Niemand hatte Anlass, ihm zu widersprechen. Aber der langjährige Staatsanwalt nahm die Belastungen für die „instabile“ Janet Arvizo in Kauf, um seine Anklage durchzuziehen. Auf gewisse Weise hat er sie ausgenutzt. War er am Ende sogar verantwortlich dafür, dass sich Janet Arvizos mentaler Zustand während des Prozesses verschlimmerte? Dazu Journalist und Prozessbeobachter Roger Friedman zum Ende des eigentlichen Prozesses im Mai 2005:

„Es ist jetzt an der Zeit, diesen Wahnsinn zu beenden und den Prozess im Fall Kalifornien gegen Jackson für ungültig zu erklären. Was am Freitag im Gerichtsgebäude von Santa Maria geschah, hätte überhaupt nicht passieren dürfen. Ob Michael Jackson des Kindesmissbrauchs schuldig ist oder nicht, ist nicht mehr das Thema. Die Staatsanwaltschaft von Santa Barbara ist nun möglicherweise schuldig, den Zustand einer gestörten Frau auszunutzen, um eine Verurteilung zu erreichen. Das ist falsch und wird nichts anderes bewirken, als den Ruf von gutmeinenden Mitarbeitern zu beflecken.
Die Aussage von Janet Arvizo, der Mutter von Michael Jacksons jugendlichem Ankläger, war am Freitag abwechselnd wahnsinnig und herzzerreißend. Im Kreuzverhör durch Thomas Mesereau wirkte sie wie eine zwanghafte und pathologische Lügnerin, eine gewiefte Manipulatorin und eine echte Unternehmerin. Aber sie war auch sehr traurig und unfähig, ihre Gefühle zu kontrollieren. […] Sie war angriffslustig und unausstehlich, manipulativ und durchtrieben. Sie scheute nicht vor Auseinandersetzungen mit Mesereau zurück. Oft wandte sie sich direkt an die Geschworenen, anstatt auf Mesereaus Fragen zu antworten, und es schien ihr egal zu sein, wie Richter Rodney Melville sie belehrte. Sie hatte ein gutes Gedächtnis für Dinge, die sie interessierten, aber keine Erinnerungen an Daten, Zeiten oder Orte, die ihren Fall beeinträchtigen könnten. […] Anknüpfend an ein Themenfeld, das sie am Donnerstag in Bezug auf Jacksons Team als „Meister der Choreographie“ begonnen hatte, unterbrach Arvizo die Verhandlung fast vollständig […] Arvizo weigerte sich mehrmals zu antworten und behauptete schließlich: „Ich weiß es nicht.“ Sie sagte auch, es sei alles ein Komplott, um Jacksons PR zu verbessern. Es erschien endlos und schmerzhaft.[…] Sie braucht Hilfe.
Und dann war da noch Bezirksstaatsanwalt Tom Sneddon, der während dieser brutalen Vorstellung nicht bei den anderen Staatsanwälten saß, sondern auf einer Bank hinter ihnen. Vor den Augen der Geschworenen saß Sneddon oft mit dem Kopf in den Händen und schaute ratlos auf das, was er angerichtet hat. Sneddon hat die letzten zwölf Jahre damit verbracht, zu beweisen, dass Jackson ein Kinderschänder ist, aber er wählte den falschen Fall und die falschen Leute, um sein Geschäft abzuschließen. Das wurde den Geschworenen am Freitag deutlich vor Augen geführt. Die ganze Sache ist unfassbar. Aber für Sneddon wäre es noch viel schlimmer, diese geschundene Seele weiter öffentlich zu quälen, als zu versuchen, den Fall abzuschließen. Seine einzige Chance auf Wiedergutmachung besteht darin, diesen Alptraum zu beenden, bevor er noch schlimmer wird. Das wird ihm ein besseres Erbe sichern, als das, das er sich selbst geschaffen hat.“

Roger Friedman, Prozessbeobachter und Journalist am 16.05.2005. 108

2003.02.04.: Janet Arvizos Lebensgefährte und Stiefvater der Kinder Mayor Jay Jackson verhandelt mit der Boulevardpresse $15 000 für ein Interview

„Weitere Dokumente aus der Wohnung von Schaffel und E-Mails, die ausgetauscht wurden zwischen Konitzer und Schaffel und Weizner und anderen Leuten, die in diese Management-Sache involviert waren, zeigen, dass die Idee war – zu diesem Zeitpunkt war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die Arvizo-Familie zu holen und sie zu isolieren und abzusondern und von den Medien fernzuhalten, so dass sie keine Statements gegenüber den Medien abgeben würden, und sie dann hoffentlich, wie ich schon sagte, für dieses geplante Pro-Jackson-Video zu gewinnen.“

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 109

„Am [Tag nach der Ausstrahlung von „Living with Michael Jackson“ in Großbritannien] waren die Medien in heller Aufregung. Wie ich bereits sagte, begannen sie, die Familie Arvizo aufzuspüren und sie zu verfolgen. Sie kampierten sogar vor ihrem Haus. Das war der Tag, an dem Jay Jackson, [Janet Arvizos Lebensgefährte, späterer Ehemann], 15.000 Dollar für ein Interview mit der Boulevardpresse verlangte.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 28.02.2005, Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 110

„[Jacksons Management] wusste, was passieren würde, wenn sich die Presse auf diese Familie stürzen würde. Und das Letzte, was sie wollten, war, dass Gavin Arvizo in einem Fernsehsender eines anderen Reporters auftaucht und in diesem Raum über Pornografie und Alkohol spricht. Das war das Letzte, was sie brauchten. Sie mussten in der Lage sein, das, was aus dem Mund dieser Kinder und aus dem Mund von Janet Arvizo kommen könnte, einzudämmen, und sie mussten in der Lage sein, davon zu profitieren. Und sie würden nicht davon profitieren, wenn sie tatsächlich einem anderen Reporter Aussagen machen würden.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 111

2003.02.04.: Laut Anklage soll Michael Jackson Janet Arvizo erklärt haben, „sie seien in Gefahr“ und ruft sie zu einer Pressekonferenz

Michael Jacksons Management soll laut Staatsanwaltschaft eine Pressekonferenz in Miami geplant haben, um aufgrund der negativen Publicity durch Bashirs „Living with Michael Jackson“ zu reagieren. Laut Anklage ist die gesamte Familie Arvizo ist bereit, Michael Jackson auf dieser Pressekonferenz zu unterstützen.

„Am oder um den 4. Februar 2003 teilte Michael Joe Jackson [Janet Arvizo] mit, dass das Leben ihrer Kinder, Star, Gavin und Davellin Arvizo, in Gefahr sei aufgrund der kürzlich im britischen Fernsehen ausgestrahlten Dokumentation „Living with Michael Jackson“, in der [Gavin Arvizo] mit Michael Joe Jackson auftritt. […] Michael Joe Jackson sagte [Janet Arvizo], dass sie und ihre drei Kinder nach Miami geflogen würden, um an einer Pressekonferenz teilzunehmen, die jedoch nie stattfand.“

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 112

2003.02.05.: Im Widerspruch zur Anklage waren es die die Arvizos, die „immer herausfinden wollten, wo Michael Jackson war“. Sie „wollten begeistert die Stadt verlassen“

Am nächsten Morgen [Anm.: der 5. Februar 2003] ist wieder die Stimme des Angeklagten zu hören, der sich wieder in das Leben der Arvizos einschaltet. Es ist der Angeklagte, der, wie die Aufzeichnungen im Turnberry Resort zeigen, ein 27-minütiges Telefonat mit der Familie Arvizo führte, die sich zu diesem Zeitpunkt in West Los Angeles mit Major Jay Jackson aufhielt, der der zukünftige Ehemann von Janet Arvizo sein würde. Dieses Telefonat fand um 6:58 Uhr kalifornischer Zeit, 9:58 Uhr in Miami, Florida, statt. Es war Jackson, der mit Janet Arvizo und Gavin Arvizo sprach. Und es war Jackson, der ihnen sagte, dass es da draußen Leute gäbe, die sie töten wollten, der ihnen sagte, dass es da draußen für sie gefährlich sei und dass Gavin in Gefahr sei. Es war Jackson, der wollte, dass Gavin zu ihm nach Florida kommt. Und es war Jackson, der ihnen sagte, er wolle, dass Gavin an einer Pressekonferenz teilnimmt. Und es war Jackson, der ihnen sagte, dass eine starke Stellungnahme, die ihn, Michael Jackson, unterstützt, viel dazu beitragen würde, dass diese Killer verschwinden. Janet Arvizo weigerte sich. Sie wollte nicht zulassen, dass ihr Junge allein in einem Flugzeug nach Miami, Florida, fliegt. Sie weigerte sich. Und es gab Streit zwischen Jackson und Janet Arvizo. Schließlich wurde die Sache geregelt. Gavin Arvizo würde nach Florida fliegen. Aber er würde nur mit seiner Mutter, seinem Bruder und seiner Schwester nach Florida reisen. Jackson war aufgebracht und verärgert, aber er musste zustimmen, weil er Gavin in Florida brauchte. Aus den Aufzeichnungen der Fluggesellschaft geht hervor, dass sie von MJJ Productions und über das Reisebüro, das MJJ Productions üblicherweise benutzt, Reservierungen für den Flug der Familie nach Miami am Nachmittag des 5. vorgenommen haben, übrigens am selben Morgen, an dem der Anruf getätigt wurde. Ihr Abflug vom Flughafen Los Angeles war für zwei Uhr nachmittags geplant. Der Flug fand nie statt. Der Grund dafür, dass er nicht stattfand, war, dass Chris Tucker, der ebenfalls eine Reise nach Miami mit einem gecharterten Jet plante, arrangierte, dass die Kinder später in der Nacht mit Chris Tucker fliegen würden. Und das geschah dann auch so.

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 113

Antwort Chris Tucker: „[Die Arvizos] riefen mich an, weil sie die Stadt verlassen wollten, und sie wollten herausfinden, wo Michael [Jackson] war, weil sie immer herausfinden wollten — sie wollten herausfinden, wo Michael [Jackson] war, und sie wollten die Stadt verlassen. […]
Frage Rechtsanwalt Thomas Mesereau: Schien Janet [Arvizo] begeistert darüber, nach Florida zu fahren, um Michael Jackson zu sehen?
A. Ja, sie war begeistert. Alle waren begeistert, die Kinder. Und jeder war begeistert, dorthin zu gehen, um Michael zu sehen, ja“.
F. „Erinnern Sie sich an eine Diskussion mit Janet Arvizo bei Ihnen zu Hause, bevor Sie mit ihnen zum Flughafen fuhren?
Antwort Chris Tucker: „Ja. […] Das war der Punkt, an dem ich – ich wollte ihr den Wagen geben, den Leihwagen, den Truck, den sie fahren sollte, aber ich fühlte mich sehr unbehaglich, […] weil sie anfing, wie wild zu weinen, wie – nicht wie ein normales Weinen, sondern als ob etwas mit ihr nicht stimmen würde. Und ich bekam wirklich, wirklich – etwas in meinem Inneren fühlte sich einfach nicht richtig an, und ich fühlte – ich sagte: „Oh, ich gehe hier zu weit“, weil – und ich wusste, dass sie – geistig irgendwie nicht in Ordnung war. Also habe ich ihr die Schlüssel gegeben. Aber dann hatte ich kein gutes Gefühl dabei. “ […] Sie fing an, sich wie verrückt zu verhalten, als ob etwas nicht stimmen würde. […] Sie sagte nur: „Chris“, „du bist wie ein Bruder“, und wieder diese „Bruder“-Sache, und sie weinte und… weinte einfach wild herum und so. Und dann sagte ich: „Irgendetwas stimmt nicht“ […] Ihr Verhalten war völlig außer Rand und Band, und ich hatte – ich hatte – ich hatte wirklich Angst, dass ich mich zu sehr auf die Familie einlasse. […] [Janet Arvizo] schluchzte wie wahnsinnig, ihre Augen wurden rot und sie zitterte. […] Als ob sie besessen wäre. […] Später [warnte ich Michael Jackson]. Ich habe [Michael Jackson] nur gesagt, nimm dich in Acht vor Janet [Arvizo], weil ich ihr gegenüber misstrauisch war. […] weil – und sie hat mich später sogar noch misstrauischer gemacht. […] Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Und dann habe ich versucht, mit Michael zu reden. [Janet Arvizo] hat mich dabei ständig unterbrochen, und ich wusste nicht, warum sie das tat. Und dann habe ich einfach versucht, Michael in ein Zimmer zu ziehen, und sagte: „Du musst aufpassen. Sei einfach vorsichtig.“ Und dann – das war wirklich kurz, und dann bin ich gegangen.“ […] Er hat zugehört.“

Chris Tucker, Zeugenaussage am 24. und 25.05.2005. 114

„Und ein zweiter Anruf um 18:14 Uhr, beide mit einer Dauer von jeweils vier Minuten, wurde von Jay Jacksons Wohnsitz in der Mid-Wilshire-Gegend von Los Angeles an Chris Tucker geführt. [Anm.: Die Arvizos rufe Chris Tucker an] […] Lassen Sie mich nun behaupten, dass zwei Telefonanrufe von je einer Minute, die im Abstand von drei Minuten getätigt wurden, und nur eine maximale Dauer von vier Minuten oder weniger haben, tatsächlich drei Minuten und eine Sekunde sein könnten, […]. Es wird als vier Minuten angezeigt, wenn es nur eine Sekunde länger als drei ist. Aber das könnte daran liegen, wie lang der Anrufbeantworter in Chris Tuckers Haus ist. Und wenn man sich Chris Tuckers Telefonaufzeichnungen für diesen Tag, den 4. Februar 2003, ansieht, wird man feststellen, dass es keine Anrufe von Chris Tucker gibt. Zumindest keine Telefonaufzeichnungen, die registriert worden wären, Telefonanrufe, die registriert worden wären, was bedeutet, dass Chris Tucker höchstwahrscheinlich nicht dort war. Gavin Arvizo hat wahrscheinlich Chris Tucker angerufen. Er hat zwei Nachrichten hinterlassen, eine nach der anderen, was die Leute tun, wenn sie eine Nachricht überhören, und sie rufen gleich wieder an und hinterlassen eine zweite Nachricht für die gleiche Zeitspanne. So ist es dann wohl auch passiert.“

Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 115

2003.02.05.: Das gemeinsame „Skript“ von Staatsanwalt Sneddon und Janet Arvizo

„Am Abend des 5. Februar, dem Abend vor der [Ausstrahlung von „Living with Michael Jackson“ in den USA], fliegt diese Familie in einem gecharterten Jet mit dem Entertainer Chris Tucker und seiner Familie nach Miami, Florida. Und sie kommen dort an. Es ist wahrscheinlich schon nach Mitternacht, als sie dort ankommen, und sie landen auf dem Flughafen von Miami, werden von einer Limousine abgeholt und zum Turnberry Resort gebracht. Und sie wurden in einem für ihre Verhältnisse sehr, sehr schönen Zimmer untergebracht. Aber es ist schon spät. Und nach einigen Gesprächen mit Chris Tucker gehen sie alle ins Bett. Jeder schläft bis zum nächsten Morgen aus. Aber, wie Sie sehen, funktioniert der Plan perfekt, denn die Familie ist jetzt dort, sie sind jetzt unter ihrer Kontrolle und sie sind jetzt von den Medien und der Öffentlichkeit isoliert.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 116

Antwort von Janet Arvizo im Kreuzverhör: „Erinnern Sie sich an das erste Treffen in Miami, als ich eben alles über – zu den Deutschen [Anm.: Jacksons Manager Dieter Wiesner und Ronald Konitzer] erzählte? Nun, selbstverständlich hatten sie da schon am Skript gearbeitet. […] Sie nahmen Elemente aus meinem Leben und dem Leben meiner Kinder, die wahr waren, und bauten sie in ihr Skript ein. Und das passierte bei dem ersten Treffen in Miami. Sie hatten bereits – sie arbeiteten bereits daran. Es hat eine Weile gedauert, bis ich es rausgefunden habe. Und viele andere Leute haben es später auch herausgefunden.[…] All das in dem Video [Anm.: vom 19.02.2003] und die Outtakes, alles ist geskriptet. Michael hatte, als wir in Miami ankamen, hatte er für ungefähr 45 Minuten mit uns geturtelt.
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: Und sie begannen mit dem Drehbuch in Miami? A. Das mussten sie. Sie müssen mit all diesem Zeug angefangen haben, lange bevor ich überhaupt nach Miami gerufen wurde. Das müssen sie.
F. Sie haben Ihnen also in Miami ein Skript geschrieben, aber Sie wussten nicht, was sie taten, richtig? A. Wie ich schon sagte, wir werden Ronald, Dieter und alle anderen hier hoch rufen müssen, um herauszufinden, was sie vorhatten. Oder Michael, er könnte hier hochkommen.
F. Wurden Sie in Miami ohne Ihr Wissen geskriptet? A. Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht,

Janet Arvizo, Zeugenaussage am 15.04.2005. 117

2003.02.06.: Im Hotel in Florida verbringen die Arvizo-Kinder ihre Zeit mit den Kindern Prince, Paris und Frank, Marie Nicole, Eddie Cascio

2003.02.06.: „Living with Michael Jackson“ von Martin Bashir wird in den USA ausgestrahlt

„Am und zwischen dem 4. Februar 2003 und dem 5. Februar 2003 [Anm.: hier ist wohl der 6. Februar gemeint] wurde der Dokumentarfilm „Living with Michael Jackson“, in dem [Gavin Arvizo] auftritt, in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt. Michael Joe Jackson hat die Familie [Arvizo] persönlich daran gehindert, das Programm zu sehen, während sie sich im Turnberry Resort Hotel in Miami, Florida, aufhielt.“

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 118

Im Hotel in Florida verbringen die Arvizo-Kinder ihre Zeit mit den Jackson-Kindern Prince, Paris sowie Marie Nicole und Eddie Cascio. Anwesend sind auch der Mediziner Dr. Farshchian und Frank Cascio. Sowie Jacksons Manager Dieter Wiesner.

Aldo und Marie Nicole, die noch in Miami waren, sahen sich „Living with Michael Jackson“ in seiner Suite an, aber Michael weigerte sich, ihnen Gesellschaft zu leisten: Er mochte es nicht, sich selbst im Fernsehen zu sehen. Während meine Geschwister zuschauten, kam Michael immer wieder ins Zimmer und fragte sie: „Seid ihr sicher, dass ihr das sehen wollt? Warum wollt ihr das sehen?“

Frank Cascio, dessen Eltern und gesamte Familie langjährig mit Michael Jackson seit Kindertagen und bis ins Erwachsenenalter befreundet ist. 119

Jackson war noch in Florida, als „Living with Michael Jackson“ – vorgestellt von Barbara Walters – am 6. Februar 2003 von ABC ausgestrahlt wurde. „Ich saß mit Michael auf seinem Bett und sah es mir an“, erinnert sich Dieter Wiesner. „Und er brach einfach zusammen, wie ich es noch nie gesehen habe. Er konnte nicht glauben, dass so etwas noch einmal vorkommt. Er sah aus, als würde er sterben. Er konnte nicht sprechen. Er konnte kein Wort herausbringen.“

Randall Sullivan. 120

„[Michael Jackson] dachte, das Interview würde etwas sein, auf das er stolz sein könnte, etwas, das er eines Tages seinen Kindern zeigen würde, etwas, das Teil seines Vermächtnisses wäre.“

Frank Cascio, dessen Eltern und gesamte Familie langjährig mit Michael Jackson seit Kindertagen und bis ins Erwachsenenalter befreundet ist. 121

2003.02.06.: Staatsanwalt Sneddon lässt eine Webseite einrichten und castet „jeden, der ein Opfer sein könnte“

Am 6. Februar, dem Tag der Ausstrahlung des Films des britischen Journalisten Martin Bashir in den USA „ermunterte“ Bezirksstaatsanwalt Thomas Sneddon auf einer speziell eingerichteten Webseite „jeden, der ein Opfer“, des Michael Jackson sein könnte, sich an die „Hotline“ der Staatsanwaltschaft zu wenden. Noch bevor „Living with Michael Jackson“ am 6. Februar 2003 im US-amerikanischen TV ausgestahlt wurde, lud Staatsanwalt Sneddon seine eventuellen Opfer zum Vorsprechen über die Webseite des Bezirks Santa Barbara. 122, 123

Thomas Sneddon DA Michael Jackson 2003 Press release casting victims

Wir ermuntern jeden, der ein Opfer sein könnte oder glaubwürdige Beweise dafür hat, dass ein Verbrechen begangen worden sein könnte, sich an die Hotline des Department of Social Services […] zu wenden.

Presseerklärung von Thomas W. Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 6. Februar 2003. 124

Bild: Ausschnitt aus der Presseerklärung des Leitenden Bezirksstaatsanwaltes Thomas W. Sneddon vom 6. Februar 2003, bevor der Film des Martin Bashir „Living with Michael Jackson“ am 6. Februar 2003 im TV ausgestrahlt wurde. Quelle: Webarchiv countyofsb.org/da und dort PR-Michael Jackson.pdf.

Das las sich wie ein Casting des Staatsanwaltes. 1000 „Hinweise“ und 100 „Bewerbungen“ sollen bei Sneddon eingegangen sein, doch niemand war darunter, den die Staatsanwälte Thomas Sneddon und Ron Zonen als ein Opfer des Michael Jackson in Betracht ziehen konnten. Niemand war unter den 1000 „Bewerbern“, der glaubwürdige Beweise liefern konnte, das Michael Jackson als Pädophiler in Frage kam. Keiner der Bewerber schaffte es als „Zeuge“ in Sneddons spätere Anklage. Sneddon aber wollte und musste beweisen, dass Jackson in das verbrecherische Profil eines Pädophilen passte.

„Mitte der 1990er Jahre reiste Mr. Sneddon persönlich in mindestens zwei Länder, um nach angeblichen Opfern von Michael zu suchen. Er konnte keine finden. Mr. Sneddon richtete eine Website beim Santa Barbara Sheriffs Department für Informationen über Michael Jackson ein und beauftragte eine Firma für Öffentlichkeitsarbeit [Marketing]. Das war absurd.“

Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger des Michael Jackson 2005. 125

Sneddon stellte auf seiner Webseite nach seiner „Ermunterung“ von „jedem, der ein Opfer sein könnte“ eine Bedingung: Das Opfer musste sich bereit erklären, Anschuldigungen unter Eid zu formulieren und vor Gericht auszusagen. Auch im Jahr 2003 war der Staatsanwalt in einem möglichen Verfahren gegen Michael Jackson auf ein Opfer angewiesen. Für Sneddon aber stand seit einem Jahrzehnt kein Opfer in einem Prozess gegen Jackson zur Verfügung. Sneddon wollte das Desaster von 1993 nicht wiederholen, als er nicht nur ohne Beweise gegen Michael Jackson im Fokus der Öffentlichkeit stand, sondern am Ende auch noch ohne Opfer. 126 Und im Laufe des Jahres 2003 drohten Sneddons „Ermittlungen“ in Sachen Jackson erneut ins Leere zu laufen.

„[Es] wurde vereinbart, dass die BBC-Sendung vom Sheriff Department aufgezeichnet werden soll. Es wird davon ausgegangen, dass diese Aufzeichnung überprüft werden wird. […] die bloße Tatsache, dass ein Erwachsener mit einem Kind schläft, reicht nicht aus, um eine Anklage zu rechtfertigen oder eine Verurteilung zu begründen. […]
Die bloße Tatsache, mit einem Kind im selben Bett zu schlafen, ohne dass es zu Berührungen kommt und ohne dass der erforderliche mentale Aspekt gegeben ist, würde die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen. […]“

Presseerklärung Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon am 6. Februar 2003. 127
Michael Jackson Staatsanwalt Tom Sneddon 2003 Presseerklärung Casting Victims Opfer Website Santa Barbara

Bild: Ausschnitt aus der Presseerklärung (PR-Michael Jackson.pdf von www.countyofsb.org/da) des Bezirksstaatsanwaltes Thomas W. Sneddon vom 6. Feburar 2003. Veröffentlicht am selben Tag, an dem der Film des Martin Bashir „Living with Michael Jackson“ im TV ausgestrahlt wurde.

2003.02.06.: Im Internet veröffentlicht wird ein Schriftsatz von Rechtsanwalt Feldman aus 1993 aus dem Zivilverfahren Evan Chandler ./. Michael Jackson

Während dieser zwei Wochen beschließt eine Website namens smokinggun.com, Dokumente zu einem Rechtsstreit zu veröffentlichen, an dem der Angeklagte beteiligt war.

Staatsanwalt Tom Sneddon im Eröffnungsplädoyer seiner Anklage gegen Michael Jackson am 28.02.2005. 128

Mit der Ausstrahlung des Films des Journalisten Martin Bashir „Living with Michael Jackson“ und der „Ermunterung“ von Staatsanwalt Sneddon an jeden der ein Opfer“ des Michael Jackson sein könnte, wird der Webseite „The Smoking Gun“ ein Schriftsatz aus dem Büro von Rechtsanwalt Larry Feldman zur Veröffentlichung übergeben. 129 Die schriftlich aufgesetzte Erklärung stammt aus dem Büro des Rechtsanwaltes Larry Feldman, stammt aus dem Jahre 1993 und trägt die Unterschrift von dem damals 13-jährigen Jordan Chandler. Der vier Seiten lange Schriftsatz von Larry Feldman enthält einen anschaulichen Bericht über angebliche sexuelle Begegnungen zwischen Jordan Chandler und Michael Jackson, die 1993 zu einem Erdben in der Medienwelt führte.
Larry Feldman war der Zivilprozessanwalt, der von September 1993 bis Januar 1994 den Zivilprozess des Evan Chandler und der June Chandler – und beide im Namen für ihren damals minderjährigen Sohn Jordan – gegen Michael Jackson in den Medien geführt hatte. Den Zivilprozess begann mit Larry Feldman Forderung von $30 Millionen und endete in einem zivilgerichtlichen Vergleich über $15 Millionen, den die Rechtsanwälte ausgehandelt hatten. Larry Feldmans Klage gegen Michael Jackson, beruhte auf Schadenersatzforderungen aufgrund von angeblichem Kindesmissbrauch.
Rechtsanwalt Feldman führte diesen Prozess so erfolgreich in den Medien, dass für ihn selbst ein Gewinn in Höhe von $5 Millionen das Ergebnis war und sein Name in den weltweiten Schlagzeilen. Dazu Larry Feldman 2007:

„Ich bekomme immer noch einen Kick, wenn sich jemand an mich erinnert und weiß, wer ich bin.
„Feldman übernahm den Fall [Anm.: 1993 Chandler ./. Michael Jackson] und der Fall sollte sein Leben verändern. […] Viele stellten seine Vorgehensweise in Frage. […]

Zivilprozessanwalt Larry Feldman 2007 in „Die Zerstörung einer amerikanischen Ikone“. 130

Jacksons Management gab 2003 zur Veröffentlichung des Schriftsatzes von Rechtsanwalt Feldman folgende Stellungnahme ab:

[Die Anwälte von Michael Jackson gaben eine Erklärung ab, in der sie feststellten, dass Jackson] „die Vertraulichkeitsverpflichtung, die allen Parteien des früheren Verfahrens [Anm.: 1993 Chandler ./. Michael Jackson] auferlegt wurde, respektiert hat, doch jemand hat sich entschieden, diese Vertraulichkeit zu verletzen“ und die Aussagen des Jungen zu benutzen, um den Charakter des Stars „weiter zu beschmutzen“. […] „man sollte sich daran erinnern, dass die Vertraulichkeitsverpflichtung damals auf Gegenseitigkeit beruhte und sowohl den Teenager als auch den Sänger selbst schützen sollte […] „Wer auch immer jetzt dieses Material durchsickern lässt, zeigt damit ebenso viel Missachtung für [den Jungen] wie er entschlossen ist, Michael anzugreifen.“

The Smoking Gun in einem Rückblick am 18.11.2003. 131

2003.02.06.: Die Pressekonferenz des Michael Jackson in Miami findet nicht statt

„In Miami gab es nie eine Pressekonferenz. Keine. Zero.“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 132

Die von Sneddon beschriebene Pressekonferenz in Miami fand 2003 nicht statt. („Ist das ein Verbrechen?„)
Wurde die geplante Pressekonferenz in Bezug auf die Anschuldigungen der Medien, die aus dem Film „Living with Michael Jackson“ resultierten, verschoben, weil Management und Anwälte davon ausgingen, dass die Presse zu dem im Internet veröffentlichten Schriftstück aus der Zivilklage Chandler gegen Jackson 1993 Fragen stellen würden, an deren Antworten Michael Jackson gerichtlich verhindert war? Weil Michael Jackson sich im Vergleich vom 25.01.1994 gerichtlich verpflichtet hatte, die Zivilsache nicht in der Öffentlichkeit zu diskutieren? Was nützt eine Pressekonferenz, in denen Antworten nicht gegeben werden können?

Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Erinnern Sie sich, als Sie [2004] vor der Grand Jury in Santa Barbara standen, sagte [Staatsanwalt] Sneddon zu Ihnen, dass es eine Verordnung gäbe, die besagt, dass nicht zu der Presse gesprochen werden dürfe und Ihre Antwort war: „Oh, Mann, ich wollte eine Pressekonferenz geben“. Erinnern Sie sich daran?“
Antwort von Gavin Arvizo: „Das war wahrscheinlich ein Scherz.“
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Das war ein Scherz?“ Gavin Arvizo: „Ja. „
Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Sie sprechen also vor der Grand Jury von Santa Barbara über diesen Fall, und Sie erzählen einen lustigen Scherz?“ Gavin Arvizo: „Ja.“

Gavin Arvizo Zeugenaussage am 03.14.2005 im Gericht für den Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“ 133

Michael Jacksons Manager von 2003 namens Dieter Wiesner beschreibt die Ereignisse wie folgt:

„Vor [Janet Arvizos] Fenster sollen sogar Reporter aufgetaucht sein, die mit Scheckbüchern winkten, um ihr eine Story zu entlocken. Es war der Schauspieler und Komiker Chris Tucker, Michaels Freund, der sich mit ihr traf, um mit ihr über die Situation zu reden. Als er ihr nebenbei erzählte, dass er in Kürze zu Michael nach Miami fliegen würde, kam ihnen die Idee, dass Janet mit ihren Söhnen Gavin und Star und der Tochter Davellin mitkommen könnte, um dem Medienrummel in L.A. zu entkommen. So nahm Chris die Familie schliesslich in einem Privatjet mit. In Miami konnten sie sich ein paar Tage ausruhen. Wie geplant, trafen sie dort Michael, der sie alle spontan auf die Neverland Ranch einlud. Er war wie immer grosszügig und wollte helfen. […] „So kam es, dass Chris Tucker mit Janet Ventura-Arvizo und ihren Kindern zurück nach L.A. flog und sie auf die Ranch brachte.“

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 134

2003.02.07.: Arvizos fliegen mit Jacksons Familie nach Neverland, „unglaublich unverschämter“ Gavin erhält entgegen der Anklage keinen Alkohol an Bord

„Am und zwischen dem 7. Februar 2003 und dem 8. Februar 2003 brachte Michael Joe Jackson die Familie [Arvizo] in einem Privatjet nach Santa Barbara zurück. Auf dem Flug setzte sich Michael Joe Jackson zu [Gavin Arvizo] und gab ihm ein alkoholisches Getränk, versteckt in einer Softdrink-Dose. Dann schenkte Michael Joe Jackson [Gavin Arvizo] eine Armbanduhr. Michael Joe Jackson sagte zu [Gavin Arvizo], dass die Uhr $75.000 wert sei. Michael Joe Jackson sagte [Gavin Arvizo], er solle niemandem erzählen, dass sie zusammen alkoholische Getränke zu sich nahmen.“

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 135

Frage von Rechtsanwalt Jonathan Steinsapir: „Haben Sie schöne Erinnerungen an ihre Arbeit für [Mr. Michael Jackson]?“
Antwort von Gary Hearne, Jacksons Chauffeur: „Sehr viele. „
F.: Hat er Ihnen jemals Schmuck geschenkt? A.: Er hat mir einmal eine Uhr geschenkt. […] Ziemlich am Anfang meiner Karriere, als ich für ihn arbeitete.

Gary Hearne, Michael Jacksons Chauffeur über 15 Jahre, Zeugenaussage 2016. 136

Michael Jackson ist im Flugzeug in Begleitung seiner eigenen Kinder Prince, Paris und Blanket sowie Grace Rwambara, seiner langjährigen Freundin und Angestellten, die sich um ihn und seine Kinder kümmerte. Und einem weiteren Kindermädchen. Außerdem waren an Bord Michael Jacksons Arzt, Jacksons Bodyguards, die Familie Cascio und andere. Stewardess Cynthia Bell sagte aus, dass Michael Jackson ihr „Hauptpassagier“ war. Sie kümmerte sich auch um die anderen, aber sie hatte ihn im Fokus. Die Staatsanwaltschaft wollte von der Stewardess eine Bestätigung dafür, dass Gavin Arvizo während des Fluges von Michael Jackson mit Alkohol versorgt worden war und sich deshalb auffällig verhalten hatte. Diese Bestätigung gab die Stewardess dem Staatsanwalt nicht. Im Gegenteil.
Die Stewardess Cynthia Ann Bell sagte aus, dass sie niemals gesehen habe, dass Michael Jackson den Jugendlichen Gavin oder Star Arvizo Alkohol gegeben haben soll. Das Gegenteil wäre der Fall, denn Michael Jackson wollte nicht, dass Kinder sahen, dass er Wein trinken würde. Die Stewardess arbeitete für eine Fluggesellschaft, die regelmäßig Jackson an Bord hatte und es war bekannt, dass „Jackson ein sehr nervöser Flieger“ war. Ihm den Wein zur Beruhigung in einer Limonadendose zu servieren war die Idee der Stewardess selbst gewesen. Cynthia Bell hatte nur Gutes über Jackson und seine Familie zu erzählen.

„Cynthia Bell, Stewardess: „Nun, [Gavin Arvizo] war einfach unglaublich unverschämt. Und ich finde dieses Verhalten unvernünftig und befremdlich.
Frage von Staatsanwalt Gordon Auchincloss: „Meine Frage war, wann haben Sie zum ersten Mal bemerkt, dass er — A. Von Anfang an, beim Startpunkt des Fluges.
F. Als der Flug weiterging, wurde… wurde er… Nun, sagen Sie mir genau, was passiert ist. Was hat Sie dazu veranlasst, das zu sagen? A. Als [Gavin Arvizo] in der Kabine eintraf, benahm er sich, als wäre ich sein Dienstmädchen, er warf mir eine Büchertasche zu und sagte: „Ich will das hier“, und dann: „Ich will das dort.“ Und er war ziemlich fordernd. Einfach ungewöhnlich fordernd, ungewöhnlich unhöflich.
F. Hat sich sein Verhalten im Laufe des Fluges gebessert? A. Das einzige Mal, als sein Verhalten einigermaßen erträglich war, war, als er Musik hörte. Er hatte ein Kopfhörerset mit Musik, die er hörte.
F. Meine Frage ist, ob sein Verhalten besser, schlechter oder gleich geblieben ist? Sagen Sie es mir. A. Es blieb während des gesamten Fluges so ziemlich gleich. […]
F. War der Junge an einer Essensschlacht beteiligt? A. Das ist richtig.
F. Und mit wem war er in diese Essensschlacht geraten? A. In erster Linie mit dem Arzt. (Gelächter.)
F. Und der Arzt hat sich gewehrt? A. Nun, der Arzt schlief zunächst, bis [Gavin Arvizo] Kartoffelbrei nach ihm warf. (Gelächter.)
F. Und was geschah dann? Es ging hin und her? A. Richtig. Es war eine Art Gruppenmentalität. Alle haben irgendwie mitgemacht.
F. Mehr als nur der Arzt? A. Die Mädchen. Und es wurde quasi zu einem Spiel, an Bord.
F. Es war also spielerisch? A. Das – das anfängliche Werfen des Kartoffelpürees war meiner Meinung nach nicht spielerisch. Das Werfen von Kartoffelpüree auf einen schlafenden Mann?
F. Sie erwähnten, dass [Gavin Arvizo] mit einer Uhr geprahlt hat. Erzählen Sie mir davon. A. [Gavin Arvizo] kam in meine Kombüse und verlangte eine Orangenlimonade, Sunkist Orangenlimonade. Und er trug zwei Uhren am Handgelenk und sagte so etwas wie: „Schau mal, was Michael mir gekauft hat.“ Sie wissen schon, „Das sind sehr teure Uhren“. Und: „Er ist mein bester Freund.“ Und einfach…
F. […] Hat [Gavin Arvizo] irgendetwas darüber erwähnt, woher er diese Uhr hat? A. Nun, er sagte: „Michael hat diese Uhr für mich gekauft.“ Und: „Er kauft mir alles.“ [Gavin Arvizo] war einfach… einfach ein seltsamer Vogel. […]
Frage von Staatsanwalt Gordon Auchincloss: Miss Bell, verhielt [Gavin Arvizo] sich in irgendeiner Weise so, als ob er betrunken gewesen sein könnte? […]
Stewardess Cynthia Bell: Nein. […]
F. Als Mr. Jackson neben Gavin saß, hat er ihn da körperlich berührt? A. Ob sie körperlichen Kontakt hatten?

F. Hat er ihn in irgendeiner Weise körperlich berührt? A. Ja, gelegentlich.
F. Hat Mr. Jackson gelegentlich mit Gavin gekuschelt? A. Ich würde nicht „kuscheln“ sagen. Sie… er hatte seinen Arm um ihn gelegt und hörte manchmal Musik.
F. Wie definieren Sie also Kuscheln? A. „Kuscheln“? Ich schätze, das müsste ich Ihnen zeigen. (Gelächter.)
Staatsanwalt Gordon Auchinchloss: Darf ich mich der Zeugin nähern, Euer Ehren? (Gelächter.) Es entsprach also nicht Ihrer Definition von „kuscheln“, aber er hatte seinen Arm um ihn gelegt? A. Zeitweise, ja, Sir.“

Cynthia Bell, Stewardess, Zeugenaussage am 30.03.2005. 137

Janet Arvizo, die Mutter der Jugendlichen Gavin und Star Arvizo, war mit an Bord dieses Flugzeuges. Staatsanwalt Auchincloss aber fragte die Stewardess, ob es nicht Michael Jacksons Aufgabe gewesen wäre, in das „unverschämte Verhalten“ von Gavin Arvizo einzugreifen:

Frage von Staatsanwalt Gordon Auchincloss: „Kam es Ihnen nicht seltsam vor, dass Mr. Jackson nichts unternahm, um [Gavin Arvizo] davon abzuhalten, so unhöflich zu sein, wie Sie sagten?
Antwort von Stewardess Cynthia Bell: „A. Ja. Ich – weil seine Kinder so höflich sind, war ich das nicht gewohnt.

F. Greift er ein, wenn seine Kinder… A. Auf jeden Fall. Sie sind sehr diszipliniert und höflich.“

Cynthia Bell, Stewardess, Zeugenaussage am 30.03.2005. 138

„Diese [Aussage] ist bemerkenswert, weil die Arvizos behaupteten, dass es Jackson gewesen sein soll, der sie lehrte, zu fluchen, zu trinken und sich daneben zu benehmen. In Wirklichkeit wäre es sehr untypisch für ihn, Kindern solche Dinge beizubringen. Andererseits entsprach ein solches Verhalten sehr dem Charakter der Arvizo-Jungen, die sich schon vor ihrer Begegnung mit Jackson so benommen hatten.“

The Michael Jackson Allegations blog. 139

2003.02.: Die Desensibilisierung des Staatsanwaltes, ein angeblicher Schimpfwort-Wettbewerb in der Welt der Anklage

„Und [Michael Jackson] redete und erinnerte sich daran, dass Gavin ein – in der Unterhaltungsbranche sein wollte. Und er sagte: „Warum tun wir nicht so, als ob dies ein Vorsprechen wäre. Und warum machen wir nicht Folgendes: Warum machen wir nicht einen Schimpfwort-Wettbewerb, und wir benutzen Schimpfwörter. Ich benutze ein Schimpfwort, du benutzt ein Schimpfwort. Wir werden uns einfach einfach abwechseln. Du tust so, als ob es ein Vorsprechen wäre“, und das tat er. Nun, die Schimpfwörter eskalierten, bis sie sehr sexuell anmutende Schimpfwörter enthielten, die Sie sicher alle schon einmal auf dem Spielplatz, in der Turnhalle oder an anderen Orten gehört haben. Es wurde unterbrochen, als eines der Kindermädchen den Raum betrat. Das war der erste Schritt zur Desensibilisierung des Jungen. Es war der erste Schritt, um ihn wieder in die Welt des Angeklagten und der Neverland Ranch einzuführen, in der es keine Regeln, keine Beschränkungen und keine Wünsche gibt.“

Staatsanwalt Tom Sneddon im Eröffnungsplädoyer seiner Anklage gegen Michael Jackson am 28.02.2005. 140

„Simone sagte, sie erinnere sich an eine Episode, in der Gavin und Star anfingen, Michael Jackson zu verfluchen. „Wir waren im Kino und Michael ging weg, um irgendetwas zu arbeiten. Nachdem er gegangen war, sagte Gavin: ‚Dieser f’in Bastard‘, und sie lachten über ihn, nachdem er gegangen war.“

Über Simone Jackson, die 2003 vierzehnjährige Cousine von Michael Jackson. 141

„Bei einer anderen Gelegenheit sprach Star [Arvizo] ihre Tochter Simone an und forderte sie auf, sich entweder für ihn auszuziehen oder ihr Oberteil auszuziehen. Als sie sich weigerte, wurde sie von Star als „verdammte Schlampe“ bezeichnet. Als Peaches das erfuhr, wandte sie sich an [den Sichermann in Neverland] Chris Carter. Sie wollte wissen, was vor sich ging und warum diese Art von Sprache auf der Ranch benutzt wurde. Carter sagte zu Peaches: „Diese (Arvizo) Kinder waren außer Kontrolle und ‚eine Belastung‘.“ [Arvizo]

Peaches Jackson, die Mutter der 2003 vierzehnjährigen Cousine Michael Jacksons, namens Simone. 142

„Als wir [1979 das Album] „Off The Wall“ aufnahmen, gab Quincy [Jones] Michael den Spitznamen „Smelly“, denn wenn Michael einen Groove mochte, nannte er ihn „Smelly Jelly“. Außerdem flucht Michael nicht, und wenn MJ ein schlimmes Wort sagen will, nennt er es einfach „Smelly“… Der Name ist hängen geblieben…“

Bruce Swedien 2006 und 2009, Studio-Ingenieur, arbeitete mit Michael Jackson von 1979 bis 2001. [/efn_note]Bruce Swedien, 2006, Interview mit Gearspace und „In The Studio with Michael Jackson“: „When we were recording “Off The Wall”, Quincy gave Michael the nickname of “Smelly” because when Michael liked a groove, he’d call it “Smelly Jelly.” Also Michael doesn’t curse, and when MJ wants to say a bad word he’ll simply call it “Smelly”… The name has stuck…“‎ Hal Leonard Corporation; 1. Edition (17. September 2009)

„Ich (und andere) mussten auf unsere Sprache achten: keine Schimpfwörter, sexuellen Anspielungen, schmutzigen Witze.“

Todd Gray, Jacksons Fotograf für über 10 Jahre, der Michael Jackon und seine Brüder zur Konzertreihe „Triumph“ 1981 begleitete. 143

„[Mark] Lester wusste besser als die meisten Menschen, wie „traditionell“ Michaels erklärtes Wertesystem war, aber selbst er war von der Reaktion seines Freundes [Michael Jacksons] auf [das Musical] Billy Elliot überrascht worden. Die unanständige Sprache war völlig inakzeptabel, sagte Michael, und er hätte seine Kinder niemals in das Stück gebracht, wenn er gewusst hätte, wie schlimm es war. Im Alter von siebenundvierzig Jahren fluchte Michael immer noch nicht. Er bestand zwar nicht mehr darauf, dass die Leute in seiner Gegenwart keine Schimpfwörter benutzten, aber er verlangte, dass sie es unterließen, wenn seine Kinder dabei waren.“

Mark Lester über Michael Jacksons Besuch des Musicals „Billy Elliot“ am 7. Oktober 2005. 144

Und Debbie Rowe, Michael Jacksons zweite Ehefrau, über die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes Prince Michael Jackson am 13.02.1997:

„Wir waren sehr aufgeregt. Michael war definitiv aufgeregter als ich. Er war so aufgeregt, wenn wir eine Wehe hatten, und er war einfach da. Wir hatten Videos und Musik“, sagte Rowe über die 23-stündigen Wehen. „Aber er war die ganze Zeit da. Ich hatte eine sehr schillernde“ Sprache, und jedes Mal, wenn ich etwas sagen wollte, unterbrach Michael mich mit Worten wie ’shoot‘ und ‚fudge‘. ‚Meinst du wirklich, dass das nötig ist?‘
[Michael] mochte keine Schimpfwörter. Er hielt sie für unnötig, wenn andere Worte ausreichten“.

Deborah Rowe, Interview im Februar 2003 145

Und Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager über die Gavin und Star Arvizos Benehmen auf Neverland:

Ich mag das Wort «asozial» nicht, aber es handelte sich um eine Familie aus dem sozial schwachen Randmilieu. Ständig war nun das Wort «fucking» zu hören, was sonst undenkbar war, und heimlich machten sich die Söhne über die Weinvorräte her.

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 146

2003.02.07.: Im Widerspruch zur Anklage schmückt Janet Arvizo das Schreiben für UK SUNDAY TELEGRAPH, Michael Jackson ist keines Fehlverhaltens schuldig

Aus diesem Grund, im Vertrauen auf den Angeklagten und auf das, was er sagte, stimmte Janet Arvizo der Aufforderung von Weizner und Konitzer zu, zwei Blankopapiere mit ihrer Unterschrift zu versehen, eines am 6. und eines am 7. Februar, bevor sie gingen. Ohne ihr Wissen und ohne und ohne ihre Erlaubnis wurde diese Blankounterschrift am unteren Ende der Seite mit einem maschinengeschriebenen Teil am oberen Ende versehen, der besagt, dass sie Michael Jacksons Klage oder Beschwerde gegen Bashir bei der British Standards Commission genehmigt und sich ihr angeschlossen hat. Sie war dazu nie konsultiert worden und hatte nie zugestimmt, dass ihre Unterschrift in dieser Eigenschaft verwendet wurde.

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 147

Immerhin konnten wir so, da wir gerade mit den Dreharbeiten unserer TV-Gegendarstellung beschäftigt waren, ein Interview mit [Janet Arvizo] aufnehmen, in dem sie Bashirs Darstellung nachdrücklich widerlegte. Zu diesem Zweck war der Besuch [der Arvizos auf Neverland im Februar 2003] eigentlich gar nicht gedacht gewesen, wir hatten nicht explizit um eine Stellungnahme gebeten. Janet hatte es von sich aus angeboten. Sie gab sogar noch eine schriftliche Ehrenerklärung ab, aus der eindeutig hervorgeht, dass Michael sich absolut keines Fehlverhaltens schuldig gemacht hatte.

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 148

STELLUNGNAHME VON JANET VENTURA GEGENÜBER DEM BRITISCHEN „SUNDAY TELEGRAPH“:
„Ich bin entsetzt über die Art und Weise, wie mein Sohn von Martin Bashir und Granada Television ausgenutzt wurde.“ „Weder ich, noch Gavins Vater haben zu irgendeinem Zeitpunkt eine Einverständniserklärung unterschrieben, dass Gavin von Granada Television interviewt wird, was meines Erachtens sowohl in den USA als auch in England rechtlich vorgeschrieben ist. Ich hätte niemals mein Einverständnis gegeben, dass Gavin in Bashirs Film auftritt, der meiner Meinung nach die Wahrheit über Michael Jackson, wie ich ihn kenne und bewundere, völlig verzerrt. DIE BEZIEHUNG, DIE MICHAEL MIT GAVIN STAR UND DAVELLIN HAT, IST EINE WUNDERSCHÖNE LIEBEVOLLE VATER-SOHN-TOCHTER-BEZIEHUNG. ER IST IHR DADDY MICHAEL: UND FÜR MICH UND MEINE KINDER IST ER UNSERE FAMILIE ER KÜMMERT SICH UM SIE WIE EIN GUTER, LIEBEVOLLER VATER: MICHAEL IST IHRE EINZIGE VATERFIGUR, DER SICH UM SIE KÜMMERT UND SIE LIEBT: SIE SIND NICHT SCHUTZLOS, WEIL SIE IHREN DADDY MICHAEL HABEN. MEINE FAMILIE BESTEHT AUS BEDINGUNGSLOSER LIEBE. Zu keinem Zeitpunkt wurde Gavin von Michael mit etwas anderem als Liebe, Respekt und tiefster Freundlichkeit behandelt. Michael hat entscheidend dazu beigetragen, dass Gavin sich vom Krebs erholen konnte. Seine ständige Unterstützung, sowohl in praktischer als auch in emotionaler Hinsicht, hat meinem wundervollen kleinen Jungen die Kraft gegeben, seinen Krebs zu bekämpfen.“ Janet Ventura-Arvizo Freitag, 7. Februar 2003

Schriftliche Erklärung der Janet Ventura-Arvizo vom 07.02.2003 aus Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte. Wiesner war Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis März 2003. 149
Janet Arvizo Ventura Statement Michael Jackson 200302.07.

Bild: Janet Arvizo genügt die Erklärung von Michael Jacksons Management vom 7. Februar 2003 nicht. Es ist Janet Arvizo, die das offizielle Schreiben mit „Daddy Michael“ ausschmückt. Nach einer „Blankounterschrift“ sieht das Schreiben vom 7. Februar 2003 nicht aus.

2003.02.07.: Im Widerspruch zur Anklage bietet sich Janet Arvizo selbst für weitere Dreharbeiten an

Michael Jackson und sein Team aus Managern und Angestellten arbeiten an der Ausstrahlung jener Aufzeichnungen, die Jacksons eigener Kameramann während der Dreharbeiten von Martin Bashir für „Living with Michael Jackson“ angefertigt hatte. Auf Michael Jacksons Anweisung hin, hatte sein persönlicher Kameramann Hamid Moslehi gefilmt, wie Martin Bashir das Interview tatsächlich geführt hatte. Die Aufzeichnungen zeigen die Interviewtaktik des Martin Bashir, über die die Welt den britischen Journalisten kritisiert. Die Aufzeichnungen zeigen auch jene Antworten, die Jackson Bashir tatsächlich gegeben hatte. Unkommentiert und nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Michael Jacksons Team gibt dieser „Gegendarstellung“ von Bashirs „Living with Michael Jackson“ Dokumentation den Titel „The Michael Jackson Interview: The Footage You Were Never Meant to See“. (Übers.: „Das Michael Jackson Interview: Die Filmaufzeichnungen, die niemand zu Gesicht bekommen sollte“). Die Mitglieder von Michael Jacksons Management, die auch an dieser filmischen Antwort beteiligt waren, bezeichnet Staatsanwalt Tom Sneddon in seinem Eröffnungsplädoyer am 28.02.2005 als „Mitverschwörer“ und als „Komplizen“.

„[…] angeheuert. […] auf der Gehaltsliste der Verschwörer..“

Staatsanwalt Tom Sneddon am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson. 150

Sneddon bezeichnet als „Mitverschwörer“ des Michael Jackson den Unternehmer Ronald Konitzer, den Manager Dieter Wiesner (=“die Deutschen“) sowie die Angestellten Jacksons aus dem Bereich Entertainment, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzbuchhaltung Frank Cascio und Vinnie Amen und den Filmproduzenten Marc Schaffel.

Am und zwischen dem 6. Februar 2003 und dem 12. Februar 2003 haben Ronald Konitzer und Dieter Weizner sowohl in Miami, Florida, als auch auf der Neverland Ranch in Santa Barbara County [Janet Arvizo] mitgeteilt, dass sie und ihre Kinder von unbekannten Personen mit dem Tode bedroht wurden. Sie sagten [Janet Arvizo] außerdem, dass die einzige Möglichkeit, die Sicherheit ihrer Familie zu gewährleisten, darin bestünde, dass die [Arvizos] sich an der Produktion eines „Vidoes zur Gegendarstellung“ zugunsten von Michael Joe Jackson beteiligen.

Aus der Anklage des Bezirksstaatsanwalts Thomas W. Sneddon vom 21.04.2004 gegen Michael Joe Jackson. 151

So kam es, dass Chris Tucker mit Janet Ventura-Arvizo und ihren Kindern zurück nach L.A. flog und sie auf die Ranch brachte. Immerhin konnten wir so, da wir gerade mit den Dreharbeiten unserer TV-Gegendarstelllung beschäftigt waren, ein Interview mit ihr aufnehmen, in dem sie Bashirs Darstellung nachdrücklich widerlegte. Zu diesem Zweck war der Besuch eigentlich gar nicht gedacht gewesen, wir hatten nicht explizit um eine Stellungnahme gebeten. Janet hatte es von sich aus angeboten.

Dieter Wiesner, Michael Jacksons Manager vom 31. Januar 2003 bis November 2003. 152

2003.02.07.: „Geheime Welt Neverland“ oder weiterer 40 Personen für „60 Minutes-TV-Show“ und Rechtsanwalt Geragos. Arvizo wollte noch einen TV-Auftritt?

Die Staatsanwälte porträtieren Neverland in ihrer Anklage gegen Michael Jackson als eine „geheime Welt“, in der die Arvizos „gefangen“ und „isolierte“ gehalten sein sollen. Neverland aber war überfüllt mit vielen Menschen. Unter anderem sind zu Besuch in Neverland Marie-Nicole Cascio, die jüngere Schwester von „Mit-Verschwörer“ Frank Cascio, ihr jüngerer Bruder Aldo Cascio und zusätzlich Michael Jacksons Privatarzt Dr. Farshian. Sie alle bleiben über Nacht.

Zusätzlich zu den rund 40 Angestellten Jacksons, an die die Arvizos sich um Hilfe suchend hätten wenden können, erschien am 7. Februar 2003 ein Filteam von 30 bis 40 Personen mit mindestens zwei Rechtsanwälten, Kameraleuten und Filmproduzenten. Die Familie Arvizo, insbesondere Gavin und Janet Arvizo, standen an diesem Tag in Zusammenarbeit mit dem Filmproduzenten des TV-Senders CBS und ihrem landesweit bekannten TV-Moderator Ed Bradley. Der Auflauf von Leuten fand in dieser angeblich „geheimen Welt“ des Michael Jackson statt, dessen Leben im Rampenlicht der Medien stand. Aber diese Umstände wollte Staatsanwalt Ron Zonen nicht zum Thema im Gerichtssaal machen. Das beweisen seine übermäßigen Einsprüche, für die Ron Zonen vom Richter gemaßregelt wird.

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Haben Sie [am 07.02.2003 in Neverland] mit Janet Arvizo gesprochen?“
Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „[…] Ich beobachtete, wie sie sich mit Mr. Radotsky unterhielt, dem Film-Produktionsleiter. Ich erinnere mich an Mr. Bradley.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Haben Sie Frau Arvizo an diesem Tag längere Zeit mit Herrn Radotsky sprechen sehen?“

Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „Ich weiß nicht, ob ich von einer längeren Zeit sprechen würde. Ich habe sie mindestens zweimal gesehen, so viel ich weiß.“
F. Und warum waren Sie an diesem Tag auf Neverland? A. Ich wurde von Mr. LeGrand gebeten, nach Neverland zu kommen, um, wie ich annehme, das Interview zu überwachen.
F. Und gingen Sie bei Ihrer Ankunft davon aus, dass die Arvizos dort sein würden? A. Ja.
F. Warum? A. Das wurde mir so gesagt. […] Dieter [Wiesner] war dort. Ich glaube, ein Herr mit dem Namen Jack Sussman von CBS war dort. Es gab eine Frau, die – auch bei CBS mit dem Nachnamen Simon, glaube ich – dort war. Es war noch ein anderer Anwalt aus meinem Büro bei mir. […]. Und es gab eine – eine Besetzung von ungefähr 30 oder 40 Leuten, Film-Produktionsleute, die dort waren.“

Mark Geragos, Rechtsanwalt für Michael Jackson ab 3. Februar 2003. 153

Antwort von Jacksons Rechtsanwalt Mark Geragos: „[…] eine Aufzeichnung von [Anm.: der amerikanischen TV-Show ] „60 Minutes“ war angesetzt worden, und man wollte, dass ich [in Neverland] war, um sicherzustellen, dass Michael keine Aussagen machte oder unangemessene Fragen gestellt wurden.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Und war das auf Neverland?“ A. Ja.
F. Sahen Sie Janet Arvizo an diesem Tag auf Neverland? A. Ich erinnere mich, Gavin an diesem Tag in Neverland gesehen zu haben. Und dann waren wir dort für, ich weiß nicht, vielleicht 12 Stunden oder so. […]
F. Und Sie sagen, Sie waren an diesem Tag ungefähr 12 Stunden in Neverland? A. Es schien so, ja.
F. Und haben Sie Ms. Janet Arvizo die ganze Zeit dort gesehen? A. Meiner Erinnerung nach teilweise. Ich habe lebhafte Erinnerungen an Gavin Arvizo, der mit Ed Bradley [Anm.: T-Moderator] sprach, und Gavin Arvizo, der mit Radotsky sprach, das ist, glaube ich, sein Name, der Filmproduzent. ich habe gesehen wie […]“

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Haben Sie Janet Arvizo im Gespräch mit [dem TV-Morderator vom Sender CBS] Ed Bradley von [der TV-Sendung] 60 Minutes gesehen?“
Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „Ich bin der Meinung, das habe ich.“ […]
F. Haben Sie entweder Mr. Bradley oder Mr. Radotsky mit Gavin Arvizo sprechen sehen? A. Ja. Ich glaube, Radotsky zusammen mit Mr. Bradley. Ich weiß nicht, ob er aktiv daran beteiligt war, aber ich glaube, Radotsky hat geredet.
F. Und an welchem Datum war das ungefähr, Herr Geragos? A. Ich gehe davon aus, der 7. Februar, und ich weiß nicht, ob das ein Samstag war. Ich glaube nicht, dass es ein Gerichtstag war.

Mark Geragos, Rechtsanwalt für Michael Jackson ab 3. Februar 2003. 154

2003.02.07.: Im Widerspruch zur Anklage wollten Janet und Gavin Arvizo einen weiteren TV-Auftritt. In der Show „60 Minutes“ von CBS, Ed Bradley

Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Und sind Sie davon ausgegangen, dass die Arvizos eine Rolle in dieser 60-Minuten-Dokumentation spielen wollten?
Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „A. Ich habe sie gesehen als… „
Staatsanwalt Ron Zonen: „Ich erhebe Einspruch wegen Spekulation.“
Richter Rodney Melville: „Stattgegeben.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „In Bezug auf Ihren damaligen Kenntnisstand, Herr Geragos, wussten Sie davon, dass die Familie Arvizos in der Dokumentation eine Rolle spielen sollte oder nicht?“
Staatsanwalt Ron Zonen: „Ich erhebe Einspruch, da diese Frage irrelevant ist.“
Richter Rodney Melville: „Sie müssen ihn die Frage beenden lassen, damit ich weiß, wogegen Sie Einspruch erheben.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Herr Geragos, meine Frage bezieht sich auf Ihren damaligen Kenntnisstand, wussten Sie in diesem Zusammenhang, ob Janet Arvizo und die Kinder in einer 60-Minuten-Dokumentation erscheinen sollten oder nicht?“
Staatsanwalt Ron Zonen: „Einspruch gegen seinen Kenntnisstand, da er für dieses Verfahren irrelevant ist.“
Richter Rodney Melville: „Stattgegeben.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Hatten Sie in Ihrer Eigenschaft als Mr. Jacksons Anwalt an diesem Tag Informationen darüber, warum die Arvizos in Neverland waren?“
Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „Ich sah eine Interaktion zwischen Gavin Arvizo … „
Staatsanwalt Ron Zonen: „Ich erhebe Einspruch gegen jede Sicht auf eine Interaktion, da sie für dieses Verfahren irrelevant ist, und die Frage ist irrelevant und entbehrt jeder Grundlage.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Er unterbricht den Zeugen, Euer Ehren, ich erhebe Einspruch.“
Richter Rodney Melville: „Ich denke, diese Frage kann mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden, und wir können von da an weitermachen. Möchten Sie, dass die Frage noch einmal vorgelesen wird?“
Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „Gott, ich hasse es, „nein“ zu sagen. Habe ich – habe ich eine Unterhaltung gesehen? Ja.“
Richter Rodney Melville: „Ich werde die Frage noch einmal vorlesen lassen, damit Sie sie verstehen.“ (Das Protokoll wird vorgelesen.)
Antwort von Rechtsanwalt Mark Geragos: „Ja.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Was haben Sie darunter verstanden?“
Staatsanwalt Ron Zonen: „Einspruch; fehlende Grundlage.“
Richter Rodney Melville: „Stattgegeben.“
Frage von Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „Hatten Sie als Mr. Jacksons Anwalt irgendwelche Anweisungen, irgendetwas mit den Arvizos in Neverland an diesem Tag zu unternehmen?“
Staatsanwalt Ron Zonen: „Einspruch; vage. Anweisung von wem?“

Mark Geragos, Rechtsanwalt für Michael Jackson ab 3. Februar 2003. 155

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Quellen

  1. Friedman, Roger, Journalist, Neverland Romance for Accuser’s Sister? am 14.05.2005: „Sneddon is working against a mountain of evidence that the Arvizo family faked their claims against Jackson and planned to extort money from him, one way or another.“, foxnews.com/story/neverland-romance-for-accusers-sister.
  2. Robel, Steve, Führender Untersuchungsbeamter im Interview mit Gavin Arvizo und in seiner Zeugenaussage vor Gericht gegen Michael Jackson, 2005.03.15., “MR. SANGER: All right. So June 20, you had information that had been obtained from Dr. Katz, and July 7th, you proceed to interview the kids, right? SERGEANT ROBEL: That is correct. MR. SANGER: And on that date, you indicated that, “We’re going to try our best to make this case work“; is that correct? SERGEANT ROBEL: Let me refer to that. MR. SANGER: You can look at — it’s in Davellin’s interview, page 33. SERGEANT ROBEL: Okay. I’m on page 33. There was quite a bit more where that – in addition to what I said in regards to that. MR. SANGER: Well, we can read the whole thing. SERGEANT ROBEL: Okay. I already read the whole thing. MR. SANGER: All right. So you said to Davellin at the — towards the end of her interview, “Okay. Okay. One thing I wanted to say and emphasize to you is that you guys are doing the right thing here. You know what, I know it’s scary, and I realize — really realize that you guys are going through a lot and you’ve been through a lot as a family. They’re the ones that have done wrong, not you. And trust me in this, and trust Detective Zelis, we’re law enforcement. We’re going to try our best to make this case work. I can’t guarantee it, where it’s going to go from here, but that’s why we’re interviewing everybody involved. I don’t care how much money they have” – do you want me to keep going? – “who he is, what — but he’s done wrong. You guys are the victims. Your family is. He is wrong in what he’s done. We’re going to try our best. Can’t guarantee it. We’re going to try our best to bring him to justice.” Did you say that? SERGEANT ROBEL: I definitely said that. MR. SANGER: Okay. So that’s not the statement of somebody who has an open mind who’s looking to see whether or not these people are telling the truth, is it?“
  3. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, Larry King Interview am 14.06.2005, CNN LARRY KING LIVE, Michael Jackson’s Attorney Speaks Out About Trial: „They were extremely aggressive and extremely prepared and very determined. I think their biggest problem was they were not objective about their case. They believed things they wanted to believe. They tried to prove theories that were absurd. And they tried to demonize Michael Jackson in a way which looked absolutely ridiculous when you really took a close look at the evidence. And they went way over the edge, and it hurt them.„, edition.cnn.com/TRANSCRIPTS/0506/14/lkl.01.html
  4. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Opening Statement/Eröffnungsplädoyer „The people vs. Michael Joe Jackson“ am 28.02.2005: „I want to let all of you know that I think an opening statement is a contract. You make promises in an opening statement, you better fulfill them. Because at the end of the trial, the jury’s going to know whether you did or didn’t.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  5. Roger Friedman, SHOWBIZ 411, Jacko Case: Time To Stop the Madness am 16.05.2005, abgerufen am 14.10.2022: It’s now time to stop the madness and declare a mistrial in California vs. Jackson. […] [Janet Arvizo] came across on the stand during her cross-examination by Thomas Mesereau as a compulsive and pathological liar, a shrewd manipulator and a real operator. There wasn’t a single person in the room who believed her. […] What was most striking, though, about Arvizo’s video performance was her incredible disloyalty to her then boyfriend, now husband, retired US Army Major Jay Jackson. Even though [Mayor Jay] Jackson was supporting her and her kids at the time of the rebuttal video, Arvizo pretended he didn’t exist. Over and over in the video she and her children praised [Michael] Jackson as a father figure who’d completed their family. Their compliments could not have been more effusive or sycophantic, and they were all the more creepy considering they had a real father figure at home. Never mind that their biological father was a convicted abuser whom the mother has accused of everything short of sinking the Andrea Doria. […] And then there was District Attorney Tom Sneddon, who sat not with the other prosecutors during this brutal performance, but on a bench behind them. In full view of the jury, Sneddon sat with his head often in his hands, looking askance at what he’s wrought. Sneddon has devoted the last twelve years to proving Jackson is a child molester, but he chose the wrong case and the wrong people to close his deal. That was clearly conveyed to the jury on Friday. The whole thing is mind-boggling. But for Sneddon to continue the public torture of this battered soul would be worse than trying to finish the case. His one chance for redemption is to call a halt to this nightmare before it gets worse. That will ensure him a better legacy than the one he may have created for himself.“, foxnews.com/story/time-to-end-the-jacko-trial.
  6. Dorothy Rabinowitz, zitiert in „Famous Trials By Professor Douglas O. Linder“ über den „Kelly Michaels“ Fall, https://www.famous-trials.com/mcmartin/907-michaelscase
  7. Roger Friedman’s Showbiz 411- Hollywood to the Hudson, Michael Jackson: 10 Years Since The Court Acquittal That Eventually Killed Him, zitierter Artikel vom 12.06.2015: „Tom Sneddon essentially killed Michael Jackson. If Sneddon had really been objective and had investigated the Arvizo’s properly, the case would not have come to trial. But he turned it into a circus from day 1 […] The jury in the trial thought that once they’d acquitted Michael, the solid gold gates to Neverland would swing open and Jackson would thank each of them individually. They were so wrong. The gates snapped shut. Jackson was never seen again in the town of Los Olivos. Two weeks later he and his children were gone, kicking off four years of homelessness that would end in death. Neverland fell silent. Unlike with the prosecutors, there was no celebration of this bitter victory.„, showbiz411.com/2015/06/12/michael-jackson-10-years-since-the-court-acquittal-that-eventually-killed-him
  8. Taibbi, Matt, Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire, 10.2007, Grove Press, Black Cat.
  9. Cochran, Johnnie, „Johnny Cochran Comments on Jackson not being chared 1994“, 1994.09.22., „In a situation where there’s an investigation including 430 witnesses worldwide many of whom were talked to two, three and four times I think that’s pretty clear that they did everything they possibly could to determined whether or not they’ll filed charges in this case.“, https://www.youtube.com/watch?v=L2HO8ccszgg
  10. Associated Press, Prosecutor says law won’t allow Jackson to pay off accuser before trial am 20.11.2003: deseret.com/2003/11/20/19796963/prosecutor-says-law-won-t-allow-jackson-to-pay-off-accuser-before-trial
  11. DeWayne Wickam, Gannett News Service, Accuser should ty to warble a tune that gets child-abus claims to stick, 1996: „The Beverly Hillls dentist [..] is now hoping for another visit from the tooth fairy. [Chandler has also named the pop music star’s e-wife, Lisa-Marie Presley, the Sony Music Coporation, the Walt Disney Co. and some 300 unnamed persons as co-conspirators. […] And, yes, he wants to be taken seriously. Hummmm. […] I Evan chandler has any evidence that supports the charge that Jackson „sexually molestes and assaulted“ his son, he should give it to a prosecutor – not try to use it to launch his own recording career. […] Remember the recent controversy over Jackson’s use of terms like „Jew me, sue me“ and „kike me, don’t you black or white me“ in a song the HIStory album? Well chandler, who is Jewish, suggest in his lawsuit that they were aimed directly at him. Now he wants a a chance to fire back whit his own repertoire of songs. Evan, get a life. […] If Michael Jackson did the unspeakable to your boy, give prosecutors the evidence they need to put him in jail. Put up, or shut up.
  12. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt Michael Jackson, in der Zeugenvernehmung der Sozialarbeiterin beim Jugendamt Irene Lavern Peters am 17.05.2005: „Q. Did you learn whether or not, in 1996, Gavin had accused his mother of molesting him? […] Q. What if you knew the particular teenaged young man that you were investigating had previously reported his mother for molesting him? […] Q. BY MR. MESEREAU: Would a prior history of allegations of molestation in a family suggest that children in the family have an easier time admitting they’ve been molested if they really have? […] Q. And were you aware that Davellin had previously accused her father of molesting her? […] Q. Were you aware that Gavin had previously accused his mother of molesting him?[…] Q. What if you learned there were other issues — excuse me. If a child in a family, theoretically, has made allegations of molestation before, would that suggest that that particular child may have an easier time admitting molestation if it really happens?“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  13. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „You know that Gavin Arvizo, at a very young age, made a false claim of abuse against his mother in the 1990s to the Department of Children & Family Services. He then withdrew the claim. He was very young. He was very street smart. He’d been schooled by his parents, David and Janet.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  14. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 06.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „From the start, Lamere observed that Davclin was quiet, that „Star was weird,“ and Gavin had “behavioral problems.“ The children told her that they lived in a barn. They often to_ld her sad stories about their life, many of which Lamere did not believe.“
  15. Janet Arvizo Zeugenssage am 14.05.2005: „Q. You were investigated by the Department of Children & Family Services in the 1990s when Gavin alleged you had abused him. Remember that? A. Yes, I do. Q. Okay. Did you have a good relationship with the Department of Children & Family Services at that time? A. Yes, I did. Q. Okay. He accused you of abusing him and then he changed his mind, right? A. No, that’s inaccurate. Q. Why don’t you tell the jury what happened in the investigation in the 1990s. A. I feel — if I’m correct, I feel that what he’s talking about, it was a time when Gavin was I think in kindergarten. I think it was kindergarten. I’m not sure. And the nurse, or something like that, had said to Gavin — and this is the best I can recall it, had said — about Gavin going home. And then Gavin says, „No, I don’t want to go home,“ because he didn’t want to go home from school. And so he had told them that — that if he went home, he would get in trouble or something like that. I don’t remember very clear. And so the Department of Child Family Services came out, verified that my son was in a safe environment, and that was it. It was another positive experience. Q. He had accused you of abusing him and then changed his story, didn’t he? A. No, it’s inaccurate what you’re saying. Q. You just said that to the jury, that he accused you of abuse, right? A. And it’s okay. He was a kindergartner. He was a kindergartner. And the way — the nurse or teacher, whoever it was – this is the best I can recall – had communicated it that way to the Department of Child Family Services. And that was it. This — it’s okay. MR. MESEREAU: Okay. Let’s keep going. Thanks.„,   reflectionsonthedance.com/04-14-05_FINAL__Janet_Arvizo_.txt
  16. Auszug aus Zivilklage Arvizo, Janet ./. JC Penney im Schriftsatz 020405oppdamlieplidoefam.pdf vom 22.07.1999: „On August 27, 1998, Janet and David Arvizo were arrested on charges of burglary after. Gavin Arvizo was caught shoplifting at J .C. Penney. Rather than admit their culpability in using their children to shoplift, the Arvizos concocted an outrageous story that the security guards responsible for detaining the family assaulted them by using excessive force and she eventually claimed that they sexually assaulted her. Janet Arvizo testified to the grand jury that she witnessed J .C. Penney Security Guards beating her husband. She testified that she attempted to stop them and a security guard tumed around and „clobbered“ her.[…] As a result, she claimed they broke her hand and that she suffered bruising.[…] Ms. Arvizo testified that the security officers broke Gavin’s arm. She claims that Star suffered a concussion that resulted in „a cyst on his brain.
  17. Azja Pryor, TV Casting Assistentin und Lebensgefährtin von Hollywoodschauspieler Chris Tucker, Zeugenaussage am 19.05.2005: „Q. Okay. Now, you say she told you that Gavin had a broken arm? A. Yes. Q. And she said it was from baseball? A. Yes. He was playing — he was playing in a game. Q. Did she ever tell you he broke his arm because a security guard at J.C. Penney broke it? A. No.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  18. 020405oppdamlieplidoefam.pdf., Exhibit Memorandum Interview Privatermittler der Verteidigung Scott Ross vom 28.12.2004.
  19. 020405oppdamlieplidoefam.pdf., Exhibit Memorandum Interview Privatermittler der Verteidigung Scott Ross vom 28.12.2004.
  20. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: “Miss Arvizo, did you ever tell anyone that you were living in a stable with hay and horses in Bakersfield? “No. “Ever say anything to that effect to anyone? “No.“ Did you ever hear or learn that you were quoted as saying that? “Yeah, I came to find out a lot of things. “When did you find out that you were quoted as saying that you and your family were so poor you were living in a stable with hay in Bakersfield? “Just recently. I’ve never lived in Bakersfield.” Did somebody make that up? Remember, she said she was homeless to get free lessons at the dance school for her kids.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  21. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Opening Statement (Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“) am 28.02.2005: „Janet Arvizo sued J.C. Penney in West Covina in Los Angeles County. She was living in Los Angeles with her family at various locations, which will become important, and I will tell you why. She claimed that she was the victim and her children were the victim of battery, false imprisonment and infliction of emotional distress. This was in July of 1999. Almost a year later, she amended that complaint to add sexual assault by a security officer. What did she say the security officer had one in the J.C. Penney public parking lot. She said her breasts were fondled, her nipple was squeezed 10 to 20 times, she was punched with a closed fist by a J.C. Penney security guard, she was molested in her vaginal area, and she was called racial slurs. That is the case where she was testifying under oath. That is the case where the prosecutor says she lied. She has admitted lying in that case. Her son was ill. The lawsuit was settled. The family got a total of $152,500. That’s the Arvizo family. Janet Arvizo’s ex-husband, David, says Janet coached her children in that case what to say. […] This is the first pattern I want to identify for you with respect to this family.„, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  22. Auszug aus der Zivilklage Arvizo, Janet ./. J.C. Penney im Schriftsatz 020405oppdamlieplidoefam.pdf vom 22.07.1999: „Ms. Arvizo claimed that the security guards dragged her, beat her, and then handcuffed her. She stated that while being handcuffed, her „breasts were exposed“ and that her then 7 and 9 year old boys were the ones who put (her) breasts back in her bra and buttend (her) up.“ She and her family were charged with burglary and the charge was later dismissed. Ms. Arvizo stated that she filed the lawsuit to obtain an „apology“ but that her lawyers forced her to seek monetary damages because they „don’t work for free“. On July 22, 1999, the Arvizo family filed a lawsuit agains J.C. Penney, and security officers Jessica Betancourt, Gary Weidemann and Dexter Mason, alleging, among other thing, she and her family was battered, falsely arrested and falsely imprisoned.“
  23. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 06.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „Davellin told Lamere that Janet forced the children to shoplift. Lamere spoke to Janet about the JC. Penny incident and at first Janet said it was a minor incident, but later exaggerated the facts. In fact, Janet first reported the story as if she had been “jumped in a black area in the Valley,“ and „had ruined her back.“ David later told Lamere that the J C Penny incident was fabricated.“
  24. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Look at the J.C. Penney lawsuit. How did that suit originate? Eight-year-old Gavin shoplifted, ran into a parking lot and was followed by security guards. David followed, Janet came out from another location, and an altercation developed. Janet and David were arrested. You saw Janet’s booking photo at the police department. Not only is there not a bruise on her face, her hair is very neat. It couldn’t be neater. She filled out documents, “I have no medical problems. I have no injuries. I don’t need attention.” She left the jail at approximately twelve o’clock, went to a hospital that evening, and had photos taken within the next couple of weeks at the request of her attorney, and lo and behold, she was bruised, lo and behold she was injured, and lo and behold a lawsuit was filed. Very interesting the way that lawsuit developed, because Janet Arvizo had Gavin testify for her in a sworn deposition at the age of approximately nine or ten. And Janet Arvizo initially did not allege sexual assault. Initially she alleged assault and false imprisonment. As her thoughts about how to get money from J.C. Penney and Tower Records developed, the sexual assault claims developed as well. She amended her complaint, and suddenly, to the surprise of her own lawyer, who couldn’t believe what he was hearing at a deposition, she had been fondled 25 times in a parking lot, after security guards did belly flops on top of her, after they spit on her children, after they spit pumpkin seeds at them, after they hit them all with closed fists, after they hit them with handcuffs, after they bruised every part of her body. The claims went through an volutionary process. They developed and got bigger and bigger and bigger. And she used her son’s illness, his cancer, to get damages. She claimed that Star had a cyst on his brain. That was to get damages. Eventually J.C. Penney settled in a fraudulent lawsuit for $152,000.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  25. Gerichtsprotokoll über das Gespräch vom 18.05.2022 zwischen dem Richter, der Staatsanwaltschaft und den Rechtsanwälten Mesereau und Sanger, Absatz 11087, Zeile 26 ff.: „And Dexter Mason was one of the security guards who was accused by Janet Arvizo of beating 28 her and sexually molesting her on the ground and while she was up against a wall, and there was all that detail that we believe ties into a pattern that on at least three occasions has been demonstrated by Miss Arvizo. Allegations are made, false imprisonment, and then months later you come up with some kind of sexual thing. She did that to her husband, she did it to the J.C. Penney’s people, and she did it to Mr. Jackson“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  26. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: When you stated under oath in the J.C. Penney deposition in the year 2000 that your mom and dad never fight, were you telling the truth? “No. “Did someone tell you to lie in that deposition? “A. I don’t remember.“ Q. You don’t remember at all? “No, it happened a long time ago.” Now, this kid’s lying at the age of what, nine, ten? He never discussed it with his mother? Nobody told him to lie? Nobody told him what the case is about? It starts with him shoplifting. “Q. You also said in that deposition, under oath, that your dad never hit you. Do you remember that? “A. Not really. “Q. Would it refresh your recollection if I show you that page? “Sure. “You were asked if your dad ever hit you, and you said, ‘Never,’ right? “Yes. “Was that the truth? “No. “Did someone ever tell you to lie about that under oath in your deposition in the J.C. Penney case?“ “A. I really don’t remember.“Q. Don’t remember at all? “A. No. I don’t remember nothing from there.” Is he telling you the truth? Do you trust him? Do you trust him beyond a reasonable doubt? Do you trust him to the point where you’re going to convict Michael Jackson, take away his freedom and reputation? I don’t think so, ladies and gentlemen. These are terrible witnesses. “Q. Have your — excuse me. Did your father ever coach you about what to say in the J.C. Penney deposition? “No. “Did your mother ever coach you about what to say in the J.C. Penney deposition? “No.” Then who told them to lie? Who told them to lie to get money from J.C. Penney? He’s a young kid. “Please tell the jury why you lied under oath. “I don’t remember. It was like five years ago. I don’t remember nothing.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  27. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „Ms. LaMere recalled when Gavin was in the hospital Janet was never there. Although still married, Ms. LaMere says the family would not let Janet go to the hospital as she was disruptive. Ms. LaMere said that according to Davellin, the reason Janet didn’t go to the hospital was she did not like the environment.
  28. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „Janet would tell LaMere, Gavin was going to die and started making preparations for his funeral. It was David that repeatedly said Gavin was going to be fine, that he was going to get better and kept a positive thought. Davellin was very upset about Janet trying to bury Gavin before he was dead.“
  29. 111703stmtpc.pdf, Schriftsatz der Staatsanwaltschaft mit Antrag auf Durchsuchung von Neverland: „His father, Gavin and he stayed in one guest unit and his mother and sister stayed in another. During the visit, Michael Jackson gave DVDs and a laptop computer as gifts to Gavin.„,
  30. Frank Cascio. My Friend Michael (S.244): „At the time the boy walked with crutches and was weak from chemotherapy. Michael tried to help him by giving him affirmations to say every day. He encouraged him to fight his cancer, promising him more visits to the ranch if he got well enough to handle the travel. In addition to the moral support that Michael provided, he also gave financial support to Gavin and his family.“ HarperCollins. Kindle-Version.
  31. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „And because of a miracle, today Gavin is alive and his cancer is in remission and he’s a freshman in high school. And he’s an active member of a Navy Explorer unit and has gone through a boot camp in 2003 in Virginia. And he played football on his freshman high school football team this year.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt , reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  32. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „Ms. LaMere indicated that Davellin became jealous when Gavin got sick because of the attention he was getting and that Gavin would go to Neverland Ranch and meet Michael Jackson. Gavin would tell people it was up to him to decide who could stay at Neverland Ranch and when they would go.
  33. Frank Cascio.. My Friend Michael (S.244): „Gavin was only one of many children Michael tried to help, and while most of the kids’ parents were extremely kind and thankful for his efforts, Gavin’s parents had given me the creeps from day one. Initially I couldn’t put my finger on anything specific; it was just a gut feeling. Then, however, on one of the family’s first visits, David, the father, asked me for money to buy a car. Though they’d only been to Neverland a couple of times, Michael had already done a lot for the family, and I knew that handing out cash was a very tricky business. “We’re not going to give you money,” I said, “but I’ll talk to Michael about whether there’s an extra car we can lend you.” As it turned out, we actually found one—Michael gave the family a beat-up truck that wasn’t being used. But the very fact that I had had such an exchange with David was a big red flag. After all that Michael had gone through with the Chandler family, I was always wary of families wanting to exploit him.“ HarperCollins. Kindle-Version.
  34. Randall Sullivan. Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson (Kindle-Positionen6458-20592): „What Mesereau wanted the jury to hear was the audiotape of an interview the Arvizos had given to Mark Geragos’s private investigator, Bradley Miller, back in February 2003. That interview had proceeded on two tracks, one in which the family praised “Daddy Michael’s” kindness and generosity, and another in which it offered graphic descriptions of the “demonic ways” that characterized the children’s biological father. Janet Arvizo and each of her children made David Arvizo, a warehouse worker for a supermarket chain, out to be a fiend who had beaten and abused them in every conceivable manner before disappearing from their lives. Davellin said David had broken her tailbone during one beating. Her youngest brother, Star, told Miller that his dad had kicked him in the head. Gavin Arvizo claimed that their father had knocked him around even when he was being given chemotherapy treatments. Janet described being slapped, punched, and thrown into walls. Clumps of hair had been torn from her head while the children watched, she said. The violence had been so extreme that she was granted a five-year restraining order that kept David away not only from her and the three children, but also from the family dog, Rocky, who had been abused every bit as terribly as the rest of the family. Sneddon had reason to be pleased with this portrayal of David Arvizo, who had told reporters that he believed his wife was making the accusations of sexual abuse against Jackson because she wanted Michael’s money. The thrust of the family’s interview with Bradley Miller, though, was to contrast David Arvizo with the man who, as Janet described him on the audiotape, “delivered [us] from this evil.”, Atlantic Books. Kindle-Version.
  35. Roger Friedman, SHOWBIZ 411, Jacko Case: Time To Stop the Madness am 16.05.2005, abgerufen am 14.10.2022: Never mind that their biological father was a convicted abuser whom the mother has accused of everything short of sinking the Andrea Doria. […], foxnews.com/story/time-to-end-the-jacko-trial.
  36. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussagevom 06.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „According to Gavin. Star, and Davellin, their father did not physically abuse them. but Janet did hit them on occasion. Davellin told LaMere that Janet was trying to „run David out“ by accusing him of hitting children. Davellin admitted that Janet often hit David and screamed at him.“ […] „While Davellin was living with LaMere, she learned that Davellin worshipped her father and would ask David to come over and cook her dinner. According to LaMere, it was David who was always there cooking, cleaning, and taking care of the family since they were small children.“
  37. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „With respect to David pleading guilty to the domestic violence charges, she characterized it as follows; if David had gone to jail he would have lost work and would not have been able to maintain the health insurance that Gavin needed. It was easier for him to plead guilty or no contest and go back to work. David was aware that either way, he was not going to see the children.“
  38. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „The Arvizo boys spent the night with Michael Jackson. They did not sleep in bed with him. They slept in the bed. And it is true, Jackson slept on the floor.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  39. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „Now, on the night before the last day that they were to leave, Michael Jackson, the defendant in this case, takes Gavin aside, and he says to Gavin, „Gavin, why don’t you ask your parents if you can spend the night in my bedroom, at the dinner table tonight.“ Well, obviously here’s a little kid who’s in the midst of a life-threatening disease –[…] the chance to spend the night with one of his idols. Gavin obliges. Gavin asks his parents at dinner, „Can I spend the night with Michael Jackson in his bedroom.“ And the parents say, „Yes“; they agree. And it’s agreed that Star will go along with them. Now, what happens that night is this: The defendant, Frank Tyson, the defendant’s children, particularly his son Prince, Prince Michael, and the two Arvizo boys are in the downstairs area of the Jackson bedroom suite. […]The Arvizo boys spent the night with Michael Jackson. They did not sleep in bed with him. They slept in the bed. And it is true, Jackson slept on the floor.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  40. Cascio, Frank, My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man, 2011.11.15, HarperCollins. Kindle-Version.,HarperCollins. Kindle-Version, Seite 269.
  41. Randall Sullivan. Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson (Kindle-Positionen 6472-20592): It was Gavin who had first asked if he and Star could sleep in Michael’s room at the main house, the family all told Miller, because he felt safer there than in the guest quarters, where David could get to him“.
  42. 111703stmtpc.pdf, Schriftsatz der Staatsanwaltschaft mit Antrag auf Durchsuchung von Neverland: „His father, Gavin and he stayed in one guest unit and his mother and sister stayed in another. During the visit, Michael Jackson gave DVDs and a laptop computer as gifts to Gavin.
  43. Gary Hearne, Michael Jacksons Chauffeur über 15 Jahre, Zeugenaussage 2016 im Zivilprozess Robson ./. MJJ Productions, INC.: „I did at one time receive a computer. It was the first Sony laptop. A little thing that came out. […] Typically, such gifts were in the form of electronics..“
  44. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „Now, what happens that night is this: The defendant, Frank Tyson, the defendant’s children, particularly his son Prince, Prince Michael, and the two Arvizo boys are in the downstairs area of the Jackson bedroom suite. And after a few hours, they go upstairs to the bedroom. And when they get up into the bedroom, Tyson pulls out a laptop computer, and Jackson and Tyson are hooking the computer up to the Internet. And when they get on the Internet, they then place the computer with the boys there, and they take the boys, nine-year-old and ten-year-old, on a tour of sexually explicit websites. Naked ladies. They take them on a tour of a number of websites. And it lasts approximately 30 to 40 minutes. And during the time that they travel through these websites, at one of the points in time when a female is shown to — with her shirt up, exposing her breasts, the defendant turns and exclaims: „Got milk.“ And he turns around to the sleeping Prince on the bed and says, „Prince, you’re missing a lot of pussy.“ The Arvizo boys spent the night with Michael Jackson. They did not sleep in bed with him. They slept in the bed. And it is true, Jackson slept on the floor.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  45. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 06.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „In 2000, Davelin lived with Lamere because Davelin was not getting along with Janet, who was dating a police officer that was rumored to be a pedophile. „At the time, Davelin [Arvizo] told [Carol] Lamere that Michael was going to buy her family a big house. After questioning Davelin about what she meant, Lamere figured out that Davelin was implying that Janet was going to blackmail Michael, forcing him to buy the family a house. The plan was to accuse the client of shov.ing the children how to log on to adult websites. Davelin acted as if she did not know how to use the internet until she met the client. Lamere became upset and told Davelin that it was wrong to falsely accuse someone of wrongdoing. Davellin became flustered and scared and then said she was joking. Shortly thereafter, Lamere called Evi Tavasci and told her to „get Michael away from the Arvizo kids.“ Quai [Carol LaMere’s son] told Lamere that Davelin was very experienced in using the internet and taught Quai had to do so. She told Quai that she had been participating in chat rooms for a „long time.“ In fact, Lamere noticed that while Davelin was living .\rith her, Davelin spent a lot of time on chat rooms, some of which she thin.ks were adult-themed.
  46. Janet Arvizo, Zeugenaussage am 15.04.2005 im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson, „Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „All right. Now, do you remember signing a document prepared by the sheriff’s department that said the following: “From time to time, between January 1st, and the present date, I consulted one or more of those lawyers concerning Michael Jackson’s interaction with me and my children at Neverland Ranch in Santa Barbara County and elsewhere, in this and other states, and concerning the return of some furniture stored by or in the name of Brad Miller at Dino’s Storage in North Hollywood, Los Angeles County.” Do you remember signing a document that had those words? JANET ARVIZO: Do you want me to have the document, like — we’ve had this discussion over since August. MR. MESEREAU: Object, Your Honor. THE WITNESS: Since August, the same thing — THE COURT: Just a moment. I want you to answer the question. The question is, do you remember signing that document? THE WITNESS: Yes. Yes. RECHTSANWALT THOMAS MESEREAU: And the document said that you had started investigating Michael Jackson sometime between January 1st, 2000, and the date you signed the document, which is December 18th, 2003, right? JANET ARVIZO: Yes. If that’s – those words are on there. RECHTSANWALT THOMAS MESEREAU: Why would you start investigating Michael Jackson around January 1st, 2000, if you didn’t meet him till August 2000? JANET ARVIZO: Okay. Let me explain something to you. And this has already been discussed, and he knows the answers. This was discussed at the end of September. MR. ZONEN: I’m going to object to this part of the answer as nonresponsive. THE COURT: Sustained. THE WITNESS: This – when the sheriffs were doing their investigation, they wanted to know every single detail about me. George Owen Feldman is – I think he’s associated in the same law firm of Rothstein. So the – the police department did an extensive, extensive search on me as a person, and so they want – they put everything in a general form so they can have access to everything about me and my past, because they wanted to verify and make sure that what they were going to do towards this goliath was going to be accurate and truthful. And that’s why this – this paper was made in such a general way. RECHTSANWALT THOMAS MESEREAU: Are you now telling the jury that George Owen Feldman did represent you? JANET ARVIZO: No, he didn’t represent me. RECHTSANWALT THOMAS MESEREAU: At any time? JANET ARVIZO: No, he didn’t represent me. He is one of the people inside the civil law firm. But my understanding – my understanding was that it was only the Rothstein – Rothstein and another attorney named Adler, another attorney named Ramieri. That was my understanding, and it still is today. RECHTSANWALT THOMAS MESEREAU: Let me try and ask the question again okay? — in a clearer form, because perhaps I was not clear. And I apologize if I wasn’t. You signed a document that said from time to time between January 1st, 2000, and the date you signed the document, you were investigating Michael Jackson through various lawyers, correct? JANET ARVIZO: Okay. There’s more information on that paperwork which he purposely has taken out of context. It’s – certain events are attached to specific attorneys. Certain situations are attached to certain attorneys. Like I said, the police wanted to do an extensive, thorough investigation on me prior to doing it on him. So they wanted everything about me. So they made it in a general form. But he keeps taking it out of context. MR. MESEREAU: I don’t want to offend the Court, Your Honor. I don’t think I actually got an answer to that, but I will leave it to the Court’s discretion. THE COURT: Ask your next question. MR. MESEREAU: Yes, Your Honor. RECHTSANWALT THOMAS MESEREAU: You did sign this document, correct? JANET ARVIZO: Yes, I did. 13 MR. MESEREAU: I would move it into evidence, Your Honor. THE COURT: It’s admitted.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  47. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom01.03.2005: „Rijo recalled hearing them talk about girls all of the time. He recalled when Star demanded that his sister, Simone, take off her top and shorts while they were in the swimming pool. He recalled when she would not; Star called her a „fucking bitch.“
  48. Gavin Arvizo, Interview mit Sergeant Steve Robel am 07.07.2003, im Schriftsatz der Staatsanwaltschaft auf Erlass des Durchsuchungsbehls gegen Michael Jackson vom 17.11.2003, 111703stmtpc.pd: „Gavin said: […]Frank called his mother a „bitch,“ because she wanted to leave Neverland Ranch.“, themichaeljacksonallegations.com
  49. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  50. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom01.03.2005: „Simone’s recollection of the swimming pool incident was the same as Rijo’s, except she recalled Star calling her a „pussy.“ Simone added that when she told her mother, Peaches called Chris Carter who advised MJJ of the incident. She said MJJ asked Star to apologize to her, stating, „I can’t make you, but I’m asking you to apologize.“ She said Star did, but avoided her from that point forward. Additionally, Simone had given Star a picture of herself, which he proceeded to rip· into pieces.“ […] „They were really rude and wouldn’t leave me alone.“
  51. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005: Simone said that she recalled an episode during which Gavin and Star began cursing Michael Jackson. „We were in the theater and Michael left to go do some work. After he left Gavin said, ‚That f’in bastard,‘ and they were like laughing at him after he left.“
  52. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom01.03.2005: „Simone visited Neverland ranch three times in early 2003, during which time the Arvizo family was also visiting. She got to know Gavin, Star, Davellin, and, to a lesser extent, Janet Arvizo during these visits. Simone and her mother dated these visit to February and March of 2003. The visits were three or four days in duration, and Simone stayed in one of the gue st units with Davellin Arvizo. […] Their mother is Peaches Jackson, whose father is
    Lawrence Jackson, brother to Joe Jackson, father to the client. Rijo and Simone are regular guests at the ranch […]
    .“
  53. Cascio, Frank, My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man: „That night we watched movies and hung out. At some point Michael and I went down to raid the kitchen. We came back to the room with Doritos, vanilla pudding, some cans of Yoo-hoo, and peanuts. Michael had just given Gavin a laptop as a gift, and when we returned to the room, we were greeted by the sight of a thirteen-year-old boy ogling an Internet porn site. I don’t think the kid had a porn habit or anything. He was just a teenager exploring the Web for the first time. He kept saying, “Frank, look at this. Frank, look at that.” I didn’t pay much attention, but when Gavin and Star tried to show Michael something on the screen, he said, “Frank, they can’t do that. I don’t want this coming back on me,” and left the room.“At some point I made the boys stop watching the porn. I hadn’t introduced them to it, suggested it to them, or shown them anything in any way. As far as I was concerned, they were just being boys … doing what boys with access to the Internet tended to do. Later, Michael came back to the room and put on a movie, some kind of cartoon. That night, he and I made our beds downstairs, but the two boys wanted us in the same room with them, so they took the bed and Michael and I slept on the floor next to it. The next day Michael told me it was a good thing that I had stayed in the room. “I don’t like the mother,” he said. “I’m happy you finally see it. She’s sick in the head,” I said. “I always saw it,” he told me, and then, repeating a sentiment I’d heard many times, he added, “These innocent kids suffer because of the parents.”, 2011.11.15, HarperCollins. Kindle-Version, Seite 269/270.
  54. Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „Moreover, Gavin Arvizo had an email address with the America On Line 21 called gblade2000@aol.com. His password was „Sexy.“ (A true and correct copy of 22 handwritten notes bearing defense discovery Bates numbers MJ037584 is attached hereto 23 as Exhibit C.).“
  55. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom01.03.2005: „Rio said that he and Gavin and Star shared one of the guest units during one of Rio and Simon’s visits to the ranch. Gavin and Star tuned in a pornographic movie on more than one occasion, Rio said. During one such episode, Rio said that Gavin and Star asked him if he „jerked off,“ and encouraged him to do it with them. „When we were in our unit they put on a porno movie and they asked me if I jerked off,“ Rio said. ··I said, No, and they said ‚You should, it feels good.‘ And then they pulled down their pants and were playing with themselves under the sheets.“ The Arvizo boys were in separate beds, side by side, Rio said. When asked which of the Arvizos had asked whether he jacked off, Rio said, „Star asked ‚Do you jack off?‘ and Gavin was like, ‚Do you? Do You? It’s feels good, you should.“‚ Rio believes this occurred during the second or third time he visited the ranch when the Arvizos were there, in February or March 2003. We asked Rio what he did as the Arvizo boys „played with themselves.“ „They were both doing it. I just left and went to the kitchen and told Simone about it.“ Rio said that neither Gavin nor Star exposed themselves to him, but instead were „just playing with themselves under the sheets and telling me to do it too.'“
  56. Gary Hearne, Michael Jacksons Chauffeur über 15 Jahre, Zeugenaussage 2016 im Zivilprozess Robson ./. MJJ Productions, INC.: „Let me again make clear what I would do. He would stay at a hotel sometimes for an extended time. And then when he was ready to leave, he wold leave. And the but the room would not be checked out. And what I would do is travel to that hotel after he had left and pack all of his things up and go through everything that was there at the hotel to make sure that there was nothing by way of any kind of confidential things, phone numbers or whatever written on scraps of paper and make sure that none of those were left behind. So it was — typically, it would take me a week or more to do that because it was quite a big job. He loved to shop. And — Q And he was a little messy? A Little messy. And over time it would accumulate. Q In the items that you were cleaning up or packing up or picking up for him, did you ever see any kind of pornography? A No. Q Never? A That’s correct.
  57. Howard Weitzman, Rechtsanwalt, 2005 in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: [Tom Sneddon] is being explicit for a particular purpose and that is to get a rise no pun intended out of these potential jurors. […] For me it shows that Sneddon is willing to say and do anything to set the plate for these jurors. And using these words and using the description is his attempt to paint a picture that he thinks will appeal to the passion and the bias of this older jurors.” via YouTube Kanal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository, https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ
  58. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „And because of a miracle, today Gavin is alive and his cancer is in remission and he’s a freshman in high school. And he’s an active member of a Navy Explorer unit and has gone through a boot camp in 2003 in Virginia. And he played football on his freshman high school football team this year.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  59. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Verteidiger Michael Jacksons, Opening Statement, Eröffnungsplädoyer im Verfahren „The people vs. Michael Joe Jackson“ am 28.02.2005: „Janet and Gavin called Comedian Jay Leno and tried to get money from Mr. Leno. Mr. Leno has told the Santa Barbara police, ‚Something was wrong. They were looking for a mark. It sounded scripted. The mother was in the background, and I terminated the conversation.‘ In the fall of 2000, just as they were visiting Neverland, they hustled Jay Leno […] in Los Angeles. I’ve explained to you the approach to Jay Leno, who, by the way, doesn’t associate with Michael Jackson at all. And he told the Santa Barbara police something was wrong. The conversation was recorded. They got on the phone. Mr. Leno says, „I’m actually easier to reach than a lot of people think, particularly if I hear somebody’s in need.“ It was Gavin calling him, not Janet. But he said, „I could hear the mother in the background. And the way he approached me, saying, ‚I love you, I watch you late at night,'“ suggested to him something was wrong. And he terminated the conversation fairly quickly. He told the police they were looking for a mark.“ reflectionsonthedance.com/02-28-05, 03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  60. Jay Leno, Talkmaster, Komiker, Zeugenaussage am 25.04. 2005: „Q. Now, how did you learn about Gavin? A. I had gotten a number of voice mails from him. […] The voice mails I got were, „Oh, I’m a big fan. You’re the greatest.“ Overly effusive for a 12-year-old. […]And this was — sounded — very adult-like conversation. […]“Jay Leno, you’re the greatest.“ You know, „I think you’re wonderful. You’re my hero,“ this type of thing, which seemed a little odd to me at the time, for someone so young. Why a comedian in his mid-50s would be — you know, I’m not Batman. You know what I mean? It just seemed a little unusual, but okay. […]„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  61. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 06. und 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „In 2000, Davelin lived with Lamere because Davelin was not getting along with Janet, who was dating a police officer that was rumored to be a pedophile. „Davelin hated being with Janet, she cried whenever she was on the phone with Janet.“ LaMere commented. Davelin told LaMere that Janet would wake her up in the middle of the night, would hit her and demand that she do things like clean the house or run to the store. Davelin also complained to Quai about Janet’s abusive r. LaMere noticed that when Davelin came over, she smelled and was not bathing.
  62. Janet Arvizo, Zeugenaussage am 18.04.2005: „Q. Did Davellin ever stay at her house, to your knowledge? A. Davellin stood, I think, when Gavin had gotten ill, I think for less than one month. And I came to find out that all she wanted Davellin was to clean her house. And so I put a stop to that.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  63. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „LaMere received a call approximately one month before the Arvizo divorce proceedings from Janet, now claiming that David was beating her. LaMere allowed Davellin to come to her house, who stayed long enough to try to change the story, that David was now the one beating the family making the kids shop lift, as opposed to Janet. She believed Janet sent Davellin to live at her house so that she could do nothing more than reverse and repair the stories Davellin had been telling all summer. At one point when LaMere confronted Janet about the accusations about David. Janet’s response was to yell over the phone, „If you don’t believe me you’ll never see the kids again.“ LaMere has never seen them since.“
  64. the smoking gun: Jackson Accuser’s Family Troubles, veröffentlicht am 21.11.2003: „In the Incident mentioned above, respondent called my Mom and Dad in an effort to locate me. Her entered the apartment while I was on the phone and pulled the phone off the wall, while demanding to know who I was talking to. When I didn’t respond, he grabbed me by the arms, shock me, pushed me and started hitting me in the head, pulling my hair. When I fell to the ground, he kicked me. He wanted to know why I was dressed in my work clothes. He said he hated me und hated our kinds and that he was disowning us. He said if I ever told anyone about this that he would kill me, and the kids would have not mother. Instances of violence in our marriage were a daily occurrence, however, I was always afraid to tell anyone until I could finally take no more and asked for a divorce. He has always accused me of having boyfriends and told me I was ugly. He has told me that if I cause him any trouble, he would have one of Ray’s (his brother) people kill me and the kids and that he has done this before. He is scheduled for arraignment for die 9/29.01, Incident on 10/12/01 in criminal court. I declare under penalty of perjury under the laws of the State of California that the forgoing is true and correct. Date: 10-15-01.„, abgerufen 28.11.2022, thesmokinggun.com/documents/celebrity/jackson-accusers-family-troubles
  65. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 06.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „From the start, Lamere observed that Davclin was quiet, that „Star was weird,“ and Gavin had “behavioral problems.“ The children told her that they lived in a barn. They often to_ld her sad stories about their life, many of which Lamere did not believe.
  66. David Arvizo, Ex-Mann der Janet Arvizo am 27.10.2004 im Interview mit Scott Ross, Privatermittler für Rechtsanwälte Mesereau und Susan Yu, Anlage zum Schriftsatz vom 28.02.2005, 022805memojcp.pdf: „David says Janet has a history and habit of telling people that everyone is always going to have her killed. When domestic violence issue arose, Janet indicated that David’s brother „Ray“ knows people that will have them killed. „Janet is obsessed with telling people someone is threatening to kill her.“ He recalled Janet’s representation to the LAPD, that while she was living at the […] address, two people, a „big white girl“ and a „dark Mexican guy“ came to her door and threatened to kill her for David. He said when the police offered her witness protection, she declined. David added that Janet is constantly accusing him of these crimes and violation, sending letters the court, yet points out that no one has arrested or approached him yet.“, themichaeljacksonallegationsblog.files.wordpress.com/2021/02/022805memojcp.pdf
  67. Randall Sullivan. Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson (Kindle-Positionen6458-20592), Atlantic Books. Kindle-Version.
  68. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt des Michael Jackson im Opening Statement- Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 2005.02.28.,„Let’s go to the second example of this pattern. On December 18th, in the year 2000, in the deposition in the J.C. Penney case, Janet Arvizo said her husband David never assaulted her. She now says she was assaulted for 17 years, every year of their marriage. On September 29th, 2001, Janet Arvizo told the Los Angeles Police Department she was assaulted by David Arvizo, her husband. Less than a month later, she filed for divorce. Exactly a month after she filed for divorce, she filed a welfare application that said her husband had assaulted her. And incidentally, we will prove the 152,000 I just talked about never appeared on her welfare application, and that application was under penalty of perjury. On November 26th, 2001, Janet Arvizo told the LAPD, the Los Angeles Police Department, for the first time that David Arvizo, her soon-to-be ex-husband, molested her daughter years earlier. She had never raised that allegation before. Again, she claimed false imprisonment. She said she was the victim of terrorist threats. And she claimed that her ex-husband had willfully harmed her children. The allegations against Michael Jackson are the third claim of false imprisonment she has made. They are, by our count, approximately the fourth claim for sexual assault she has made. On November 26th, 2001, Davallin Arvizo, parroting her mother, claims her father physically abused her brothers and threatened to kill her mother. Ladies and gentlemen, we will call witnesses who will tell you that Mrs. Arvizo in the past often says people are trying to kill her.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt, reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  69. Carol LaMere, bekannt mit den Arvizos seit Mitte der 1990er, in einer Aussage vom 06. und 11.12.2004, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005, 030105motadmevidgsa.pdf: „In 2000, Davelin lived with LaMere because Davelin was not getting along with Janet, who was dating a police officer that was rumored to be a pedophile. […] Davelin told LaMere that Janet had Davclin tell people that David molested her (Davelin), but that this was not true. […] LaMere went into court on David’s behalf when he was charged with the domestic violence. Janet came into court in a wheelchair. She did not see the kids in the courthouse that day. She referred to Janet trying to get David’s sisters arrested but didn’t have all of the detail. LaMere said the kids were now saying that David also molested them. She described the kids as trained con-artists.
  70. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „You note in the middle of Janet’s spousal abuse case with her ex-husband David, suddenly the claim that David had molested Davellin surfaced. I’m going to show you her testimony in this courtroom. She doesn’t remember it. She didn’t know it happened. She said she was too young. Janet told her it happened. The slow evolution of a claim of molestation.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  71. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „Janet files for divorce in October of 2001, right before the settlement. The settlement checksare received, and ten days later she wants emergency welfare assistance. And as I said to you before, this provides a lens through which you can look at this case, because the sexual assault claims evolved later on. That’s why her lawyer was so shocked at the deposition. Janet Arvizo versus David Arvizo. 9-29-01, she tells the Los Angeles Police Department her husband assaulted her. Later on, as things evolve, she claims false imprisonment and child molestation on Davellin, where Davellin says she doesn’t remember it. Her mother told her about it. Now, I’m not saying David is some prize character. Apparently he’s not. Sounds bad news to me and probably to you. But did he really molest Davellin? Or did Janet concoct it? And would Janet
    concoct false claims of sexual touching? Ask yourselves that question.“
    , themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  72. Frank Cascio. My Friend Michael (S.245): „The next year, 2001, Michael had been busy with Invincible, and as a result, he had kept his distance from the Arvizo family. When we were working on the album in New York, Gavin went to considerable lengths to reach Michael, calling me, calling security, and persisting until Michael finally took the call. We put the phone on speaker, and as Michael and Gavin talked, we could hear the mother whispering in the background. “Tell him we want to see him,” she hissed. “Say ‘You’re our family. We miss our daddy.’” Gavin parroted back the lines his mother fed him. At the time I reiterated my anxieties about the Arvizos, telling Michael in no uncertain terms, “I don’t want to have anything to do with this family.” Michael agreed with me but felt bad for Gavin and his siblings. “Be nice,” he responded with a dismissive wave of his hand. “It’s so sad. Parents ruin everything. Poor Gavin’s an innocent kid.” HarperCollins. Kindle-Version.
  73. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Opening Statement/Eröffnungsplädoyer „The people vs. Michael Joe Jackson“ am 28.02.2005: „Let’s go to the second example of this pattern. On December 18th, in the year 2000, in the deposition in the J.C. Penney case, Janet Arvizo said her husband David never assaulted her. She now says she was assaulted for 17 years, every year of their marriage. On September 29th, 2001, Janet Arvizo told the Los Angeles Police Department she was assaulted by David Arvizo, her husband. Less than a month later, she filed for divorce. Exactly a month after she filed for divorce, she filed a welfare application that said her husband had assaulted her. And incidentally, we will prove the 152,000 I just talked about never appeared on her welfare application, and that application was under penalty of perjury. On November 26th, 2001, Janet Arvizo told the LAPD, the Los Angeles Police Department, for the first time that David Arvizo, her soon-to-be ex-husband, molested her daughter years earlier. She had never raised that allegation before. Again, she claimed false imprisonment. She said she was the victim of terrorist threats. And she claimed that her ex-husband had willfully harmed her children. The allegations against Michael Jackson are the third claim of false imprisonment she has made. They are, by our count, approximately the fourth claim for sexual assault she has made. On November 26th, 2001, Davallin Arvizo, parroting her mother, claims her father physically abused her brothers and threatened to kill her mother. Ladies and gentlemen, we will call witnesses who will tell you that Mrs. Arvizo in the past often says people are trying to kill her. „, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt, reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  74. Azja Pryor, TV-Assistentin und Lebensgefährtin von Hollywoodschauspieler Chris Tucker, Zeugenaussage am 19.05.2005, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  75. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Opening Statement (Eröffnungsplädoyer im Verfahren „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“) am 28.02.2005: „Janet Arvizo sued J.C. Penney in West Covina in Los Angeles County. She was living in Los Angeles with her family at various locations, which will become important, and I will tell you why. She claimed that she was the victim and her children were the victim of battery, false imprisonment and infliction of emotional distress. This was in July of 1999. Almost a year later, she amended that complaint to add sexual assault by a security officer. What did she say the security officer had one in the J.C. Penney public parking lot. She said her breasts were fondled, her nipple was squeezed 10 to 20 times, she was punched with a closed fist by a J.C. Penney security guard, she was molested in her vaginal area, and she was called racial slurs. That is the case where she was testifying under oath. That is the case where the prosecutor says she lied. She has admitted lying in that case. Her son was ill. The lawsuit was settled. The family got a total of $152,500. That’s the Arvizo family. Janet Arvizo’s ex-husband, David, says Janet coached her children in that case what to say. […] This is the first pattern I want to identify for you with respect to this family.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  76. Gerichtsprotokoll über das Gespräch vom 18.05.2022 zwischen dem Richter, der Staatsanwaltschaft und den Rechtsanwälten Mesereau und Sanger, Absatz 11087, Zeile 26 ff.: „And Dexter Mason was one of the security guards who was accused by Janet Arvizo of beating 28 her and sexually molesting her on the ground and while she was up against a wall, and there was all that detail that we believe ties into a pattern that on at least three occasions has been demonstrated by Miss Arvizo. Allegations are made, false imprisonment, and then months later you come up with some kind of sexual thing. She did that to her husband, she did it to the J.C. Penney’s people, and she did it to Mr. Jackson“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts
  77. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „It’s about how Jackson, after almost a year of having no contact with this young boy, reached out to the young boy and invited him to Neverland Ranch to participate in the Bashir documentary. Now, what happened was that after the filming, defendant left the ranch immediately. The children stayed around that night and then were taken home early the next morning. Between the time of the filming of that video and the time of the Martin Bashir video, there was no contact between the defendant and the family. Not a single phone call.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  78. Arvizo, Gavin, Zeugenaussage im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 2005.03.14., Q= Frage von Jackson Verteidiger Tom Mesereau/A= Antwort von Gavin Arvizo: „Q. Okay. Now, you mentioned on your first day of testimony that when you showed up for the Bashir filming, there was some discussion about a burn victim. A. Yes. […] Well, there was a boy there that had gotten burned really bad, and then Michael said that he helped him or something. And then that he was going to — that he was going to film him, too. So — Q. Were you supposed to be in the same film? A. Yeah. Yes. Q. And did you have a discussion with Michael about that subject? A. About me being in there? Q. Yes. A. Yes. Q. Okay. Did you ever meet this person who was burned? A. Yeah, I think Michael introduced me to him. […] Around the same time as the Martin Bashir thing. Q. Was it at Neverland? A. Yes. Q. Did you talk to this person? A. Yes. Q. Do you remember the person’s name? A. I think his name might have been David. [Rothenberg] Q. Was this a young man that you learned’s father had poured gasoline on him and set him on fir? […] A. I think that’s what happened. Q. And he was supposed to be in the film with you, right? A. Yes. Q. Okay. And correct me if I’m wrong, you discussed with Michael the fact that Michael had helped this young boy, right? A. Yes. […] Q. Okay. Did you ever see him? A. Yes. […] He looked like he was really badly burned and he had like — he was like a rocker. He was wearing, like, rocker stuff. And he was burned. And he had like only a few hairs on his head because I guess it covered all the pores when he was burned. Q. Did you and he appear in the film, if you know? A. Later I watched it, and then — well, I watched my part, and then I don’t think he was in there. Q. Okay. But was he at Neverland the day you were filmed? A. Yes. Q. Okay. Did you meet him shortly after you arrived? A. Yes. Michael introduced me to him […]“, reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  79. Whitfield, Bill; Beard, Javon; Colby, Tanner. Remember the Time: Protecting Michael Jackson in His Final Days, (S.219). Weinstein Publishing. Kindle-Version.
  80. The Boy That Fire Couldn’t Destroy: The Life and Death of Dave Dave, MEL Beta, Zaron Burnett III, 2018: „There was one celebrity whose friendship was real and enduring — that of Michael Jackson. […] In fact, Jackson remained quietly devoted to David throughout the countless surgeries and skin grafts David constantly needed — and would continue to need — until he reached adulthood. “He’s been my friend throughout everything I’ve been through,” David explained […] “And he’s my only friend that I can say has been there for me, always.” Later in life, David gave an interview to Larry King and recalled the exact moment he met Jackson for the first time. “I entered an arcade, and there were all of these Paul McCartney records, ‘The Girl Is Mine,’ and this and that. And I remember sitting down, and at the time, my favorite video game was Pole Position. And I was playing Pole Position, and I felt a little tap on my shoulder. I turned around, and there was Michael. And you know what, Larry? At that moment, we embraced, and that embrace never ended throughout our whole entire friendship.” It was also Jackson who helped David liberate his soul through artwork. After taking up the typical hobbies and pastimes of a boy living in California, like skateboarding, David discovered as a teen that he had a passion for art. He began to draw and paint. Like everything else in his life, it wasn’t easy. His art supplies had to be altered for his hands. His fingertips had been amputated over the course of his many surgeries. Still — and again, like everything else — he persevered. One day, when David was at Neverland Ranch, working on a painting, Jackson came over and checked out his work. David recalled the moment for the Las Vegas Review-Journal: “He saw me painting near the lake at his home. He told me I was the greatest artist in the world.” On his Twitter account, David’s third-to-last tweet ever was about Jackson. He shared a photo of a full-face mask that Jackson had professionally made for him by an anaplastologist. […] Technically, though, Dave Dave’s art career started long before he had gallery shows. When he was around 9, Jackson asked him to co-create visuals for his short film Captain Eo. Why Dave Dave wasn’t credited for his work on the film is simple. When Jackson asked him if he wanted a credit, the boy said, “No thanks, you are my friend.” Well, I believe what people fail to realize is that Michael was a human being. Throughout the years, I think he was kinda stigmatized by the media, and I believe that was — that wasn’t really helpful to him, or to anybody around him. I believe that Michael was a great person. He’s never hurt a soul. And I’m happy to have been his friend for all these years and been a dedicated friend.
  81. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „For the Arvizo family, they had no idea. They didn’t receive an advanced copy of the transcript. They were not able to see the documentary when it was shown in England. And the way they found out that their children were shown on this documentary was BBC reporters started coming around the house and pounding on the door, and more media came and then went to the schools asking for interviews.“
  82. Cascio, Frank, My Friend Michael: An Ordinary Friendship with an Extraordinary Man, 2011.11.15., HarperCollins. Kindle-Version.,HarperCollins. Kindle-Version., Seite 260
  83. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  84. Roger Friedman, SHOWBIZ 411, Jacko Case: Time To Stop the Madness am 16.05.2005, abgerufen am 14.10.2022: „The rebuttal video may also have proven her a liar. On it, she makes reference several times to the Martin Bashir special, „Living with Michael Jackson.“ In an outtake, she instructs the video director to „make it like in Bashir,“ i.e. showing her clasping hands with her son: a very specific image. But Arvizo, her new husband and her kids have insisted in all their testimony thus far that she has never seen the documentary.“, foxnews.com/story/time-to-end-the-jacko-trial.
  85. Jeff Koopersmith, Journalist, The Lynching of Michael Jackson. Does Bill O’Reilly have more power to foment hate than we thought? am 20.03.2003 in American Politics Journal, americanpolitics.com
  86. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt, 2011, Los Angeles Lawyer, Survival Guide for New Attorneys in California, Effectively Handling High-Profile and Celebrity Cases: „Media outlets are powerful. They have an enormous capacity to influence public perception. The media’s goal is never justice. Ratings, revenue, and advertising dollars are the media’s only concern. They will constantly look for the entertainment value in criminal and civil cases and exploit whatever furthers their profit.“, https://mesereaulaw.com/effectively-handling-high-profile-and-celebrity-cases/
  87. Michael Jackson, Living with Michael Jackson, Granada. Television; Interviewer Martin Bashir. 02.2003, “You can have my bed if you want, sleep in it. I’ll sleep on the floor. It’s yours. Always give the best to the company, you know.”
  88. Michael Jackson, Living with Michael Jackson, Granada. Television; Interviewer Martin Bashir. 02.2003, „I have slept in a bed with many children, I slept in a bed with all of them when Macaulay Culkin was little, Kieran Culkin would sleep on this side, Macaulay Culkin was on this side, his sisters in there. „It’s very right. It’s very loving.”
  89. Frank Cascio. My Friend Michael (S.261/262): „In Bashir’s interview, Michael was shown holding Gavin’s hand and telling the world that kids slept in his bed. […] What Michael didn’t bother to explain, and what Bashir didn’t care to ask about, was that Michael’s suite at Neverland, as I’ve said before, was a gathering place, with a family room downstairs and a bedroom upstairs. Michael didn’t explain that people hung out there, and sometimes wanted to stay over. He didn’t explain that he always offered guests his bed, and for the most part slept on the floor in the family room below. But, perhaps most important, he didn’t explain that the guests were always close friends like us Cascios and his extended family. […] One of the biggest misconceptions about Michael, a story that plagued him for years following the Bashir documentary, was that he had an assortment of children sleeping in his room at any given time. The truth was that random children never came to Neverland and stayed in Michael’s room. […] The fact of the matter is, when he was “sharing” his bed, it meant he was offering his bed to whoever wanted to sleep in it. There may have been times when he slept up there as well, but he was usually on the floor next to his bed or downstairs sleeping on the floor.„, HarperCollins. Kindle-Version.
  90. Frank Cascio. My Friend Michael (Seite 262): „The bottom line: Michael’s interest in young boys had absolutely nothing to do with sex. I say this with the unassailable confidence of firsthand experience, the confidence of a young boy who slept in the same room as Michael hundreds of times, and with the absolute conviction of a man who saw Michael interact with thousands of kids. In all the years that I was close to him, I saw nothing that raised any red flags, not as a child and not as an adult.„, HarperCollins. Kindle-Version.
  91. Michael Jackson, Living with Michael Jackson, Granada. Television; Interviewer Martin Bashir. 02.2003, „I’ve said it many times, my greatest inspiration comes from kids. Every song I write, every dance I do, all the poetry I write, is all inspired from the level of innocence. That consciousness of purity. And children have that. I see God in the face of children. And, man, I just love being around that all the time.“ He asked: „Is it appropriate for a 44-year-old man to share a bedroom with a child that is not related to him at all?“Jackson replied: „That’s a beautiful thing.“Why should that be worrying? Who’s Jack the Ripper in the room? There’s some guy trying to heal a child, I’m sleeping on a sleeping bag on the floor.
  92. Depak Chopra, 1994, Mediziner, Autor, Freund von Michael Jackson: „The Seven Spiritual Laws of Success, A Practical Guide to the Fulfillment of Your Dreams: The first spiritual law of success is the Law of pure Potentiality. This law is based on the fact that we are, in our essential state, pure consciousness. Pure consciousness is pure potentiality; it is the field of all possibilities and infinite creativity. Pure consciousness is our spiritual essence. Being infinite and unbounded, it is also pure joy. Other attributes of consciousness are pure knowledge, infinite silence, perfect balance, invincibility, simplicity, and bliss. This is our essential nature. Our essential nature is one of pure potentiality. When you discover your essential nature and know who you really are, in that knowing itself is the ability to fulfill any dream you have, because you are the eternal possibility, the immeasurable potential of all that was, is, and will be. The Law of Pure Potentiality could also be called the Law of Unity, because underlying the infinite diversity of life is the unity of one all-pervasive spirit. There is no separation between you and this field of energy. The field of pure potentiality is your own Self. And the more you experience your true nature, the closer you are to the field of pure potentiality.“
  93. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „They were particularly concerned about that image of a young boy sitting next to him, holding his hand and leaning his head on Michael Jackson’s shoulder.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  94. Linda Deutsch, AP am 21.11.2003: Bitter rivalry between DA, Michael Jackson reflected in latest case, AP am 21.11.2003:“Early this year, after Jackson revealed in a British documentary that he sometimes lets children sleep in his bed, Sneddon condemned the „media circus“ around the documentary and said Jackson’s admission was „much ado about nothing.„, deseret.com/2003/11/21/19797010/bitter-rivalry-between-da-jackson-reflected-in-latest-case
  95. Azja Pryor, Casting Assistentin im TV und Lebensgefährtin von Hollywoodschauspieler Chris Tucker, Zeugenaussage am 19.04.2005: „Miss. Pryor, nowhere in the Bashir documentary does Mr. Jackson ever say, „I sleep with little boys,“ does he? A. No, that was an issue that Janet and I talked about. My understanding of watching the documentary was that Mr. Jackson said that children have slept in his bed and he slept on the floor. And that was another issue why we didn’t understand there was being such a big uproar about this when he clearly said that he slept on the floor. Q. And Mr. Jackson makes a point to say that he never has any sexual contact with children, right? A. I believe he did. Q. The words „I sleep with little boys“ are just made up by the government, right? MR. SNEDDON: Your Honor, I’m going to object. That is argumentative, and I’d ask counsel to be admonished for this. THE COURT: Sustained. It’s argumentative. Q. BY MR. MESEREAU: Now, Mr. Jackson also in that documentary talks about children needing more love and attention, doesn’t he? A. Yes. Q. He talks about kids bringing guns into schools, doesn’t he? MR. SNEDDON: Your Honor, I’m going to object as leading, suggestive. THE COURT: Sustained. Q. BY MR. MESEREAU: Now, the prosecutor, Mr. Sneddon, talked about Mr. Jackson holding hands with Gavin, correct? A. Correct. Q. Isn’t it correct that Gavin often wanted to hold hands with people around him? MR. SNEDDON: Your Honor, I’m going to object. Calls for a conclusion, speculation, and it’s leading. THE COURT: Sustained. Q. BY MR. MESEREAU: Did you ever see the rebuttal footage of the Arvizo family interview when Janet says to Gavin, „Let’s hold hands“? A. I haven’t seen any rebuttal footage of the Arvizos, no. Q. Do you remember Janet often saying, „Let’s hold hands“? A. Yes. Q. She said that to you, didn’t she? A. I don’t remember. Q. Didn’t Janet tell you that her family all held hands and prayed to God that they would meet Michael Jackson and Chris Tucker? A. Yes, she did. Q. And when the prosecutor, Mr. Sneddon, asked about the Arvizos being affectionate, you agreed with him, right? A. Very much so. Q. When he said they were very unduly and very quickly affectionate with people, you agree with that, right? A. Very much so, yes. Q. And they used to immediately hug people, correct? A. Yes. Q. People they hardly knew, right? A. I don’t know, but — I don’t know. I haven’t really been around them when they just met strangers, but anyone who I ever brought around them, yes, they — Q. I’m sorry. A. — they were very affectionate towards them. Q. Part of their being affectionate was also holding hands at times, right? Ever see them hold hands? […] THE WITNESS: I’ve seen them hold hands.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts.
  96. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 11336: „Count 1: The Grand Jury of the County of Santa Barbara, State of California, by this Indictment, hereby accuses Michael Joe Jackson of a felony, to wit: a violation of Penal Code Section 182, subdivision (a), sub (1), conspiracy, in that on or about and between February 1, 2003, and March 31, 2003, in the County of Santa Barbara, State of California, he did conspire with Ronald Konitzer, Dieter Weizner, and Frank Cascio, aka Frank Tyson, Vinnie Amen, Frederic Marc Schaffel, and other uncharged co-conspirators and co-conspirators whose identities are unknown, to commit the crime of a violation of Penal Code Section 278, child abduction, a felony; a violation of Penal Code Section 236, false imprisonment, a felony; a violation of Penal Code Section 518, extortion, a felony; and that pursuant to and for the purpose of carrying out the objectives and purposes of the aforesaid conspiracy, to wit: unlawfully controlling, withholding, isolating, concealing, enticing and threatening John Doe, James Doe, Judy Doe, all minor children, and Jane Doe, an adult, did commit one or more of the following overt acts in the State of California, at least one of them in the County of Santa Barbara: […].
  97. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „This case, in Count 1, is a case about conspiracy. It’s about the train wreck situation caused by the Bashir documentary. It’s about the world’s reaction and how it created the motive for the once superstar’s desperate attempt to salvage his once very powerful musical career. […] And it was apparent to anybody who saw it that even though the video starts out in a very favorable way to the defendant, that the totality of the video was clearly not what the defendant anticipated, what he expected, but it was clearly a boomerang on a comeback attempt, and they saw it as a public relations disaster. The entire video was broadcast in England for the first time on February the 3rd of 2003 to 17 million people in Europe on a show called „Trevor McDonald“. You will learn how Jackson and Jackson’s own employees and the co-conspirators all felt that the Bashir documentary was like a moving landslide. And if it wasn’t stopped, it was going to destroy everything in its path, including Michael Jackson. Documents weekly show that the group went into a damage control environment, mentality. There are other parts of the Bashir tape that I haven’t mentioned that you will see. And I’m not going to go into them in great detail, but also were of concern of the people involved in the crisis management of the situation for the defendant. There were parts — there were parts about scenes that were taken at the Munich Zoo with the trip with the kids. There were scenes involving incidents that occurred at a hotel. There were things that occurred in Las Vegas during a spending spree and again the outfootage and takes during the Gavin Arvizo interview.
  98. Howard Weitzman, Rechtsanwalt, 03.2005 in „Michael Jackson Trial Reenactment: Opening Statements“: „It’s all in the editing. It’s very clear to me that Martin Bashir had an agenda, and the agenda was to portray Michael Jackson in a certain way. It’s almost like he was working with Tom Sneddon. It’s pretty bizarre. And when you listen to what Tom Sneddon said it’s more about setting the scene for this jury and I believe trying to inflame their passion and their attitude toward Michael Jackson.“ via YouTube Kanaal TSCM, MJJRepository: Michael Jackson Repository https://www.youtube.com/watch?v=om299CfI4FQ&t=5s
  99. Taibbi, Matt, Smells Like Dead Elephants: Dispatches from a Rotting Empire, 10.2007, Grove Press, Black Cat, ISBN-13: 978-0802170415
  100. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „As the Judge read to you, you now know that Indictment also includes charges that — of the conspiracy that it was — the objectives of the conspiracy were to extort, to falsely imprison, and to abduct the children. It specifies, as you’ve heard now, 28 different acts that the conspirators hoped to achieve in that conspiracy. And as you now know and see, the central focus of those — of those acts was to isolate and to control the Arvizo family and to keep them away from the media, and to convince them to participate in a network planned rebuttal video to be produced by the defendant and his co-conspirators.„, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt und reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  101. Rechtsanwalt Thomas Mesereau am 02.06.2005, Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson: „It’s absurd on its face. And, ladies and gentlemen, you have to shake your head to think they would even bring a claim like that against Mr. Jackson, who, by the way, is the only person charged with it. Have one of these other alleged co-conspirators even been charged with a misdemeanor? No. No. It was done to keep them away from this courtroom, scare them. If you really think there was a conspiracy of this magnitude, if you really think the actions were this serious, if you really think a family was being abducted and hidden and spirited away to their doom, why do you only charge Michael Jackson? Because he’s a mega celebrity and that’s what this case is about[…] In fact, throughout all of this elaborate evidence of a conspiracy, you hardly hear of him. He’s not at meetings. He doesn’t have a cell phone. They can do all this, you know, fancy arrows going every which way but Sunday, but where is Michael Jackson in the middle of this? In fact, the evidence is that Janet complained to Azja Pryor and others, including Maria Gomez, that “These people are separating me from Michael Jackson.” She felt she was a victim of their efforts to monopolize Michael Jackson and keep her away. And indeed, Mr. LeGrand did testify Dieter and Konitzer were intending to take over all of his affairs, all of his business matters, and Dieter and Konitzer didn’t want Michael Jackson involved in their discussions. What significant events in this so-called conspiracy is he even at? Where is he? You don’t know where he is. You don’t hear from him. He’s at Neverland. He’s in his studio. He’s traveling. Where is he when this so-called conspiracy is being hatched and operated? Janet’s statements refute this whole idea of a conspiracy. Her actions refute the idea of a conspiracy, as you heard me say ad nauseam in my examination of witnesses: “Did you call the police? Did you call the police? Did you call the police.” No.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  102. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „Marc Schaffel, who had been working for Michael Jackson for quite some time, held a very close position with Michael Jackson, was included as a credit in his production of “Invincible,” where I think the statement, “Marc, I love you very much. Thank you for all the work that you have helped to make this project possible.” The byline for Marc Schaffel was every bit as long as the byline for his own parents.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  103. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „You will soon hear the testimony from such witnesses as Ann Gabriel, Rudy Provencio, Ian Drew, and others close to the defendant in this case, that the Bashir documentary was deemed a disaster. And that the Arvizo family was a dangerous loose end. One that needed to be isolated, one that needed to be controlled, and one that needed to be convinced to participate in a pro Michael Jackson video that was planned to be aired later in mid-February. As the trial unfolds, you will also learn that maintaining that isolation and maintaining that control became very problematic. And gaining the cooperation of the mother, Janet Arvizo, was very, very difficult. And you will learn the reasons why.
  104. Ron Zonen, Staatsanwalt, Transcript of “Frozen in Time: A Riveting Behind-the-Scenes View of the Michael Jackson Cases”, Part 4, David Edwards/Niederschrift. 2010.11.04., abgerufen 2017.03.05., Vindicate Michael „Why keep them away from the press? Because they wanted to control the information that was coming out, and because the mother of the child, frankly, was uncontrollable. She was uncontrollable. She was somewhat, frankly, unstable. She was a person who could say or do anything at any particular time. She was a very difficult person for anyone to control. We dealt with significant issues with her during the course of the trial, and of course she was the principal feature for the defense. Essentially, when the trial came along that it was really nothing more than a shakedown in an effort to extort money. In fact, we of course were of the belief that no such thing happened, and as I describe a little bit more about how these things unfolded, and then you’ll be able to make your own decisions one way or another“, https://vindicatemj.wordpress.com/frozen-in-time-seminar-2/4-ron-zonen-2/
  105. Zonen, Ron, Staatsanwälte Sneddon und Zonen im Interview nach Jacksons Freispruch – „What DID happen to Michael Jackson? part 83 „More from Sneddon and Zonen“, 2003.06.14., https://www.youtube.com/watch?v=5V2uYRqYC64
  106. Dimond, Diane, Be Careful Who You Love: Inside the Michael Jackson Case, 2005.11.07., „When it was determined the children needed to get away from their overly anxious mother, to really clear their minds in preparation for their testimony, it was the Robels who took them into their home. They fed them, soothed their fears, and most of all encouraged them to tell the truth.“, Seite 315, Atria Books. Kindle-Version.
  107. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „Now, this is probably a very good time to talk a little bit about the person you’ve heard so much about, and the person that I can tell you probably unequivocally will be on the witness stand in this case up there for a number of days during this trial. It’s the mother of Gavin Arvizo and Star Arvizo and Davallin Arvizo, Janet. And let me tell you a little bit about what I think that the testimony and the evidence in this case is going to disclose about Janet Arvizo. She was married at 16. She had three children by the time she was 21. She was in a violently abusive, physically abusive relationship with her husband for 16 years. Not only physically abusive to her but to her children when they’d try to come to her defense. I think you will see, through the testimony and the evidence presented here, that she presents as someone who’s somewhat insecure, somewhat dependent, easily influenced, and at times can be adamant and quite emotional and determined. Heavily religious, and personally overly affectionate. I think you will see and get a sense of Janet Arvizo from the tape-recorded conversations not only with Frank Tyson, but a later conversation I’ll discuss with you in a few moments by a private investigator hired by the Jackson camp, Brad Miller. That she speaks fondly of love and affection, that she desperately wants to be loved and her family to be loved, and to be part of a family that they weren’t able to have because of the fact that there was no father in the particular family at this time. That she’s taught her children to do something which, to a lot of people, kind of sets them off, and that is that when they greet you, instead of giving you their hand, they like to hug you and say they’re glad to meet you. Some people are not used to, on a first occasion or encounter, to that kind of a greeting. But that’s the kind of person that Janet Arvizo is and that’s the kind of things that she instills in her family. The testimony and the evidence in this case will show you, like virtually every one of us in our life, that she’s made mistakes, that she’s done things that were wrong. The testimony will show in this particular case that, in fact, on one occasion during the lawsuit that she lied in a deposition. She was asked whether her husband ever beat her, and she lied. Because she knew at that point in time nobody knew it except for her and the children. And that if she had to admit the truth, she most certainly would get another beating. She lied under oath. It’s true also that she obtained welfare funds when she wasn’t entitled to them. She’s going to tell you that, and she’s going to admit that. It’s not a large amount of money. But she did it. And it was wrong. And she knows it was wrong. She’s not a person, as you will see from the testimony and the evidence in this case, that made necessarily the kinds of decisions that you, or you, or you would have made during the facts or circumstances of this case. But none of us can put ourself in her place. But we’re going to help you — we’re going to help you in that respect, by having an expert come in and testify to you to what it’s like to be a person — to be in a relationship that’s abusive for 16 years, and how that affects their judgment system and the reaction to certain things.“
  108. Roger Friedman, SHOWBIZ 411, Jacko Case: Time To Stop the Madness am 16.05.2005, abgerufen am 14.10.2022: It’s now time to stop the madness and declare a mistrial in California vs. Jackson. What happened on Friday in the Santa Maria courthouse should not have happened at all. Whether or not Michael Jackson is guilty of child molestation is no longer the issue. The Santa Barbara District Attorney’s office is now potentially guilty of exploiting a disturbed woman’s condition to get a conviction. It’s wrong, and it’s not going to achieve anything but tarnishing the reputations of their well-intentioned staff. The testimony on Friday of Janet Arvizo, mother of Michael Jackson’s teenage accuser, was alternately maddening and heart breaking. She came across on the stand during her cross-examination by Thomas Mesereau as a compulsive and pathological liar, a shrewd manipulator and a real operator. But she was also quite sad, and unable to control her emotions. […] She was feisty and obnoxious, manipulative and cunning. She did not shrink from fights with Mesereau. She often addressed the jury directly instead of answering Mesereau’s questions, and didn’t seem to care how Judge Rodney Melville instructed her. Her hubris was her undoing, and it was magnificent and tragic. She had sharp recollections of things that interested her and no memories of dates, times, or places that could undermine her case.[…] Building on a theme she started Thursday concerning Jackson’s group as „masters of choreography,“ Arvizo nearly stopped court entirely when Mesereau brought up a visit she made to a Los Olivos salon while staying at Neverland. […] Arvizo refused to answer several times, finally claiming: „I don’t know.“ She also said it was all a plot to enhance Jackson’s P.R. There was more. It seemed endless, and painful. […] She needs help. And then there was District Attorney Tom Sneddon, who sat not with the other prosecutors during this brutal performance, but on a bench behind them. In full view of the jury, Sneddon sat with his head often in his hands, looking askance at what he’s wrought. Sneddon has devoted the last twelve years to proving Jackson is a child molester, but he chose the wrong case and the wrong people to close his deal. That was clearly conveyed to the jury on Friday. The whole thing is mind-boggling. But for Sneddon to continue the public torture of this battered soul would be worse than trying to finish the case. His one chance for redemption is to call a halt to this nightmare before it gets worse. That will ensure him a better legacy than the one he may have created for himself.“, foxnews.com/story/time-to-end-the-jacko-trial.
  109. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 11336: „Further documents from the Schaffel residence and e-mails that were exchanged between Konitzer and Schaffel and Weizner, and other people involved in this management situation, reveal that the idea was — at this point in time the primary focus was to get the Arvizo family and to get them isolated and sequestered and away from the media in a way they would not make any statements to the media, and hopefully to enlist them, as I said, in this planned pro Jackson video.
  110. Rechtsanwalt Thomas Mesereau, Opening Statement/Eröffnungsplädoyer „The people vs. Michael Joe Jackson“ am 28.02.2005: „Christian Robinson will tell you that she was happy as a lark before it, was eager to do it, was on the phone with someone he thought was a lawyer talking about how much money she could make from it. The notion that this family was falsely imprisoned with some gun to their head and forced to make all those statements is absolutely false. Gavin Arvizo, as you know, appeared in the Bashir film. It aired in the United Kingdom, England, in February, on February 3rd, 2003. The next day, the media were in a frenzy. As I said before, they began to track down the Arvizo family to follow them around. They were actually camped in front of their home. That was the day Jay Jackson, her boyfriend, demanded $15,000 for a tabloid interview.“, reflectionsonthedance.com/02-28-05_FINAL__Opening_Statement_Sneddon___part_I_of_Tom_.txt, reflectionsonthedance.com/03-01-05_FINAL__Part_II_Tom__Bashir___Ann_Gabriel_.txt oder themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  111. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „They understood what was going to happen in terms of the press going after this family. And the last thing that they wanted was Gavin Arvizo standing up on some other reporter’s television station talking about pornography and booze in that room. That’s the last thing they needed. They needed to be able to stem what might be coming out of the mouths of these children and out of the mouth of Janet Arvizo and they needed to be able to profit from it. And they weren’t going to profit from it if, in fact, they were giving statements to some other reporter. Something that Janet Arvizo had no intention of doing anyway, and did not do at any time, never mind all the offers that ultimately came in.„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  112. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 11336:„Overt Act Number 1: On or about February 4th, 2003, Michael Joe Jackson told [Janet Arvizo] that the lives of her children, Star, Gavin und Davellin Arvizo, were in danger due to the recent broadcast on British television of the documentary „Living with Michael Jackson,“ in which [Gavin Arvizo] appears with Michael Joe Jackson. […] Michael Joe Jackson did tell [Janet Arvizo] that she and her three children would be flown to Miami to participate in a press conference, which press conference never took place.“
  113. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „The next morning, again it’s the defendant’s voice who’s heard in this, reasserting himself back into the life of the Arvizos. It’s the defendant, as the records at the Turnberry Resort show, made a 27-minute phone call to the Arvizo family that was currently at that particular time in West Los Angeles with Major Jay Jackson, who was going to be the future husband of Janet Arvizo. That phone call took place at 6:58 California time, 9:58 in Miami, Florida. It was Jackson who spoke to Janet Arvizo and Gavin Arvizo. And it was Jackson who told them that there were people out there who wanted to kill them, who told them that it was dangerous out there for them, and that Gavin was in danger. It was Jackson who wanted Gavin to join him in Florida. And it was Jackson who told them that he wanted Gavin to participate in a press conference. And it was Jackson who told them that a strong statement supporting him, Michael Jackson, would go a long way to making these killers go away. Janet Arvizo refused. She wasn’t going to let her boy fly on a plane all by himself to Miami, Florida. She refused. And there were arguments between Jackson and Janet Arvizo. And it finally was settled. Gavin Arvizo would go to Florida. But he would only go to Florida with his mother, and his brother, and his sister. Jackson was upset and he was angered, but he had to agree, because he needed Gavin in Florida. Their airline records reflect they were made by MJJ Productions and through the travel agency characteristically and uniformly used by MJJ Productions to make reservations for this family to fly to Miami in the afternoon of the 5th, the very same morning, by the way, that the phone call was made. They were scheduled to leave out of Los Angeles Airport at two o’clock in the afternoon. The flight never occurred. And the reason it didn’t occur was because Chris Tucker, who was also planning a trip to Miami on a chartered jet, it was arranged the children would go with Chris Tucker later that night. And that was, in fact, what happened.“ themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  114. Chris Tucker, Schauspieler, Zeugenaussage am 24. und 25.05.2005, „Q. Now, after that Las Vegas trip, did you see the Arvizos again? A. After that, I seen them — I think it was at the house that time. And any other time I can’t think of it, but it was at the house that time. Q. Is this at your house? A. My house. Q. Was this in Los Angeles? A. In Los Angeles, yes. Q. Okay. Now, why were they at your house in Los Angeles? A. Well, they called me, because they wanted to go out of town, and they wanted to — and they wanted to find out where Michael was, because they always wanted to find out — they wanted to find out where Michael [Jackson] was, and they wanted to go out of town. […] Q. And who in the Arvizo family was at your home? A. Gavin, Davellin, Star and Janet, the mother. […] F. Janet seemed excited about going to Florida to see Michael Jackson? A. Yes, she was excited. Everybody was excited, the kids. And everybody was excited to go down there to see Michael [Jackson] , yeah.„, „“Q. Okay. Now, before you went to the airport with them, do you recall having a discussion with Janet Arvizo at your home? A. Yes. Q. And what was that about? A. That’s the point that I was — I was going to give her this truck, the loaner, this truck to drive, but I got real uncomfortable when I was getting ready to loan the truck because she started frantically crying, like — not crying like something normal, but it was like something was wrong with her. And I got really, really — something in my spirit just didn’t feel right about it, and I felt — I said, „Oh, I’m going too far,“ because — and I knew she was — something mentally wasn’t right. So I gave her the keys. But then I didn’t feel — I didn’t feel comfortable about it at all. Q. So was it your impression that Janet was, in her own way, asking for a truck? A. No. I was just doing it as helping Gavin. I don’t think she was asking for it, no. Q. But you say she was acting kind of crazy? A. She started acting frantically, like mentally something wasn’t right. And then I was, like, — Q. Do you remember what she said? A. She was just, like, you know, „Chris,“ you know, „you like a brother,“ and the „brother“ thing again, and crying and — just frantically crying and stuff. And then I was, like, „Something“ — you know, „Something ain’t right,“ you know.“ . […] A. She started frantically crying, eyes got red, and shaking. […] A. Like she was possessed.„, A. Later on I did. I just told [Michael Jackson] to watch out for Janet [Arvizo] because I felt suspicious about her. Q. And did you tell Michael Jackson why you were suspicious about Janet Arvizo? A. Yeah, because — and she even made me more suspicious later on. But first, like I said, I gave her the keys. I — at that point I knew something wasn’t right. And then I was trying to talk to Michael. She kept interrupting, like — and I was like — I didn’t know why she was doing it. And then I just — I tried to pull Michael in the room, and I said, „You need to watch out. Just be careful.“ And then — that was really brief, and then I left. Q. Now, why was that conversation brief? A. Because the phones was ringing, the kids was all over the place, and it was — you know, Michael’s very busy, so it was always somebody pulling at him. Q. Do you recall whether or not Michael responded when you said, „Be careful of these people“? A. Yes, he did. He was listening. And we talked about other stuff and then I left.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  115. Staatsanwalt Ron Zonen am 02.06.2005 im Schlussplädoyer zum Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“: „The first telephone call that we have from Michael Jackson at the Turnberry Hotel was on the 4th of February, 1635 is 4:35 in the afternoon. A second one at 1754, that’s 5:54, almost six o’clock in the afternoon. The duration of both of those phone calls was one minute in length, but this was on the 4th of February, in the late afternoon hours of the 4th of February. […] And then a second phone call at 6:14, both for a duration of four minutes each, were from Jay Jackson’s residence in the mid-Wilshire area of Los Angeles to Chris Tucker at that point. [Von Arvizos zu Chris Tucker] […] Now, let me suggest to you that two telephone calls of one minute each being placed three minutes apart, and only for a maximum duration of four minutes or less, that could be actually three minutes and one second, as Mr. Nicola was 12756 effective in pointing out with each of the telephone records people. It will show as four minutes, if it’s only one second beyond three. But that could be a reflection of how long his answering machine is, at Chris Tucker’s home. And in fact, when you look at Chris Tucker’s records of the phone records of his phone for that day, of the 4th of February of ‘03, you’ll see that there are no phone calls made by Chris Tucker. None whatsoever that go out, at least phone records that would have registered, phone calls that would have registered, which means, in all likelihood, Chris Tucker was not there. Gavin Arvizo probably called Chris Tucker. He left two messages, one back-to-back, which is what people do when they max out a message and they call right back and leave a second message for the same duration of time. That’s probably what happened„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  116. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „So on the night of February 5th, on the night of February 5th, the night before the 20/20 viewing, this family is on a chartered jet with entertainer Chris Tucker and his family flying to Miami, Florida. And they get there. It’s probably after midnight by the time they get there, and they land at the Miami airport, and they’re picked up by a limousine and they’re taken to the Turnberry Resort. And they were put up in, what would be by any standards, a very, very nice room. But it’s late. And after some conversations with Chris Tucker, they all go to bed. Everybody sleeps in until the next morning. But, you see, the plan is working perfectly, because the family is now there, they’re now under their control, and they’re now isolated from the media and the public.“, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  117. Janet Arvizo, Zeugenaussage am 15.04.2005, Kreuzverhör durch Rechtsanwalt Thomas Mesereau: „A. Okay. Remember in the initial meeting in Miami how I was just telling everything about — to the Germans? Well, obviously they were in the works in doing the script since back then. […] They took elements of my life and my children’s life which were truthful and incorporated it into their script. And this happened in the initial meeting in Miami. They already had — they were already in the works on this. It took me a while to find out. And it’s taken many other people to find out later, too. […]„, themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/ themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  118. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 11336: „On and between February 4th, 2003, and February 5th, 2003, the documentary „Living with Michael Jackson,“ in which [Gavin Arvizo] appears, was broadcast in the United States. Michael Joe Jackson did personally prevent the [Arvizo] family from viewing the program, while at the Turnberry Resort Hotel in Miami, Florida.“
  119. Frank Cascio. My Friend Michael (S.260): „Aldo and Marie Nicole, who were still in Miami, watched Living with Michael Jackson in his suite, but Michael refused to join them: he never liked seeing himself on TV. As my siblings watched, Michael popped in and out of the room asking them, “Are you sure you want to watch this? Why do you want to watch this?“, HarperCollins. Kindle-Version.
  120. Randall Sullivan. Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson (Kindle-Positionen560-563). Atlantic Books. Kindle-Version.
  121. Frank Cascio. My Friend Michael (S.265), HarperCollins. Kindle-Version.
  122. PRESS RELEASE – Thomas W. Sneddon, Jr., District Attorney Santa Barbara County, 2003.02.06., abgerufen 2017.07.08., „[…] We encourage anyone who may be a victim or has credible evidence that a crime may have been committed contact the Department of Social Services Hotline (800) 367- 0166, or Santa Barbara County Sheriff’s Department Sgt. Phil Willis at (805) 681-4053.[…]3. California Law Relative to Adults Sleeping with a Child. The relevant California Penal Code sections dealing with misconduct by an adult with a child are found in Penal Code sections 288, 647.6 and 314.1 and 803(g). A review of these sections reveals that the act of an adult sleeping with a child without more is insufficient to warrant a filing or support a conviction. I direct your attention to these sections. If you read them you will notice that in each instance they require affirmative, offensive conduct on the part of the perpetrator and a mental state that accompanies any touching that may occur. The mere act of sleeping in the same bed with a child alone without either a touching and the required mental state would not satisfy the statutory requirements. Furthermore, while Section 803(g) allows prosecution of offenses which occurred beyond the statute of limitations, it requires as a prerequisite that the victim initiate the request to investigate by reporting the allegations to law enforcement.“, PR-Michael Jackson.pdf, countyofsb.org/da
  123. COURT TV, Calling all victims: Prior acts crucial to case against Jackson, Bean, Matt. 2006.11.26., abgerufen 21.07.2017,  unter archive.org und dort courttv.com:80/news/jacksonchangedlaw_ctv.html
  124. Thomas W. Sneddon, Jr., District Attorney Santa Barbara County, Presseerklärung vom 06.02.2003, PR-Michael Jackson.pdf, www.countyofsb.org/da, abgerufen 2017.07.08., „[…]2. The Response of the District Attorney and Sheriff’s Department to the BBC Video. After conversations with Sheriff Jim Anderson, it was agreed that the BBC broadcast would be taped by the Sheriff’s Department. It is anticipated that it will be reviewed. … We encourage anyone who may be a victim or has credible evidence that a crime may have been committed contact the Department of Social Services Hotline (800) 367- 0166, or Santa Barbara County Sheriff’s Department Sgt. Phil Willis at (805) 681-4053.[…]3. California Law Relative to Adults Sleeping with a Child. The relevant California Penal Code sections dealing with misconduct by an adult with a child are found in Penal Code sections 288, 647.6 and 314.1 and 803(g). A review of these sections reveals that the act of an adult sleeping with a child without more is insufficient to warrant a filing or support a conviction. I direct your attention to these sections. If you read them you will notice that in each instance they require affirmative, offensive conduct on the part of the perpetrator and a mental state that accompanies any touching that may occur. The mere act of sleeping in the same bed with a child alone without either a touching and the required mental state would not satisfy the statutory requirements. Furthermore, while Section 803(g) allows prosecution of offenses which occurred beyond the statute of limitations, it requires as a prerequisite that the victim initiate the request to investigate by reporting the allegations to law enforcement.
  125. Thomas Mesereau, Rechtsanwalt Michael Jackson, Vorwort in Michael Jackson Conspiracy’ von Aphrodite Jones 2007: „In the mid- 1990s, Mr. Sneddon traveled personally to at least two countries looking for alleged victims of Michael. He couldn’t find any. Mr. Sneddon arranged for a Web site at the Santa Barbara sheriffs department for information on Michael Jackson and hired a PR firm. This was absurd.“
  126. PRESS RELEASE FROM: Thomas W. Sneddon, Jr., District Attorney Santa Barbara County DATE: February 6, 2003 RE: Michael Jackson BBC Broadcast.[…] „5. California Law and a Child/Victim’s Right to Refuse to Testify and Cooperate in Investigations. Under California law a child/victim must voluntarily cooperate with law enforcement. Neither testimony nor an appearance in court can be mandated. Therefore, an investigation without a cooperative victim or a percipient witness to establish the corpus for a crime is not prosecutable. While it may seem strange that even if a person made an admission or a confession, under California law without a witness or other evidence to establish the corpus there is no case. See CALJIC Instruction 2.72.“, PR-Michael Jackson.pdf, www.countyofsb.org/da.
  127. PRESS RELEASE – Thomas W. Sneddon, Jr., District Attorney Santa Barbara County, 2003.02.06., abgerufen 2017.07.08., „[…]2. The Response of the District Attorney and Sheriff’s Department to the BBC Video. After conversations with Sheriff Jim Anderson, it was agreed that the BBC broadcast would be taped by the Sheriff’s Department. It is anticipated that it will be reviewed. … We encourage anyone who may be a victim or has credible evidence that a crime may have been committed contact the Department of Social Services Hotline (800) 367- 0166, or Santa Barbara County Sheriff’s Department Sgt. Phil Willis at (805) 681-4053. […]3. California Law Relative to Adults Sleeping with a Child. The relevant California Penal Code sections dealing with misconduct by an adult with a child are found in Penal Code sections 288, 647.6 and 314.1 and 803(g). A review of these sections reveals that the act of an adult sleeping with a child without more is insufficient to warrant a filing or support a conviction. I direct your attention to these sections. If you read them you will notice that in each instance they require affirmative, offensive conduct on the part of the perpetrator and a mental state that accompanies any touching that may occur. The mere act of sleeping in the same bed with a child alone without either a touching and the required mental state would not satisfy the statutory requirements. Furthermore, while Section 803(g) allows prosecution of offenses which occurred beyond the statute of limitations, it requires as a prerequisite that the victim initiate the request to investigate by reporting the allegations to law enforcement. “, PR-Michael Jackson.pdf, www.countyofsb.org/da
  128. Thomas Sneddon, leitender Bezirksstaatsanwalt, Eröffnungsplädoyer vom 28.02.2005 in seinem Verfahren gegen Michael Joe Jackson: At the same time as that’s going on during this two-week period, a website called smokinggun.com decides to publish documents involving some litigation involving the defendant.
  129. The Smoking Gun Website, Jacko: The Original Child Abuse Allegations Declaration of boy in 1993 Michael Jackson abuse case, thesmokinggun.com/documents/crime/jacko-original-child-abuse-allegations
  130. Rosen, Larry, „Taking Down an American Icon“, Februar 2007: „Feldman took the case [Anm.: 1993 Chandler ./. Michael Jackson] and it would change his life. […] Many questioned his strategy. […] „I still get a kick if someone remembers me and knows who I am.„, superlawyers.com/california/article/taking-down-an-american-icon/2b7ec6c7-9717-4bc2-b51e-0410c91bd5e3.html
  131. The Smoking Gun, Jacko: The Original Child Abuse Allegations Declaration of boy in 1993 Michael Jackson abuse case, 18.11.2003.: „Jackson issued a statement noting that he „has respected the obligation of confidentiality imposed on all the parties to the prior proceedings, yet someone has chosen to violate that confidentiality“ and use the boy’s statements to „further sully“ the star’s character. He added that, „it should be remembered that, at the time, the confidentiality obligation was a mutual one, designed as much to protect“ the teenage boy as the singer himself. Jackson concluded, „Whoever is now leaking this material is showing as much disregard for [the boy] as they are determination to attack Michael.“, thesmokinggun.com/documents/crime/jacko-original-child-abuse-allegations
  132. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „There was never a press conference held in Miami. None. Zero.“ themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  133. Arvizo, Gavin, Zeugenaussage im Prozess „Das Volk gegen Michael Joe Jackson“, 2005.03.14., Q= Frage von Jackson Verteidiger Tom Mesereau/A= Antwort von Gavin Arvizo: „Thomas Mesereau [Jackson’s attorney]: Okay. Do you remember when you were in front of the Santa Barbara Grand Jury, [lead prosecutor] Mr. Sneddon told you there was an order that you not talk to the media, and your response was,“ Oh, man, I was going to have a press conference”. Do you remember that. Gavin: That was probably a joke. Mesereau: That was a joke. Gavin: Yeah. Mesereau: So you’re in front of the Santa Barbara Grand Jury talking about this case and you’re telling a joke. Gavin: Yes.“, reflectionsonthedance.com/03-14-05_FINAL__Gavin__3_Cross_by_Tom_.txt
  134. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  135. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 11336: „Overt Act Number 3: On and between February 7th, 2003, and February 8th, 2003, Michael Joe Jackson did return the [Arvoup] family to Santa Barbara in a private jet. On the flight, Michael Joe Jackson did sit with [Gavin Arvizo] and did give him an alcoholic beverage, concealed in a soft drink can. Michael Joe Jackson did then present [Gavin Arvizo] with a wristwatch. Michael Joe Jackson did tell [Gavin Arvizo] that the watch was worth $75,000. Michael Joe Jackson did tell [Gavin Arvizo] not to tell anyone about them drinking alcoholic beverages together.
  136. Gary Hearne, Michael Jacksons Chauffeur über 15 Jahre, Zeugenaussage 2016 im Zivilprozess Robson ./. MJJ Productions, INC.: „Do you have fond memories of working for and with [Mr. Michael Jackson]? Very many. Did he ever give you any jewelry? He gave me a watch one time. When was this? Fairly early in my career working for him. What kind of watch? It was called a Sector, I think.“
  137. Cynthia Bell, Stewardess, Zeugenaussage am 30.03.2005, Frage von Staatsanwalt Gordon Auchinchloss: „A. Well, he was just incredibly rude. And I find that behavior unintelligent, and strange. Q. Okay. My question was, when did you first start noticing that he’s not being — A. From the very beginning, the originating point of the flight. Q. As the flight went on, was — did he become — well, tell me exactly what happened. What was it that made you say that? A. Upon arrive — upon seating himself or situating himself in the cabin, he acted like I was his maid, basically, throwing a book bag at me, and, „I want this here,“ and then, „I want this there.“ And just very demanding. Just unusually demanding, unusually rude. Q. Did his behavior get better as the flight went on? A. The only time his behavior was acceptable was when he was listening to music. Q. Okay. A. He had a headset with some music that he was listening to. Q. My question is, did his behavior get better, worse, the same? You tell me. A. It stayed pretty much the same throughout the flight.[…]17 Q. The boy was engaged in a food fight? A. That is correct. Q. And who was he engaged in that food fight with? A. Primarily with the medical doctor. (Laughter.) Q. And the doctor was fighting back? A. Well, the medical doctor was sleeping at first, when he flung mashed potatoes at him. (Laughter.) Q. And then what happened? A. Then — Q. It went back and fork? A. Right. It was like crowd mentality. Everyone sort of joined in. Q. More than just the doctor? A. The girls. And it became a game, basically, on board. Q. So it was playful? A. The — the initial flinging of the mashed potatoes, in my opinion, was not playful. Flinging mashed potatoes at a sleeping man? Q. Did you have — you mentioned that he was bragging about a watch. Tell me about that. A. He came into my — into my galley area requesting an orange soda, Sunkist orange soda. And he had two watches on his wrist, and was saying things like, „Look at what Michael bought me.“ You know, „These are very expensive watches.“ And, „He’s my best friend.“ And just — Q. You didn’t like that? A. Well, I — I fly Fortune 500 people. I could care less what your watch costs. Q. You weren’t impressed by his watch? A. He just goes on. Q. Okay. Did he mention anything about where he got that watch from? A. Well, he did say, „Michael bought this watch for me.“ And, „He’ll buy me anything.“ He was just — just an odd bird. […]Miss Bell, was he acting at all like he could have been intoxicated?[…] THE WITNESS: No.[…] Q. BY MR. AUCHINCLOSS: All right. When Mr. Jackson was seated next to Gavin, was he physically touching him? A. Did they have physical contact? Q. Was he physically touching him in any way? A. Yes, at times. Q. Did Mr. Jackson, at times, cuddle with Gavin? A. I wouldn’t say „cuddle.“ They — he had his arm around him listening to music at times. Q. So how do you define cuddling? A. „Cuddling“? I guess I’d have to show you. (Laughter.) MR. AUCHINCLOSS: May I approach the witness, Your Honor? (Laughter.) Q. Okay. So it didn’t fit your definition of „cuddle,“ but he did have his arm around him? A. At times, yes, sir. „, https://themichaeljacksonallegationsblog.wordpress.com/the-court-transcripts/
  138. Cynthia Bell, Stewardess, Zeugenaussage am 30.03.2005, Frage von Staatsanwalt Gordon Auchinchloss: „Q. Did it seem odd to you that Mr. Jackson didn’t do anything to stop this young boy from being what you said was rude? […] THE WITNESS: Yes. I — because his children are so polite, I wasn’t used to that. Q. BY MR. AUCHINCLOSS: Does he intervene when his children — A. Absolutely. They’re very well disciplined and polite.“, https://themichaeljacksonallegationsblog.wordpress.com/the-court-transcripts/
  139. Webseite „The Michael Jackson allegations blog“:This is worth noting because the Arvizos claimed that it was Jackson who taught them to curse, drink and misbehave. In reality it would be very out of character for him to teach children such things. On the other hand, such behavior was very much in the character of the Arvizo boys who had a history of behaving like that even before they had met Jackson.“, https://themichaeljacksonallegationsblog.wordpress.com/2018/09/23/the-2005-arvizo-allegations/
  140. Thomas Sneddon, leitender Bezirksstaatsanwalt, Eröffnungsplädoyer vom 28.02.2005 in seinem Verfahren gegen Michael Joe Jackson: „And he talked, and he remembered that Gavin wanted to be an — in entertainment. And he said, „Why don’t we pretend like this is an audition. And why don’t we do this: Why don’t we have a cussing contest, and we’ll use cuss words. I’ll use a cuss word, you use a cuss word. We’ll just go back and forth. You pretend like it’s an audition,“ and he did. Well, the cuss words escalated until they involved very sexually graphic cuss words that I’m sure all of you have heard on a number of occasions, on the playground or the gym, or other places. It was interrupted when one of the nannies walked into the room. It was the first step in desensitizing the boy. It was the first step in introducing him again to the no-rules, no-restrictions and no-wants world of the defendant and Neverland Ranch.
  141. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005: Simone said that she recalled an episode during which Gavin and Star began cursing Michael Jackson. „We were in the theater and Michael left to go do some work. After he left Gavin said, ‚That f’in bastard,‘ and they were like laughing at him after he left.
  142. 030105motadmevidgsa.pdf, Schriftsatz der Rechtsanwälte Thomas Mesereau, Susan Yu, Robert Sanger, Brian Oxman vom 01.03.2005: „There was another occasion when Star approached her daughter, Simone, and demanded she either strip for him, or take off her top. When she declined, she was called a „fucking bitch“ by Star. Upon bearing this, Peaches contacted Chris Carter. She wanted to know what was going on and why this type of language was being used at the ranch. Carter told Peaches, „These (Arvizo) kids were out of control and ‚a handful.“
  143. Todd Gray, Before He Was King, Chronicle Books, 21.10.2009, amazon.com/Michael-Jackson-Before-Was-King/dp/0811875067.
  144. Randall Sullivan, Untouchable: The Strange Life and Tragic Death of Michael Jackson, Atlantic Books. Kindle-Version.“
  145. Deborah Rowe, Interview Februar 2003 in „The Footage You Were Never Ment To See“: „We were very excited. Michael was definitely more excited than I was. He was so excited when we had a contraction, and he was there. We had videos and music,“ Rowe said of the 23-hour labor. „But he was there the whole time. Held my hand, stroked my head.“I had a very ‚colorful‘ language, and every time I went to say something, Michael would cut me off with words like ’shoot‘ and ‚fudge.‘ ‚Do You really think this is neccessary?‘ He didn’t like curses. He didn’t think it was necessary when other words would do,“ she said.“
  146. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  147. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „And it is the defendant, Michael Jackson, who instructs Janet Arvizo to „Do everything that Ronald and Dieter tell you to do.“ It is Jackson who concludes by saying to Janet Arvizo, „These are the ones that are going to make the threats go away.“ It was for that reason, trusting the defendant and trusting what he said, that Janet Arvizo agreed to the request by Weizner and Konitzer to sign two blank pieces of paper with her signature, one on the 6th and one on the 7th before they left. Unbeknownst to her, and without her permission, that blank signature on the bottom of that page ended up having a typed part at the top saying that she authorized and joined in Michael Jackson’s lawsuit or complaint to the British Standards Commission against Bashir. She had never been consulted on that and had never agreed to have her signature used in that capacity.“ themichaeljacksonallegations.com/the-court-transcripts/
  148. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  149. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version: „RECOMMENDET STATENMENT BY JANET VENTURA TO UK SUNDAY TELEGRAPH. „[…]THE RELATIONSHIP THAT MICHAEL HAS WITH GAVIN STAR AND DAVELLIN IS A BEAUTIFUL LOVING FATHER SONS AND DAUGHTER. HE ISTHEIR DADDY MICHAEL: AND TO ME AND MY CHILDREN HE IS OUR FAMILY HE CARES FOR THEM AS A GOOD LOVING FATHER: MICHAEL IS THEIR ONLY FAHTER FIGURE WHOM LOVES AND CARES ABOUT THEM: THEY ARE NOT FAHTERLESS BECAUSE THEY HAVE THEIR DADDY MICHAEL: MY FAMILY CONSISTS OF UNDONDITIONAL LOVE.“ Jane Ventura-Arvizo, Friday 7th Februar 2003″.
  150. Tom Sneddon, Bezirksstaatsanwalt am 28.02.2005 im Eröffnungsplädoyer zu seiner Anklage gegen Michael Jackson: „He’s hired. He’s on the payroll for the conspirators.“
  151. Anklage vom 21.04.2004 von Bezirksstaatsanwalt Thomas W. Sneddon gegen Michael Joe Jackson, Aktenzeichen 11336: „Overt Act Number 5: On and between February 6th, 2003, and February 12th, 2003, in both Miami, Florida, and at Neverland Ranch in Santa Barbara County, Ronald Konitzer and Dieter Weizner did tell [Janet Arvizo] that there were death threats made against her and her children by unknown individuals. They did further tell [Janet Arvizo] that the only way to assure the safety of her family was for the [Arvizos] to participate in the making of a „rebuttal“ video favorable to Michael Joe Jackson.“
  152. Wiesner, Dieter. Michael Jackson: Die wahre Geschichte (German Edition). Friedrich Reinhardt Verlag. Kindle-Version.
  153. Mark Geragos, Rechtsanwalt Michael Jackson ab 03.02.2003, Zeugenaussage am 13.05.2005: „Q. BY MR. MESEREAU: Did you talk to Janet Arvizo that day? A. Briefly, I believe. But — I know that I didn’t talk to her. I watched her interact or converse with Mr. Radotsky, who was the producer. I believe Mr. Bradley. Q. Did you see Ms. Arvizo talking to Mr. Radotsky for any length of time that day? A. I don’t know if I would say a length of time. I saw at least on two occasions, I think. Q. And why were you at Neverland that day? A. I was asked to come up by Mr. LeGrand specifically to, I guess, monitor the interview. Q. And were you under the impression, as you arrived, that the Arvizos were going to be there? A. Yes. Q. Why? A. It’s what I was told. […] A. Dieter Weizner was there. I think a gentleman by the name of Jack Sussman from CBS was there. There was a woman which — also with CBS with the last name of Simon, I think was there. There was another lawyer from my office with me. I can’t remember which lawyer it was. And there was a — I don’t know, a cast of probably 30 or 40 people, production people, who were there as well..“, themichaeljacksonallegationsblog.wordpress.com/the-court-transcripts/
  154. Mark Geragos, Rechtsanwalt für Michael Jackson ab 03.02.2003, Zeugenaussage am 13.05.2005: „I was also told and the first thing that was done that had any urgency is there was a 60 Minutes taping that was scheduled, and they wanted me to be up there to make sure that Michael didn’t make any statements or questions weren’t asked that were inappropriate. Q. And was this at Neverland? A. Yes. Q. Did you see Janet Arvizo at Neverland on that day? A. I remember seeing Gavin at Neverland that day. And then we were there for, I don’t know, maybe 12 hours or so.[…]“Q. And was it your understanding that the Arvizos wanted to have a role in that 60 Minutes documentary? A. I watched as — MR. ZONEN: I’m going to object as to speculative.“ […] Q. Did you see Janet Arvizo talk to Ed Bradley of 60 Minutes? A. I believe that I did. Q. Did you hear what she said? A. Not that I can remember. Q. Okay. Did you see either Mr. Bradley or Mr. Radotsky talking to Gavin Arvizo? A. Yes. I think Radotsky, with Mr. Bradley. I don’t know that he was actively participating, but I do believe Radotsky was talking. Q. And approximately what date was this, Mr. Geragos? A. I want to say February 7th, and I just — I don’t know if that was a Saturday. I don’t believe it was a court day. So it was either a Saturday or a Sunday, but I’d just be guessing again., themichaeljacksonallegationsblog.wordpress.com/the-court-transcripts/
  155. Mark Geragos, Rechtsanwalt für Michael Jackson ab 03.02.2003, Zeugenaussage am 13.05.2005: „Q. And was it your understanding that the Arvizos wanted to have a role in that 60 Minutes documentary? A. I watched as — MR. ZONEN: I’m going to object as to speculative. THE COURT: Sustained. Q. BY MR. MESEREAU: Referring only to your state of mind at the time, Mr. Geragos, did you have any knowledge one way or the other whether or not the Arvizos were supposed to be involved in the documentary? MR. ZONEN: I object as irrelevant to this question. THE COURT: You have to let him finish the question so I know what you’re objecting to. Q. BY MR. MESEREAU: Mr. Geragos, just directing my question to your state of mind at the time, did you have any understanding one way or the other whether or not Janet Arvizo and the children were supposed to appear in a 60 Minutes documentary? MR. ZONEN: Objection to his state of mind as being irrelevant to this proceeding. THE COURT: Sustained. Q. BY MR. MESEREAU: In your capacity as Mr. Jackson’s attorney on that day, did you have any understanding as to why the Arvizos were at Neverland? A. The — I saw an interaction between Gavin Arvizo — MR. ZONEN: I’m going to object to any vision of interaction as being irrelevant to this proceeding, and the question is irrelevant and lacking in foundation. MR. MESEREAU: He’s cutting off the witness, Your Honor, I object. THE COURT: I think that question can be answered „yes“ or „no,“ and we can go from there. Do you want the question read back? THE WITNESS: God, I hate to say „no.“ Did I see — did I see an interaction? Yes. THE COURT: I’ll have the question read back so you understand it. (Record read.) THE WITNESS: Yes. Q. BY MR. MESEREAU: What was your understanding? MR. ZONEN: Objection; lack of foundation. THE COURT: Sustained. Q. BY MR. MESEREAU: As Mr. Jackson’s attorney, were you under any instructions to do anything with the Arvizos at Neverland on that particular day? MR. ZONEN: Objection; vague. Instruction from whom? THE COURT: Sustained.“, themichaeljacksonallegationsblog.wordpress.com/the-court-transcripts/

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